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Technische Übermacht zerstört Demokratie
Was vorher geschah:
Das Aktionsprinzip

2021 sind viele Menschen an der Demokratie verzweifelt. Der Grund für den Niedergang der Demokratie ist Technik, die extrem einseitig genutzt wird.
 
Unsere repräsentative Demokratie stammt aus der Zeit von 1790.
 
Damals war sie ein zeitgemäßer Weg, das Ziel einer modernen Demokratie anzusteuern. Jetzt im 21. Jahrhundert ist das nicht mehr der Fall, weil von 1790 bis heute eine technische Revolution stattgefunden hat, deren Ausmaß jedem bekannt ist.
 
Die Organisationsform unserer parlamentarischen Demokratie hat sich seit 150 Jahren der technischen Entwicklung nicht angepasst.
 
Nahezu alle Errungenschaften der Technik werden von den Regierenden zur Herrschaft und Beeinflussung angewandt, aber kaum eine neue Technik steht den Normalbürgern gegenüber den Repräsentanten und Regierungen zur Verfügung. Damit ist die repräsentative Demokratie technisch überholt.
 
Die extremste Ungleichheit besteht auf dem Gebiet der Medien.
 
Film, Rundfunk und Fernsehen erlauben es, Millionen von Menschen gleichzeitig zu beeinflussen. Umgekehrt besteht keine Möglichkeit für normale Menschen, Meinung und Willen in der Öffentlichkeit kund zu tun.
 
Missbrauch der Macht über Medien
 
Diese Situation wurde von Anfang an von machtgierigen Politikern ausgenutzt. Lenin entdeckte den Film für die Propaganda. Hitler und Goebbels nutzten den Rundfunk. Stalin setzte zusätzlich riesige Plakate ein. Und seit es Fernsehen gibt, dient es überall denen, die es kontrollieren, für politische Propaganda und Beeinflussung.
 
Normale Staatsangehörige haben keine Möglichkeit, ihre Meinung gleichberechtigt zu verbreiten oder auch nur die Tendenz der Massenmedien zu beeinflussen. Das einzige, was ihnen bleibt, ist die Möglichkeit, alle paar Jahre an Wahlen teilzunehmen.
 
Wie wenig eine Abstimmung bedeutet, will ich kurz am Beispiel der Wahl für den deutschen Bundestag darstellen.
 
Qual und Ohnmacht der Wahl
 
Es geht um die Information über den persönlichen Willen einer Wählerin oder eines Wählers. Dieser Wille wird durch Kreuze auf einem Wahlzettel ausgedrückt. Jeder hat zwei Stimmen. Mit der ersten Stimme wählt man einen Direktkandidaten.
 
Im Normalfall haben nur zwei Kandidaten die Chance, gewählt zu werden. Sollten es in einigen Wahlkreisen drei oder vier Möglichkeiten geben, wird das durch zahlreiche Kreise kompensiert, in denen nur ein Kandidat eine Chance hat. Das gilt in der Regel für ganz Bayern. In Bayern werden die Direktkandidaten nicht von den Wählern bestimmt, sondern von der CSU.
 
Es ist also keine gewagte Annahme, wenn wir sagen, im Schnitt können Wähler mit der Erststimme zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden. Das Ankreuzen dieser Möglichkeit auf dem Wahlzettel bedeutet dann ein Bit an Information.
 
Auf der Landesliste werden Parteien gewählt. Wenn wir annehmen, dass acht Parteien über die 5%-Hürde kommen können, dann bedeutet die Stimmabgabe für eine Partei drei Bit an Information.
 
Die Information über den Wählerwillen beträgt also insgesamt vier Bit und diese Informationsmenge gilt für vier Jahre. Das bedeutet, der Informationsfluss von Wählern zu den Repräsentanten beträgt ziemlich genau ein Bit pro Jahr.
 
Jeder weiß, dass die technischen Medien, die in der Massenkommunikation eingesetzt werden, mit Megabyte pro Sekunde operieren. Man braucht das gar nicht genauer auszuführen, um zu sehen, dass die Menge an Information, die in die eine und die andere Richtung fließt, eine millionen- milliarden- und billionenfache Überlegenheit der technischen Medien ergibt, wenn es darum geht, politische Meinung, Wünsche oder den eigenen Willen zu äußern.
 
Hier steht das altertümliche Verfahren der Urnenwahl mit Kreuzen auf Stimmzetteln und einem Informationsfluss von einem Bit pro Jahr gegenüber den modernen Massenmedien. An erster Stelle das Fernsehen. Und jedes Jahr expandieren die Öffentlich-Rechtlichen Anstalten mit neuen Spartenkanälen, finanziert durch Pflichtgebühren aller, die sich eine Wohnung leisten können.
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Hier und heute endet die Demokratie
 
Die gewählten Repräsentantinnen und Repräsentanten haben vom ersten Tag an die Massenmedien zu ihrer Verfügung. Durch das Missverhältnis der altertümlichen Willensäußerung und der technischen Möglichkeiten endet unsere Demokratie am Wahlabend.
 
Die technische Übermacht der Massenmedien hat die Demokratie abgeschafft.
 
Was nach der Wahl folgt, funktioniert von oben nach unten, es ist Feudalismus, genauer gesagt Neofeudalismus.
 
Die Feudalherren sind nicht nur die Gewählten im Parlament, sondern ganz besonders die Parteistrategen, die um die höchsten Posten ringen und in geheimen Koalitionsverhandlungen Politik beschließen. Für die nächsten vier Jahre hat die Wählerschaft keinen Einfluss mehr, nicht einmal in Form einer aktiven Meinungsäußerung.
 
Befragung von Parteimitgliedern oder demoskopische Erhebungen (meist per Telefon) sind nicht mit Entscheidungen gleich zu setzen. Sie werden von oben veranlasst und erfassen nicht den Willen der Allgemeinheit. Sie dienen den Repräsentanten zur Orientierung, damit die Chancen auf eine Wiederwahl nicht verloren gehen.
 
Solche Meinungsbilder spielen meistens erst am Ende der Wahlperiode vor der nächsten Wahl eine Rolle und dann erkennt man auch bald, wie zweifelhaft sie sind. Demokratie ist nicht gleich Demoskopie.
 
Medien als Multiplikatoren der Meinungsmacht
 
Die neuen Feudalherren werden durch eine technisch hoch gerüstete Priesterschaft unterstützt. Das sind die Journalistinnen und Journalisten in den Massenmedien. Sie setzen die Themen, erläutern Entscheidungen und Ansichten der Regierung und der Parteiführer, begründen sie und diskutieren Politik in einem engen Meinungspektrum.
 
Die Medien sind die Verkünder und Teilhaber der politischen Macht. Und, was sehr wesentlich ist, sie inszenieren und präsentieren die Vorstellung einer Demokratie, an der die Masse der Wähler nicht einmal zu einem Millionstel beteiligt ist.
 
Die Revolution ist zu Ende
 
Das Internet hat die Situation verändert. Es ist interaktiv und es kostet fast nichts.
 
Es schafft völlig neue Möglichkeiten der Kommunikation und auch der Willensäußerung für Millionen, die sich persönlich am Geschehen beteiligen und Politik beeinflussen wollen.
 
Doch nach etwa dreißig Jahren sind auch diese Möglichkeiten im Internet durch technische und finanzielle Überlegenheit großer, global agierender Akteure ausgehebelt. Kontaktmedien wie Facebook sind inzwischen vollkommen kommerzialisiert, sie dienen dem Gelderwerb. Man nannte sie anfangs Soziale Medien, doch ihr Verhalten ist durch die Kommerzialisierung asozial geworden.
 
Die Kontaktmaschinen werden inzwischen auch von den Machthabenden genutzt, von Parteien und Regierungen. Auch Zeitungen und Zeitschriften betreiben professionelle Internetauftritte mit gleicher Tendenz wie die gedruckte Presse.
 
Sogar ARD und ZDF mischen im Internet mit, im großen Stil, durch Mediatheken, die von den Pflichtgebühren finanziert werden. Diese Konkurrenten sind allen anderen technisch und finanziell haushoch überlegen.
 
Hoffnung auf digitale Demokratie
 
Die Möglichkeiten des Internets als Demokratie-Medium sind durch die technischen und finanziellen Riesen überwältigt worden, aber die Hoffnung auf freie Massenkommunikation besteht noch. Wenn diese Hoffnung nicht bestünde, gäbe es kritlit.de nicht.
 
Die nächste Stufe zur Demokratie im Netz ist ein freies Meinungsforum, das allen offen steht und so organisiert wird, dass die besten Argumente sich durchsetzen. Es darf nicht von anonymen Teilnehmern betrieben werden, denn Politik und Anonymität schließen sich gegenseitig aus. Und es sollte die Möglichkeit von Online-Abstimmungen haben, um die Meinungen der Mehrheit festzulegen.
 
Ideen für so einen öffentlichen Debattenraum findet ihr hier unter dem Namen Demokrit.
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Das Aktionsprinzip

Die Menschheit stößt an ihre Grenzen, materiell, geistig, zeitlich, organisatorisch. Aber eine Sache ist unbegrenzt: Das Geld. Man glaubt, die Grenzen, die der Planet und die Natur uns setzen, mit den unbegrenzten Möglichkeiten des Geldes überwinden zu können. Dieser Glaube ist Konsens zwischen Finanzwelt, Wirtschaft und Politik, er wird konform in den Medien verbreitet, es ist aber ein Irrglaube.
 
Geld ist ein abstraktes Produkt von Menschen. Geld hat von sich aus keinen Wert und keine Substanz, wie z.B. Energie. Geld kann in beliebigen Mengen von den dazu berechtigten Institutionen erzeugt werden. Das geschieht bei der Vergabe von Krediten durch girale Geldschöpfung, wobei Geld und Schulden gleichzeitig entstehen.
 
Bei der Vergrößerung der Geld- und Schuldenmenge sind die Staatsschulden ein wesentlicher Posten. Eine deutsche Familie von vier Personen hat mehr als 100.000 Euro Schulden, auch wenn sie nie einen Kredit aufgenommen hat, und muss dementsprechend Zinsen zahlen, die nirgendwo ausgewiesen sind.
 
Die unfassbare Geldmenge und ein noch größerer Schuldenberg polarisieren und belasten alle.
 
Polarisation erzeugt Spannung und die Spannung, die durch Geld erzeugt wird, bedeutet Unfrieden: Ein kleiner Teil der Menschen verfügt über so viel Geld, dass sie sich mit nichts anderem beschäftigen müssen, als Geld und Vermögen zu verwalten. Das Geld, das man zum Leben benötigt, ist ein geringer Betrag, der so nebenbei anfällt.
 
Die anderen 90% oder 99% aller Menschen benötigen ebenfalls Geld, müssen aber dafür arbeiten, Dienste leisten oder etwas veräußern. Im günstigsten Fall treiben sie Handel.

Wirtschaft, Finanzen und Staaten sind so organisiert, dass Geld ständig von denen, die wenig oder nichts haben zu denen wandert, die sehr viel haben. Ein Grund dafür ist der Zins, der auf Kredite erhoben wird. Ein anderer Grund ist der, dass Regierungen im Namen der Allgemeinheit Schulden machen und der Finanzwelt damit in die Hände spielen.
 
Der Handlungsdruck, der vom Geldsystem ausgeht, steigt mit der Geld- und Schuldenmenge, er zwingt zu ständigem Wachstum. Das ist der Grund für die Verknappung aller materiellen Ressourcen und der Ausbeutung von Menschen, Tieren und Pflanzen. Die Schäden sind allen bekannt: Umweltzerstörung, Abfall jeder Art, Monokulturen, Vernichtung von Arten, Erderosion, Verseuchung der Meere, Luftverschmutzung, Klimawandel, Stress. All diese Fehler werden gemacht, um Geld zu verdienen.

Die Frage ist:
Wie kommen wir raus aus der Nummer?

Diese Frage wird meist so beantwortet, dass die einen die anderen für schuldig befinden und von denen eine Änderung erwarten, die für die Misere verantwortlich sind, Konzerne, Politiker, Finanzwelt.
 
Eine zweite Antwort ist die, dass wir Ziele in die Zukunft projizieren und sagen, dann und dann wollen wir das und das erreicht haben, Klimaziele, Nachhaltigkeit, Verkehrswende.
 
Eine dritte Antwort ist die, dass wir nur die Entwicklung beschleunigen müssen, um schnell zu besseren Ergebnissen zu kommen, Netzausbau, erneuerbare Energie, künstliche Intelligenz.
 
All diese Antworten führen nicht direkt zum Ziel. Wenn sie zum Ziel führen würden, wäre es längst erreicht. Keiner dieser Vorschläge ist neu. Die bisherigen Versuche sind nicht nahe genug an der Realität in Raum und Zeit.
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Hier ist das Aktionsprinzip mit dem wir den Mechanismus des Geld- und Wirtschaftssystems durchbrechen können, um die Zukunft zu gestalten. Es wird mit drei Stichworten beschrieben:
 
1. Alle
2. Sofort
3. Langsam
 
1. Alle sind am System beteiligt
und alle werden unter den Folgen leiden, wenn nichts verändert wird. Es gibt ein paar wenige Charaktere, die ihr Leben lang nur Geld und Macht an sich reißen, die können wir nicht ansprechen, aber alle anderen können wir auffordern, ihren Beitrag zu leisten. Alle können die Fehlentwicklungen sofort drosseln, reduzieren, verlangsamen, stoppen.
 
Wir können Energie sparen.
Wir können Abfall vermeiden.
Wir können den Konsum drosseln.
Wir können das Auto stehen lassen oder abschaffen.
Wir können Fernsehen ausschalten.
 
Wir können alle dem Geld weniger hinterher rennen,
weil wir wissen, dass es zu viel davon gibt. Wir können alle vermeiden, Schulden zu machen, weil durch Schulden die Macht der Finanzwelt steigt. Wir können Politiker abwählen, die in unserem Namen Schulden machen. Wir können es vermeiden, Probleme nur mit Geld zu lösen und Politik vermeiden, die Probleme nur mit Geld lösen will.
 
2.
Sofort
wir müssen sofort mit allem beginnen.
Auch wenn die Politikerinnen das nicht so sehen, weil sie Interessen abwägen und die Wiederwahl anpeilen. Wir müssen uns nicht erst rechtfertigen, ehe wir handeln und müssen nicht öffentlich argumentieren.
 
Wir wollen sofort alle überflüssigen Maschinen, Geräte, Beleuchtungen und Heizungen abschalten. Wir müssen sofort Energie reduzieren. Wir sollten sofort, vieles, was wir nicht brauchen, zur Seite legen und gelegentlich wieder verwenden. Wir können überlegt einkaufen, wir können Facebook und Twitter sofort kündigen. Wir können ab sofort Amazon nicht mehr anklicken und die erste Seite der Ergebnisse beim Googeln überschlagen. Wir können ab sofort die Emails von unbekannten Absenderinnen nicht mehr öffnen. Wir können sofort weniger oder gar kein Fleisch und Süßes essen, weniger Alkohol trinken und keine Nahrungsmittel mehr vergeuden. Wir können sofort die Zigarette ausmachen, die Packung wegwerfen und nie wieder anrühren. Die Zeit, etwas zu tun, ist immer genau jetzt. Alles andere ist nur Denken, Planen, Beabsichtigen und Verschieben.
 
3.
Langsam
sehen wir das Ergebnis.
Wir können sofort handeln, aber wir müssen geduldig auf das Ergebnis warten. Schon deshalb, weil viele Dinge nur Wirkung zeigen, wenn alle, die klar im Kopf sind, sie anpacken.
 
Wer etwas verändern will, kann sofort bei sich beginnen, aber man kann nicht erwarten, dass die Dinge sich sofort zum Positiven wenden. Wir brauchen Geduld, aber wir dürfen nicht das Handeln aufschieben. Langsame Entwicklungen müssen sofort beginnen.
 
Die Langsamkeit ist eine Folge der vielen Akteure, die beteiligt sind. Wenn alle beteiligt sind, geht es sehr langsam. Es geht aber um so langsamer, je weniger von uns sofort beginnen.
 
Viele Dinge gehen zu langsam, weil sich nicht viele beteiligen. Aber auch, wenn wir befürchten, dass nicht alle mitmachen, müssen wir sofort handeln, damit die Dinge in Gang kommen.
 
Das System sind wir alle.
Wir verändern es
 
1. alle
2. sofort
3. langsam

 
Sollte jemand diesen Text lesen, der zu den Verantwortlichen gehört, gilt das in besonderem Maße. Jede(r) sollte sofort handeln und nicht auf andere warten.
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Jogger und Blogger
Ein Jogger und die Bloggerin Mo
die rannten nach einem Dixi-Klo.
Der Jogger war schneller da als sie,
Doch Mo bloggte die Tür ab, mit ihrem Knie.