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Bewusstseins-Erweiterung gegen Realitätsverlust
Klick!

Von der Grippe zur Psychose
in 10 Schritten

    Übersicht klick
  1. Mit Zahlen jonglieren klick
  2. Falschwörter klick
  3. Verfolgung falscher Spuren klick
  4. Unwissenheit ausnutzen klick
  5. Verschweigen von Fakten klick
  6. Diffamierung der Ungläubigen klick
  7. Profilierungssucht von Politikern klick
  8. Schreckensnachrichten aus anderen Ländern klick
  9. Der Tod an sich als Bedrohung klick
  10. Ständige Wiederholung klick

  11. Zurück in die Realität klick

Wir leben in einer Zeit der Gegenaufklärung. Politiker und Journalisten beschuldigen das Internet der Desinformation. Die Kommentatoren im Netz beschuldigen Politik und Medien der Manipulation und Propaganda. Das Hauptproblem ist in Deutschland schon immer der Konformismus. Der Konformusmus hat sich in den letzten 10 Jahren enorm gesteigert. Kritik, Opposition und Drang nach Veränderung sind verschwunden. Wer versucht, Kritik und Aufklärung zu betreiben, wird eliminiert oder diffamiert, manchmal sogar bedroht.
 
Das Jahr 2020 wurde durch ein Ereignis geprägt, bei dem nicht einmal klar ist, ob es überhaupt ein Ereignis ist oder nur Teil einer Inszenierung oder Plot einer Reality-Show oder eine Massen-Psychose. Es begann als asiatische Grippe und ist schon fast ein Jahr lang das beherrschende Thema. Ein Virus hat sich global ausgebreitet und zur Angstmaschine entwickelt, wie wir sie bisher noch nicht kannten.

Man nennt das Ganze die Corona-Krise.

Medien und Politik arbeiten Hand in Hand, um die Krise aufzubauschen und die Menschen in der Masse einzuschüchtern, das Volk klein zu machen und stumm zu schalten. Das Corona-Virus ist riesengroß und die Menschen sind sehr klein geworden. Wie konnte es zu dieser Verschiebung der Perspektive kommen?
 
In zehn Stufen soll hier gezeigt werden, wie das Phänomen Corona übersteigert und aufgeblasen wird.

  Übersicht

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Mit Zahlen jonglieren

Täglich werden erschreckende Zahlen in Form von Testergebnissen präsentiert. Die absolute Zahl der durchgeführten PCR-Tests wird verschwiegen. Diese Zahl ist entscheidend, um zu beurteilen, was die Zahlen bedeuten. Ob es sich um 10.000 positive Fälle bei 100.000 Tests oder um 20.000 bei einer Million Tests handelt, ist entscheidend. Einmal sind es 10% der Getesteten, ein andermal nur 2%, obwohl die totale Zahl sich doppelt so groß anhört. Wer Testergebnisse ohne Bezug zur Zahl der Tests präsentiert, will mehr Corona vortäuschen, als da ist.
 
Mit der Zahl der Tests steigt die Zahl der positiven Ergebnisse, denn das Virus verteilt sich auf alle, nach einem (nicht bekannten) Verteilungsmuster. Es wäre idiotisch anzunehmen, dass bei allen nicht Getesteten keine Viren im Speichel sind. Der Begriff Neuinfektionen tut aber so, als würden Viren neu auftauchten. Neu sind nur die Tests.
 
Mit der Zahl der Tests steigt ebenfalls die Zahl der Todesfälle, weil man alle Verstorbenen, die positiv getestet wurden, als Corona-Tote hinzu zählt, unabhängig davon, woran sie gestorben sind. So werden Todeszahlen von mehrfach Erkrankten benutzt, um mehr Angst vor einem bestimmten Virus zu erzeugen.

Über aktuelle Zahlen von Todesfällen lies 
Tick des Tages: Corona-Barometer NRW

Typisch für einen schrägen Blick auf die Realität ist die Tatsache, dass die PCR-Tests und ihre Ergebnisse im Mittelpunkt aller Entscheidungen stehen. Ein Test ist immer nur ein Modell der Realität. Ein Beispiel für diese Diskrepanz ist der berüchtigte Abgastest, der gewollt an der Realität vorbei ging.
 
Wer näher an die Realität heran will, muss sich auf medizinische Fakten und Statistik konzentrieren. Die Realität bei Covid19 sind nicht Testergebnisse, sondern Erkrankungen und Todesfälle.
 
Weil darauf hingewiesen wurde, dass die Zahl der an Corona Verstorbenen sehr gering ist, werden neuerdings auch Todeszahlen publiziert. Doch wie bei den positiven Testergebnissen werden sie nicht relativiert.
 
Weltweit sind bis Anfang Dezember 2020 mit und an Covid-19 laut der Johns-Hopkins-Universität 1.568.734 Menschen verstorben. Das sind schrecklich viele, aber nur etwa 1% aller Toten.
 
Die Formel "mit und an" bedeutet, dass sie positiv getestet waren und später verstorben sind. Die meisten waren sehr alt und viele auch anderweitig erkrankt. Grob geschätzt kann man, statistisch interpretiert, die Hälfte der Zahl "mit und an" auf Corona alleine anrechnen. Das ist eine realistische Schätzung der Zahl der durch Corona verursachten Verstorbenen.
 
Das bedeutet, wenn man keine Massentests auf Sars-Covid-2 durchgeführt hätte, wäre der Anteil von Covid-19 unter den allgemeinen Sterbefällen nicht aufgefallen, sie wären in der Menge verschwunden und auch die Steigerungen im Winter hätte man als den üblichen Anstieg der saisonalen Grippetoten gesehen.
 
Covid-19 unterscheidet sich von einer anderen mittelstarken Grippe-Epidemie durch schnelle Ausbreitung dieses neuen Typs und ganz entscheidend durch die Identifikation des Virus mittels millionenfacher PCR-Tests. Das ist etwas, das man zum ersten mal 2020 so durchgeführt hat und hoffentlich in Zukunft bei einer vergleichbaren Epidemie nicht mit entsprechenden Tests und Maßnahmen wiederholen wird. Jeder kann sich selber ausmalen, wohin das führt.

  Übersicht

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Falschwörter und falsch definierte Begriffe

Die positiven Testergebnisse werden offiziell Neuinfektionen genannt. Sie sind, wie schon gesagt, nicht neu und es sind, medizinisch gesehen, keine Infektionen. Infektion ist eine Reaktion des Körpers, z. B. auf ein Virus, in Form von Erkältungssymptomen und Fieber.
 
Ein großer Teil der Personen, bei denen Sars-Covid-2-Viren durch PCR-Test gefunden werden, haben keinerlei Symptome, sie sind also nicht infiziert und es folgt keine Erkrankung. Das Wort Neuinfektionen für positive Testergebnisse täuscht mehr Krankheit vor, als da ist.
 
Obwohl die Maßnahmen (Massentests, Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen) verstärkt werden, breitet sich das Virus Covid-19 weiter aus. Das wäre eigentlich ein Anlass, an der Wirksamkeit der Maßnahmen zu zweifeln. Aber nein, man will die gleichen Maßnahmen nur verstärken.
 
Es ist beinahe so wie bei der Unkrautbekämpfung in der Landwirtschaft. Man sprüht immer mehr Gift auf die Felder, anstatt ein paar Leute zu bezahlen, die durch die Reihen gehen und die unerwünschten Pflanzen ausreißen. Das Ergebnis ist Insektensterben und Verschwinden bestimmter Vogelarten (Feldlerchen).
 
Dann betreibt man zusätzlichen Aufwand, um die Meinung durchzusetzen, dass die Landwirtschaft keine Schuld am Insektensterben hat. Ein in sich geschlossenes System und doch ist es falsch, weil es Lebensraum vernichtet, um Lebensmittel zu erzeugen. Niemand stirbt an Hunger, weil es zuviel Unkraut gibt.
 
Der Unmut gegen die Corona-Maßnahmen entsteht, weil die Maßnahmen lebensfeindlich sind. Lebensfunktionen (Atmen, Reden, Wirtschaften) und Lebensfreude (menschliche Kontakte) werden unterdrückt, um ein Testziel zu erreichen, nämlich maximal 50 positiv Getestete auf 100.000 Einwohner, also 1 positiver Test auf 2.000 Einwohner, was leichter zu verstehen ist.
 
Die Zahl der Positiven bei den Massentests ist aber, auch wenn man sie Neuinfektionen nennt, nicht relevant, weil nur ein geringer Prozentsatz der positiv Getesteten wirklich erkrankt. Dieser Anteil liegt bei ein, zwei oder fünf Prozent, wird aber meistens verschwiegen und man spricht statt dessen von Neuinfektionen.
 
Was nützt uns die ansteigend große Zahl der positiven Tests, außer, dass sie Angst vor Ansteckung verbreiten, mit der man dann Maßnahmen begründen kann, die wenig Wirkung zeigen? Interessant sind die wirklich Infizierten, welche die Symptome einer Grippe zeigen.
 
Wenn man die Erkrankten testet, weiß man, ob Sars-Covid-2 im Spiel ist, und weil dieses Virus sich sehr leicht verbreitet, muss man dafür sorgen, dass die Kette an dieser Stelle unterbrochen wird. Darauf wird aber nicht die maximale Aufmerksamkeit gerichtet, zum Beispiel durch konsequente, amtlich überprüfte und medizinisch betreute Quarantäne. (Wohlgemerkt nur für die tatsächlich an Covid-19 Erkrankten und die allernächsten Personen.)
 
Es scheint so, dass die Ansteckungsgefahr kurz vor der sichtbaren Infektion hoch ist. Das ist logisch, weil ja der Körper, wenn das Virus sich zu sehr vermehrt hat, mit einer Abwehr reagiert, in Form der Grippesymptome. Leider weiß vorher niemand, wann und bei wem das der Fall ist. Daran können auch die Massentests nichts ändern, die zwar große Zahlen liefern, mit denen man aber wenig anfangen kann, weil die Korrelation mit Erkrankungen schwach ist.

  Übersicht

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Verfolgung falscher Spuren.

Das Ausbreiten des Virus ist ein statistischer Prozess und einzelne Viren sind nicht voneinander zu unterscheiden. Das bedeutet im Klartext, den Weg, den ein Virus nimmt oder genommen hat, kann man prinzipiell nicht verfolgen, weil man nicht weiß ob irgendwo das gleiche oder ein anderes Exemplar entdeckt wurde. Viren der gleichen Art sind ununterscheidbar und, wenn wir in Gedanken so tun, als könnten wir sie wie einen Täter im Krimi identifizieren und verfolgen, dann machen wir uns etwas vor.
 
Wenn Person A laut Test Viren in sich hat und einer Person B begegnet, die dann später getestet wird und bei der ebenfalls Viren nachgewiesen werden, dann heißt das nicht automatisch, dass Person A Person B angesteckt hat. Weil alle Viren gleich sind, kann man nicht unterscheiden, ob Person B nicht schon vorher von dem Virus befallen war oder von anderer Seite Viren aufgenommen hat.
 
Das gilt ganz besonders dann, wenn die Viren in einer sogenannten Pandemie schon überall vorhanden sind.
 
Es macht keinen Sinn, ihre Spur zu verfolgen, weil es keine Spuren gibt, bzw. es gibt viel zu viele Spuren. Könnte man die Wege des Virus wie Spuren im Schnee verfolgen, dann hätte man die Ausbreitung längst gestoppt. Viren kommen von überall her und gehen überall hin, es ist ein sehr dynamischer, statistischer Prozess, der im Wesentlichen vom Zufall bestimmt wird.
 
Nur ganz am Anfang, wenn das Virus (vermeintlich) über einen einzigen (vermeintlich) bekannten Weg in eine Population eindringt, lässt sich die Ausbreitung überschauen. Das geht aber nur über ein oder zwei Stufen der Ausbreitung. Nach drei oder vier Schritten wird die Verfolgung unmöglich.
 
Was die Übersicht besonders schwierig macht, ist die Verzögerung zwischen Übertragung der Viren und dem Test bzw. dem Testergebnis. Das gilt erst recht für die Erkrankung (tatsächliche Infektion), die erst 7 Tage später erfolgt. Bei einem leicht übertragbaren Virus gibt es in der Zwischenzeit viele Möglichkeiten der Übertragung, so dass es Illusion ist, das zu verfolgen. Man stelle sich vor, wir hätten in einem Kriminalfall 20 mögliche Täter, die alle gleich aussehen und sich gleich verhalten. Zeugenaussagen wären völlig wertlos.
 
Im Gegensatz zu den Viren, sind Personen aber leicht identifizierbar. Diese Tatsache verleitet dazu, Personen zu registrieren und Begegnungen von Personen zu verfolgen, um damit den Viren auf die Schliche zu kommen.
 
Das ist ein Denkfehler.
 
Man sucht nach Viren und findet Kontaktpersonen.
Die menschlichen Kontakte sind kein Abbild der Wege, den die Viren nehmen. Man kann sich das im Kopf so vorstellen, es entspricht aber nicht der Realität. Die Realität ist ein viel geringerer Kenntnisstand als in der Vorstellung.
 
Diese Überlegung ist nur schwierig, weil sie ungewohnt ist. Wir sind es nicht gewohnt, völlig ununterscheidbaren Objekten zu begegnen, deren Bewegung vom Zufall bestimmt ist, die aber eine Wirkung auf Personen ausüben.
 
Wir müssen diese Situation als Realität anerkennen.
 
Das bedeutet, dass sowohl die Registrierung von Besuchern eines Restaurants mit Auswertung im Gesundheitsamt, als auch die Corona-App auf dem Handy nicht erfolgreich sein können. Wenn man damit einen Treffer landet, ist es Zufall. Wenn man es sehr oft macht, tritt der Zufall öfter ein, aber es werden keine Spuren entdeckt, die man verfolgen kann.
 
Die Nebenwirkungen dieser Maßnahmen sind aber sicher, sie spielen sich in der alltäglichen Realität ab. Registrierte Personen, Smartphones und digitaler Abgleich von Daten. Die Personen sind unterscheidbar, der Weg der Daten ist durch die App festgelegt.
 
Sicher ist, dass auf diesem Weg eine Beobachtung und Registrierung stattfindet. Ob das Protokoll die Kontakte irgendwie anonymisiert, können wir nicht nachprüfen. Überwachung ist möglich und ist dann auch kein Zufall.
 
Die Corona-App meldet z. B. eine Begegnung mit einer Person, die Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte. Wer die App herunter geladen hat, glaubt an ihre Wirkungsweise und hat Angst, selber infiziert zu sein, und man lässt sich testen. Ergebnis:
 
Eine Angst mehr und ein PCR-Test mehr.
 
Das geht immer so weiter, bis der Spuk vorbei ist. Die Corona-App verfolgt Menschen, nicht Viren, und macht den Menschen Angst vor Viren. Die Corona-App verbreitet in erster Linie Angst. Vielen Menschen macht sie auch Angst vor Verfolgung und Überwachung.

  Übersicht

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Unwissenheit ausnutzen

Je mehr Menschen es gibt, um so mehr ist entscheidend, dass wir Statistik anwenden, um Zusammenhänge zu verstehen. Statistische Zusammenhänge haben eine andere Struktur als familiäre, hierarchische oder kausale Zusammenhänge. Zum Beispiel das Erbgut kommt von der Mutter und vom Vater, der Befehl kommt vom Vorgesetzten, der Regen fällt aus den Wolken. Daraus entwickeln wir unsere Vorstellung von Kausalität.
 
Wenn wir die Wechselwirkung aber nicht kennen und auch prinzipiell nicht erfahren können, ist eine statistische Sicht erforderlich. Man kann mit statistischen Methoden etwas ermitteln und daraus Schlüsse ziehen. Dabei müssen wir vorübergehend menschliche Beziehungen, Autorität und Kausalität vergessen.
 
Dass nur wenige Menschen Statistik verstehen, ist nicht Dummheit der Menschen, sondern ein Fehler unseres Bildungssystems. Statistik ist nicht schwierig, sondern nur fremd, aber zum Verständnis der Wirklichkeit großer Zahlen und bei zufälligen Ereignissen unerlässlich. Warum? Weil wir ohne Statistik gar nichts über die undurchschaubaren Prozesse wissen können.
 
Die Ausbreitung eines Virus ist ein statistischer Prozess, der vom Zufall gesteuert wird. Es besteht während der Ausbreitung kein statistisches Gleichgewicht, also keine Gleichverteilung. Es gibt Verdichtungen, wo Viren und Infektionen mit höherer Wahrscheinlichkeit auftreten.
 
Solche Verdichtungen (dramatischer und englisch: hotspots) sind nicht durch Personen gekennzeichnet, sondern durch lokale Gruppenereignisse in bestimmten Ortschaften, Regionen oder Begegnungsstätten. Sie müssen, wenn es dort vermehrt wirkliche Erkrankungen gibt, durch lokale Maßnahmen entschärft werden.
 
Wer aber die Menschen schockieren und von oben herab gängeln will, sagt einfach folgendes:
"Ich kenne die Wahrheit über die Ausbreitung des Virus und wenn du meinen Regeln nicht folgst, wirst du bestraft, denn du verursachst den Tod von unschuldigen Menschen." So etwa reden unsere Politikerinnen.
 
Wenn in einer Familie Kinder, Eltern und Großeltern zusammen kommen, sich unterhalten, essen und trinken, wenn dann später eine Person infiziert ist, dann ist es falsch zu sagen: Du bist schuld, du hast sie angesteckt. Ursache der Ansteckung ist das Treffen und auch das nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit. Es kann Zufall sein, dass die Ansteckung gerade danach festgestellt wird.
 
Selbst, wenn die Ansteckung bei dem Treffen erfolgte, sind alle Beteiligten, außer Kindern, in gleicher Weise verantwortlich, an erster Stelle die angesteckte Person. Wenn es gerade die Oma war, dann hat sie sich selbst der Ansteckung ausgesetzt, weil sie es vorgezogen hat, nicht alleine und isoliert zu bleiben.
 
Wenn die Bundeskanzlerin in einer emotionalen Rede sagt, dass am Ende jemand für den Tod der Oma die Verantwortung trägt, ist das objektiv falsch. Die Vorstellung einer persönlichen Ansteckung ist falsch und ebenso falsch ist die Zuweisung einer Schuld.
 
Es entspricht nicht der Realität der ununterscheidbaren Viren, deren Weg man nicht verfolgen kann. Daran ändert sich nichts, wenn Frau Merkel in ihrer Rede mehrfach das Wort Wissenschaft benutzt. Wissenschaftlich ist die statistische Sicht in Form von Korrelationen. Alles andere ist vielleicht sympathisch, ist aber unrealistisch. Und es ist verantwortungslos, gutgläubigen Kindern auf diese Art Angst zu machen oder einen Schuldkomplex einzureden.

  Übersicht

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Verschweigen von Fakten

Bei Covid19 wird die Zahl der Todesfälle kaum je genannt. Sie ist im Vergleich zu den positiven Tests äußerst gering. Man könnte realistisch und verkürzt sagen, ein schwaches Virus mit großer Verbreitung tötet wenige, schwache Menschen.
 
Die Zahl der Corona-Toten wird aber so definiert, dass alle Verstorbenen, bei denen das Virus entdeckt wurde, als Corona-Tote gezählt werden, egal, wie alt sie sind und egal, wie krank sie vorher schon waren. Das mittlere Alter der Corona-Toten liegt oberhalb der durchschnittlichen Lebenserwartung in Deutschland. Die Gefahr durch Corona rückt damit in die Nähe der Todesgefahr, die prinzipiell im menschlichen Leben besteht.
 
Verschwiegen werden uns auch die vielseitigen Möglichkeiten zur Behandlung von Covid19, sie sind der Behandlung von Grippe, verursacht durch andere Corona-Viren, sehr ähnlich. Seit dem Auftauchen des Virus haben sich diese Möglichkeiten wesentlich verbessert. Der Öffentlichkeit dürfte aufgefallen sein, wie schnell prominente Patienten wieder genesen.
 
In einem Land mit guter medizinischer Versorgung und sozialer Krankenversicherung kommt die fortgeschrittene Medizin der ganzen Bevölkerung zugute. Es wäre besser, wenn die Politiker und Journalisten das Feld den Ärzten und der medizinischen Organisation überlassen würden, ohne der Bevölkerung mehrmals am Tag in Angst zu versetzen. Der Verdacht kommt auf, dass Angst als Mittel der Macht eingesetzt wird.
 
Eine Schwachstelle sind Alten- und Pflegeheime. Dort gibt es die meisten Todesfälle und die höchste Ansteckungsgefahr. Aber genau, wie es an Personal fehlt, fehlt es dort auch an der Aufmerksamkeit der zuständigen Behörden und der um Popularität und Wiederwahl bemühten Politiker.
 
Altenheime und Pflegeeinrichtungen sind keine angenehme Umgebung und werden deshalb gerne aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit ausgeblendet. Wer aber die Aussagen der Statistik und die harten Zahlen ernst nimmt, erkennt schnell, dass an dieser Stelle mit wohl durchdachten Maßnahmen und Aufwertung des Personals viel mehr zu erreichen ist, als mit der Schließung von Fitness-Studios.

  Übersicht

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Diffamierung der Ungläubigen

Wenn Behauptungen und Lehren in die Welt gesetzt werden, die nicht zu beweisen und vielleicht einfach zu widerlegen sind, gibt es schnell eine große Zahl von Ungläubigen. Je fragwürdiger die Lehre ist, um so heftiger werden die Ungläubigen bekämpft. Im Mittelalter wurden Hexen und Häretiker verbrannt, weil sie den katholischen Priestern nicht glauben wollten und diesen Unglauben öffentlich bekannten oder erkennen ließen.
 
Heutzutage wird niemand mehr verbrannt, aber die Meinung der Ungläubigen wird mit allen Mitteln bekämpft. Sie werden ignoriert, diffamiert und von den Medien ausgeschlossen. Das gilt selbstverständlich auch für die Lehre von der gefährlichen Bedrohung durch das Sars-Covid-2-Virus.
 
Bei der Bekämpfung der Zweifler ist man nicht zimperlich. Man bezeichnet sie in den Medien als Spinner, Covidioten, Verschwörungstheoretiker, Impfgegner, Reichsbürger, Krawallmacher. Neuerdings wird das Wort Querdenker als universelles Schimpfwort eingesetzt für Menschen, die nicht der Regierung, den Medien und dem Mainstream der Meinung folgen, sondern selber denken.
 
Als im August 2020 die großen Demos in Berlin stattfanden, wurde in den konformen Medien mächtig gefälscht. Die Zahl der Teilnehmer wurde mit 20.000 bis 30.000 angegeben. Dazu diente ein Foto, auf dem etwa 20.000 Menschen zu sehen waren. Später konnte anhand des Schattenwurfs nachgewiesen werden, dass dieses Bild zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung aufgenommen wurde.
 
Systematisch wurde verschwiegen, dass Robert Francis Kennedy, der Sohn des ermordeten Robert Kennedy und Neffe des ermordeten Präsidenten dort eine Rede hielt. Von dieser Rede gibt es professionelle Video-Aufzeichnungen. Bei einem Schwenk der Kamera ins Publikum ist leicht zu erkennen, dass es sich um zehn mal so viele Menschen handelte, wie in den großen Medien behauptet.
 
Es ist auch zu erkennen, dass ganz überwiegend völlig normale Bürger unterwegs waren und dass Reichsbürger mit ihren schwarz-weiß-roten Fahnen eine winzige Minderheit bildeten, wie im normalen Leben auch. In den Nachrichten wurden die Reichsbürger jedoch zur dominanten Gruppe hochstilisiert, so als wenn die Berichte im Fernsehen von Sympathisanten dieser Verfassungsgegner gemacht worden wären.
 
Mit der Diffamierungen derjenigen, die an die große Gefahr durch Covid19 nicht glauben, wird die Angst vor Corona bekräftigt und verstärkt.
 
Nach dieser Desinformationskampagne gegen die Teilnehmerinnen ist die Teilnehmerzahl an solchen Protesten stark zurück gegangen. Die Leute sind eingeschüchtert und haben resigniert. Wenn Regierung, Medien, Polizei und Verwaltung zusammen gegen das Volk vorgehen, kann Protest nur schwer aufkommen.

  Übersicht
"Demokratie kann und darf nicht mit einer systematischen Angsterzeugung zusammen hängen."
  Zitat
  Rainer Mausfeld, 03.02.2019, Heidelberg
 Link zum Vortrag

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Profilierungssucht von Politikern

Das merkwürdige an der Corona-Debatte in Deutschland ist, dass sie im Fernsehen von Politikern, Journalisten und einem Virologen geführt wird. Normale Mediziner, insbesondere Epidemiologen kommen nicht zu Wort. Deshalb geht die härteste Kritik an den Maßnahmen der Regierenden von Medizinern aus, welche glauben, die Gefahr einer Krankheit besser als Politiker beurteilen zu können, auch besser als Virologen, die sich auf Laborarbeit und die Auswertung von Studien konzentrieren.
 
Die Corona-Krise ist für Politiker ein fruchtbares Feld, um sich ohne großes Risiko und ohne viel Einsatz von Gehirn zu profilieren. Die Politik besteht aus Ordnungsmaßnahmen, die leicht zu erlassen sind und deren Wirkung nicht einmal nachgeprüft wird. Man verordnet Versammlungsverbote, Distanz und Masken und welcher Politiker den Trend der Ängste zuerst erahnt, liegt vorne bei den Umfragen.
 
Ernsthafte Probleme der Politik treten in den Hintergrund.

k l a r t e x t gleich anschließend:
Die vier Krisen hinter der Krise

Kanzlerin Merkel lenkt die öffentliche Stimmung sanft an der Realität vorbei. Die große Mehrheit folgt ihr gerne, obwohl das Volk sich nicht wie die Kanzlerin aus der Verantwortung zurückziehen kann und die enormen Schulden, welche die Maßnahmen verursachen, bezahlen muss. Jetzt geht es bei der Union aber um den zweiten Rang in der Beliebtheit.

Der geschickteste Taktierer ist Markus Söder. Er trägt im Bund keine Verantwortung und konzentriert sich auf seine Rolle als Meinungsführer in Richtung etwas härterer Maßnahmen. Das scheint der Trend zu sein. Armin Laschet, der auf leichte Lockerungen gesetzt hat, gerät ins Hintertreffen.
 
Die November-Stimmung, verbunden mit der saisonalen Zunahme von Grippe-Symptomen und steigenden Testzahlen, macht Corona zum politischen Moment des Vorwahlkampfes. Das verwirrende Spiel der Politik zeigt uns aber, wie beliebig die einzelnen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus sind.

  Übersicht

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Schreckensnachrichten aus anderen Ländern

Die ersten Nachrichten kamen aus China. Es war die Rede von einer Grippewelle, die sich von der Stadt Wuhan sehr schnell ausbreitet und durch ein Corona-Virus verursacht wird, das 2019 auf den Menschen übergesprungen ist. Das entscheidende Charakteristikum der Krankheit Covid19 war die Neuartigkeit und die schnelle Ausbreitung.
 
In China, wo bekanntlich die Menschen in Millionenstädten sehr dicht beieinander leben, reagierte man mit drastischen Maßnahmen. Die globale Ausbreitung konnte trotzdem nicht verhindert werden. Noch immer aber glaubt man, mit ähnlichen, sogar schwächeren Maßnahmen als in China, die Ausbreitung des Virus in Deutschland verhindern zu können.
 
In China ist die Angst vor Corona verschwunden, hier wird sie immer noch weiter angeheizt, aber dann werden Bestimmungen im Interesse des deutschen Fußballbundes und der Kosumwirtschaft wieder gelockert. Auch Weinachtsfeiern mit vielen Kindern sind erlaubt und Feuerwerk zu Silvester.
 
Eine zweite Schreckensmeldung kam aus Italien, wo das Virus in Altenheime eindrang. Die schlecht organisierten lokalen Behörden waren nicht in der Lage, die Epidemie in den Griff zu bekommen. Es starben viele Menschen in der Altersgruppe von 80 bis 100 Jahren, weil man sie, statt in gut ausgerüstete Krankenhäuser, in Pflegeheime verlegt hatte.
 
In den USA weigerte sich der egozentrische Präsident, die Epidemie klar zu sehen und tat nichts für die Verbesserung des Gesundheitssystems, das die ärmere Bevölkerung der USA nicht wirklich schützt. Die Zahlen klingen für uns hoch, weil die Einwohnerzahl mehr als vier mal so hoch ist und viele Millionen Menschen sind nicht krankenversichert.
 
Solche und ähnliche Meldungen, auch aus Brasilien und Iran, werden bei uns ständig wiederholt, sie schockieren Menschen, aber mit der Situation in Deutschland haben sie nichts zu tun. Wir haben ein zwar teures, aber gut funktionierendes Gesundheitssystem, auf das man sich verlassen kann.

  Übersicht

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Der Tod an sich als Bedrohung

Wir erinnern uns an die Bilder, als ein Transport von Särgen in der Tagesschau gezeigt wurde. Solche Szenen gibt es sonst nur in Filmen. Sie schockieren und gruseln das Publikum. Als Nachricht haben sie kaum einen Wert, weil sie zu jeder Zeit und überall aufgenommen sein könnten.
 
Damals wurde auch damit argumentiert, dass jede Corona-Tote die eigene Großmutter sein könnte. Damit kann man Kinder schockieren, so lange, bis sie psychische Schäden erleiden.
 
Der Tod ist dem Menschen fremd geworden und in weite Ferne gerückt, daher können die Medien mit dem Tod Emotionen entfachen und daraus Profit ziehen. Durch die tägliche Angstmache ist es so weit gekommen, dass die Angst vor Corona größer ist als die allgemeine Todesangst.

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10
Ständige Wiederholung

Wer 1+1+1+1+1+1+1+1+1+1 zusammenzählen kann, erkennt leicht Folgendes: Durch ständige Wiederholung der falschen und übertriebenen Behauptungen in allen großen Medien und die immer wieder gesteigerte Zahl der PCR-Tests, ist das Phänomen Corona im Bewusstsein der Öffentlichkeit längst auf das Zehnfache seiner wirklichen Größe angewachsen. Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass einige der Verfälschungen die Bedrohung nicht nur graduell vergrößern, sondern die Angst vervielfältigen. Wer also sagt, dass die Gefahr, die von Corona ausgehen soll, nicht zehn, sondern hundert mal übertrieben ist, könnte auch recht haben.
 
Die Angst ist zu einer Psychose ausgeartet, aus der Virologen, Politiker und Medienmacher, aber auch die Masse der Gläubigen nur schwer ohne Gesichtsverlust heraus können. Das ist die eigentliche Corona-Krise.
 
Die wichtigste Rolle bei diesem Hype spielt der PCR-Test und sein Hauptvertreter in den Medien, namentlich Christian Drosten, der selber einen Test mit 45 Zyklen entwickelt hat und auch weltweit propagiert.
 
Ein PCR-Test besteht in der ständigen Wiederholung des Kopierens von RNA-Abschnitten im Labor. Es sind Riesenmoleküle, die Erbinformationen enthalten und sich selbst kopieren. Das geht in Zweierpotenzen, nicht exponentiell, wie oft gesagt wird. Aus 1 werden 2, aus 2 werden 4, aus 4 werden 8. Schließlich ist der Faktor der Vervielfältigung 2 hoch 45. Mit diesem Faktor im PCR-Test, werden aus einem Fragment im Speichel der getesteten Person mehr als 128.000.000.000.000.
 
Da es sich um einen biologischen und nicht um einen mathematischen Prozess handelt, kann nicht jede Kopie fehlerfrei sein. Das ist auch der Grund, warum Erbgut ständig mutiert. Jeder Fehler, der im PCR-Test auftritt, wird in den folgenden Zyklen ebenfalls immer wiederholt und verdoppelt. Herr Drosten behauptet jedoch (in seinem Podcast Coronavirus Update Nr. 118 des NDR), dass der Fehler bei seinen Tests exakt gleich Null sei.
 
Diese Behauptung ist wissenschaftlich nicht zu halten, schon deshalb nicht, weil es kein Verfahren gibt, die Tests mit einer höheren Genauigkeit zu überprüfen und dadurch die Behauptung zu beweisen. Es gibt auch keine Möglichkeit, ein bestimmtes Virus mit Sicherheit medizinisch zu diagnostizieren, weil es keine eindeutigen Symptome gibt. Der Nachweis der Krankheit Covid19 ist der Nachweis des Virus Sars-Covid-2.
 
Der PCR-Test lässt sich also nur durch sich selbst bestätigen oder durch den Nachweis von Antikörpern. Der Nachweis von Antikörpern ist aber weniger genau und kann die Fehlerquote Null keinesfalls bestätigen. Die Behauptung des Herrn Drosten ist nur durch sich selbst belegt. (Das ist einfache Logik, wer es nicht glaubt, sollte die letzten Zeilen hier noch einmal nachlesen.)
 
Christian Drosten verkündet uns also ein Dogma, das nur durch seine eigene Behauptung gestützt wird und unmöglich zu beweisen ist. Dies erinnert stark an das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes. Das könnte auch der Grund sein, warum der Herr Bundespräsident ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen hat.
 
Drosten geht aber noch weiter. Im gleichen Podcast sagt er in seiner bekannt leichtfüßigen Art: Bei den 75- bis 84-Jährigen liegt die Sterblichkeit bei 7,3 Prozent - und bei denjenigen über 85 Jahren stirbt fast jeder Dritte. Das ist dann so viel wie bei den Pocken im Mittelalter.
 
Das ist Panikmache, die kaum zu überbieten ist. Damals starb ein Drittel der gesamten Bevölkerung. Drosten übertreibt hier, wenn man es nachrechnet, nicht etwa um einen Faktor 10 oder 100, sondern um einen Faktor 10.000 und die Altersgruppe, die er heranzieht, liegt vier Jahre oberhalb der durchschnittlichen (heutigen) Lebenserwartung. Von den Menschen über 85 Jahren sterben viele. Dazu braucht es keinen PCR-Test.

  Übersicht

11
Zurück in die Realität

Die Corona-Psychose wird sich wie alle Psychosen nur langsam auflösen. Wir können aber jetzt schon Positives daraus lernen. Die Maßnahmen sind wenig sinnvoll, aber sie beweisen, wie einfach es ist, umfangreiche und einschneidende Maßnahmen gegen eine in den Medien immer wieder publizierte Gefahr durchzusetzen.
 
Wir sehen auch, wie leicht die Beschaffung von riesigen Geldmengen ist. Kaum beschlossen, schon beschafft und verpufft. Das zeigt der finanzschwachen Bevölkerung, dass irgendwo unermessliche Geldmengen in Billionen vorhanden sind und zwar in den Händen der Großgeldbesitzer. Die Geldmenge ist unbegrenzt und steigt ins Unendliche.
 
Es ist einfach so, dass von privaten Banken und von den Notenbanken Geld aus dem Nichts erschaffen wird, und zwar in Form von Krediten. Kredite an Staaten sind da besonders beliebt, weil es die größten sind und die gesamte Bevölkerung haftet samt Kindern und Enkelkindern. Den Hauptgewinn bei der Pandemie macht die Finanzwelt, die das Geld, das unser Staat sich zur Kompensation der Maßnahmen leihen muss, einfach so erzeugt.

  Wer in einer Stunde die Finanzwelt verstehen will,
  sollte sich meinen Vortrag bei attac W'tal anhören:
Es geht dabei nicht um Corona, sondern nur um Geld.

Wenn Politik und Medien mitziehen und keine Lobby dagegen arbeitet, könnte man auch Konsens darüber erzielen, endlich mit der Klimapolitik und dem Umweltschutz konsequent Ernst zu machen und den Energieverbrauch, den Fleischverzehr, den Flugverkehr und die Flut der schweren Automobile einzudämmen. Sogar der Fetisch Wirtschaftswachstum darf jetzt angetastet werden, wenn man es mit dem englischen Wort lockdown umschreibt.


Es gibt viele Dinge, die dem Allgemeinwohl mehr dienen, als die Ausbreitung eines schnellen, aber schwachen Virus zu bekämpfen. Zum Beispiel, gesunde Ernährung mit ein wenig mehr Druck durchzusetzen. Oder die Polarisation in Arm und Reich zu reduzieren. Oder direkte Demokratie zu bewilligen oder die Inhalte der Schulerziehung aufzubessern oder all das auf einmal zu bewerkstelligen, so, wie es in den Talkshows von der Jugend, von emeritierten Professorinnen und von Querdenkern gefordert wird, so oft sie zu Wort kommen.

  Rob Kenius, 24.11.2020
  Letzte Überarbeitung 14.12.2020

 

 
 
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Die 4 Krisen
hinter der Krise

Keine Angst vor der Zukunft! Der freie Blick auf vier dauerhafte Fehlentwicklungen bringt uns der Realität näher.

    Die 4 Bereiche in Dauerkrise sind:
  1. Medien klick!
  2. Repräsentative Demokratie klick!
  3. Finanzwelt klick!
  4. Klima und Umwelt klick!

  5. Hier nicht aufgelistet ist die Krise der EU, die gar keine Union ist. Es handelt sich um eine Systemkrise seit Jahrzehnten, verursacht durch die absurde Konstruktion, die mit 27 Staaten nicht funktioniert. klick!

Die Medien werden als erstes genannt, weil wir auf Medien angewiesen sind, um Informationen von Dingen zu erhalten, zu denen wir persönlich keinen Zugang haben. Alle Medien können auch falsch informieren. Das lässt sich grundsätzlich nicht vermeiden.

Es gibt von Anfang an eine Diskrepanz zwischen
Sprache (also Medien) und Realität.
Ein Klick und du weißt mehr!

1. Krise in den Medien

Konformismus gegen Demokratie

Das Problem mit den Medien sind nicht etwa die Meinungen und Thesen einzelner Medienmacher und Journalisten zu unaufgeklärten Ereignissen wie dem Mord an JFK oder dem Einsturz der Gebäude bei 9-11. Problematischer ist der alltägliche Realitätsverlust in der Darstellung von Politik, genauer gesagt, der Konformismus der großen Mehrheit deutscher Journalisten mit der Regierung der großen Koalition.
 
Es fehlt der Widerspruch gegen Entscheidungen der Regierung, es fehlt die Darstellung von Zusammenhängen, es fehlen Zahlen und ihre Statistik.
Statt dessen werden Beschlüsse verkündet und wiederholt, Positionen bekräftigt, Ergebnisse nicht mehr in Frage gestellt. Das ist Konformismus auf breiter Front, ein Angriff auf die lebendige Demokratie und die menschliche Intelligenz.
 
Der Konformismus ist am größten in den TV-Sendungen, welche die größten Einschaltquoten haben (Tagesthemen, Tagesschau), oder in Zeitungen auf der ersten Seite. Konformismus ist schwer zu belegen, weil es nicht auf den Einzelfall ankommt, sondern auf die Häufung.
 
Ganz offensichtlich wurde das, als alle nur noch ein Thema hatten, das Corona-Virus und die Maßnahmen dagegen, die sogenannte Corona-Krise, dann die Lockerung der Maßnahmen und schließlich die Folgen der Lockerung und die Folgen der Folgen...
 
Das ist Konformismus, wo jeder dran fühlen kann, er macht die Zukunft und den demokratischen Wandel unzugänglich. Das Problem mit den Mainstream-Medien besteht darin, dass sie uns das Denken abgewöhnen. Wohin das auf die Dauer führt, sehen wir in den USA.

 Aktueller Einschub 22/23.09.2020

Das Falschwort Neuinfektion

Wie ungeniert Medien und Politiker mit der Wahrheit umgehen, erkennt man daran, dass längst widerlegte Behauptungen ständig wiederholt werden, bis sie sich dann doch durchsetzen. Im Fall Corona ist dies die steigende Zahl der Neuinfektionen. Dies ist eine doppelte Falschinformation.
 
Die Zahl steigt, wenn die Zahl der Tests steigt. Interessant ist nicht die absolute Zahl der positiven Testergebnisse, sondern der prozentuale Anteil der positiven Ergebnisse an der Zahl der durchgeführten Tests. Und die liegt seit langem bei etwa 1%. Das zeigt, dass die Maßnahmen der Eindämmung nur wenig Effekt haben, weder positiv noch negativ.
 
Diese Erkenntnis von Realität ist unerwünscht, deshalb wird in den Medien Falsches permanent wiederholt.
 
Noch gravierender ist, dass der Begriff Neuinfektionen nicht zutrifft. Es sind keine Infektionen. Eine Infektion liegt dann vor, wenn ein Virus sich im Körper so weit vermehrt, dass ein Infekt, eine Entzündung, eintritt: Symptome wie bei einer Erkältung und dann Grippe mit Fieber. Das ist eine Neuinfektion, nicht der Nachweis von Viren-DNA.
 
Als Falschwort benutzt, täuscht das Wort Neuinfektionen darüber hinweg, dass die meisten positiv Getesteten, insbesondere alle Kinder, gar nicht auf das Virus reagieren, sondern es abwehren oder überwinden. Nur, wenn das Virus eine Infektion verursacht, wird es gefährlich. Genau diese Tatsache wird durch das Falschwort Neuinfektionen übergangen.
 
An dieser Stelle besteht eine Wissenslücke:
 
Das Corona-Virus hat die Eigenschaft, sich auch über Träger zu verbreiten, bei denen keine Infektion eintritt. Wie das genau geschieht, ist nicht erforscht oder nicht bekannt. Dass es so funktioniert, wurde besonders deutlich an dem Fall der Großschlachterei Thönnies: Mehr als hundert positiv getestete Mitarbeiter, keine Infektionen oder Erkrankungen.
 
Wenn man sich in die Welt des Virus hineindenkt, wird diese Merkwürdigkeit verständlich. Ein Virus will nicht Menschen töten oder krank machen, sondern es will sich über die Träger ausbreiten und vermehren lassen. Wenn die Träger schwer erkranken und sterben, ist dies für das Virus ein Verlust. So ist seine DNA strukturiert. Wenn ein Virus sich also schnell ausbreitet, ohne viel Schaden anzurichten, ist es aus der Sicht dieser Existenzform ein Erfolg. Covit-19 ist in diesem Sinne ein sehr erfolgreiches Virus.
 
Die Panikmache beginnt da, wo der Nachweis der DNA, als Neuinfektion bezeichnet wird und man das Virus als Killer von Oma und Opa darstellt oder Fotos von Särgen verbreitet.
 
Viele Menschen fühlen sich gesund und stark genug, sich dem Virus zu widersetzen, sie spüren, dass sie falsch informiert werden und sehen, dass sich Corona zwar erstaunlich leicht verbreitet, aber nur in einer kleinen Risikogruppe Schaden anrichtet.
 
Die schwachen und anfälligen Menschen in Altenheimen und Krankenhäusern gezielt zu schützen und optimal zu behandeln ist Aufgabe der Medizin, unterstützt durch den Staat und die Allgemeinheit. Falschinformationen und Angst zu verbreiten, und gesunde Menschen, sogar Kinder, durch Gesichtsmasken sprachlos zu machen, leistet dazu keinen konstruktiven Beitrag.
 
So entsteht der Verdacht, dass irgendjemand (Christian Drosten oder Billy Gates) etwas verkaufen will: Millionen Labortests und einen Impfstoff für Milliarden.

Freiheit für Religion und Kunst,
aber
keine Freiheit von ARD und ZDF

Deutschland ist wieder Weltspitze! In den Corona-Eindämmungs-Charts sind wir ganz vorne dabei. Es handelt sich bei Covid19 aber um eine eher leichte Übung, wie im Sport Badminton und Squash. Das lenkt uns davon ab, dass im Hintergrund 4 unbewältigte Probleme lauern, die schnell durch irgendein Ereignis zur akuten Krise werden.
 
Was uns wie eine Krise vorkommt oder von Medien und Politikern als Krise präsentiert wird, ist fast immer das Ergebnis von groben Fehlern, die auf Dauer nicht behoben oder beseitigt wurden.
 
Im Leitmedium Fernsehen besteht der Fehler darin, dass die Öffentlich-Rechtlichen Anstalten seit Jahren mit den Privaten zu deren Spielregeln konkurrieren, was sie nicht nötig hätten, dass sie also genau wie die Privaten Medien um Einschaltquoten buhlen. Sie setzen Massentauglichkeit als Maßstab, obwohl sie von Staats wegen zur Information und zur Bildung verpflichtet sind.

Wozu Intelligenz gut ist:
Intelligenz soll dazu dienen,
das Denken der (erfahrbaren) Realität anzupassen
und nicht dazu,
das eigene Denken der Meinung anderer
(der Mehrheit) anzugleichen.

Die Regierung machte dann einen Fehler, der diesen Trend auf fatale Weise auch noch unterstützt. Es wurde eine Komplizenschaft zwischen Regierung und Öffentlich-Rechlichen Medien hergestellt: Statt die Zuschauer von Zahlungen für das immer mehr kommerzialisierte TV-Programm zu entlasten, wurden sie per Gesetz zu hohen Gebührenzahlungen gezwungen, unabhängig davon, ob sie das Angebot wahrnehmen oder nicht. (Damit wurde das Geldeinnehmen den Sendern leichter gemacht als dem Staat selbst, der seine Einnahmen über Steuern finanzieren muss, die man bekanntlich umgehen kann.)
 
Die Zwangsgebühren sind ein absurdes Konstrukt. Rundfunk und Fernsehen sind ja eine geistige Beeinflussung, ähnlich wie Religion oder Kunst, und das darf in einer freiheitlichen Demokratie niemandem aufgezwungen werden, also auch nicht die Bezahlung dafür. Kunst muss keiner kaufen. Aus der Kirche kann man austreten und man zahlt dann auch keine Kirchensteuer mehr. Aus der Fernsehgemeinde kann niemand austreten.
 
Rundfunk, Fernsehen und Mediathek zu bezahlen, ist jetzt Bürgerpflicht. Das ist ein Schritt in den Totalitarismus. Die Anstalten sind damit zum Staatsfunk geworden und das verstärkt und verfestigt die Medienkrise gewaltig. Es polarisiert das Bewusstsein der Bürger und das der Medienmacher und führt in eine dauerhafte Konfrontation:
 
Wir da unten - ihr da oben.


2. Krise der repräsentativen Demokratie

Die zweite Dauerkrise ist die Krise der Repräsentativen Demokratie. Sie zeigt sich jetzt in vielen Ländern, in unterschiedlichen Varianten, besonders deutlich in den USA.
 
Die Form dieser Demokratie stammt etwa aus dem Jahre 1790, als es weder Eisenbahn noch Telefon, noch Film, Funk und Fernsehen gab.
 
Die Stimmabgabe ist eine Informaton über den Willen der Wähler. Die Art und Weise, wie diese Information übermittelt wird, ist seit 1790 gleich geblieben:
 
Man schmeißt einen Zettel in eine Kiste, auf dem ein paar Namen von Kandidaten oder Parteien angekreuzt sind. Das ist eine Methode der Kommunikation aus dem griechischen Altertum.
 
Die Botschaft der Wähler (bei der Bundestagswahl sind es zwei Kreuze auf dem Wahlzettel mit dem Informationswert von maximal 4 Bit) beeinflusst die Sitzverteilung im Parlament. Danach endet die demokratische Einflussnahme der Wählerinnen und Wähler. Was dann kommt, ist nicht mehr Demokratie; denn es wird kein Wunsch oder Wille oder auch nur die Meinung der Wähler mehr übermittelt.
 
Demgegenüber steht eine Medienflut in Rundfunk, Fernsehen und Presse, der niemand entgehen kann: Meinungen, Entscheidungen, Begründungen, Anweisungen, Gesetzestexte, und -pakete, Ansprachen, Kommentare, Diskussionen von Politikern und Prominenten, es nimmt kein Ende.
 
Medien, Regierung und Parteien übermitteln uns so eine Darstellung von Politik, die sie immer wieder und bei jeder Gelegenheit Demokratie nennen. Aber das Demos, das Volk, ist in dieser Inszenierung vier Jahre lang nur noch Zuschauer. Demokratie ist es nicht, weil der Wille, der Wunsch oder die Meinung der Bürger nicht mehr vorkommt, es sei denn in Reden und in demoskopischen Umfragen.

Hundert Jahre Einsamkeit

Diese Scheindemokratie, Postdemokratie, oder Parteien-Oligarchie kann durch kleine Veränderungen nicht zur Demokratie umgemodelt werden. Der Fehler, dass all die neue Technik nur zur Beeinflussung der Wähler und nicht zu deren eigener Willensäußerung angewandt wird, existiert schon seit 100 Jahren und ist nie korrigiert worden.
 
Nicht behobene Fehler führen zur Krise. Die repräsentative Demokratie, die sich für die Wähler auf das Ankreuzen von Zetteln beschränkt, führte schon mehrmals zur Krise, genauer gesagt, zur Diktatur.
 
Ein Möchtegern-Diktator kommt legal an die Macht, nutzt alle Medien für sich aus und kann gegen Vernunft, Intelligenz und Moral alles durchsetzen, was ihm sein Großhirn oder sein Größenwahn vorschreibt. Beispiele gibt es im Dutzend, von Hitler bis Duterte.
 
Die Repräsentative Demokratie ist durch die technische Entwicklung ausgehebelt,
weil die Massenmedien das extreme Ungleichgewicht zwischen Bürgern und gewählten Vertretern nie beseitigt oder auch nur gelindert haben. Weil dieser Systemfehler immer weiter besteht, sind neue Diktaturen unvermeidbar. Aber nicht alternativlos und sie sind auch keine Alternative!
 
Das interaktive Internet ist das neue Massenmedium, in dem Demokratie neu erfunden werden muss und aktiv gestaltet werden kann.
Ein Klick und du weißt mehr:
Direkte Digitale Demokratie.

 

3. Krise des globalen Finanzsystems

Die Schwäche der repräsentativen Demokratie ist die Stärke des privaten Finanzsektors. Je weniger unsere Staaten die Finanzwelt kontrollieren, desto mehr werden wir von Banken, Investoren, Fonds, Börsen, Ratingagenturen und Steueroasen beherrscht. Doch auch die Finanzwelt hat sich selbst nicht unter Kontrolle. Im Gegenteil, sie befindet sich in wilden Turbulenzen.
 
Das deutlichste Zeichen, dass hier etwas nicht stimmt, ist der riesige Geldüberschuss. Die Geldmenge ist 3 bis 4 mal so groß, wie erforderlich, um die Wirtschaft zu betreiben und die Funktion als universelles Tauschmittel für Handel und Konsum voll zu erfüllen.
 
Der Grund dafür ist die Geldschöpfung durch Kreditvergabe. Banken haben das Recht, Gutschriften über Summen zu erteilen, die weit über ihren eigenen Geldbesitz hinausgehen und sie erschaffen damit gleichzeitig neues Geld und Schulden. Dies geschieht ständig auf der ganzen Welt, weshalb niemand das Geldsystem und die Geldmenge unter Kontrolle hat.

Disponenten und Zocker

Diese Krise des Finanzsystems durch Unkontrollierbarkeit schadet aber nicht den ganz großen Akteuren. Sie können reine Finanzgeschäfte mit ihren Milliarden betreiben und durch geschickte Disposition ihr Finanzvolumen ständig steigern.
 
Das Geldverdienen im Finanzsektor ist zwar riskant, aber bei breiter Streuung der Risiken gibt es im Schnitt sehr sichere und viel höhere Erträge als in der realen Wirtschaft. Das ist logisch, weil die Geldmenge im System durch Kreditaufnahme (besonders der Staaten) immer weiter und immer schneller ansteigt.
 
Die Tatsache, dass durch die Aufnahme von Staatsschulden die Geldmenge vergrößert wird, und dass dieses Geld durch die Staatsausgaben erst in der privaten Wirtschaft und am Ende überwiegend in der Finanzwelt landet, ist immer noch nicht in das Bewusstsein der Regierenden Parteien gedrungen.
 
Dieser Zustand ist auf Dauer unhaltbar, weil die Vorgänge der Kreditvergabe, die Menge des Geldes, die Höhe der Schulden und die Disposition der superflüssigen Finanzen sich nicht in den Händen demokratisch gewählter Regierungen, sondern in den Händen einer unkontrollierbaren Schar von Finanz-Akteuren befindet.
 
Dies ist keine überschaubare oder homogene Gruppe. Viele von ihnen handeln unreflektiert und irrational, auf jeden Fall aber im eigenen Interesse, nicht mehr im Interesse der Realwirtschaft und schon gar nicht im Interesse der Allgemeinheit.
 
Es besteht ständig die Gefahr eines Zusammenbruchs von Teilsystemen: Aktienmarkt, Hypotheken, Pensionsfonds, Staatshaushalte und nicht zuletzt Privatbanken am Rande der Pleite. Fast alle Banken sind überschuldet, das heißt, sie könnten die Guthaben auf ihren Konten nicht auszahlen, wenn es von allen oder vielen Kontoinhabern gleichzeitig verlangt würde.

Ein kurzer Schock und dann Entwarnung

Der Geldüberschuss sucht nach Anlagemöglichkeiten: Immobilien, Staatsanleihen, Aktien und man zockt mit komplizierten Finanzprodukten, weil zu viel Geld vorhanden ist. Es herrscht Finanzinflation. Man erkennt das daran, dass die Aktienkurse und die Preise für Immobilien ständig steigen.
 
Irgendwann muss die Inflation im Finanzsektor (wie eine Infektion) auch auf die Realwirtschaft und die alltägliche Konsumwirtschaft übergreifen. Und das tut sie jetzt auch schon.
 
Als die Wirtschaft wegen Corona stark eingeschränkt wurde, sackte zunächst die Börse ab, weil es vorherzusehen war, dass viele Firmen Verluste machen würden. Doch der riesige Geldüberschuss im Finanzsektor trieb die Kurse im statistischen Mittel schnell wieder nach oben, weil man umdisponiert hat.
 
Es gibt Riesen an der Börse, die von der Krise nicht betroffen sind: Amazon, Facebook, Telekom und Unterhaltungsmedien. Weil das Geld da ist, wird es auch angelegt. Der absurde Zustand bleibt bestehen:

Geld in Überfluss und schwindende Wirtschaft

Die Staaten machen jetzt Schulden, was der Finanzwelt nur willkommen ist, und so wird die Krise, die im Finanzsystem steckt (Instabilität und Abhängigkeit von unkontrollierbaren Zockern), auf die Staaten und damit auf die Bürgerinnen und Bürger übertragen. Die Krise des globalen Finanzsystems wird von den Staaten abgefangen aus Angst vor der Krise des globalen Finanzsystems.

Selbstansteckung aus Angst vor Infektion

Besser wäre es, einmal rational betrachtet, sich dort das nötige Geld zu holen, wo es in Überfluss vorhanden ist, ohne die Verpflichtung, dass wir es zurückzahlen müssen.

    Das ist möglich durch Steuern auf
  • Transaktionen
  • Finanzgewinne
  • Vermögen
  • Wertzuwachs
  • Erbschaften
  • und durch Vermögensabgaben.
  • Steuern durch Steuern.

Nicht vergessen: Eigentum verpflichtet und der Staat darf Steuern erheben, wann, wie viel und von wem er will. Der Staat darf nicht nur Solidarität der Bürger mit Risikogruppen vorschreiben, sondern auch Solidarität von denen verlangen, die zu viel mit Geld infiziert sind.

  Der Staat kann steuern durch Steuern.  
  Rob Kenius, 05.06.2020

Die globale Gefahr durch den Geldüberfluss
 

Ausführlicher Vortrag ber das Thema Finanzmacht


 

4. Krise, Zerstörung von
Klima und Umwelt

Hinter der Pandemie versteckt

Das Corona-Virus hat sich über Monate hin zum alles beherrschenden Thema ausgeweitet. Das entspricht nicht der realen Bedeutung oder der wirklichen Bedrohung.
 
Ein Grund für die Überbewertung ist der, dass diese Epidemie nicht von Menschen gemacht ist. Das ist cool, wir sind nur Opfer und nicht Täter.
 
Es entlastet vor allem die Politiker und gefällt auch den Bürgerinnen und Bürgern, die sich bereitwillig eine Maske vors Gesicht binden und Abstand halten.

Abstand und Ablenkung

Das Aufstellen und Einhalten solcher Regeln wirkt wie ein Ablassgebet. Es befreit von Schuld und Strafe. Corona lenkt ab von den anderen Problemen, die wir selbst verschuldet haben und deren Lösung sehr viel schwieriger ist.
 
Das gilt am meisten für die menschengemachte Zerstörung von Klima und Umwelt.
 
Für die Krise in den Medien, den Niedergang der Demokratie und die Bedrohung durch die Finanzwelt können wir jeweils Journalisten, Politiker oder Spekulanten verantwortlich machen. Das ist zwar nicht korrekt, aber wenigstens diskutabel.

An der Zerstörung von Klima und Umwelt sind wir alle beteiligt.

Schon in der Klimadebatte wurde der Blick gerne von der offensichtlichen Realität abgelenkt.

Die Zerstörung von Klima und Umwelt

Menschen haben durch ihre Zahl, ihren Konsum, ihre Beweglichkeit und Bequemlichkeit, durch ihre Gier und Unersättlichkeit den Planeten so sehr ausgebeutet, verschmutzt und gequält, dass die Schäden nicht mehr zu beheben sind. Zuletzt drehte sich die Diskussion typischerweise nur noch um ein unsichtbares Gas, CO2, das sehr leicht aus dem Bewusstsein zu verdrängen ist. Verdrängung ist angesagt.

Ideologie statt Einsicht

Ein geradezu gefährlicher Verdrängungsmechanismus übergeht nicht nur das Problem von Klima und Umwelt, er bewirkt auch eine Spaltung der Gesellschaft, (wie sie in den USA schon gefährliche Dimensionen angenommen hat). Das Problem wird ideologisiert, ein teuflischer Effekt.
 
Die Ursachen dafür sind falsche Informationen und Entscheidungen der Regierung. Es gibt keine Vorschriften, sondern Vorwürfe, Appelle, Anregungen oder gar nichts, außer Diskussionen. Das hört sich zunächst demokratisch und sehr liberal an, ist aber falsch, weil es keine besonderen Spielräume mehr gibt. Das Hin und Her wird nur zur Ursache von Streit, Hass und Verachtung.
 
Man stelle sich vor, der Autoverkehr wäre so geregelt, dass man es den Autofahrerinnen überlässt, aus reiner Rücksicht nicht zu saufen oder 50 km/h in Ortschaften einzuhalten oder einen Sicherheitsgurt anzulegen. Dann würden sich vielleicht 80% der Verkehrsteilnehmer daran halten, aber das Ziel dieser Maßnahmen, stressfrei zu fahren und die Gefahren zu verringern, würde nicht erreicht.
 
Es gibt immer einen wesentlichen Prozentsatz an Leuten, denen freiwillige Rücksichtnahme fremd ist, was uns die vielen Raser mit Tempo 200 auf den Autobahnen täglich vorführen. Da sieht man, warum Verbote richtig sind: Sie gelten für alle.
 
Beim Umwelt- und Klimaschutz ist vieles freiwillig und in weiten Kreisen Konsens. Aber diejenigen, die sich daran halten, werden von anderen als links-grün-versifft beschimpft. Statt Vorschriften für alle gibt es eine ideologische Spaltung, sie sich ständig vertieft.
 
Wer seinen Müll nicht trennen will, wer ein SUV fährt, wer Plastik herum schmeißt, glaubt, wenn er auch AfD wählt, sei alles damit erledigt. Ein paar geile Tattoos oder bei Männern ein glatt rasierter Schädel, das kann auch bei der Entlastung helfen. Man zeigt Flagge und macht sich und den anderen nichts vor.
 
Das zeigt: Ich bin cool, ich bin gut drauf, ich bin stark.Ein Problem, das mein Ego nicht betrifft, ist nicht mein Problem. SUV plus Tattoo plus Oppositionspartei und schon ist Frau oder Mann raus aus dem Schlamassel mit Umwelt und Gewissen.
 
Auf der anderen Seite, im Milieu der gleichberechtigten und achtsamen Akademikerinnen gibt es ebenfalls einen Katalog von Verdrängungen. Wer es sich leisten kann, lässt seinem Kaufrausch im Bio-Supermarkt freien Lauf, macht Urlaub in Südamerika, fährt nicht SUV, sondern Zweitwagen, hat Meetings in Zürich, Krakau oder Turku und kauft seinen Kindern sehr intelligentes Spielzeug mit Batteriebetrieb. Das Kreuzchen auf dem Wahlzettel bei der richtigen Partei liefert die Absolution.
 
Eine satte Steuer auf Kerosin würde alle in gleicher Weise treffen, die Finanz-Manager, die Viel-Urlauber, die Finca-Besitzer auf Mallorca und die Ballermann-Säufer. Ähnlich wäre es mit einer gestaffelten Mehrwertsteuer auf SUVs, aber auch auf Sport- und Zweitwagen und selbstverständlich auf Motorräder und Privatflugzeuge. Dazu erhöhte MWSt auf süße Sachen, Knabber-Artikel, Fleisch und Plastik-Verpacktes, auch, wenn ein Biosiegel drauf ist.
 
Für eine Politik, die Politik ernst nimmt, gibt es Möglichkeiten genug, Umwelt, Klima und Überfluss in den Griff zu bekommen, ohne die Bürger mit falscher Ideologie gegeneinander aufzuhetzen.


Realitäten unsichtbar gemacht

Dass die geliebten Verbrennungsmotoren, die Geschwindigkeit der Flugzeuge und Automobile, die Schweinefilets und weggeworfenen Speisen, die Bequemlichkeit der Touch-Screens, Akkus und Rolltreppen, die Wegwerf-Kleidung und nicht zuletzt Rüstung und Militär, dass der ganze Überfluss an Material und Verbrauch die Ursache für alle Schäden ist, das lässt sich viel leichter verdrängen, wenn man etwas Unsichtbares an die Stelle setzt:
 
Ein Gas
, das doch ganz natürlich ist und das in jeder Dose Red Bull vorkommt, sogar im Magen und im Darm von Menschen. Wie ungefährlich ist doch CO2!
 
Ähnliche Wirkung erzielt ein unsichtbares Virus. Es ist zwar für Alte und Schwache gefährlich, aber wir sind unschuldig an dieser Pandemie und können mit einfachen Ordnungsmaßnahmen etwas dagegen tun. Das gilt ganz besonders für alle Politiker, die sich bereitwillig und öffentlich-wirksam darauf gestürzt haben.

Was wächst mit der Wachstumsfunktion?

    So einfach ist es mit der Umweltkatastrophe aber nicht. Da sind Finanzleute, Politiker, Ökonomen und Konsumenten in gleicher Weise mitverantwortlich.
     
  • Mehr Wachstum
  • mehr Umsatz
  • mehr Konsum
  • mehr Gewinn
  • steigende Kurse
  • Geldvermehrung
  • Lies hierzu auch die Glosse Besinnliches Geldzählen
  • größeres Angebot
  • höhere Reichweite
  • schnellere Lieferung
  • mehr Akkuleistung
  • mehr Speicherplatz
  • schnelleres Netz
Da geht doch die Post ab! Aber wir bewegen uns in die falsche Richtung. Denn alle Folgeschäden wachsen mit:
  • Mehr Energieverbrauch
  • mehr Verbrennung
  • mehr CO2
  • mehr Abfall
  • mehr Materialverbrauch
  • der Kampf um Ressourcen
  • Ausbeutung von Arbeiterinnen
  • Überfischung der Meere
  • Klimawandel
  • Gletscherschmelze
  • Tierquälerei
  • Vernichtung von Arten
  • Zerstörung von Lebensraum
Zwischen diesen beiden Kolonnen besteht immer und überall ein fester funktionaler Zusammenhang. Der ist unsichtbar, manchmal auch sehr kompliziert, aber es ist Mathematik und deshalb unausweichlich. Der Mensch kann es zwar aus dem Bewusstsein verdrängen, aus der Welt verschwinden die Schäden aber nicht.
 
Liebe Leute hört auf, die Realität und die Zukunft zu vergessen, wir können nichts besseres tun, als unseren Grips und unsere Kraft auf die Lösung der wirklichen Probleme zu richten.
  Rob Kenius, 06.06.2020
  letzte Überarbeitung 31.08.2020
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Verse, Songs, Sprüche und Diverses zur geistigen Entspannung
 

 
Danach geht es weiter im Text
 

 
 
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Abstieg vom Sondergipfel

Die Tagung des Europäischen Rates, der Sondergipfel, der am Morgen des 21.07.2020 endete, hat die größte Geldsumme in der Geschichte der EU bewegt und das verursacht den ersten großen Schuldenberg der Gemeinschaft. Für die Finanzwelt ist es ein vielversprechendes Ergebnis. Wer mit Geld handelt, kann ein gutes Geschäft machen.
Die Summe von 1,8 Billionen Euro ist für Staatsfinanzen viel, es ist aber in der Finanzwelt 2020 eine gängige Größenordnung. So etwas wird fast täglich an den Börsen der Welt bewegt. Man wird das fehlende Geld leicht beschaffen können, den Staaten zur Verfügung stellen und die Rückzahlung der Jugend Europas überlassen.

Wer trägt die Schuldenlast?

Die Kommunen machen Schulden, die Länder machen Schulden und der Bund macht Schulden. Jetzt ist noch eine höhere Ebene eingezogen worden: Die EU macht ebenfalls Schulden. Jeder, der in Deutschland mit seiner Hände Arbeit, seinem Geschäft oder seiner Dienstleistung ein Plus macht, wird einen hohen Anteil an Tilgung und Zinsen zahlen.
 
Die Gipfelstürmer gebärden sich als erschöpfte Sieger und als Wohltäter gegenüber den Armen. Wohltaten mit dem Geld der anonymen Masse ihrer Wählerinnen und Wähler, ganz besonders aber mit dem Geld der zukünftigen Generation.
 
Es ist viel leichter, Schulden aufzunehmen und Geld der Staaten an andere Staaten zu verteilen, als direkte Einnahmen der EU in Form von Steuern zu generieren. Wer das verstehen will, muss sich nur etwas mit der verzwickten Konstruktion der EU befassen.

Wer entscheidet was und was nicht?

1) Die Kommission, Exekutive der EU mit 27 Mitgliedern aus jedem Land eins, das aber nicht sein Land, sondern ein Ressort vertritt (Institutionalisierte Inkompetenz).
 
2) Der Ministerrat (Rat der Europäischen Union), der in verschiedenen Zusammensetzungen gelegentlich tagt und die Gesetzgebung bestimmt. Es kommen jeweils 27 Minister zusammen, aber nie die gleichen, daher hat der Rat keine Konsistenz, kein festes Gremium.
 
3) Die Gipfeltreffen (Europäischer Rat), Tagungen wenigstens zweimal im Jahr. Soll eigentlich nur Impulse setzen, nachdem die 27 Regierungschefinnen und -chefs sich geeinigt haben. In der Ära Merkel & Macron versucht man durchzuregieren, was aber meistens nur in der Mediendarstellung gelingt.
 
4) Das Europäische Parlament, das keine Macht über Geld hat und nur nachträglich zustimmen darf wie bei der Wahl von Ursula vdL geschehen.
 
Was der Sondergipfel nicht berührt hat, sind Gewinne und Vermögen der Riesen: Amazon, Google, Facebook, Ikea und andere, die sich in den europäischen Finanzoasen angesiedelt haben. Unter diesen Finanzoasen sind nicht nur britische Jungfern-Inseln, sondern auch einige Gipfelteilnehmer:
Luxemburg,
Irland,
Niederlande,
Zypern,
Malta.

 
Das Vorgehen des Sondergipfels ist sonderbar:
Schulden machen und keine Steuern einnehmen!
 
Fragen der Besteuerung von Goßgeldbesitzern haben die Gipfelstürmer nicht verhandelt. Das ist auch gar nicht möglich, weil die Statuten der EU alle Beschlüsse verhindern, die ins Steuersystem einzelner Länder eingreifen. Auch Steuern direkt in die Kasse Europas wurden nicht diskutiert.

Ausgaben ja, direkte Einnahmen nein.

Dabei gibt es sehr sinnvolle Bereiche, wo die einzelnen Länder machtlos sind, die Gemeinschaft aber satte Summen kassieren könnte:
 
Transaktionssteuer,
Steuer auf Kerosin,

Steuer auf Börsengewinne,
Transportsteuer.

 
Da schweben sie drüber in Brüssel und wenn sie vom Gipfel herabgestiegen sind, können sie wieder sagen: Das muss Brüssel entscheiden. Nein, das soll nicht Brüssel entscheiden, denn Brüssel entscheidet nur zu Lasten der Normalbürger. Jetzt sollten endlich mal die Betroffenen, die Bürgerinnen und Bürger Europas in einem demokratischen Verfahren in der EU entscheiden. Es wird langsam Zeit.
 
Doch Europa-Demokratie ist etwas, das bisher in den Statuten der EU noch nicht vorgesehen ist.

Wer sind die Gewinner?

An erster Stelle die Finanzwirtschaft, weil sie an der Vergabe von Krediten verdient. Das gilt auch dann, wenn die Zinsen sehr niedrig sind oder bei Null liegen. Bei der Kreditvergabe durch die EZB oder durch private Banken wird die Geldmenge erhöht und Geld zirkuliert in der neoliberalen Weltordnung so, dass es nach oben driftet, in die Hände der Großgeldbesitzer.
 
An zweiter Stelle gewinnen die Regierungschefs, die es so beschlossen haben.
 
Die Kredite, die gewährt wurden, sollen erst ab 2028 und dann in dreißig Jahren zurückgezahlt werden. Weshalb? Die meisten derjenigen, welche die Beschlüsse gefasst haben, werden mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr im Amt sein und haben mit den Schulden, die sie 2020 machen, im Jahre 2028 nichts mehr zu tun. An erster Stelle gilt das für Angela Merkel, die ihren Rückzug aus der Politik schon zeitig angekündigt hat.

Die Zukunft ist ein Loch.

Kredit auf die Zukunft ist ein Gedanke, der Politiker seit ewigen Zeiten zum Schuldenmachen verleitet. Schulden gerne. Abzahlen sollen die anderen. Kinder und Jugendliche von heute sind die Zahlungspflichtigen von morgen, 30 Jahre lang, ab 2028. Wer jetzt zwölf ist, zahlt ab zwanzig bis zum Alter von fünfzig. Herzlichen Glückwunsch dann zum halben Hundert!
 
Dass die Regierungen derjenigen Länder, die nicht nur Kredite, sondern auch Geld geschenkt bekommen, zu den Gewinnern gehören, ist selbstverständlich. Eine Kontrolle darüber, was sie mit dem Geld machen, gibt es in den Strukturen der EU nicht. Es gibt nur verbale Richtlinien. Und auch die Bremser, die geizigen Vier, können sich als Gewinner darstellen, denn sie haben auf ihr Angebot von 350 Milliarden nur 40 Milliarden drauf gelegt.
 
Zu den Gewinnern gehören auch die schon erwähnten Steueroasen, sie dürfen weiter den großen EU-Mitgliedern Steuern abluxen. So haben alle einen Grund, zufrieden zu sein, bis auf die Steuern zahlenden Bürgerinnen und Bürger Europas, besonders die jungen, welche die Zeche innerhalb der nächsten Jahrzehnte abzahlen müssen.
 
Die staatlichen Rundfunk-Anstalten und die privaten Medien, im Besitz reicher Familien, sind schon jetzt dabei, den Sondergipfel 2020 als positives historisches Ereignis zur Rettung Europas und der (deutschen) Wirtschaft zu verkaufen.
 
Na dann, herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerinnen und Gewinner, es war nichts anderes zu erwarten. Wir kämpfen weiter für Demokratie und ein Europa der Völker, der Menschen und Bürgerinnen.

  Rob Kenius, 22.07.2020

 

 
 
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Raus aus dem absurden Finanzsystem!

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1
Selbstbedienungsladen ohne Kasse

Etwa 200 Jahre lang war das oberste Ziel der Wirtschaft, zu produzieren, zu liefern und zu konsumieren und zu diesem Zweck die Erde, Pflanzen, Tiere und Menschen auszunutzen oder auszubeuten. Dabei schienen alle Ressourcen unerschöpflich zu sein, mit einem anderen Wort, der Globus schien unendlich zu sein. Das alles geschah und es geschieht noch, um damit Geld zu verdienen.

In diesem Denksystem sind die materiellen Ressourcen unendlich und das Geld ist knapp.

Im 21. Jahrhundert ist das Geld für die meisten Menschen immer noch knapp, aber für eine Minderheit ist es in beliebigen Mengen verfügbar. Die Finanzwelt ist in der Position, Geld entsprechend der Nachfrage zu erzeugen und in Verkehr zu bringen. Geld wird von privaten Banken, von Staatsbanken und von privaten Staatsbanken (z.B. FED und Bank of England) ständig erschaffen. Das geschieht durch Kreditvergabe mit der sogenannten Giralgeldschöpfung. Bei der giralen Geldschöpfung werden Gutschriften auf der einen und Schulden auf der anderen Seite gleichzeitig erzeugt. Auf diese Weise wird die Geldmenge permanent vergrößert. Dieser Vorgang geschieht weltweit unkontrollierbar und unbegrenzt. Geld ist Macht, aber dahinter steht keine materielle Substanz.

Geld ist nur ein von Menschen erschaffener abstrakter Wert, der durch eine Zahl dargestellt wird.

Der Wert des Geldes besteht darin, dass es gegen alle Güter auf dem Markt getauscht werden kann und dass jeder auf dem Markt das Geld akzeptiert. Und jede Ware hat einen Preis, das ist eine Zahl, die ihren Wert in Geld bezeichnet.
 
Das Geld hat inzwischen eine typische Eigenschaft von Zahlen angenommen: Jede Zahl kann in unserem positionellen dekadischen Zahlensystem beliebig bis ins Unendliche weiter gezählt werden. Die Zahlen, die Geld darstellen, werden immer größer. Das gilt auch für die größte Zahl, die Geld inzwischen hat, die Geldmenge.

Die Geldmenge hat keine obere Grenze, sie ist praktisch unendlich.

Unendlich ist ein Wort, das Mengen bezeichnet, die das menschliche Gehirn nicht erfassen kann. Das trifft auf die Menge von Sandkörnern, Molekülen oder Sternen im All zu.
 
Schon eine Milliarde ist unzählbar.
 
Es ist einfacher und anschaulicher, zu sagen, die Geldmenge ist unendlich, als zu sagen, sie beträgt 60.000.000.000.000,- (sechzig Billionen) Euro oder Dollar.
 
Alle Ressourcen des Planeten sind aber endlich und begrenzt. Sie werden ständig weniger mit dem unveränderten Verbrauch durch die Wirtschaft und durch den wachsenden Konsum der wachsenden Bevölkerung.

Das Verhältnis zwischen Geld und Ressourcen der Erde hat sich in 200 Jahren umgedreht.

Damals erschien der Planet unendlich und das Geld war knapp, weil Geld an Gold gebunden war. Jetzt aber sehen wir, die Erde und ihre Ressourcen sind endlich.
 
Für diejenigen aber, die Geld erzeugen und für einige, die es aus der Wirtschaft unversteuert abschöpfen, ist Geld in beliebig großen Mengen verfügbar. Die Geldmenge ist für die Finanzwelt unbegrenzt, das heißt für den normalen gesunden Verstand:

Geld ist unendlich.

Alle Anstrengungen zum Geldverdienen durch Arbeit oder Verkauf von materiellen Gütern erscheinen auf einmal sinnlos, wenn auf der anderen Seite Banken, Staatsbanken und private Staatsbanken Geld einfach erzeugen können, indem sie Kredite vergeben.
 
Besonders sinnlos ist die Aufnahme von Schulden im Namen des Staates, also der Allgemeinheit, weil Geld in Überfluss bereits vorhanden ist und durch die Aufnahme von Schulden der Allgemeinheit bei Banken durch deren Geldschöpfung auch noch mehr wird. Wenn ein Staat Schulden macht, ermöglicht er Banken, mehr Geld aus dem Nichts zu erschaffen.
 
Das bestehende Finanzsystem ist für die einen ein Selbstbedienungsladen ohne Kasse und für die anderen eine Tretmühle ohne Entkommen.
 
Das Geldsystem muss durch ein anderes System ersetzt oder ergänzt werden. Dieses demokratische Geldsystem darf nicht zulassen, dass private Organisationen Geld in beliebigen Mengen erzeugen, das Geldsystem darf nicht Privateigentum sein. Niemand hat das Recht, einen von allen akzeptierten Wert nach eigener Willkür aus dem Nichts zu erschaffen, der dann gegen alle anderen materiellen Werte, Waren, Dienstleistungen und menschliche Arbeit eingetauscht werden kann.

Niemand soll einen Wert aus nichts willkürlich erschaffen können, für den man alles andere kaufen kann.

Ein System, in dem das möglich ist, ist nicht nur ungerecht, sondern absurd und falsch. Es muss beseitigt, geändert oder unterlaufen werden.
 
Wenn diese Forderung in absehbarer Zeit nicht durchgesetzt werden kann, muss parallel ein zweites Geldsystem in der Hand des Staates oder einer kommunalen Gemeinschaft kreiert werden, das, wie alle materiellen Werte auf diesem Planeten, begrenzt ist und sich nicht von selbst vermehrt oder durch nicht demokratisch kontrollierte Personen vermehrt werden kann.
 
Ideal wäre es, wenn dieses Geld wie alle natürlichen Ressourcen auf der Erde mit der Zeit weniger wird. Genauer gesagt, es muss von sich aus nicht im Wert, sondern zahlenmäßig weniger werden, mit einer Wortschöpfung, es sollte degressiv sein.
 
Die Idee einer degressiven Währung ist nicht neu, aber erst im digitalen Zeitalter elegant zu realisieren. Das wird detailliert beschrieben in dem Artikel über die Degressive Digitale Mark.

                          Rob Kenius, 07.07.2020

 

2
Die Degressive Digitale Mark DDM

Der riesige Überschuss an Geld ist ein Problem, das im bestehenden Geldsystem nicht lösbar ist, weil niemand Geld systematisch und kontrolliert vernichten will. Der Geldüberschuss ist zum Vorteil der Geldbesitzer und wird von dieser Seite selbstverständlich nicht gestoppt oder reduziert. Wir brauchen ein demokratisches Geldsystem. Dazu ist gesellschaftliche Macht über das Geldsystem erforderlich.
 
Zu beachten ist dabei, dass die Menge an Schulden in der gleichen Größenordnung wie die Geldmenge besteht, weil Geld und Schulden bei der giralen Geldschöpfung durch Banken immer gleichzeitig erzeugt werden. Bei der Tilgung von Schulden werden Geldmenge und Schulden gleichzeitig anulliert, das Mengenverhältnis ändert sich dadurch aber nicht. Die Gesamtmenge allen Geldes und die Größe aller Schulden sind nicht genau zu ermitteln; ohne Zweifel aber gilt:
 
Die Geldmenge ist schon längst um ein Vielfaches zu groß. Um alle materiellen Güter und Leistungen dieser Welt zu kaufen, würde ein Bruchteil von 30% - 35% des vorhandenen Geldes ausreichen. Tendenz: Die Relation wird noch ungünstiger. Durch die jetzige Krise werden weniger Güter und Leistungen produziert, es entstehen aber mehr Schulden und gleichzeitig wird mehr Giralgeld erschaffen.
 
Die Summe aller Schulden ist wegen der Zinsen und Zinseszinsen, besonders auf Staatsschulden, höher als die gesamte Geldmenge. Die Schulden sind inzwischen so hoch, dass sie nie getilgt werden können. Warum? Weil Geld und Schulden im Groben so verteilt sind, dass die einen (Finaziers, Fonds, Reiche Familien) das Geld besitzen und die anderen (Wirtschaft, Staaten und Normalbürger) Schulden haben, ganz besonders aber die Staaten.
 
Das System wird aufrecht erhalten durch Wirtschaftswachstum, um die Forderungen der Geldbesitzer nach Zinsen und Profit zu erfüllen, wobei die Menge des Geldes und die Höhe der Schulden ständig wächst. Doch prozentuales Wirtschaftswachstum stößt an natürliche Grenzen, weil es in eine exponentielle Wachstumskurve mündet. Die reale Wirtschaft kann nicht wie die Geldmenge (eine abstrakte Zahl) ins Unendliche steigen, weil alle Ressourcen in der Realität begrenzt sind.
 
Da hilft bisher nur unfreiwillige und unkontrollierte Geldentwertung oder Geldvernichtung, die auf mehrere Weisen erfolgen kann:
  • Inflation,
  • faule Kredite,
  • Zusammenbrüche von Banken,
  • soziale Revolten und
  • Krieg.
Unfreiwillige Geldvernichtung ist immer mit hohen Gefahren verbunden. Zur Zeit steigt die Kriegsgefahr enorm, weil die Gefahr von den Banken und vom Finanzsektor abgewendet wird. Das ist neoliberale Politik zugunsten der Finanzwirtschaft.
 
Da man die unkontrollierte Geldvernichtung in all ihren Varianten fürchtet und die Rückzahlung eines großen Teils der Schulden unmöglich ist, versucht man das System zu retten, indem immer mehr Geld hinein gepumpt wird. Diese Maßnahme wird vor allem von den Notenbanken FED und der EZB im großen Stil betrieben. Bei einem Kassensturz wären tausende Banken und die Mehrzahl aller Staaten Pleite. Der Konkurs wird verschleppt durch Geldschöpfung in unvorstellbarer Höhe beim 0% Zinsen.
 
Auch negative Zinsen werden praktiziert; das bedeutet, wenn eine Bank ihr Geld bei der EZB parkt, bekommt sie weniger zurück als sie eingezahlt hat. Mit dieser Praxis nähert man sich bereits einem anders strukturierten Geld an, dem sogenannten Schwundgeld.
 
Ein anders strukturiertes Geld, das von sich aus weniger wird als Zweitwährung ist ein eleganter Weg aus der Finanzkrise. Es ist eine Methode, die zunächst absurd erscheint, aber bei genauerem Hinsehen einen klugen Systemwechsel einleitet. Die Idee ist schon hundert Jahre alt, ist aber erst jetzt im Zeitalter der Kredit-, Bank- und Geldkarten und des Online-Banking einfacher und wesentlich flexibler zu realisieren. Eine degressive Zweitwährung.
 
Der Ausdruck degressiv ist neu, trifft aber den Kern der Sache besser als ältere Bezeichnungen wie zum Beispiel der Begriff "Freigeld" von Silvio Gesell, der als Erfinder dieses Systems gilt. Üblich ist auch die Bezeichnung "Schwundgeld", welche den Vorgang bezeichnet, dass dieses Geld mit der Zeit weniger wird, es (ver)schwindet.
    Nennen wir die Währung Mark, dann kreieren wir die Degressive Digitale Mark DDM mit folgenden Eigenschaften:
     
  • DDM existiert nur auf Geldkarten und Konten, nicht als Bargeld.

  • Alle, die Geld einnehmen, sind verpflichtet, DDM als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

  • Jedes Guthaben wird in jeder Woche mit einem Abschlag belegt, der zum Beispiel 1% sein soll.

  • Stichtag: In der Nacht von Montag auf Dienstag um Null Uhr wird der Abschlag fällig.

  • Wer am Samstag zuletzt 100 DDM auf seiner Geldkarte hatte und am Dienstag damit bezahlt, dem wird zuerst der Abschlag abgezogen und er hat nur noch 99 DDM auf der Karte.
  • Verfeinerte Regeln für die Praxis

  • Ein Monat Kulanz-Zeit

  • Die Regelung mit einem festen Abschlag-Termin kann dazu führen, dass kurz davor zahlreiche Überweisungen getätigt werden. Das könnte bewirken, dass die Empfänger ihrerseits das Geld noch Sekunden vor dem Termin weiterreichen wollen. Das wäre eine unerwünschte Stress-Situation für die Geldempfänger und für den Geldverkehr.
     
    Um das zu vermeiden, empfiehlt sich folgende Regel:
     
    Der wöchentliche Abschlag wird von dem Kontostand genau einen Monat vor dem Stichtag berechnet. Also nicht vom aktuellen Kontostand. So ist jeder Zahlungseingang einen Monat lang voll verfügbar. Wenn am Dienstag, den 07.07.2020 um Null Uhr der Abschlag fällig ist, wird er vom Kontostand am Sonntag, den 07.06.2020 (mit 1%) berechnet.
     
    Diese Regelung bewirkt außerdem, dass Empfänger von monatlichen Löhnen, Gehältern, Renten und Mieten nicht gezwungen sind, die Beträge in weniger als 7 Tagen wieder auszugeben. Sie haben einen ganzen Monat Zeit, über das degressive Geld auf ihrem Konto oder auf ihrer Geldkarte zu verfügen.
     
  • Degressives Konto überziehen

  • Rein rechnerisch würde bei einem negativen Kontostand die Subtraktion einer negativen Zahl den Saldo verbessern, Schulden würden durch den Abschlag verringert. Um das zu vermeiden, soll der Abschlag vom Absolutbetrag berechnet werden, er ist also immer negativ, und vergrößert dann den Negativbetrag.
     
    Ein Konto mit Degressiver Währung kann also überzogen werden, allerdings automatisch mit hohen Zinsen (1% pro Woche). Dieser Zins-Effekt entfällt, wenn vor dem Stichtag das Konto wieder ausgeglichen wird. Wer also am Montag sein Gehalt erwartet, kann das Degressive Geld ab dem Dienstag davor schon ausgeben, ohne dass Überzugzinsen (durch den Abschlag von 1% bei negativem Kontostand) entstehen. Es zählt der Saldo am Stichtag.
Das Degressive Geld hat folgende Effekte: Es kurbelt die (lokale) Wirtschaft an, weil jeder es schnell und effektiv ausgeben will, und es ist nicht zur Geldansammlung geeignet.
 
Gegenüber historischen Versuchen mit Freigeld und Schwundgeld hat die Degressive Digitale Währung mehrere Vorteile.
  • Der Abschlag lässt sich in kurzen Zeitabständen (von einer Woche) verwirklichen. Dadurch wird verhindert, dass Händler Waren bis zum Stichtag zurückhalten.

  • Der Abschlag lässt sich je nach Bedarf leicht verändern und damit kann die Wirtschaft gesteuert werden. Der Satz von 1% pro Woche ist hier als einfaches Zahlenbeispiel gemeint.

  • Weil DDM nur auf Konten und Karten existiert, kann der Umtausch in eine herkömmliche Währung mit einer Transaktionsgebühr belegt werden. Diese zu umgehen ist dann nur auf dem Schwarzmarkt in kleinen Mengen möglich.
Die DDM als Zweitwährung empfiehlt sich als Währung für Staaten mit schwerer Verschuldung. Der Staat erklärt sich gegenüber seinen Schuldnern für zahlungsunfähig, bedient also keine Kredite mehr und löst Staatsobligationen nicht ein. Er kommt aber seinen Verpflichtungen gegenüber den Bürgern mit der Degressiven Digitalen Zweitwährung nach. Alle Firmen erhalten ein Konto für DDM und alle Bürger eine Geldkarte mit einem Startbetrag. Die Angestellten, Rentner und Sozialhilfeempfänger erhalten ihre Zuwendungen in DDM.
 
Dabei hat die Organisation der Gemeinschaft, welche die DDM steuert, zwei Parameter, um die Wirtschaft und die Finanzen zu steuern: Die ausgegebene Geldmenge und den prozentualen Abschlag; beides muss sinnvoll eingesetzt werden.
 
Die alte Währung wird nicht abgeschafft, nur die Gemeinschaft benutzt dieses Geld nicht mehr. Die Bürger können es benutzen und es wird sich ein freier Umrechnungskurs herausbilden. Der Umtausch wird mit der Transaktionsgebühr belegt, damit sich kurzfristiges hin und her Tauschen nicht lohnt, sonst könnte man den wöchentlichen Abschlag umgehen.
 
Diese Transaktionsgebühr wird in beide Richtungen erhoben. Sie ist ein Parameter, mit dem das Abgreifen von DDM und den Einsatz der Festwährung (EURO) gesteuert wird.
 
Das System einer Degressiven Digitalen Zweitwährung ist die geeignete Gegenmaßnahme gegen den störenden Geldüberfluss der Leitwährungen. Ein Geldüberfluss in DDM kann nicht entstehen, weil er automatisch und kontrolliert abgebaut wird.
 
Im Zusammenhang mit einem bedingungslosen Grundeinkommen wäre es naheliegend, dieses bedingungslose Grundeinkommen in einer degressiven digitalen Form zu verwirklichen, damit das Grundeinkommen nicht zur Vermehrung des Geldüberflusses in Händen der Großgeldbesitzer beiträgt.
 
Besonders solide ist das Modell in Verbindung mit Direkter Demokratie; die finanzielle Position der Gemeinschaft wird gestärkt und alles ist unter möglichst direkter Kontrolle der Bürger.
                               12.03.2018 Rob Kenius
                     letzte Überarbeitung 06.07.2020

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Geldvermehrung durch Giralgeld

Banken verleihen Geld seit etwa 700 Jahren. Wie das funktioniert, weiß jeder oder glaubt es zu wissen. Man geht zur Bank und fragt nach einem Kredit, um ein neues Auto zu kaufen oder eine Eigentumswohnung. Wer genug Einkommen nachweisen kann, bekommt schnell das nötige Geld in die Hand, besonders dann, wenn er kinderlos verheiratet ist mit jemandem, Mann oder Frau, der oder die auch noch Geld verdient, am besten gleich im öffentlichen Dienst, denn da wird keiner rausgeschmissen.
 
Aber halt, nicht so schnell, so einfach ist es nicht! Wir bekommen auf der Bank nämlich kein Geld in die Hand, sondern eine Gutschrift auf ein Konto genau bei dieser Bank. Von dem Konto können wir eine Überweisung an die Firma tätigen, die das Auto liefert oder die Wohnung verkauft oder das Haus baut. Gleichzeitig verpflichten wir uns in einem Kreditvertrag, das Geld plus Zinsen in Raten zurückzuzahlen.
 
Was macht die Bank also? Die Bank gibt uns eine Gutschrift und weist uns gleichzeitig eine Schuld zu.
 
Die Gutschrift geht zu Lasten der Bank, sie verpflichtet sich, Geld, das auf dem Konto gebucht ist, dann auszuzahlen, wenn es verlangt wird. Die Schuld dagegen ist ein Bilanzposten zu Gunsten der Bank. Notfalls kann sie sich durch Pfändung das Auto holen und auch an unseren Lohn oder unser Gehalt kommen oder sogar das Haus versteigern lassen. Die Bilanz der Bank ist buchungstechnisch ausgeglichen. Sie verdient an den Zinsen.
 
Die meisten denken, dass eine Bank dabei Geld verleiht, das sie besitzt, oder das andere Kunden als Sparer eingelegt haben. So wird es wohl auch anfangs gewesen sein. Aber Banken haben sehr viele Kunden, viele, die nicht nur Autos kaufen, sondern eine Firma gründen oder ein Haus bauen. Trotzdem sagen Banken fast nie nein, wenn der Kunde eine Sicherheit bieten kann oder ein festes Einkommen hat. Die Bank ist besonders dann interessiert, wenn das Geld zum Kauf einer Immobilie eingesetzt wird, auf die sie eine Hypothek legen kann.
 
Was aber, wenn das Geldvermögen einer Bank durch Kreditvergabe zu Ende geht? Dann kann sie versuchen, mehr Sparer anzulocken. So hat es früher funktioniert. Doch wenn es in der Kreditabteilung der Bank richtig gut läuft, wird mehr Kredit verlangt, als Geld in der Bank greifbar ist. Viel mehr. Und wenn eine Bank nein sagt, gehen die Kunden zur nächsten.
 
Wer die Giralgeldschöpfung erfunden hat, lässt sich nicht mehr feststellen, auch nicht, wann es geschah, weil der Anfang dieses Geschäftes mit Sicherheit im Dunkeln liegt und ohne genaue Nachprüfung der Bankgeschäfte auch nicht von außen zu erkennen ist. Wer war der erste Eigentümer? Wer war der erste Dieb? Wer der erste Geldverleiher?
 
Nehmen wir an, die (fiktive) Cleverbank CB hatte als erste diese Idee der Giralgeldschöpfung. Unter den Angestellten dort hatte jemand einen guten Instinkt für Statistik und Wahrscheinlichkeit. Er oder sie dachte sich, wenn die Bank tausend Kredite vergibt über zehn Millionen, muss sie nicht damit rechnen, dass plötzlich die Konten aller 1000 Kreditnehmer gleichzeitig leer geputzt werden, dass sie also zehn Millionen in kurzer Zeit bar auszahlen müsste. Das wird nach der statistischen Wahrscheinlichkeit nicht eintreten.
 
Außerdem wird der Bauherr Großhaus, dem die Cleverbank einen Kredit über eine halbe Million für ein Haus mit zwei Eigentumswohnungen bewilligt hat, vielleicht zwanzigtausend an den Dachdeckermeister Giebelwind überweisen, der ebenfalls bei der CB ein Konto hat. Die CB braucht dann gar kein Geld, um dieses Geschäft zu tätigen, sie bucht den Betrag nur von einem Konto auf das andere.
 
Wir nehmen jetzt an, die Cleverbank sei am Ende ihrer Geldreserven einschließlich der Kundeneinlagen angelangt. Ein seriöser Beamter und seine Ehefrau, ebenfalls im Öffentlichen Dienst, wollen ein Haus bauen und benötigen noch hunderttausend Euro. Die CB gibt den Kredit, das heißt, sie macht eine Gutschrift für das Ehepaar und verbucht die Schuld auf der Habenseite der Bank. Die Bilanz stimmt. Keiner draußen hat was gemerkt. Niemand weiß, dass die Bank alles Geld, das sie besitzt, schon längst verliehen hatte.
 
Die Bank verleiht damit Geld, das sie gar nicht besitzt und, was noch erstaunlicher ist, Geld, das es bisher gar nicht gegeben hat! Sie hat Geld aus dem Nichts erschaffen.

          Der Abschnitt
          Geldvermehrung durch Giralgeld
          stammt aus dem Buch
          Leben im Geldüberfluss
          Rob Kenius 2019

 

 
 
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