Unbegrenzt und Expansiv !!!
Finanzmacht treibt uns in den Krieg

Taschenbuch
216 Seiten
18,99 Euro

Leseprobe

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Analyse und Programm

Durch die unbegrenzte Vermehrung der Geldmenge und die digitale Beweglichkeit des Geldes ist die feudale Finanzmacht übermächtig geworden.

Staaten stecken in der Schuldenfalle.
Je mehr Schulden gemacht werden, um so mehr Geld wird von Banken generiert. Sie erheben Zinsen, für Geld, das sie nie besessen haben.

Wo soll das Geld für alle Zinsen herkommen?
Zinsen werden mit frischem Geld und mit Schulden bezahlt. Das System weitet sich dadurch aus. Es ist expansiv.

Man kann die Finanzmacht überwinden:
Hohe Steuern auf Finanzgewinne, Transaktionssteuer, Miterbschaft des Staates, Rettungssteuer gegen Steuerflucht, Zinsen auf Null setzen, eine diverse Mehrwertsteuer und das degressive Wundergeld.

All das ist möglich,
wenn politischer Wille vorhanden ist.

Taschenbuch
216  S
18.99 Euro

Bibliografische Daten
und Bezugsquellen
bei Erscheinen.

Leseprobe


















Kapitel und Inhalt

Zur Einleitung:
Geld im 21. Jahrhundert
Das gesamte Geld-System
Hochkulturen mit und ohne Geld
Das erste Buchgeld
Die abstrakte Definition

1. Kapitel
Geld ist eine Zahl
Zahlen im Kopf und im Computer
Geld als Zahl unbegrenzt

2. Kapitel
Die Währungseinheit als Maß für den Wert
US-Dollar, Euro und Schweizer Franken

3. Kapitel
Leichte Beweglichkeit des Geldes
Hochfrequenzhandel mit überlegener Technik
Transaktionssteuer als Möglichkeit

4. Kapitel
Die allgemeine Akzeptanz
Bitcoin und andere Krypto-Währungen
Grenzen der Akzeptanz und der Macht des Geldes

5. Kapitel
Die Vermehrung von Geld durch Banken
Die Girale Geldschöpfung
Ein feudales Recht aus langer Tradition
Geldvermehrung auf allen Ebenen
Die Schweizer Vollgeld-Initiative
Staatskredite und der Sonderfall USA
Sondervermögen und traditioneller Feind

6. Kapitel
Von der Geldvermehrung zur Finanz-Inflation
Zinsen als Anreiz für das Finanz-Casino
Börsenkurse als Symptom der Inflation
Die Mercedes-Benz Group am Aktienmarkt
Shareholder Value als Maßstab für Entscheidungen
Geldbeträge jenseits der Vorstellungskraft

7. Kapitel
Zinsen, Schuldenfalle und Expansion
Prophetische Einsicht ohne Konsequenzen
Schulden auf verschiedenen Ebenen
Das falsche Spiel der großen Figuren
Verborgene Zinsen

8. Kapitel
Die Expansion unbegrenzter Geldmacht
Wachstum mit und ohne Vernunft
Leicht bewegliches Geld im labilen System
Seiltanz mit lebendigem Gepäck
Unbegrenztes Wachstum um jeden Preis
Entscheidungen gegen die Realität

9. Kapitel
Die Aktien von Mark Zuckerberg und Elon Musk
Der Reinfall mit America Online
Börsenstart ohne Firmengewinn
Facebook, ein mehrfacher Glückstreffer
Von der Kontaktmaschine zur Geldmaschine
Elon Musk und die DeMUSKierung eines Irrtums

10. Kapitel
Staat und Geld, eine Machtprobe
Extreme Verteilung von Vermögen überall
Mehr Gleichverteilung als staatliche Aufgabe


Kapitel und Inhalt

10. Kapitel (Fortsetzung)
Staatsschulden gegen das Interesse der Mehrheit
Prinzipielle Unterordnung durch Kredit und Zinsen
Spaltung der Gesellschaft durch extremen Geldbesitz
Geldmacht gegen Demokratie
Handeln gegen und für die Finanzmacht

11. Kapitel
Delaware, Steuerflucht und die Rettungs-Steuer
Die Gewinnverlagerung von Konzernen
Rettungs-Steuer verhindert Steuer-Dumping
Ein Schub nach vorn für die Politik

12. Kapitel
Gegen die Finanz-Übermacht, mehr Gerechtigkeit
Vier Ursachen für die Übermacht der Geldflut
Staatskredite, ein Komplott von Regierungen und Finanzmacht
Finanzsteuern und Staatserbschaft
Beteiligung aller am Erfolg und am Reichtum

13. Kapitel als Leseprobe
Unbegrenzte Expansion und wohin sie führt
Investition in Konsumgüter und Sozialstaat?
Vorteile der Rüstung für das Finanzgeschäft
Der Militärisch-Industrielle Finanzkomplex

14. Kapitel
Die Suche nach einer neuen Finanzordnung
Die Trennung vom US-Dollar durch China
Position der USA gegenüber Chinas Wirtschaft
Wendepunkt für die Finanzmacht der USA
Bewusstseins-Industrie und Realitätsverlust Brasilien Russland Indien China Südafrika
Welches System kann den Dollar ersetzen?

15. Kapitel
Das degressive, digitale Wundergeld
Silvio Gesell, Erkenntnisse aus der Realität
Das Wunder von Wörgl
Ein neues Wunder im digitalen Zeitalter
Wundergeld und Festgeld
Degressives Geld für eine Finanz-Demokratie

16. Kapitel
Eine Diverse Mehrwertsteuer
Keine Steuer auf Finanzprodukte
Das Prinzip der Diversen Mehrwertsteuer
Schäden durch unbedenkliches Geldverdienen
Entlastung und Belastung mit System

17. Kapitel
Der Krake einer maßlosen Finanzdiktatur
Bankräuber und Banken, wie im Wilden Westen
Der deutsche Weg in die Verschuldung
Maßlosigkeit als Prinzip der Diktatur

18. Kapitel
Einsichten und lebendige Aktion
Staatswirtschaft nach natürlichen Gesetzen
Öffentliches Interesse an Milliarden
Die politische Partei, ein Auslaufmodell
Parlamentarisch Regieren, ohne Systemänderung
Gegen Finanzdiktatur und Kriegshetze
Rebellen in der Finanzdiktatur

Literatur, Buchempfehlungen

Der Autor stellt sich vor











































Leseprobe
13. Kapitel
Unbegrenzte Expansion und wohin sie führt

Die Geldmenge kann unbegrenzt wachsen, weil Geld eine Zahl ist, die man immer weiter zählen kann. Das Finanzsystem ist expansiv, weil für die gefor­derten Zinsen neues Geld erschaffen werden muss. Es entstehen dabei automatisch weitere Zinsen, weil das Geld durch Kreditvergabe mit Zinsen generiert wird. Durch diesen Mechanismus muss die Geldmenge wachsen und das System steht unter dem Zwang, sich immer weiter auszudehnen.

Eine Kontrolle könnte und müsste von der Politik demokratischer Staaten ausgehen. Das geschieht aber nicht. Das leicht feststellbare Ergebnis dieser Zusam­menhänge ist eine Geldmenge, die bereits etwa vier bis fünf mal so groß ist wie das Geldvolumen der realen Wirtschaft. Das bedeutet, dass die Finanz­wirtschaft ebenfalls das vierfache Volumen der realen Wirtschaft annimmt, wenn man das vorhandene Geld nicht bunkert, sondern gewinnbringend einsetzt.

Das große Geld wird, wegen der ständigen Umverteilung nach oben, von einer sehr kleinen, jedoch unübersichtlichen und kaum erfassbaren Zahl von Akteuren bewegt und disponiert, oft nach spontanen Impulsen, aber auch nach taktischen Überlegungen. Dieses Finanzsystem ist deshalb unberechenbar und es ist nicht stabil. Das ist eine Tatsache, die vielen Insidern bewusst ist. Es wird deshalb nach Lösungen gesucht, das überschüssige Geld nicht immer wieder nur in Finanzgeschäfte, sondern in reale Bereiche zu investieren und damit auf irgend­eine Weise die vorhandene Geldmenge zu reduzieren. Die Möglichkeiten dazu sind begrenzt. Niemand will Geld wegwerfen, wenigstens nicht absichtlich.

Investition in Konsumgüter und Sozialstaat?

Der erste gängige Weg, für die Geldanlage ist die Produktion oder der Kauf von Waren für den Konsum. Mehr Angebot, mehr Reklame, mehr Verbrauch. Damit lässt sich das Volumen um einige Prozente steigern, aber nicht verdoppeln und schon gar nicht vervier­fachen; denn die Masse der Bevölkerung hat bei weitem nicht das Geld zur Verfügung, den Waren­konsum entsprechend zu steigern, auch nicht in den reichen Ländern. Die Geldanlage im Konsumbereich wird durch mangelnde Kaufkraft der Massen begrenzt.

Menschenfreunde werden auf die Idee kommen, die Bevölkerung am Geldüberfluss teilhaben zu lassen: Höhere Löhne, höhere Renten, mehr soziale Leistungen und endlich die Beseitigung aller prekären Beschäftigungen und das sind nicht wenige. Doch das ist nicht im Interesse der Finanzmacht. Wenn es so wäre, hätte man es längst praktiziert. Es ist ja einfach, mehr Geld zu verteilen, wenn man genug davon hat. Doch die extreme, immer noch zuneh­mende, Polarisation zeigt uns, dass eine Beteiligung der breiten Bevölkerung am Geldüberfluss keinesfalls erwünscht ist.

Das hat einen für die Finanzwelt plausiblen Grund. Sie kann durch breitere Verteilung der Gelder nur an Macht verlieren, denn durch mehr Geld, in den Händen der Massen, entsteht mehr Freiheit, das zu tun, was man gerne tun möchte:

Weniger hart arbeiten, das Leben genießen, keine Zweitjobs mehr annehmen, unangenehme Tätigkeiten nur gegen besondere Bezahlung ausüben, also das genaue Gegenteil von dem, was Friedrich Merz jetzt verlangt. Die Menschen könnten sich dem Druck der Finanz­macht langsam entziehen. Um den Geldüberschuss gewinnbringend abzu­bauen, sind Investitionen in Konsumgüter und erst recht, reine Geldverteilung im sozialen Bereich, aus Sicht der Finanzmacht, kaum verlockend.

Es wäre für die großen Geldbanleger ideal, in Güter zu investieren, die nicht auf dem Konsummarkt landen und die nicht von der breiten Bevölkerung bezahlt werden. Diese Investitionsobjekte müssten am besten auch sehr teuer sein und leicht verkäuflich, an sichere Kunden. Was bietet sich da an?

Vorteile der Rüstung für das Finanzgeschäft

Mit ein wenig Kaltschnäuzigkeit und ohne viel Skrupel kommt man schnell auf die Idee, dass militärische Rüstungsgüter aller Art und deren Produktion das ideale Anlageobjekt für sehr große Geldsummen sind. Da gibt es gleich zahlreiche Punkte, die für skrupellose Finanzakteure attraktiv sind:

1. Rüstungsgüter werden von Regierungen gekauft und von ganzen Volkswirtschaften bezahlt.
2. Wenn dazu Staatskredite aufgenommen werden, ist das ein zusätzliches Geschäft für die Finanzwelt, nämlich bei der Finanzierung, und die ist verbunden mit Zinseinnahmen.



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Leseprobe (Fortsetzung)

3. Die Qualitätskontrolle ist gering. Die Ent­scheider in den Regierungen sind keine technischen Experten und der Wert von Waffen zeigt sich erst im Ernstfall, bei Kriegseinsatz.
4. Im Kriegsfall werden Raketen, Panzer, Feuerwaffen und Munition schnell verbraucht und müssen ständig nachgeliefert werden. Raketen und Drohnen werden nur einmal benutzt.
5. Es gibt in der Rüstungsindustrie, am laufen­den Band, technische Neuerungen, die zu Preis­steigerungen führen.
6. Nicht zuletzt sind die Preise ausgesprochen hoch und das Volumen der Aufträge ist enorm, weil die Regierenden mit Staatsschulden bezahlen.
7. Es gibt kaum internationalen Konkurrenz­druck; denn Lieferungen aus Russland oder China sind für die Nato und die Verbündeten ausge­schlossen.
8. Die US-amerikanische Industrie braucht dringend Aufträge, sie hat schon lange außer Rüstungsgütern und Digitaltechnik nicht mehr viel zu bieten.

Aus all diesen Gründen ist für die US-Finanz­macht militärische Hochrüstung ein lukratives Ziel. Die Nato ist ein Hebel dafür, durch die Forderung, die auch Donald Trump gestellt hat, dass verbündete Länder 5% ihres Bruttoinlandsproduktes für die Rüstung ausgeben. In die gleiche Richtung wirkt jede Nato-Erweiterung, egal wohin. Jeder Nato-Beitritt eines Landes bringt einen Schub an Rüstung­saufträgen, von denen die Hälfte oder mehr an die Rüstungsfirmen in den USA geht.

Dort existiert seit Jahrzehnten der Militärisch-Industrielle Komplex, als selbständige Kraft, vor dessen Dominanz schon US-Präsident und Ex-General Eisenhower gewarnt hat. Der Begriff Militärisch-Industrieller Komplex ist aber schon lange veraltet. Es müsste Militärisch-Industrieller Finanzkomplex heißen, denn die Finanz­macht spielt dabei längst schon eine tragende Rolle. Sie ist auch in beiden großen Parteien der USA fest verankert und beeinflusst die Entscheidungen in Rüstungsfragen, jetzt schon mehr als das Militär und die Industrie.

Der Militärisch-Industrielle Finanzkomplex

Das größte Geschäft wird schließlich an der Börse gemacht. So wie der Börsenwert der Spitzen­reiter auf dem Aktienmarkt den realen Wert dieser Firmen weit übersteigt, so übersteigen die Börsen­gewinne der Finanz-Investoren auch die Gewinne der Rüstungsfirmen. Das war leicht an den Kursen des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall zu erkennen. Gleich nach Kriegsbeginn, in der Ukraine und der Reaktion der deutschen Regierung, stiegen die Aktienkurse von Rheinmetall auf ein Vielfaches. Solche Gewinne, wie auf dem Finanzsektor, kann eine real existierende Rüstungsfirma, auch im Kriegsfall, nicht erzielen.

Da sind die Investitionen todsicher und die Kurssteigerungen sind leicht vorherzusehen, wenn man über Insider-Informationen verfügt, die aus politischen Kreisen kommen, wann, wo, was einge­kauft werden soll.

Der Militärisch-Industrielle Finanzkomplex ist die Hexenküche in der die Schubkraft entwickelt wird, die sich bis in echte Kriegs­einsätze fortsetzt. Die ständigen Kriege der USA, auf kleinen und mittleren Schauplätzen, wo man nicht mit den ganz großen Gegnern rechnen muss, sind das Ergebnis dieser Interessenlage.

Viele Jahre lang hat das Federal Reserve System das Defizit im Staatshaushalt der USA genehmigt und ausgeglichen und zwar ziemlich genau in der Höhe des Militär-Etats. Der lag im Jahre 2025 bei knapp einer Billion US-Dollar. Dann haben Israel und USA den Krieg mit dem Iran begonnen.

Donald Trump hat mit seinen phantastischen Begründungen, für den Angriff gezeigt, dass die Entscheidung für den Krieg nicht von Verhandlungen mit der iranischen Regierung abhing. Einmal Ging es darum, den Demonstrierenden im Iran zu helfen, dann wieder, um die Anreicherung von Uran zu verhindern, ein Thema, das 2026 längst abgeschlossen war, und schließlich wurde sogar eine Bedrohung der USA durch den Iran behauptet.

Es war also eine Entscheidung im Hintergrund, deren Wege nicht offen liegen. Sicher ist jedoch, dass der Krieg nicht mit dem laufenden Militär-Etat der USA finanziert werden kann. Es muss also eine darüber hinaus gehende finanzielle Absicherung von Seiten der Finanzmacht geben, ohne deren Zusage Donald Trump den Krieg wohl nicht begonnen hätte. Darauf hin deuteten auch die großspurigen Ankündigungen, der Krieg würde nur sehr kurz dauern. Der Enthauptungsschlag war längst geplant und sollte die Idee vom Blitzkrieg realisieren. Das ist aber fehlgeschlagen. Auch für die Finanzmacht der USA bedeutet dies einen Kontrollverlust. Ob ein Mann wie Donald Trump, der sich selbst nicht unter Kontrolle hat, die Aktionen einer Weltmacht im Krieg kontrol­lieren kann und soll, ist eine andere Frage.

Buchvorstellung Unbegrenzt und Expansiv !!!