Schreib deine Meinung an
feedback
Am 26.03.2021 um 15.11h schrieb Thorsten Bohnenberger:
 
1984

Gemeint ist der Artikel 1984 ist 2020 oder: Liebe ist Hass, hier auf der Literaturseite auch als Audio-Datei und auf KenFM.

Lieber Rob,
 
schon am 9. Februar hatte ich deinen Text 1984 ist 2020 auf KenFM gelesen. Seitdem erinnert mich ein Zettel auf meinem Schreibtisch daran, dir zu schreiben, und dir für diesen großartigen Text zu danken. Alles, was du erläuterst, entspricht 1:1 meiner eigenen Wahrnehmung.
 
Und auch meine Erfahrung mit dem Roman entspricht 1:1 der deinen. Auch ich habe das Buch zum ersten Mal bereits in den 80er Jahren gelesen. Damals ist es für mich abstrakt geblieben. Ich hatte es mit der Sowjetunion oder der DDR assoziiert, mit sozialistischen Ländern, in denen ich nie gewesen bin.
 
Als ich den Roman dann im vergangenen Frühjahr noch einmal gelesen habe, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Nun war es nicht mehr abstrakt, sondern realer, als ich es mir in meinen schlimmsten Albträumen hätte ausmalen können. Es braucht nicht viel Phantasie, um zu erkennen, dass die Parallelen zur Gegenwart frappierend sind.
 
Ich bin mittlerweile fest davon überzeugt, dass die Reaktionen der Regierungen auf diesen Virus allenfalls am Rande mit dem Schutz unserer Gesundheit zu tun haben. Worum es meines Erachtens geht, ist die Umsetzung einer neuen Ideologie durch eine globale Elite. Ich sehe die Probleme im Wirtschafts- und Finanzsystem, in Bezug auf das Bevölkerungswachstum und möglicherweise auch in Bezug auf die globale Erwärmung. Das sind die drei Hauptanliegen, die ich den globalen Eliten unterstelle.
 
Jedoch, wie bei jeder anderen Ideologie, gilt: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht. Ich bin mir mittlerweile fast sicher, die Denkweise der globalen Eliten nachvollziehen zu können: (1) Die aufgelisteten Problem müssen gelöst werden, sonst fliegen sie uns um die Ohren. (2) Die bürokratisch-demokratischen Systeme sind dysfunktional, wenn es um die Lösung solcher Probleme geht. (3) Was erforderlich ist, würde von einem Großteil der Bevölkerung nicht mitgetragen werden. (4) Wir haben die Macht und die Möglichkeiten, diese Probleme für die Menschheit zu lösen.
 
Das Resultat dieser Bestrebungen wird erneut ein, diesmal supranationales, totalitäres System sein. Die Eliten machen die gleichen Denkfehler, wie andere Eliten in der Vergangenheit auch. Sie sind so überzeugt von ihrer Idee, dass sie versuchen diese der Menschheit aufzuoktroyieren. Der Einzelne, bzw. die Freiheit des Einzelnen, zählt nichts. Das Wohl aller ist das Maß der Dinge, und die Eliten trauen sich zu, zum Wohle aller entscheiden zu dürfen.
 
Und auch die Bevölkerungen machen den gleichen Denkfehler wie in der Vergangenheit. Sie glauben viel zu lange an die guten Absichten (und zwar noch nicht einmal an die "wahren" guten Absichten, sondern lediglich an die vorgegaukelten) und vermögen es nicht, den Transfer von vergangenen totalitären Systemen in die Gegenwart zu leisten. Sie starren gebannt auf die Ränder des politischen Spektrums, weil sie aus der Vergangenheit glauben gelernt zu haben, dass dort die Gefahr lauert. Doch dort lauert die Gefahr schon längst nicht mehr. Dieses neue totalitäre System bahnt sich seinen Weg durch die sogenannten bürgerlichen Parteien und durch die Mitte der Gesellschaft. Es ist zum Haareraufen.
 
Inspiriert von der 2020er 1984-Erfahrung habe ich im vergangenen Jahr dann endlich auch einmal Aldous Huxleys Schöne Neue Welt gelesen. Auch von dort habe ich Anleihen in der Gegenwart entdeckt. Vor allem, was die Selbst-Betäubung der Bevölkerung durch das Rauschmittel "Soma" betrifft. Beide Dystopien treffen sich derzeit in der Gegenwart. Dennoch bin ich von Orwells Antizipationsvermögen noch stärker beeindruckt als von Huxleys.
 
Was ist zu tun?
 
Ich habe meine Demo-Saison 2021 in Kassel eröffnet. Die propagandistische Pseudo-Berichterstattung im Nachgang funktioniert nach wie vor. Wer dabei war und um 18 Uhr die Nachrichten auf Deutschlandfunk hört, wie ich, der erkennt die Parallelwelt, die von weiten Teilen der Medien aufgebaut wird. Bis die breite Masse dies begreift, kann es jedoch noch eine zeitlang dauern. Nicht, weil die Menschen zu dumm wären--sie haben im Grunde keine Chance, solange die Propaganda funktioniert. Next stops: Stuttgart (Cannstatter Waser), Berlin. Ich bin guter Dinge, dass dieses Jahr in Berlin die Millionen-Marke geknackt wird. Ob das reichen wird, um etwas zu bewirken, muss sich zeigen. Ich glaube daran. Wenn ich es nicht täte, müsste ich verzweifeln. Und das will und werde ich nicht.
 
Im schlimmsten Fall kann uns das Corona-Narrativ bis in die 30er Jahre begleiten. Es ist für mich exakt dasselbe wie das War-on-Terror-Narrativ ab 2001. Die nach 9/11 beschlossen Maßnahmen haben wir zu einem großen Teil nie wieder abschütteln können. Und das, obwohl die Wahrscheinlichkeit, bei einem Terroranschlag ums Leben zu kommen, in der derselben Größenordnung liegen dürfte, wie durch eine Hai-Attacke zu sterben. Für uns in der westlichen Welt, wohlbemerkt. Nicht für die Menschen in Afghanistan, dem Irak oder Jemen...
 
Während andere sich noch immer mit "Bleiben Sie gesund!" verabschieden, verbleibe ich lieber mit einem "Bleib frei!"
 
Beste Grüße aus Scheibenhard,
 
Thorsten

 
Schreib deine Meinung an
feedback
Am 22.07.2020 um 05:55 Uhr (!) schreibt Doris Grassberger:
 
Die globale Gefahr durch den Geldüberfluss - Zins
 
Guten Tag Herr Kenius!
 
Gerade bin ich über Ihr Gespräch bei KenFM auf Sie aufmerksam geworden, habe Ihren Blog besucht und bin jetzt bei Ihrem Vortrag für Attak, die globale Gefahr durch den Geldüberfluss, bei Minute 27:00 hängengeblieben.
 
Sie beschreiben da am Beispiel von Annegret und Baron B wie Zins entsteht und nie zurückgezahlt werden kann.
 
Meine Frage dazu:
 
A bekommt den Kredit vermutlich nur von B, wenn B der Meinung ist, dass A mithilfe des Kredites Leistungen erbringen kann, die B konsumieren möchte (es gibt ja sonst niemanden mit Geld). Als guter Geschäftsmann wird B auch berücksichtigen, dass die Leistungen mehr wert sein müssen als die 100 Taler, die er ihr geliehen hat. Er wird also die Zinsen und allenfalls Kosten, die er von ihr erhalten will, von Anfang an in seiner Kalkulation mitberücksichtigtigen. A auf der anderen Seite weiß, dass sie am Ende 105 Taler verlangen muss. Wenn B von ihren Leistungen überzeugt ist, wir er ihr von seinen verbliebenen 900 Talern die 105 Taler bezahlen, die Leistung erhalten und von A den Kredit samt Zinsen zurückerhalten. Man kann durchaus noch Unternehmerlohn mitberücksichtigen, weiter Kosten, usw.
 
Durch den Kredit kommt das Geld wieder unter die Leute, wird auch umverteilt von Reich zu Arm, wenn man den Unternehmerlohn mitberücksichtigt und der Zins ist der Anreiz und der Preis dafür. Ich habe den Eindruck, dass es nicht anders funktionieren kann. Und in einer direkten Demokratie, für die ich seit jeher plädiere und für die sich fast alle für zu dumm halten, würden die Machtverhältnisse vielleicht auch so ausgewogen sein, dass Missbrauch zurückgedrängt wird.
 
Eine Frage hätte ich noch:
 
Nehmen wir an, A wäre mit ihrer Unternehmung gescheitert. Das Geld ist weg. Dann würde sich doch die Geldmenge verkleinern. Hätte nicht auch zB die Finanzkrise 2008/09 sowie jeder Konkurs, usw. dazu beigetragen, die Geldmenge wieder zu verkleinern?
 
Natürlich würde ich mich sehr über Ihre Nachricht freuen und verbleibe
 
mit schönen Grüßen
Doris Grassberger

 

Antwort

Hallo Frau Grassberger,
 
das was ich über A und Baron B gesagt habe, ist ein Modell, in dem es nur 100 Taler gibt. Es soll zeigen, dass der Zins nur dann zurückgezahlt werden kann, wenn die Geldmenge im System sich erhöht.
 
Was Sie beschreiben, ist der Normalfall. Sie erweitern das System, so dass Annegret irgendwoher Geld bekommt. Dadurch wird das Geld aber insgesamt nicht mehr und wenn wir das gesamte erweiterte System betrachten, fehlt immer das Geld für die Zinsen.
 
Das gesamte System ist aber so unübersichtlich, dass man nicht alles aufrechnen kann. Im heutigen globalen System funktioniert die Zinszahlung nur, weil immer neue Kredite aufgenommen werden, von beliebigen anderen Partnern und die Geldmenge wird ständig vergrößert. Das kann nicht immer so weiter gehen, es ist mathematisch gesehen divergent, die Geldmenge geht gegen unendlich. Den Vorteil davon hat nur die Finanzwelt, weil wir an diese Geldmengen nicht ran kommen.
 
Beachten Sie auch, dass Baron B keine Bank ist, sondern ein Privatmann. Banken haben das Recht Kredite zu vergeben mit Geld das gar nicht existiert, sogenannte Giralgeldschöpfung. Wenn der Kredit zurückgezahlt wird, ist dieses Geld wieder verschwunden. Es verschwindet auch, wenn jemand Pleite macht. Da haben Sie völlig Recht.
 
Im Großen und Ganzen aber steigt die Geldmenge, weil immer mehr Kredite vergeben als zurückgezahlt werden. Alle Schulden aller Schuldner und Staaten aber, können niemals zurückgezahlt werden.
 
Banken geben sich auch gegenseitig Kredite, das ist ein besonderer Trick. Würde man einen Kassensturz machen, wären die meisten Banken pleite. Deshalb wurden große Banken gerettet, damit nicht tausende Banken zusammenbrechen und damit das ganze Finanzsystem. In Italien, wo man das Bankwesen erfunden hat, ist es besonders schlimm.
 
Beste Grüße
Rob Kenius


 
Schreib deine Meinung an
feedback
Am 15.07.2020 um 00:18 schreibt Olaf von vierkom.de aus (einer Werbeagetur), ohne Nennung seines Nachnamens:
 
Raus aus dem absurden Finanzsystem!
 
Lieber Rob!
Steige gleich ein - mit Verlaub:
Dein Artikel auf KenFM - irgendwo in der Mitte, eher früher...
 
"Das Geldsystem muss durch ein neues System ersetzt oder ergänzt werden."
 
Meine Anregung:
es geht meiner Meinung nach nur noch mit ersetzen!
Ergänzung kann nur durch eine Übergangsphase bestimmt sein. Zumindest, auf lokaler; regionaler Ebene - eine kleine Möglichkeit zu einer Veränderung (ähnliche Ergebnisse, wie von dir beschrieben mit der DDM. Das Grosse sollte sich im Kleinen spiegeln. Das kann den Menschen Mut machen, um vor Ort aktiv zu werden.
Unabhängig vom vorherrschenden System.
Anarchistisch: Selbstbestimmt und von unten nach oben. Ergänzend, wunderbar lokal. Unbestritten.
 
Schau mal bei Gelegenheit nach regionalen Währungen. Zum Beispiel auf Wikipedia. "Der Chiemgauer" aus der Region Rosenheim und "der Wir" aus der Schweiz sind immer gut für eine Recherche. Sollten weltweit bereits über 500 sein...
 
Das vermisse ich in deinem Artikel (hab schon gefühlt seit Jahren, mit positiven Eindrücken, auf deiner Website gestöbert. Vermisse aktuelle, gelebte Beispiele in deinem Artikel. Persönlich... Finde ich das wichtig. Der Mensch braucht Vorbilder oder einfacher: praktizierte Umsetzungen. Es ist höchste Eisenbahn krassere Forderungen zu stellen. Die Zeit rennt der Menschheit langsam, aber sicher davon...)
 
Möchte dir gerne den Film "Tomorrow - die Welt ist voller Lösungen" empfehlen. Wirklich gut, fundiert und Lösungsorientiert.
https://www.tomorrow-derfilm.de/

Anmerkung:
Das ist wohl Werbung aus der Agentur vierkom. Unter dem Link gibt es nur den Trailer. Der Film wird als DVD angeboten.

Eventuell, noch ein Blick auf Jon Gnarr, ehemaliger Bürgermeister von Reykjavik. Krasse type... Stichworte: Stromkonzern. Überteuert. Rückgebaut. Bevölkerung. Glücklich. Zudem, hat er ein basisdemokratisches Portal in der Hauptstadt von Island aufgebaut oder aufbauen lassen. Egal. Das Ergebnis zählt. Auf deutsch: besseres Reykjavik. Sehr interessant...
 
Eins noch... Ja. Technisch haben wir tatsächlich in der Menschheitsgeschichte komplett, ungekannte andere Möglichkeiten. Das gab es so noch nie. Daher, möchte ich dir noch dieses Projekt empfehlen... In Kombi mit vorher genannten Anregungen... Großartig für eine andere Zukunft.
https://liqd.net/de/
 
Entschuldige, wenn ich hier so gönnerhaft rüber komme. Fehlte mir einfach in deinem sehr guten Artikel. Der ist nur sehr abstrakt gestaltet. Können im Zweifel nicht alle Menschen nachvollziehen.
 
Sieh es als Anregung/Ergänzung. Mach weiter so. Wir werden immer mehr. Das Jahr 1989 lässt Grüßen...
 
Freue mich auf dein Feedback, falls es die Zeit zulässt.
 
Herzliche Grüße, Olaf

 

Antwort

Hallo Olaf,
 
ich fang auch gleich an mit dem, was mir in deinem Kommentar aufgefallen ist: Erst meinst du, es gehe nur noch darum, das Finanzsystem zu ersetzen (statt zu ergänzen). Dann weist du auf die praktischen Versuche hin die es schon gibt. Aber die alle können doch nur Ergänzungen sein, weil sie im realen System existieren.
 
Selbstverständlich soll man diese Versuche machen und darauf hinweisen, was du ja tust. Ich habe nicht versucht, das Thema erschöpfend zu behandeln. Das gute am Internet ist, dass jeder mit seinen Links ein Thema ergänzen kann.
 
Meine Stärke ist die abstrakte Darstellung, was du auch richtig gesehen hast. Beim Thema Geld ist das zentral, denn Geld ist heute ein so abstraktes Ding, dass viele es nicht durchschauen.
 
Ergänzungen meiner Thesen durch konkrete Beispiele sind absolut nötig und erwünscht. Wenn du sie hast, schick mir die Links und ich setze sie auf die Seite. Bisher gibt es noch keine direkte Möglichkeit das vom Leser aus zu tun.
 
Beste Grüße
Rob

Schreib deine Meinung an
feedback
Am 20.06.2020 schreibt Dr.-Ing. Sergio Morariu aus Frankfurt/Main (temporär dort):
 
Lieber Rob,
 
... Vor etlichen Tagen habe ich bei KenFM Ihr Interview verfolgt und war begeistert von der Idee der Direkten Digitalen Demokratie, wovon ich schon gehört aber sehr wenig Ahnung gehabt habe. Ich war nie politisch aktiv und ich möchte auch nicht als 77-jähriger damit anfangen, aber die Konzepte, die Sie präsentiert haben, faszineren mich, weil ich als ehemaliger Systemanalytiker und Programmierer im Energiebereich überzeugt bin, dass NUR DDD in der Lage sein wird, in der heutigen Welt gewissermaßen Ordnung zu schaffen.
 
Ich habe mich in der kurzen Zeit schlauer bez. DDD gemacht und bin der Meinung, dass Ihr Konzept am allerbesten zu meiner Einstellung passt, wahrscheinlich auch, weil wir vergleichbare Berufe haben. Momentan sehe ich zwei Länder, zu denen ich eine enge Beziehung habe, wo ich mit der Bekanntmachung Ihrer DDD Konzepte anfangen würde. Diese Länder sind Rumänien und Peru, wo ich viele Jahre gelebt habe und Freunde, Bekannte und ehemalige Partner habe, die sich für so eine Entwicklung aus Überzeugung und insbesondere, weil sie die nötigen IT-Erfahrungen haben, einsetzen würden.
 
Als erstes würde ich mit der Übersetzung Ihres Buches "Neustart mit Direkter Digitaler Demokratie" anfangen. Momentan denke ich nicht an eine kommerzielle Verwertung dieser Übersetzungen, sondern an die Bekanntmachung des Inhaltes. Natürlich kann daraus auch ein kommerzielles Produkt, insbesondere für den gigantischen Südamerikanischen Spanisch Sprechenden Markt entstehen. Ich habe keine Erfahrung im Verlagswesen, aber in Vergangenheit habe ich Übersetzungen (Rumänisch - Deutsch und Spanisch - Rumänisch) von Sachbücher im Sozialbereich für die Information meiner Projekte Kollegen eingeleitet.
 
Es würde mich sehr freuen, wenn Sie meine Initiative gut finden würden und freue mich auf Ihr Feedback,
 
Sergio

 
Schreib deine Meinung an
feedback
Am 03.02.2020 schrieb Johannes Moder aus Graz:
 
SgHr. Kenius!
 
Ich habe Ihren Telepolis Artikel gelesen, sehr gut gefunden und darauf hin ein wenig über Sie nachgeforscht! Das liegt erstaunlich nahe an meinen Überlegungen - zusätzlich sehr pointiert formuliert - gratuliere!
 
Die Nachforschung hatte zu Folge, dass ich Ihr Buch "Leben im Geldüberfluss" gekauft habe!
 
Es hat mich an einen Text erinnert, der gut zu Ihrem passt, aber neue Aspekte aufzeigt: http://www.gerojenner.com/wp/wp-content/uploads/2016/11/Das-%C3%96konomische-Manifest.pdf
 
Schauen Sie da einmal hinein!
 
Ein Text von mir, der da dazu passt: http://members.aon.at/kyberkratie/downloads/HandbuchP+M6.pdf
 
LG
Johannes Moder

Anmerkung:
Die beiden Links sind echt interessant.


 
Schreib deine Meinung an
feedback
Am 25.01.2020 um 1h44 schrieb Markus aus Köln:
 
Hallo Rob,
habe heute deinen Telepolis Artikel über Energie und Geld gelesen.
Sehr anregend und simpel, habe dann deine Webseite besucht und habe noch ein bisschen was zu lesen, ich finde deine Texte sehr gut. Zur absurd hohen Geldmenge habe ich eine recht gute Visualisierung hier gefunden.
http://demonocracy.info/infographics/world/lqp/liquidity_pyramid.html
Das war ein Kommentator zu einer anderen Seite, der deren Wert zu niedrig fand: http://money.visualcapitalist.com/worlds-money-markets-one-visualization-2017/
Laut demonocracy sind es ja auch in deutschen Zahlen ausgedrückt über 1,5 Trillionen.
 
Schöner Vorschlag wäre ja (inspiriert von deiner Geldzählungsbesinnung am 24.12.): Jeder darf soviel Geld besitzen, wie er bereit ist, Zeit zu investieren, es mit seiner Familie zusammen in 100-Euro-Scheinen zu zählen. Den Rest muss er abgeben. Wer nach einem Tag schon erschöpft ist, muss sich dann nach deiner Rechnung mit ca. einer halben Mio. zufrieden geben, wer ein Jahr durchhält, darf immerhin 200 Mio. behalten. Dafür müsste mich sogar die FDP loben, denn Leistung muss sich wieder lohnen!
 
Gute Nacht Markus (auch aus Köln)
 
Schreib deine Meinung an
feedback
Am 25.01.2020 um 5.33h schrieb Johann Warmuth mit reichlichen Details über Ressourcen für Energieerzeugung und Akku-Bau:
 
Ich sehe die Entwicklung zu einer, wie Kenius schreibt, "Solarhydrogenwirtschaft" als größtwahrscheinlich unvermeidbar.
 
Ich drücke das so aus: Der Übergang von einer profitorientierten Marktwirtschaft, sprich Kapitalismus, zu einer bedarfsorientierten, ressourcenschonenden ist unvermeidbar. Energie- und Ressourcenverbrauch müssen mindestens halbiert werden. Recycling wird wichtig. Recycling, das nur dann funktioniert, wenn die Konstruktion und Lebensdauer der viel weniger werdenden Produkte nach Ressourcenschonung und Energieverbrauch optimiert wird.
 
Fakten:
 
- Klimawandel, den es nach dem Glauben vieler Fortschrittsgläubigen gar nicht geben dürfte, spricht für sich selbst
 
- Peak Oil wird in den nächste Jahren, um 2025, definitiv eintreten. http://peakoilbarrel.com/eia-international-energy-outlook-2019-and-oil-shock-model-scenarios/
 
- Peak Erdgas (peak ntural gas) wird um das Jahr 2040 eintreten https://peakoilbarrel.com/world-natural-gas-2018-2050-world-energy-annual-report-part-3/
 
Das ist besonders unbequem, soll doch Erdgas die großen Lücken der Erneuerbaren Energien überbrücken.
 
- auch Kohle ist eine endliche Ressource. Dieser Förder-Peak würde unter der Vorraussetzung, dass es trotz Klimawandels keine großen Änderungen gäbe (BAU ... business as usual) vor 2050 eintreten. http://peakoilbarrel.com/coal-shock-model/
 
- eine Gruppe von Wissenschaftern aus Island und Schweden hat ähnlich dem Simulationsmodell WORLD3 von Meadows (Die Genzen des Wachstums) ein neues Simulationsmodell WORLD6 erstellt, das besonders auf die Abbildung von Ressourcenwirtschaft eingeht. Damit hat man in einem größeren Projekt (SimRess) für das Deutsche Umweltbundes die zukünftige Entwicklung wichtiger Ressourcen analysiert und im Dokument "The World Model Development and The Integrated Assessment of the Global Natural Ressource Supply" veröffentlicht. Das Dokument kann von dieser Seite heruntergeladen werden
 
https://www.umweltbundesamt.de/en/publikationen/the-world-model-development-the-integrated
 
Für Eilige genügt es, die Seiten 407 - 409 zu lesen. Hier wird die Peak Produktion mit und ohne Recycling angegeben. Auch, wenn mir scheint, daß die Peaks wahrscheinlich einige Jahre oder sogar ein, zwei Jahrzehnte später eintreten werden, gibt es an der Qualität der Aussagen kaum Zweifel.
 
Interessant ist, daß zum Beispiel in der Analyse für Nickel auf die aktuell stark steigende Verwendung in Batterien für E-Mobile (Batterietyp NCM811 - rund 40 kg für 60KWh Speicherung) noch gar nicht eingegangen wurde. Trotzdem wird für Nickel das Peak Jahr 2028 für die Förderung und das Peak Jahr 2060 für das Angebotsmaximum (Förderung plus Recycling) angegeben. Mit anderen Worten, E-Mobilität mit der derzeit modernsten Technik wird im Vergleich zu den aktuell jährlich erzeugten mehr als 100 Millionen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren nur marginal bleiben können.
 
Die Autoren schreiben dazu: "Not shown here, but this also applies to energy conversion technologies like fuel cells (Use of platinum group metals, nickel and cobalt) or new battery technologies (lithium, cobalt, nickel and Rare Earths). For such technologies the material availability would quickly become limiting when such items would go into mass production."
 
Aber auch eine andere Batterietechnologie wird kaum helfen. Erneuerbare Energien brauchen im Gegensatz zu den Fossilen enorm mehr mineralische und metallische Ressourcen. Diese Hürde wird nicht genommen werden können, wollte man mit einem neuen "Green Deal" (siehe EU) die alte Wachstumswirtschaft "grüner" fortsetzen:
Jason Hickel & Giorgos Kallis Is Green Growth possible?
https://static1.squarespace.com/static/59bc0e610abd04bd1e067ccc/t/5cbdc638b208fc1c56f785a7/1555940922601/Hickel+and+Kallis+-+Is+Green+Growth+Possible.pdf
 
mit freundlichen Grüßen
DI Johann Warmuth
 
Schreib deine Meinung an
feedback
Am 24.11.2019 Schrieb ein Insider der Photovoltaik.
(Es ist wohl der neueste Stand der privaten Stromerzeugung mit Solaranlage.)
 
Hallo,
zu http://kritlit.de/lp2/energiemix.htm

 
ich wollte Ihnen nur mitteilen, dass PV-Anlagen ab etwa 2 MWp keine gesicherte Vergütung mehr benötigen, sondern inzwischen PPAs (power purchase agreement) möglich sind, also der direkte Verkauf des Stromes an Unternehmen. Also keine EEG-Vergütung und damit auch kein Anstieg der EEG-Umlage. Das zeigt, dass durch den direkten Verkauf mehr erlöst werden kann als durch die EEG-Vergütung. Und auch die Banken sehen PPAs als sicher an und finanzieren solche Solarparks: https://www.pv-magazine.de/2019/11/19/umweltbank-finanziert-ersten-foerderfreien-solarpark-von-baywa-re-in-deutschland/
 
Die Dachanlagen bekommen ab 1.12.2019 nur noch maximal 9,97 Cent/kWh! Das hätte sich vor 15 Jahren (damals noch 57 Cent/kWh) niemand zu träumen erwagt, dass PV-Strom mal die günstigste Stromquelle wird.
 
Es gibt natürlich weiterhin eine EEG-Vergütung auch für Anlagen größer 750 kWp, die Vergütung erfolgt "pay-as-bid" in Ausschreibungen und liegt inzwischen bei etwa 5 Cent/kWh, also steigt auch dadurch die EEG-Umlage quasi nicht mehr an (kann sich jeder selbst ausrechnen: 350 TWh nicht-privilegierter Letztverbrauch, 1000 kWh/(kWp*a), 5 Cent/kWh Vergütung, 3,5 Cent/kWh Marktwert Solar, ergibt bei 10 GWp Zubau eine Erhöhung der EEG-Umlage um nur 0,04 Cent gleichzeitig würde der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch von 570 TWh um 1,75 % steigen. Dabei sinkt die nötige Vergütung pro Jahr!!).
 
Einsparvergütung
 
Marktprämie

 
Viele Grüße
*****
(Ein Insider, der anonym bleiben will, der Name ist uns bekannt.)
Schreib deine Meinung an
feedback
Am 05.04.2019 Schrieb René de Jonghe:
 

Hallo zusammen oder alleine,

auf Ihrer Seite
http://kritlit.de/lp2/energiemix.htm#peenerg
verwenden Sie den Begriff Solarthermik.
Üblicherweise heißt das aber ausnahmslos, soweit ich sehen kann, Solarthermie. Nur so als Hinweis.
 
Kann ich was spenden? Ich finde Ihre Seite so erfrischend.
MfG
René de Jonghe

Der Fehler wurde korrigiert.
 
Für Spenden Konto:
Fotofon Medienvertrieb,
IBAN DE60 370 100 50 0230 229 509
BIC: PBNKDEFF Bitte der Hinweis:
für kritlit.de


Schreib deine Meinung an
feedback
Aus der Schweiz schrieb Ramon Neuhaus

Guten Tag

Ich habe ihren Blog mit viel Interesse gelesen und würde mir den Wandel für Deutschland, ja für ganz Europa wünschen. Hier in der Schweiz wird ja bekanntlich brieflich abgestimmt. Einerseits können die Unterlagen per Post zurückgesendet werden, oder die Stimmzettel werden am Abstimmungs Sonntag völlig unkompliziert in die Urne geworfen.
 
Über das System, wie abgestimmt werden soll habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Auch bei uns sind Diskussionen losgegangen die Abstimmung über das Internet zu machen. Wahlverfälschungen sind warscheindlich in beiden Fällen möglich, da ich meine Stimme ganz undemokratisch verkaufen und die Meinung eines anderen vetreten kann. Mir sind keine solchen Fälle bekannt.
Weiter sollte man annehmen können, dass in einer direkten Demokratie, in der das Volk das Souverän ist und mündig seine Verantwortung war nimmt dies nicht eintreffen sollte.
 
Ist das Volk dazu bereit? Kann das irgendjemand beantworten oder sollten wir nicht eher davon ausgehen, das der Mensch mit seinen Aufgaben wächst und aller Anfang schwer ist? Europa sollte aus der Wohlfühlzone heraus torpediert werden und wieder Politik im Sinne des Volkes, und nicht im Sinne der Wirtschaft machen.
 
Die Riesenkrake EU ist auch unsere Souveränität am prüfen und unterwandern. Und leider spielen unsere Regierungs Clowns das Spiel im Sinne einer gut funktionierenden Wirtschaft mit und lassen unseren Volksentscheid von der EU gegenprüfen. Das letzte Wort hat die EU, nicht das Souverän. Befinden wir uns in einer Wirtschaftsdiktatur? Ich verzichte auf Wohlstand wenn dafür meine Meinung wieder etwas zählt.
 
Wir sind stolz darauf, nicht Teil dieses Machtapparates zu sein und einen Teil Unabhängigkeit zu wahren. Natürlich besteht immer eine Anhängigkeit zwischen Staaten. Die sollte aber nicht zu eng verflochten sein. Wenn mir der eine Handelspartner (Staat) nicht zusagt muss ich mir halt einen anderen suchen oder mir andere Möglichkeiten überlegen.
 
Zurück zum Thema, mir geht es um die Masseneinwanderungsinitiative MEI die in der Schweiz vom Volk angenommen wurde, und jetzt von unseren "Volksvertretern" zerpflückt und EU komform abgeändert wird. Ich glaube noch nicht daran dass ein Gesetz kommt. Und wenn dann nur eines in abgeschwächter Form. Bei der Abstimmung ging es darum, Kontingente für die Zuwanderung einzuführen, da unser Land jetzt schon von der grössten Migration europaweit betroffen ist. Die Initiative widerspricht der Personenfreizügigkeit der EU, welche wir vorher schon angenommen haben.
 
Wieso sollten Verträge nicht neu verhandelt werden können? Und wenn wir sehen, was derzeit in Europa los ist mit den Migrantenströmen und der von teils Politikern gewünschten Völkerwanderung, warum sollten wir nicht unsere Möglichkeiten warnehmen und dort Handeln wo wir ganz klar Bedarf sehen?
Ich habe mich mit dem Thema auseinander gesetzt und bin mir bewusst das es auch Nachteile mit sich bringen kann im Handel mit rest Europa, das grösstenteils dem Diktat aus Brüssel untersteht.
 
Mir ist meine Kultur und mein Land aber mehr Wert als mein Handy oder mein Auto. Was bringt mir Wohlstand wenn ich mich nicht mehr mit meinem Land identifizieren kann? Ich beginne lieber nochmals ohne etwas und bau mir was auf, als dass ich dem Geschehen weiter zuschaue und das Unvermögen der Linkspropagierenden weiter toleriere.
 
Ist direkte Demokratie nur noch ein Schein seiner selbst oder ist die Globalisierung, die Vereinheitlichung und Angleichung der Menschheit die Diktatur welcher wir uns unterzuordnen haben?
 
Dies sind meine Gedanken die mich überkamen als ich Ihren Blog durchgelesen habe. Meine Sicht der Dinge. Ich habe dieses Jahr aufgehört mich über die allgemeinen öffentlichen Medien zu informieren, da mir die einseitige Berichterstattung und von linker Seite gesteuerte Meinungsmache zuwider wurde. Seither bin ich immer wieder auf der Suche nach alternativen Medienkanälen. So bin ich auch auf ihren Blog gestossen. Villeicht kann ich Ihre Gedanken erweitern oder sie interessieren sich einfach für Lesermeinungen. Ich fand es sehr spannend Ihre Sicht durchzulesen. Vielleicht erliege ich ja selbst meiner eigenen Ideologie und merke es nicht mal. Dann bin ich froh um einen Kommentar ihrerseits. In meinem Umfeld höre ich zu oft Sprüche wie "so läuft es halt" oder "man kann ja e nichts Ändern".
 
Freundliche Grüsse
Ramon Neuhaus
Weinfelden in der Schweiz

Antwort

Hallo Ramon,
 
es freut mich, dass du deine Meinung als Schweizer so ausführlich dargelegt hast. Interessant, dass auch dort die Direkte Demokratie bedroht ist, wenn der Regierung ein Entscheid nicht passt. Die Schweiz ist klein und sehr beliebt. Da kann man nicht jeden herein lassen, der aus der EU kommt, die sich ständig erweitert hat. Dafür habe ich Verständnis. In Deutschland hat man den Fehler gemacht, nicht zu kontrollieren, wer kommt. Zu viele Jungmänner im heißen Alter; das konnte man viel eher erkennen und jetzt bremst man den Familien-Nachzug, Frauen und Kinder dürfen draußen bleiben. Das ist Politik der CDU.
 
Ich muss dir widersprechen, wenn du gegen Linke opponierst. Wen meinst du damit?
 
Für mich ist Links jemand, der für soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung zwischen oben und unten eintritt. Ob Burka-Trägerinnen mit Bikini-Trägerinnen gleich gestellt sind, ist ziemlich egal, es kommt darauf an, dass Frauen nicht von ihren Männern und Chefs unterdrückt werden. Es kommt auch nicht darauf an, dass jemand ein Wort wie Zigeuner vermeidet, viele Musiker sind stolz auf diese Bezeichnung; denn in ganz Europa gibt es keine besseren Musiker als Zigeuner.
 
Nicht nur in Brüssel gibt es eine Kaste von staatlich abgesicherten, überbezahlten oder nicht ausgelasteten Akademikern, die versuchen, mit ihren Sprech- und Schreibregeln andere zu beherrschen. Zu denen gehören auch viele Politiker. Der Trick ist, dass sie mit der eigenen Meinung hinterm Berg halten und andere, die Profil zeigen, an den Pranger stellen. Diese Schlaumeier sind keine Linken, es sind einfach Schwächlinge.
 
Rob Kenius


Schreib deine Meinung an
Zum Anfang der Rubrik