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bringt Themen in Zusammenhang


Alles schon klar? 3800 Jahre lang Sonne und eine solare Zukunft: Die Kreta-Trilogie * Die Krise ist keine Krankheit, sondern Symptom einer Krankheit * Neue Frauen braucht das Land! * Zur Psychose in 10 Schritten * Die 4 Krisen hinter der Krise * Abstieg vom Sondergipfel (EU beschließt 1,6 Billionen Schulden) * Raus aus dem absurden Finanzsystem!
 

Alle singen
den Corona-Blues.
 
Rob glaubt an
die Gesetze
der Statistik.

la mer elle meurt
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Bewusstseins-Erweiterung gegen Realitätsverlust
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Die Kreta-Trilogie

Ferien vom Geldüberfluss, mit Fotos von der Insel und Zeichnung aus dem Skizzenbuch von Fritzi Ondra.
Griechische Schattenbank rettet Cumschmerzbank
 
Blühende Landschaft in Zeiten der Dürre
 
Mittelmeer und Kreta im Mittelpunkt der Energie
Kreta ist ein idealer Standort für die industrielle Produktion von Wasserstoff aus Solarstrom. Hier geht es direkt zur genaueren Erklärung (weiter unten), wie, wo und warum das funktioniert. Man braucht dazu nur weit verbreitetes Basiswissen:
ein Minimum an Chemie und Physik.



 
Was erkennst du auf dem Bild?

Griechische Schattenbank
rettet Cumschmerzbank

Es ist nur ein kleiner Gedankensprung von der Bank, auf der sich Leute im Schatten ausruhen, bis zur Schattenbank. Dass es sich um eine griechische Schattenbank handelt, kann eigentlich nur der wissen, der das Foto gemacht hat. Es entstand am Busbahnhof von Heraklion auf Kreta, weit entfernt von Piräus, Athen, Köln, Düsseldorf und Berlin.
 
Schattenbanken sind ein ganz spezieller Trick des internationalen Bankenwesens. Sie haben keine Schalter, machen keine Geschäfte mit dem Publikum und verstecken sich, so gut es geht, im Schatten von Finanzoasen oder in Ländern, in denen die Bankenkontrolle schwach ist. Sie machen nur Geschäfte mit Banken, am liebsten im Ausland, und befreien andere Banken von Schulden.

Die wunderbare Geldvermehrung

Um das zu verstehen, muss man wissen oder sich in Erinnerung rufen, wie Geld durch girale Geldschöpfung entsteht. Banken haben das Recht, das heißt, sie haben es sich genommen, Geld zu verleihen, das sie gar nicht besitzen, ohne dass eine öffentliche Gemeinschaft oder der Staat es verboten hätten.
 
Normale Banken geben Kredit in Form einer Gutschrift auf ein Konto derselben Bank. Die Kreditnehmer können mit diesem Betrag, sagen wir 100.000 Euro, machen, was sie wollen, sie müssen sich nur verpflichten, es gemäß eines Kreditvertrags zurückzuzahlen, plus Zinsen, Zinseszinsen und Gebühren. Die Bank muss dabei über genügend Geld verfügen, um Barabhebungen auf Verlangen an ihren Schaltern auszuzahlen.
 
Wenn die Bank das hundertmal macht, hat sie 10 Millionen verliehen. Sie muss aber nicht 10 Millionen in Reserve halten, weil niemals alle Kreditnehmer gleichzeitig zu den Schaltern gehen, um den vollen Betrag abzuheben. Im Gegenteil, einige werden das Geld an andere Leute überweisen, die ihr Konto bei der gleichen Bank haben. Die Bank verschiebt dann nur ein paar Zahlen.
 
Wenn die Bank mehr Geld verleiht, als sie besitzt, einschließlich der Guthaben von Kunden auf Konten, wenn die Bank also ihr Konto bei sich selbst überzieht, dann merkt das zunächst keiner. Nur eine Bankaufsicht könnte es feststellen. Es fällt der Öffentlichkeit erst auf, wenn aus irgendeinem Grund viele Kunden auf einmal Bargeld haben wollen und die Bank es nicht auszahlen kann. Dann ist diese Bank bankrott.

Lasst Zahlen sprechen!

Das Bankengeschäft ist "in Wirklichkeit" viel komplizierter als hier dargestellt, aber die Zahlen, die Geld bedeuten, befolgen an erster Stelle die Gesetze von Zahlen und nicht direkt die Gesetze des Bankengeschäfts. Das heißt: Die einfachen Gesetze der Zahlen, wie Addition, Subtraktion, Multiplikation stehen über den Gesetzen des Bankgeschäfts und der Finanzwirtschaft, diese Regeln gelten immer und überall.
 
Wer die Gesetze der Mathematik in ihrer schlichten Einfachheit anwendet, kann also Aussagen über das Geldgeschäft machen, ohne alle Begriffe und Kniffe dieses Geschäftes zu beherrschen. Man muss sich nur auf die Zahlen konzentrieren, um den Überblick zu behalten und nicht an Verpflichtungen, Beziehungen, Papiere, Verbriefungen und Verschleierungen.

Kontinuität der Materie

Ein fundamentaler Satz ist dabei wichtig, der für alle Zahlen und auch für Geld gilt, der Kontinuität-Satz: Zahlen behalten immer den gleichen Wert. Sie werden von selber weder größer noch kleiner. Zahlen sind wie Materie, Wasser oder Energie: Die Gesamtmenge kann sich nicht verändern, ohne dass etwas hinzugefügt oder weggenommen wird. Darum muss jede Bilanz einer Bank am Ende stimmen.
 
Aus diesen einfachen Tatsachen ergibt sich schon folgende Erkenntnis, die leider noch nicht im öffentlichen Bewusstsein angekommen ist: Die Quelle von Geld ist die Kreditvergabe. Durch Kredite werden nicht nur die Schulden, sondern auch die Geldmenge erhöht.

Lasst euch nicht verwirren!

Auch hier gibt es eine verwirrende Sprache der Verschleierung auf Seiten der Finanzwelt. Es gibt wenigstens vier verschiedene Definitionen der Geldmenge, die sich auch noch von Land zu Land unterscheiden. Das dient der Verwirrung und wer Geldmenge sagt, wird von Expertinnen gleich gefragt, was sie oder er denn genau damit meint.
 
Das Wort Geldmenge spricht für sich, wenn wir sagen, die Geldmenge wird durch einen Kredit erhöht. Und zwar um den Betrag der Kreditsumme, eventuell minus dem Betrag, den die Bank in Reserve hält, um den Kredit zu decken. Eine Genossenschaftsbank verleiht nur Geld, das sie besitzt, eine Großbank verleiht zehn mal soviel.
 
Wer meint, 10% Deckung sei gering, der irrt sich gewaltig. Es ist eher der Höchstsatz. Je größer die Bank, desto geringer die Deckung bei der Kreditvergabe. Zentralbanken und Notenbanken verleihen ihr Geld ohne jede Deckung, sie erhöhen die Geldmenge um den vollen Betrag der Kreditsumme.

Unkontrolliertes Buchgeld

Manche Staaten machen den privaten Banken Vorschriften über die Deckung. In der Schweiz ist dies der Wert von 10% der Kreditsumme. In anderen Ländern gibt es solche Vorschriften nicht oder sie werden nicht überprüft.
 
Die US-Notenbank FED und die Europäische Zentralbank EZB sind frei in ihren Entscheidungen. Weder die US-Regierung noch die deutsche, französische oder sonst eine Regierung der EURO-Staaten, können die Geldmenge selber bestimmen. Sie stieg in den Jahren 2020 und 2021 besonders drastisch, was man überall sehen kann. Geld ist in Überfluss vorhanden.

Die Politik macht gerne mit

Im Jahre 2021 liegt die Geldvermehrung im Bereich von Billionen Dollars plus Billionen Euros. In Japan ist es ebenfalls krass. Eine Billion sind tausend Milliarden oder eine Million Millionen. Unvorstellbar, aber als Zahl leicht zu schreiben: 1.000.000.000.000. Jede Einheit davon hat den Wert von drei Brötchen oder einem halben Liter Rotwein. Im Militärhaushalt der USA verschwinden solche Summen wie in einem Loch.
 
Es gibt, wie schon erwähnt, Beschränkungen bei der Kreditvergabe privater Banken durch die Bankenkontrolle einzelner Staaten. Es gibt aber auch eine Beschränkung durch Vertrauensverlust auf dem Geldmarkt und Vertrauensverlust kann sehr gefährlich werden.

Schattenkredit gegen Vertrauensverlust

Wenn Großkunden, die nicht nur Geld leihen, sondern auch Geld bunkern, das Vertrauen in eine Bank verlieren und plötzlich ihr Geld abziehen, kann es zum Bankenzusammenbruch kommen. Die Italiener haben dafür das Wort banca rotta erfunden. Sie sind überhaupt die Erfinder des Bankwesens und wahrscheinlich auch die Erfinder der Giralen Geldschöpfung.
 
Wenn eine Bank, nennen wir sie hier Cumschmerzbank, mit schwächelnder Bilanz und vielen faulen Krediten an zweifelhafte Kunden vom Zusammenbruch bedroht ist, dann kann eine Schattenbank helfen. Eine griechische Schattenbank ist besonders geeignet, weil sie sich der Kontrolle anderer Staaten entzieht und ihre Geschäfte, von Piräus aus gesehen, im Ausland tätigt. Sie operiert im Schatten und von da aus vergibt sie einen Kredit in Höhe von 100 Millionen Euro an die deutsche Cumschmerzbank.
 
Diese Summe erscheint in der Bilanz der Cumschmerzbank als positiver Posten, ein solider Kredit bei der griechischen Schattenbank, die natürlich nicht Schattenbank heißt, sondern Kolossos-Bank oder Herakles International, was einen seriösen Eindruck erweckt.
 
Dass diese Bank die 100 Millionen aus dem Nichts erschaffen hat, ist selbstverständlich, entzieht sich aber der deutschen Bankenaufsicht. So schützt die griechische Schattenbank die deutsche Cumschmerzbank vor einem Vertrauensverlust, genau wie die Bank am Busbahnhof in Heraklion einige erschöpfte Kreta-Touristen vor Sonnenbrand bewahrt.

 
Zeichnung: Fritzi Ondra

Blühende Landschaft in Zeiten der Dürre

Wir sind im Sommer 2021 auf der Insel Kreta gelandet. Das Land ist zu 80% verdorrt. Alle Weinreben, die nicht ausgiebig bewässert wurden, haben verkümmerte Trauben mit winzigen Beeren, die meisten sind vertrocknet. Feigen nur halb so groß wie sie sein sollten, aber früh gereift. Gräser und Stauden sind trocken wie Stroh, Nutzpflanzen wie Unkraut, dunkelgelb bis braun, dazwischen der hellgraue Fels, der schnell zu Steinen, Sand und Staub zerbröckelt.
 
Diese Dürre hält an und sie wird bleiben. Wir kennen das jetzt auch im Norden, monatelange Perioden ohne Regen und dann, in diesem Jahr, Dauerregen, unterbrochen von Starkregen 200 Liter pro m² in einem Durchgang. Der Klimawandel ist nicht mehr aufzuhalten, selbst dann nicht, wenn man jetzt zaghaft damit beginnt, das zu tun, was man vor 50 Jahren ernsthaft und konsequent hätte tun sollen: Verbrennung drosseln, Energie sparen, Umweltverschmutzung und Verschwendung von Ressourcen, nur zum Geldverdienen, einstellen.
 
Es wird noch lange mit dem Klimawandel so weitergehen, auch wenn man jetzt auf höchster Ebene davon spricht, die Sache ernst zu nehmen. Für Kreta kommen solche Klimapläne viel zu spät, wenn es überhaupt konkrete Veränderungen sind und nicht nur Absichtserklärungen, um die nächste Wahl zu gewinnen.
 
Wie schön war doch die Korona-Krise: Mundschutz, Abstand, Versammlungsverbot und keine Diskussionen! Fertig ist die Politik. Regieren war noch nie so leicht, die Demokratie ist überflüssig geworden. Ein Militärgouverneur kann das auch.

Schwarze Schläuche im Sonnenlicht

Die Insel Kreta, mit ihrer wechselhaften Geschichte, hat dank der hohen Berge, höher als die Zugspitze, Wasser genug für 650.000 Bewohner. Auch für eine Million Einwohner plus Touristen würde es reichen, zum Trinken für Mensch und Tier und für die Hygiene. Doch wer die finanzielle Oberschicht in einer Pension mit riesigem Swimmingpool voll Trinkwasser anlocken will, muss sich fragen lassen, ob Geldverdienen wichtiger ist als die zukünftige Versorgung mit Trinkwasser für alle.

Für die Pflanzenwelt sieht es inzwischen sehr schlecht aus. Das wirre System von uralten Hydranten und Wasserschläuchen aus schwarzem Plastik, auf Feldern und Plantagen, ist ungenügend.
 
Einzelne Feigenbäume und kleine Olivenhaine sind ausreichend versorgt, für die Millionen Weinreben reicht es nicht. Und das schlimmste ist, man hat sich wohl damit abgefunden und hofft auf bessere Zeiten, die nicht mehr kommen werden.
 
Wein, Olivenöl und Honig aus Kreta gehören zum besten, was die EU zu bieten hat, doch das Ende ist in Sicht. Die Weinreben verdorren auf den Feldern, die Olivenbäume ächzen, viele sind sehr alt und werden nicht durch neue ersetzt. Die Saison der Blüte im Frühjahr, wo Bienen ihren gehaltvollen Nektar sammeln, wird immer kürzer. Zu Ostern ist es fast schon vorbei mit der lebendigen Pflanzendecke. Klimawandel zum Anfassen.

Mit Motorkraft gegen die Natur

Der moderne Mensch lässt sich nicht unterkriegen. Motorfahrzeuge aller Art sind beliebt und knattern, gleiten und brettern durch Städte, Dörfer und übers Land bis in die Berge. Zum Strand und zurück, zum Bäcker, zum Abendessen und zum Vergnügen, unbehelligt von der Maskenpflicht. Die jungen Helden geben Gas, auch wenn es bergab geht. Touristinnen sitzen in klimatisierten Limousinen und lassen sich gerne von schrägen Figuren überholen.
 
Die Realität des Klimawandels lässt sich nicht durch oberflächlichen Komfort und Genuss unterdrücken: Jede Klimaanlage schadet dem Klima, weil sie, besonders in Automobilen, viel Energie verbraucht, um die Wärme im Innern der Fahrkabine nach außen zu pumpen, wo das Klima durch die Klimaanlage noch mehr aufgeheizt wird.
 
Das passt ins egozentrische Weltbild: Ich gewinne in meinem kleinen Ego-Bereich ein wenig Kühlung und blase die doppelte Wärmemenge in die nächste Umwelt. Die künstliche Beseitigung von Wärme im Auto ist energetisch aufwändiger als die Erzeugung von Wärme.

Karge Insel im Geldüberfluss

Wie kann das alles so funktionieren? Ganz einfach, es funktioniert, weil wir es uns leisten können. Geld ist genug da. Auch auf der Insel Kreta ist der Geldüberfluss sichtbar, nicht nur auf Straßen, Wegen und Gassen. An den Hängen der Berge wird gebaut, nicht schön, aber erdbebensicher, geräumig und komfortabel. Neubauten, wohin das Auge reicht.
 
Gehobener Standard für betuchte Touristen. Die einzige Hoffnung für die Wirtschaft der Insel scheint der Tourismus zu sein, wenn die Landwirtschaft endgültig eingetrocknet ist. Fremde werden bewirtet, Geld knistert diskret, das Land verdurstet.

Das System überwinden

Kreta ist nicht in erster Linie eine Ferieninsel und Ziel von Eroberungen, sondern es war einmal eine Wiege der europäischen Kultur. Die Minoische Kultur, so wenig wir auch wissen, war eine Hochkultur lange vor der griechischen. Dieses Land gibt etwas her, wegen seiner Lage, seiner großen Berge und wegen der 300 Sonnentage im Jahr.
 
Man müsste nur die Trockenheit besiegen.
 
Mit Geld, Neubauten, Motorkraft und Energie ist das auf dem freien Markt der Finanzen und Dienstleistungen nicht zu schaffen.
Langfristig sollte man in ganz Griechenland dafür sorgen, dass die ursprüngliche Bewaldung allmählich zurück kommt, mit natürlich vorhandenen Baumarten. Das kann nur der griechische Staat organisieren und es dauert hundert Jahre oder mehr.

Was wäre sofort zu tun?

Die Antwort liegt auf den zerbröckelten Feldern. Man müsste das Bewässerungssystem völlig erneuern und durch Tiefbrunnen ergänzen. Tiefbrunnen, aus denen mit Solarenergie Wasser auf die Felder gepumpt wird, fein verteilt an jeden Baum und an jede Rebe. Das muss kein Trinkwasser sein. Durstige Pflanzen können mit Flüssigkeiten bewässert werden, die kein Mensch oder Esel trinken würde.
 
Doch wir leben in einem Wirtschaftssystem, wo der Markt es hergibt, dass Reiche ihr Schwimmbad in der Nähe des Meeres mit wertvollem Trinkwasser füllen und täglich eine Wasssermenge verdunsten lassen, die ausreicht, einen kleinen Garten zu bewässern. In so einem System ist das Bewässern einer großen Insel nicht möglich; es würde sich nicht lohnen.
 
Niemand wird ein neues Bewässerungssystem finanzieren, weil es sich nicht rechnet, weil es keine Rendite abwirft, die mit der Rendite von teuren Ferienwohnungen vergleichbar ist. Es würde einfach nur eine Insel erblühen, an erster Stelle zu Gunsten derer, die dort das ganze Jahr leben, die sowieso da sind und bleiben wollen. Glückliche Menschen sind kein Wirtschaftsfaktor, sie sind auch nicht die besten Konsumenten.

Die Zukunft beginnt im Kopf

Stellen wir uns ein anderes System vor. Zehntausend fleißige und gut bezahlte Arbeitskräfte ziehen von einem Ende zum andern, befreien die Felder von alten Schläuchen und Hydranten, die nicht mehr funktionieren. Man entkoppelt Bewässerung und Trinkwassersystem. In ausreichendem Abstand vom Meer werden Tiefbrunnen gebohrt, das Ganze in einer Dimension, die eine Verschlimmerung der Trockenheit bereits einplant.
 
Mit Solarstrom wird das Wasser in ein repariertes System von Leitungsrohren und Schläuchen gepumpt. Selbstverständlich ohne Akkumulatoren und technischen Schnickschnack, sondern genau dann, wenn die Sonne an ihren 300 Tagen scheint. Pflanzen sind genügsam und ausdauernd. Im Winter braucht man die Bewässerung nicht.
 
Was spricht dagegen, dass man es so macht?
 
Nur die Rentabilität und der Mangel an Organisation.
Und der Mangel an Kooperation und der Mangel an Gemeinsinn und die internationale Marktlage, die Förderprogramme der EU und die Kurzsichtigkeit der Politiker und die entmutigte Stimmung der Bevölkerung, eben das ganze bestehende System ist dagegen, während es seinem Untergang entgegen döst und auch schon taumelt.

Der Markt ist nicht der Weg und nicht das Ziel

Ein kleines Paradies ist möglich, wenn Menschen den direkten Egoismus im engsten Bereich vergessen, wenn wir eine Zielwirtschaft statt der Marktwirtschaft einführen, wo nicht erst der Bedarf da sein muss und dann die Finanzierung und dann die Planung unter Berücksichtigung aller möglichen Hürden und Einwände und dann die politische Diskussion von Delegierten, die einmal gewählt, nur noch ihr eigenes Fortkommen und die Wiederwahl nach vier Jahren im Auge haben.
 
Man braucht eine Vision, ein Ziel und ein Übereinkommen.
 
Geld und Menschen gibt es in Überfluss, in ganz Europa und es kommen ständig welche hinzu, besonders am Mittelmeer und auch auf der Insel Kreta mit ihren 300 Sonnentagen im Jahr.

Mittelmeer und Kreta im
Mittelpunkt der Energie


Die Wiege der europäischen Kultur stand nicht in Wolfsburg und nicht in Ingolstadt, auch nicht in Paris oder London. Die Wiege der europäischen Kultur ist an erster Stelle das Mittelmeer. Das nur zur Orientierung, damit sich nicht die Meinung festsetzt, deutsche Urlauber hätten das Mittelmeer entdeckt.
 
Wenn Europa und speziell die EU vergessen, dass dieses größte Binnenmeer der Erde einmal das kulturelle Zentrum war, dann ist dies eine hohe Inzidenz an Irrtümern.
 
Die Ruinen von Knossos auf der Insel Kreta sind 3.800 Jahre alt. Wie sind diese Fundamente aus metergroßen Steinquadern von Menschenhand zusammengesetzt worden? Wie viele Frauen und Männer sind nötig, aus solchen Steinen Gebäude zu errichten?
 
Im Gegensatz zu Stonehenge und ähnlichen Megalithen der Steinzeit, führt ein nahezu lückenloser Weg der Überlieferung von Kreta über Griechenland und das Mittelmeer zur Geschichte Europas. Heute aber fühlen sich schwach belichtete EU-Bürger bedroht, weil Menschen aus Nordafrika zu uns wollen. Als wenn nicht irgendwann alle Europäer als Migranten aus Afrika hergekommen wären. Eine verquere Sichtweise aus den Dunkelkammern des Industriezeitalters, das sich langsam aber sicher seinem Ende zuneigt. Die Spekulation auf technischen Fortschritt könnte irgendwann ein Rückschritt werden.

Klimarettung und Energieaufwand

Die Erderwärmung ist Folge von Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen. Die einfachste Lösung des Problems wäre das Einsparen von Energie. Energie, die nicht verbraucht wird, braucht nicht erzeugt zu werden.
 
Die zweite Lösung des Klimaproblems ist der industrielle Einsatz von Solarenergie; denn Strahlung und Energie der Sonne sind sowieso vorhanden, unumgänglich und kostenlos. Sonnenenergie kann für alles genutzt werden, was das Leben auf dem Planeten braucht. Das geht schon daraus hervor, dass ohne die Strahlen der Sonne Leben, wie wir es kennen, auf diesem Planeten nicht möglich wäre.
 
Pflanzen sind in der Lage, Sonnenenergie einzufangen, in Biomasse umzuwandeln und zu speichern. Die Menschen haben es umgekehrt gemacht: Sie verbrennen und vergeuden die gesamte gespeicherte Energie in wenigen hundert Jahren.

Solarenergie, warum und wozu?

Solarenergie verursacht keine zusätzliche Erderwärmung und emittiert keine Schadstoffe. Zum Heizen kann man die einfachen thermischen Kollektoren verwenden, in denen Wasser oder eine ähnliche Flüssigkeit erhitzt wird. Zur Stromerzeugung im großen Stil gibt es bekanntlich Solarzellen und ganze Solarfarmen.
 
Die Frage ist: Wie lässt sich solare Elektrizität speichern und transportieren und wo beginnt man am besten mit einer Solarindustrie?

Ein Minimum an Chemie und Physik

Solarstrom, durch Wasser geleitet, erzeugt Wasserstoff und Sauerstoff. Das ist die sogenannte Elektrolyse. Wasserstoff verbrennt mit Sauerstoff wieder zu Wasser. Das ist der umgekehrte Vorgang ohne Nebenprodukte. Ein Teil der Sonnenenergie wird so in Form von Wärme wieder freigesetzt.
 
Weil Sauerstoff sowieso überall vorhanden ist, ist Wasserstoff ein idealer Brennstoff für die Wärmeerzeugung, ohne besondere Umweltschäden. Naheliegend ist es also, riesige Solarparks in Wüsten und in der Nähe des Meeres anzulegen. Das Salz im Meerwasser stört dabei gar nicht, es dient dazu, Wasser leitfähig für elektrischen Strom zu machen.
 
Da Wasserstoff das leichteste und diffuseste Gas ist, muss es zum Transport komprimiert werden, am besten in Stahlbehältern, ähnlich den bekannten Gasflaschen. Wenn die Kompression wiederum mit Solarstrom geschieht, ist es ein Vorgang, der die Umwelt kaum belastet.
 
Die Basis einer Industrie mit Wasserstoff aus Solarstrom sind die Solarzellen, dann ein Elektrolyt-Becken mit Meerwasser gespeist, von wo der Wasserstoff aufgefangen wird, und schließlich Kompressionspumpen durch die das Gas in transportable Behälter gepresst wird. All das sind Vorgänge, deren Technik bereits entwickelt ist.
 
Ein Problem entsteht aus der Tatsache, dass die Luft überall Sauerstoff enthält und Wasserstoff mit Sauerstoff zu Wasser verbrennt und sogar explodieren kann. Wegen Feuer- und Explosionsgefahr muss Wasserstoff unter Kontrolle bleiben. Das ist ein Standard-Problem, das bei jeder Verwendung von brennbaren Gasen besteht.

Null CO2 ist die radikale Lösung

Genau wie Kohlenwasserstoffe (Benzin, Diesel, Erdgas) kann man Wasserstoff in Verbrennungsmotoren einsetzen, um Maschinen anzutreiben. Dabei entsteht kein CO2, sondern nur Wasser. Nebenbei kann man, ohne besondere Technik, allen brennbaren Gasen, z.B. dem Erdgas, Wasserstoff beimischen, um weniger fossilen Brennstoff zu verbrennen.
 
Die chemisch-physikalischen Grundlagen für eine Wasserstoff-Solar-Industrie sind denkbar einfach und so umweltverträglich wie das Wachsen einer Pflanze. Man fragt sich, warum geschieht das alles nicht im großen Stil? Worauf warten wir noch? Wer hat eine bessere Lösung als die einfachen Naturgesetze anzubieten?

Viel Geld und wenig Vernunft

Die Antwort ist im Grunde einfach: Es geht in der Wirtschaft um das schnelle Geld, nicht um die beste Lösung für Mensch und Umwelt. Diese grundfalsche Bewertung hat sich in den letzten 50 Jahren noch verstärkt, und zwar genau in der Zeit, seitdem die Umwelt- und Klimaprobleme der Wisenschaft bekannt sind.
 
Große Erdölkonzerne haben Desinformation betrieben; denn Ausbeutung fossiler Brennstoffe ist profitabler als konstruktive Arbeit. Bequemlichkeit und Ablenkung lassen sich besser verkaufen als systematische Planung.
 
Man erwartet jetzt, dass die saudischen Prinzen, die in Öl und Geld schwimmen, an den Küsten, wo die Wüste ans Meer grenzt, irgendwann mit der Wasserstoff-Solartechnik beginnen. Das ist der weit verbreitete Irrglaube, die Nutznießer eines Fehlers wären auch diejenigen, die ihn am ehesten beseitigen. Sie könnten es, aber sie tun es nicht.

Die Insel Kreta im August

Der wüstenähnliche Zustand auf der Insel Kreta im August 2021 brachte mich auf den Gedanken, dass diese Insel viel besser für einen Start der Wasserstoff-Solartechnik geeignet ist als Saudi-Arabien oder West-Sahara.


Eine Insel im Mittelmmeer mit 300 Sonnentagen. Die Lebensgrundlage auf Kreta ließe sich, wie schon beschrieben, durch Bewässerung erweitern. Transportmöglichkeiten gibt es ohne Ende und das Wasser hat einen höheren Salzgehalt als die Ozeane, ist also für Elektrolyse mehr geeignet.

Das alles regt die Phantasie an

Solarzellen kommen aus China, werden aufgebaut in Sonnenfarmen an den Berghängen. Der Strom wird direkt in die Nähe des Meeres geleitet, wo in Elektrolyt-Becken Wasserstoff erzeugt wird. Solarstrom betreibt auch am Tage die Pumpen, die das Gas in Stahlbehälter aus deutscher oder schwedischer Produktion pressen. Man betreibt den Transport mit französischen oder japanischen Elektrozügen in den nächsten Hafen für griechische Reedereien, die mit taiwanesischen Frachtern unter der Flagge von Liberia den Stoff bis London und Murmansk transportieren.
 
Eine sparsame Energiewirtschaft auf Basis von Solarstrom und Wasserstoff ist realisierbar und nicht einmal technische Höchstleistung. Im Zentrum der Produktion die große Insel Kreta als Vorreiter und besonders günstiger Standort.
 
Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, ohne auf künstliche Intelligenz aus dem Silicon Valley zu warten oder auf die besten Elektroautos aus Wolfsburg und Ingolstadt. Ist es vielleicht zu einfach und zu naheliegend für eine Medienkampagne oder ein politisches Wahlprogramm? Zu wenig prickelnd für Werbespots? Zu wenig science fiction?
 
Noch einmal die Frage: Worauf warten wir noch? Wer hat eine bessere Lösung als die einfachen Naturgesetze anzubieten? Warum ist es nur eine Vision, die aber leicht zu verwirklichen wäre?
 
Für Investoren ist die Antwort klar: Weil man mit weniger Aufwand und weniger Risiko, mit Geld allein, viel schneller Geld verdienen kann.
 
Warum ist Geldverdienen aber das oberste Ziel der Wirtschaft? Das fragen Sie am besten ihre Psychologin oder den Irrenarzt.
   05.09.2021

 
 
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Bewusstseins-Erweiterung gegen Realitätsverlust
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Die Krise ist keine Krankheit, sondern Symptom einer Krankheit

Egal, wie man die Corona-Krise bewertet, sie überschattet in Medien und Politik vier tiefgreifende Dauerkrisen, deren Lösung wichtiger wäre:
1. Die Massen-Medien mit ihrem Konformismus
2. Die (Un-)Repräsentative Demokratie
3. Die große Finanzwelt, die alles beherrscht
4. Zerstörung von Klima und Umwelt

Auf diese Vernachlässigung der vier Krisen hinter der Krise habe ich schon vor einem Jahr hingewiesen. Inzwischen hat sich mit der Abstumpfung gegenüber der Nachrichtenflut der Blickwinkel verändert, zu mehr Überblick, und ein tiefer Zusammenhang wird deutlich.

Die Pandemie aus neuer Sicht

Es ist nicht wahrscheinlich, dass Corona hochgespielt wurde, um von der Politik abzulenken. Wer hat ein Interesse daran, die Probleme hinter dem Medienrummel und dem Hin und Her um das neue Virus verschwinden zu lassen? Doch wohl nur die Politiker, die jetzt im zweiten Jahr mit Ordnungsmaßnahmen und Verwaltungstechnik gegen die Verbreitung ankämpfen und dabei die wichtigen Probleme wegdrücken.
 
Die Corona-Krise wurde in Deutschland aber nicht von Politikern ausgelöst. Die Reihenfolge war anders: Es waren Virologen, beginnend mit einem neuen PCR-Test (45 Zyklen!) und seinen systematisch falsch dargestellten Ergebnissen.

Die Medien leisteten dann einen erheblichen Beitrag zur Panikmache, aber die Profiteure der großen Ablenkung, die Politiker, haben den Hype selber nicht ausgelöst. Corona traf die Politiker aller Lager unvorbereitet. Erst nachträglich haben sie das Thema mit Vehemenz an sich gerissen.
 
Man könnte das so deuten, dass ihnen das Ding gerade recht kam, um mit wenig Risiko populär zu punkten. Diese Erkenntnis verschiebt den Blickwinkel und führt zu der Einsicht, dass die Corona-Krise nicht inszeniert wurde, um etwas zu verbergen oder vergessen zu machen, sondern?

Das Symptom an der Oberfläche

Das Phänomen Corona spielt sich eindeutig an der Oberfläche der Gesellschaft ab, das heißt, in erster Linie in den Medien. Aber auch die verordneten Maßnahmen wie Maskenpflicht und Kontaktverbote gelten an erster Stelle an der Oberfläche des Geschehens:
in Supermärkten,
Kneipen,
Theatern,
Versammlungsstätten,
öffentlichen Verkehrsmitteln.
 
Tiefere Blicke in die Medizin, die Statistik, die Zahlen der positiven Tests, die Zahl der Erkrankten und erst recht die Zahl und Art der Sterbefälle kamen nur selten auf den Schirm. Um so mehr die Warnungen der Virologen vor ihren eigenen Zahlen, den Inzidenzen, und dann der Aktivismus der Politikerinnen.
 
Die Corona-Krise besteht inzwischen nicht nur aus einer Epidemie, sonder ebenso aus den sehr umfangreichen Maßnahmen, den Diskussionen mit tausend unterschiedlichen Beschlüssen und Stellungnahmen. Niemand kann sich dieser Flut entziehen, egal ob man die Krankheit, die das Virus auslöst, für ernst hält oder nicht.
 
Was bedeutet das?

Die Corona-Krise besteht in einer starken Überreizung an der Oberfläche unserer Gesellschaft. Corona ist ein Symptom. Corona ist wie das Jucken bei einer Pilz-Infektion, wie Husten und Schleimauswurf bei einer Bronchitis. Corona ist wie der Haarausfall bei einer Chemotherapie. Diese Oberflächen-Reizung konnte sich in Form von Nachrichten, falschen Zahlen, Maßnahmen, Diskussionen, Streitereien, Verboten, hin und her, rauf und runter an der Oberfläche unseres öffentlichen Bewusstseins ausbreiten, wie ein Jucken auf der Haut.
 
Tatsache ist, dass Corona uns alle befallen hat, wenn wir die Maßnahmen gegen das Virus als Teil des Leidens einbeziehen. Nur sehr wenige sind erkrankt, aber alle sind von Nachrichtenflut, Abstandsregeln, Maskenpflicht, Lock-Down und der Bewegung von Milliarden an Geld betroffen und am Ende von den Schulden, die von der Allgemeinheit getilgt werden.

Das Syndrom von drei versagenden Organen

Die eigentliche Krankheit sitzt viel tiefer, sie ist nicht mit Wattestäbchen im Speichel feststellbar, sie betrifft drei innere Organe unserer Zivilisation. Die Mediziner nennen so eine gefährliche Erkrankung mehrerer Systeme ein Syndrom.
 
Das Syndrom besteht aus drei Komponenten, die befinden sich an drei inneren Krankheitsherden, wo unser Organismus nicht mehr funktioniert: Die Massenmedien, die Demokratie und die Finanzwirtschaft. Das muss genauer diagnostiziert werten.

Wenn wir das Phänomen Corona als Symptom ansehen, erkennen wir, wie die genannten Systemfehler diese verrückte Angstmache, das reflexartige Reiben und Kratzen an den empfindlichen Stellen zwischen Medizin und Politik, das uns bis in die Träume verfolgt, wie dieses Syndrom die Corona-Krise erst möglich gemacht hat.

1
Die Krise in den Medien

Die Medien haben Corona zuerst hoch gespielt und sich dann jeder Diskussion über die Bewertung verweigert. In einer gesunden Medienlandschaft wäre es nicht möglich gewesen, dass Epidemiologen von internationalem Rang, die wahren Experten für ansteckende Krankheiten, nicht gegen zwei Virenforscher ankommen, die einen Labor-Test zum Nachweis von Viren-RNA vorstellen und ihre Testergebnisse, entgegen medizinischer Tatsachen, als Zahlen von Neuinfektionen, also von erkrankten Menschen, proklamieren. Ohne Widerspruch. Und das ein ganzes Jahr lang und noch länger.

Ohne Manipulation von Medien wäre nicht möglich gewesen, dass man eine sommerliche Demonstration von 400.000 Leuten als einem Sturm von hundert Reichsbürgern, mit ihren Fahnen, auf den Stufen des Reichstags darstellt.
 
Ohne permanente Wiederholung in den Medien wäre es nicht möglich gewesen, dass eine Bewegung, die sich den Namen Querdenker gegeben hat, weil sie etwas anders denken wollten, aber nicht konträr dagegen, sondern quer, dass man diese Leute mit dem Wort Querdenker, das sie sich als Namen selber gegeben haben, jetzt als Schimpfwort beschimpft. Das ist so, als würde man die Black-Lives-Matter-Demonstranten als Schwarze beschimpfen.

Fast gleichzeitig hat das Wort Queer als Synonym für geschlechtliche und sexuelle Andersartigkeit im Jahre 2021 mediale Hochkonjunktur und sammelt Sympathiewerte bis in die Stadien der Fußballeuropameisterschaft.
 
Das alles geschieht jeden Abend in unseren Öffentlich-Rechtlichen Anstalten, die von allen Bürgerinnen und Bürgern, egal welcher Couleur, mit ihrem Geld direkt bezahlt werden. Die festangestellten Journalisten dort werden nicht von der Regierung und von den Parteien entlohnt, sondern durch Gebühren, die jeder bezahlen muss, der hier in einer Wohnung lebt und nicht völlig mittellos ist.
 
Würden die Öffentlich-Rechtlichen Anstalten für diejenigen Bürgerinnen und Bürger Programm machen, die sie alimentieren, dann müssten sie sich der öffentlichen Meinung öffnen, die Menschen zu Wort kommen lassen und den Diskurs von unten fördern, da wo auch ihre Gebühren herkommen.
 
Dann wären die Medien gesund und stark und demokratisch, ja demokratisch. Aber sie huldigen denen, die sie von oben per Gesetz in diese komfortable Position gehievt haben, ohne den Staatshaushalt dabei zu belasten. Die viel zu staatsnahen Medien sind nicht nur untertänig, verschleimt und verkorkst, sie sind innerlich krank, allerdings auf sehr hohem finanziellen Niveau und sie bieten eine Menge an teurer Unterhaltung.

2
Die Politik der Repräsentanten

Weil Untertänigkeit und Konformismus in die Medien Einzug gehalten haben, ohne echte Aufklärung, und weil die Medien sich schon lange nach oben orientieren, wo die Macht ist, deshalb sind die Massenmedien das Spielfeld der Politikerinnen geworden. Nicht Ärzte und Pfleger und Gesundheitsämter kommen beim Thema Krankheit zu Wort, sondern Politiker.
 
Sie kommen immer gerne ins Bild, denn es sind Wählerstimmen zu holen, wenn man sich im Fernsehen inszeniert und ohne Maske und ohne Abstand zum Volk reden darf. Das gleichzeitige Versammlungsverbot für alle anderen verstärkt die Wirkung enorm und macht die Argumentation einfach.

Und was verkünden die Politikerinnen und Politiker zum Thema Pandemie auf allen Ebenen?
 
Ordnungsmaßnahmen. Ganz einfach, ruckzuck, an der Verfassung vorbei, exekutiv, ohne den parlamentarischen Weg. Die Voraussetzung für diesen Aktionismus an der Oberfläche ohne Rücksicht auf die geschriebene Verfassung ist eine tiefe Krise der Repräsentativen oder Parlamentarischen Demokratie.
 
Zwischen den Wahlen, bei denen wir einal in vier Jahren zwei Kreuze machen, und den Entscheidungen der Politiker besteht kein Zusammenhang mehr. Selbst zwischen Parlament und Regierung ist das Verhältnis auf den Kopf gestellt. Das Parlament entscheidet innerhalb weniger Stunden, was die Regierung bereits beschlossen hat.
 
Die repräsentative Demokratie aus der Zeit von 1790 funktioniert im Medienzeitalter nicht mehr, weil die ganze Kommunikationstechnik, die seither entwickelt wurde, nur der Beeinflussung von oben nach unten dient. Umgekehrt werden nur zwei Kreuze auf einem Zettel, einmal in vier Jahren, von unten nach oben durchgereicht. Der Rest ist Schweigen im Publikum.
 
Aber die Repräsentantinnen und die Repräsentanten von Repräsentantinnen von Repräsentanten erscheinen täglich auf dem Schirm und in den Schlagzeilen und in den Nachrichten. Selbst Twitter und Facebook werden inzwischen von Politikern dominiert, weil obrigkeitshörige Medien täglich ihre Posts zitieren, egal, wie dumm sie auch sein mögen.

Die repräsentative Demokratie von 1790 ist unter den Bedingungen des 21. Jahrhunderts vaporisiert. Sie wird überlagert und ersetzt durch eine Demokratie-Schau, dargeboten in den Medien, inszeniert hinter den Kulissen. Daran ist von Seiten der Zuschauer kaum etwas zu ändern, weil Wahlen nichts bewirken. Es herrscht nicht das Volk, sondern wer herrscht? Es herrscht das große Geld, es herrscht über Parteien, Parlament, Regierung und Medien.

3
Das Geld aus dem Nichts als Staatskredit

Zunächst fiel auf, dass während der Corona-Krise die Aktien gestiegen sind, so als wäre nichts geschehen. Der Run auf Immobilien, auf Häuser und Mieteinnahmen, ging weiter, der Ausverkauf von Grund und Boden in Afrika geht weiter, die Armut von 50% aller Menschen geht weiter und der Siegeszug der Hochfinanz geht weiter. Die Corona-Krise hat vielen Konzernen sogar genutzt, weshalb manche glauben, sie sei von der Finanzmacht oder von der pharmazeutischen Industrie inszeniert worden.

Es hat sich in der Finanzwelt nicht viel geändert, es hat sich nichts am Trend von Einkommen und Vermögen geändert. Und doch hat sich die Balance gewaltig verlagert. Die Macht hat sich verschoben. Die Staaten haben für Corona-Maßnahmen riesige Schulden aufgenommen in einer Größenordnung wie sonst nur im Fall von Kriegen.

Wie war das möglich? Warum ging das so glatt über die Bühne? Warum können die Politikerinnen so locker von hunderten Milliarden reden, die sie aufnehmen, ohne jemanden zu fragen, und die sie als Kompensation der Corona-Maßnahmen an diejenigen verteilen, die sie für die am meisten Betroffenen beim Lock-Down halten?
 
Es geht deshalb wie geschmiert, weil das Finanzsystem so absurd konstruiert ist: Die einen machen Schulden und die anderen erzeugen das Geld, das sie verleihen, aus dem Nichts. So einfach ist das. Banken erschaffen Geld und geben es den Regierungen als Kredit.

Früher hatten Staaten die Finanzhoheit und wenn sie in Bedrängnis kamen, haben sie Geld gedruckt. Das führte zur Inflation mit sehr unangenehmen, für jeden sichtbaren, Folgen. Deshalb wird das Geld jetzt überwiegend von Banken generiert. Es ist die etwas bessere Lösung, wenn nicht diejenigen das Geld erzeugen, die es selber ausgeben.
 
Die Banken geben es nicht selber aus, sondern sie verleihen es an alle, die Geld haben wollen und genügend Sicherheit bieten. Die Spielregel besagt, dass Banken sich das Geld nicht in die Tasche stecken, sondern als Kredit vergeben. Sie machen Gewinn mit Zinsen und Provisionen. Doch das ist nicht alles.

Die Geldmenge vergrößert die Macht der Finanzwelt

Am meisten Gewinn macht die Finanzwirtschaft, weil durch Kreditvergabe die Geldmenge steigt. Mit jeder Billion, welche die Notenbank FED oder EZB an die Staaten verleiht, erhöht sich die Geldmenge um eine weitere Billion. Die Banken profitieren von den Schulden, auch ohne Zinsen, durch die Erhöhung der Geldmenge. Und Staatsschulden sind die besten Schulden, weil sie groß sind und weil ein Volk dafür bürgt, mit Kindern und Enkeln. Es bürgen nicht die Politikerinnen.
 
Die Regierungen haften nicht und sie geben das Geld schnell wieder aus. Es landet am Ende, zwar auf Umwegen, aber mit großer Sicherheit, irgendwo in der Finanzwelt. Dieses absurde Theater lässt die Geldmenge unkontrolliert anwachsen. Sie wächst wie ein Krebsgeschwür, und so ist es möglich, dass die Regierung locker ihre Corona-Hilfen beschließt. Für die Finanzwelt ist jeder Staatskredit aber ein Geschenk und sie geben gerne, weil es sie nichts kostet.

Kreditaufnahme durch den Staat geschieht spielerisch, locker und unverkrampft, das passt gut zum modernen Fußball. Aber, egal, wie die Tore fallen, zahlen muss immer das Publikum. Und teils ist es noch krasser, es zahlen die Kinder und Enkel, die nicht mal auf der Tribüne sitzen.
 
Das Kranke an diesem Finanzsystem ist folgende Absurdität: Die einen, die in der Finanzwelt, erzeugen Geld per Mausklick, welches die anderen, die auf Zeit gewählten Politiker als Schuld aufnehmen und nach eigenem Ermessen großzügig verteilen. Am Ende müssen 90% der normalen Bürgerinnen und Bürger den Kredit zurückzahlen an diejenigen, die das Geld aus dem Nichts erschaffen haben.
 
Um dieses Geld aufzubringen, müssen wir arbeiten, Dienste leisten oder etwas veräußern. Wir müssen uns selbst und die Erde ausbeuten oder gegen andere Menschen in anderen Ländern "Verantwortung zeigen", das heißt, krigerisch tätig werden, um ihnen etwas von dem, was sie haben, wegzunehmen.
 
Die Geldbesitzer kommen wie in jeder Krise ungeschoren davon.

Homo sapiens

Die Corona-Krise, egal, wie wir sie bewerten, ist das äußerliche Symptom einer Krankheit der inneren Organe: Die befallenen Organismen sind die großen Medien, die Repräsentative oder Parlamentarische Demokratie und das absurde Finanzsystem. Wohin diese Krankheit führt, ist leicht zu erkennen, wenn wir die Entwicklung von Wirtschaft, Umwelt und Klima in den letzten 50 Jahren betrachten:
 
Das Syndrom erzwingt ein verlockendes Wachstum, es führt zu Wohlstand, Bequemlichkeit, Konsum und Konsens, aber es führt auch zur Vernichtung unseres Lebensraums.
 
Die vierte verdrängte Krise, die von Umwelt und Klima, können wir als vermeidbares Ergebnis von drei inneren Krankheiten ansehen. So kann die Spezies homo sapiens auf dem Planeten terra nicht mehr lange weitermachen.
 
Wer nicht mitmacht, macht es richtig.
Wer dagegen agiert, macht es besser.
   30.06.2021

 

 
 
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Neue Frauen braucht das Land!
Hier werden zwei Frauen genannt, die besser sind.

Fazit: Der nächste Wahlkampf wird schlapp, weil es nichts zu wählen gibt. Das passt wie die Maske ins Gesicht.
 
Durch die Kür der grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und des CDU-Kandidaten Armin Laschet, ist Politik wieder ins Blickfeld geraten, obwohl an der Corona-Front mit dem Drohbegriff Notbremse die Debatte noch einmal angeheizt wird, damit nur ja niemand denkt, die Impfungen würden die Maßnahmen mildern oder gar beenden.
 
Im Corona-Zug herrscht weiterhin der Panik-Modus: Mundschutz, Testen, Impfen, Notbremse ziehen, nicht Aussteigen, schwarz malen.

Davon jetzt eine kleine Verschnaufpause und zehn Minuten Politik.

Was ist angesagt?
 
Das Neue ist angesagt, genauer, ein neues Gesicht: Annalena Baerbock. Im Super-Wahljahr die Super-Kandidatin, die zu allem ja sagt, wozu die Regierung, die CDU und Joe Biden ja sagen. Umwelt, NATO, Atlantik, Wirtschaft, Rüstung und ja gegen Russland, ja gegen Nord Stream 2, ja zum Status Quo der Demokratie, ja zu neuen Schulden und der daraus resultierenden Finanz-Dominanz.
 
Wäre Annalena Baerbock CDU-Block, wäre ihr die Kanzlerinnenschaft so gut wie sicher.

Ein zentrales Thema, das verschwiegen wird

Die Finanzherrschaft ist aber das Problem der Politik in fast allen Ländern der Welt. Und weil die Macht sich nach der Menge des Geldes richtet, über das die Mächtigen verfügen, ist die Finanzwelt strukturell undemokratisch und sogar der Demokratie entgegengesetzt. Ein Verständnis dieser Situation wäre für die Regierungsspitze eines Landes mit repräsentativer Demokratie die wichtigste Voraussetzung, um die Interessen der 90%-Mehrheit (in finanzieller Minderheit) zu vertreten.
 
Leider ist dieses Verständnis der Lage weder bei der jetzigen GROKO-Regierung vorhanden, noch von einer Regierung unter Führung der Grünen zu erwarten. Und keine der drei Parteien, die bisher Kanzlerkandidaten aufgestellt haben, vertritt die Erkenntnis, dass Finanzherrschaft unser Problem ist und bleibt. Zu dieser Erkenntnis gehört auch die der Tatsache, dass die Finanzherrschaft durch die Vormachtstellung der USA mit aller Macht durchgesetzt wird.

Frauen sind Mehrheit

Es gibt aber nicht nur nachdenkliche Theoretikerinnen, sondern auch öffentlich bekannte Personen, welche die Lage klar erkennen und die Intelligenz besitzen, politische Folgerungen daraus zu ziehen. Weil im Deutschland-Trend Frauen die besseren Chancen haben, will ich zwei Frauen nennen, die ich lieber im Kanzleramt sehen würde als Annalena Baerbock:
 
Die bekannteste Politikerin der Linken Sarah Wagenknecht.
 
Die als politische Kabarettistin agierende Anny Hartmann.

 
Jawohl, dies ist nämlich ein Meinungsartikel!
 
Beide Damen haben das System der Finanzmacht erkannt und sind in der Lage, diese Erkenntnisse auch publikumswirksam und mediengerecht darzustellen. Die interessante Frage ist:
 
Warum spielen diese Personen und solche Erkenntnisse in der Politik keine entscheidende Rolle?

Die Macht der Finanzen

Weil die Erwähnung einer Kabarettistin in diesem Zusammenhang ungewöhnlich ist, will ich den Vorschlag, Anny Hartmann zur Bundeskanzlerin, als erstes begründen. In Italien hat der ehemalige Komiker Beppe Grillo das politische System mit radikaler Demokratie neu aufgemischt. Anny Hartmann war eine Bankangestellte mit Diplom und hat von dieser Position aus mit Röntgenaugen erkannt, dass die Banken nicht nur finanzielle Dienstleister sind, was sie sein sollten.
 
Banken haben eine ungerechtfertigte, privilegierte Stellung im Staat, wo sie das Finanzwesen beherrschen, indem sie das Geld, dass sie ausleihen, selber generieren. Private Banken haben das Recht, Geld, das sie nicht besitzen an ihre Kunden per Gutschrift auf ein Konto als Kredit zu gewähren. Sie erzeugen damit Giralgeld, das von anderem Geld nicht zu unterscheiden ist. Wie das funktioniert, wird hier genauer erklärt.
 
Das Verrückte ist, dass dies auch für die Schulden gilt, die Staaten machen und das sind die größten Schulden. Indem sich ein Staat in der Finanzwelt Geld leiht, wo dieses Geld ohne Rücklage oder materielle Absicherung generiert wird, werden die Banken in eine gottgleiche Position gehievt. Der Staat verpflichtet sich mit all seinen Bürgern zur Rückzahlung, während die Finanzwelt nur darauf achtet, dass ihre eigenen, von den Staaten anerkannten, Spielregeln eingehalten werden, ohne dass sie eine Gegenleistung oder sonstige Anstrengung bringen.
 
Anny Hartmann hat, als sie das erkannt hatte, ihren Job bei einer Bank oder Sparkasse gekündigt und es als ihre Aufgabe angesehen, diese Ungeheuerlichkeit in die Öffentlichkeit zu tragen und sie ist Kabarettistin geworden. Anfangs hat sie nur die Absurdität des Finanzsystems geschildert, wo die neoliberale Ideologie ihren Kern hat.

Lachen ist gesund

Die Zuhörer haben teilweise verstanden, worum es geht und waren ihr dankbar für die Aufklärung, andere haben einfach gelacht, weil es sich so verrückt anhört. Es ist so absurd, dass man zur Erleichterung auch darüber lachen kann.
 
Doch es ist Realität und der voller Ernst.
 
Warum ist die Erkenntnis dieses zentralen Widerspruchs im finanziellen Verhältnis zwischen Staaten und Finanzwelt nicht in einer politischen Partei aufgetaucht? Anny Hartmann war wohl klug genug, es nicht selbst dort zu versuchen. Warum ist Sie nicht ein Politstar z.B. der SPD geworden?

Die politische Partei, ein Auslaufmodell

Diese Frage kann nur so beantwortet werden:
 
Eine politische Partei, deren Musterfall die SPD als älteste Partei Deutschlands ist, kann keine systemkritischen Gedanken von unten aufnehmen und eine solche Partei kann diese Gedanken auch selber nicht produzieren. Die politische Partei als Organisationsform ist ein veraltetes Modell aus der Zeit, ehe das Automobil erfunden wurde. Auch dazu gibt es hier eine ausführliche Betrachtung.
 
Kurz rekapituliert:
 
Die politische Partei von 1850 erlaubt den Aufstieg von Personen von ganz unten, z.B. aus einer Arbeiterfamilie, bis ganz oben in die Regierung. Sie erlaubt aber nicht das Eindringen neuer Ideen von unten, bis zur Spitze, sondern nur, dass eine Person von unten, am Ende auf der Karriereleiter angekommen, ihre Ideen, die sie dann noch hat oder die ihr dann zugetragen werden, von oben aus propagiert und mit Macht durchsetzt.
 
Eine Frau Hartmann hätte in so einer Partei weniger Chancen als ein Herr Schleim, der sich langsam nach oben schiebt, die Linie der Partei überzeugend vertritt und mit Glück und Sympathiewerten in ein hohes oder höchstes Parteiamt rutscht.

Was eine Regierende wissen sollte

In Regierungsposition brauchen wir aber solche Personen, die wenigstens das System durchschauen, in dem sie operieren, und das Finanzwesen ist schon lange das Zentrum der politischen Macht. Es ist nicht mehr das Militär. In unserer jetzigen Regierung ist eine solche Person, mit finanziellem Durchblick und konsequentem Handeln danach, nicht zu erkennen.
 
Die ehemalige Trampolin-Springerin Annalena Baerbock ist weit davon entfernt. Viel weiter als die ehemalige Bankangestellte Anny Hartmann. Annalena ist nicht sehr weit von der Regierung, aber meilenweit von der Erkenntnis der finanziellen Zusammenhänge:
 
Zwischen Schuldenaufnahme und Finanzmacht, zwischen US-Politik und der Stellung des Dollars in der Welt, zwischen der privaten Zentralbank der USA und dem Militär-Etat, zwischen dem wirtschaftlichen Defizit und dem Export von US-Dollars in den Rest der Welt und der Verhinderung von Nord Stream 2, um die Finanzen Russlands, also den Rubel, trotz der immensen Ressourcen im größten Land der Welt klein zu halten.

Wo ist die Linke?

Die zweite Frau, welche die ökonomischen Zusammenhänge erkennt und die ständige Umverteilung hin zu den Großgeldbesitzern abschaffen würde, ist Sarah Wagenknecht. Auch sie sollte in einer Position sein, wo diese Erkenntnisse gebraucht werden und wo man sie in konkrete Politik umsetzen kann.
 
Sarah Wagenknecht hat den Mut und die Möglichkeit, ihre Kritik am neoliberalen System immer wieder in der Öffentlichkeit darzustellen und mit großer Glaubhaftigkeit zu vertreten. Sie hat Substanz, Intellekt und Überzeugungskraft.
 
Die Macht ist nicht auf ihrer Seite und selbst in der eigenen Partei, der Linken, hat sie viele Widersacherinnen. Sie hält sich nicht an die Spielregeln des Parteimodells der Linken, das fast genau so alt ist wie das der SPD und teils auf die SPD, die KPD und andere Organisationen zurückgeht.
 
Ich bin kein Kenner dieser Historie, ich sehe nur, dass dieses Modell der politischen Partei aus dem vorvorigen Jahrhundert nicht mehr funktioniert, es bringt keine Erkenntnisse zustande, sondern nur Gefolgschaft, die von der Jugend inzwischen verweigert wird.

Grün und fettig ist die Olive

Die Grünen sind so jung, dass Gründungsmitglieder noch unter den Lebenden sind. Einer ist sogar Ministerpräsident. Und der Straßenkämpfer Joschka Fischer war Außenminister. Doch gerade er hat es zu verantworten, dass die Grünen zu Oliv-Grünen mutiert sind.
 
Nach dem Untergang des Nazi-Reiches waren sich alle jungen Kräfte in Deutschland West und Ost einig, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg und militärische Aktionen ausgehen sollten. Alle Nachbarn, sogar die Franzosen, haben uns das abgenommen. Die nationale Volksarmee der DDR war, so lange sie bestanden hat, nie an einem Krieg beteiligt.
 
Mit dem Überfall auf Jugoslawien ist diese Doktrin in der Regierung, in der Joschka Fischer Vizekanzler war, durchbrochen worden, zwar nicht gegen einen direkten Nachbarn, aber gegen ein etwas weiter entferntes Land, das Deutschland nicht feindlich gesonnen war.
 
Die Grünen sind bis heute von der Aggression gegen Serbien nicht abgerückt, im Gegenteil, sie billigen inzwischen deutsche Kriegseinsätze in Afghanistan und Mali und nennen das militärische Missionen, Friedenseinsätze oder Verantwortung übernehmen.
 
Grüne Politikerinnen unterstützen die Einkreisung Russlands durch die NATO. Annalena Baerbock repräsentiert diese zweite Generation der Grünen: Machtpolitik an der Seite der USA, um die militärische und finanzielle Weltherrschaft ins 21. Jahrhundert zu retten, den Besitzstand zu wahren und das Wohlstandgefühl ein bisschen ans Klima anzupassen oder umgekehrt, die Klimarettung ans Wohlstandsgefühl anzupassen.
 
Der nächste Wahlkampf wird schlapp, weil es nichts zu wählen gibt. Das passt wie die Maske ins Gesicht.

  25.04.2021

 
 
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in 10 Schritten

    Überblick / Teaser klick
  1. Mit Zahlen jonglieren klick
  2. Falschwörter klick
  3. Verfolgung falscher Spuren klick
    Im Einschub: Die Merkel-Statistik
  4. Unwissenheit ausnutzen klick
  5. Verschweigen von Fakten klick
  6. Diffamierung der Ungläubigen klick
  7. Profilierungssucht von Politikern klick
  8. Schreckensnachrichten aus anderen Ländern klick
  9. Der Tod an sich als Bedrohung klick
  10. Ständige Wiederholung klick

  11. Zurück in die Realität klick

Medien und Politik arbeiten Hand in Hand, um eine Pandemie aufzubauschen und die Menschen einzuschüchtern oder stumm zu schalten. Das Corona-Virus ist riesengroß und die Menschen sind winzig klein. Wer sich nicht klein genug fühlt, wird klein gemacht.
 
Wie konnte es zu dieser Verschiebung der Perspektive kommen? In zehn Stufen wurde das Phänomen Corona übersteigert und aufgeblasen.

  Übersicht über die 10 Stufen

1
Mit Zahlen jonglieren

Täglich werden erschreckende Zahlen präsentiert.
 
Die Zahl der durchgeführten Tests wird immer verschwiegen. Diese Zahl ist aber entscheidend, um zu beurteilen, was die anderen Zahlen bedeuten. Ob es sich um 10.000 positive Testergebnisse bei 100.000 Tests oder um 20.000 bei einer Million Tests handelt, ist entscheidend. Einmal sind es 10% der Getesteten, ein andermal nur 2%, obwohl die Zahl sich doppelt so groß anhört.
 
Wer Testergebnisse ohne Bezug zur Zahl der Tests präsentiert, will mehr vortäuschen, als da ist. Das Robert-Koch-Institut (RKI) verfährt so jeden Tag.
 
Mit der Zahl der Tests steigt die Zahl der positiven Ergebnisse. Es wäre idiotisch anzunehmen, dass bei allen nicht Getesteten keine Viren im Speichel sind. Der Begriff Neuinfektionen tut aber so, als würden Viren neu auftauchten. Neu sind nur die Tests. Zum Begriff "Infektionen" kommen wir noch.
 
Mit der Zahl der Tests steigt ebenfalls die Zahl der Todesfälle, weil man alle Verstorbenen, die positiv getestet wurden, als Corona-Tote hinzu zählt, unabhängig davon, woran sie gestorben sind. In einem späteren Artikel wird der Zusammenhang mit Statistik genau analysiert.
 
Tests und ihre Ergebnisse stehen im Mittelpunkt aller Entscheidungen. Ein Test ist aber immer nur ein Modell der Realität. Wer näher an die Realität heran will, muss sich auf medizinische Fakten und mathematische Statistik einlassen. Die harte Realität sind nicht Testergebnisse, sondern Erkrankungen und Sterbefälle.
 
Weltweit sind bis Anfang Dezember 2020 mit und an Covid-19 laut der Johns-Hopkins-Universität 1.568.734 Menschen verstorben. Das sind schrecklich viele, aber nur etwa 1% aller Toten.
 
Die Formel "mit und an" bedeutet nur, dass sie positiv getestet waren und später verstorben sind. Die meisten waren sehr alt und viele auch anderweitig erkrankt. Inzwischen gibt es hier die statistisch fundierte Abschätzung der Korrelationen von "Sterbefällen im Zusammenhang mit Corona". Das Ergebnis: Der Korrelationsfaktor ist höchstens 1/4, entsprechend 25%.
 
Das bedeutet, nur ein Viertel der mit Corona Verstorbenen kann man als Corona-Tote anrechnen.

Das erklärt die Vehemenz, mit der bestimmte Virologen, leider auch Politiker und Medien, die ständig variierenden Zahlen der Neuinfektionen und Inzidenzen betonen, die nichts mit der Sterblichkeit direkt zu tun haben. Sie steigen mit der Zahl der Tests und zeigen nur die Ausbreitung der Viren an.
 
Die Maßnahmen sind unorientiert und nicht überzeugend. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass viele Menschen, auch unter den Verantwortlichen, ahnen oder sogar wissen, dass die Maßnahmen aus verschiedenen Gründen wenig Wirkung haben und dass die Sache doch viel harmloser ist, als in der Öffentlichkeit dargestellt.
 
Aber die Maschine der Test-Labors und der pharmazeutischen Industie läuft auf Hochtouren. Das lässt sich nicht stoppen. Schon die millionenfach durchgeführten Tests sind ein Riesen-Geschäft und Impfungen erst recht. Auch Gesichtsmasken sind ein Renner und Politiker von CDU/CSU haben daran mitverdient.

Covid-19 unterscheidet sich von einer Grippe-Epidemie durch schnelle Ausbreitung dieses Typs und ganz entscheidend durch die Identifikation des Virus mittels PCR-Tests. Das ist etwas, das man zum ersten mal 2020 so durchgeführt hat und hoffentlich in Zukunft bei einer vergleichbaren Epidemie nicht mit ähnlicher Intensität wiederholen wird. Jeder kann sich selber ausmalen, wohin das führt.

  Übersicht

2
Falschwörter und falsch definierte Begriffe

Die positiven Testergebnisse werden offiziell Neuinfektionen genannt. Sie sind, wie schon gesagt, nicht neu und es sind, medizinisch gesehen, keine Infektionen. Infektion ist eine Reaktion des Körpers, z. B. auf ein Virus, in Form von Erkältungssymptomen und Fieber, einer sogenannten Grippe.
 
90% bis 99% aller Personen, bei denen Sars-Covid-2-Viren durch PCR-Test gefunden werden, haben keinerlei Symptome, sie sind nicht infiziert und es folgt keine Erkrankung. Das Wort Neuinfektionen für positive Testergebnisse täuscht sehr viel mehr Krankheit vor, als da ist.
 
Trotz massiver Kritik an dieser Falschaussage, ist das N-Wort aus den Nachrichten nicht verschwunden. Es wurde lediglich als neuer Begriff die Inzidenz eingeführt, die ebenso auf Testergebnissen basiert und suggeriert, dass positive Testergebnisse Neuinfektionen, also Krankheitsfälle, sind.

Der Inzidenz-Wert beschreibt die Ausbreitung des Virus, nicht die Zahl von Erkrankungen oder die Wahrscheinlichkeit von Todesfällen. Bei Kindern ist ein hoher Inzidenz-Wert harmlos, bei Pflegeheim-Bewohnern ist die Gefahrenlage umgekehrt, dort sollten überhaupt keine Viren eindringen, egal, wie hoch oder wie niedrig der Inzidenz-Wert ist.

Die Maßnahmen (Massentests, Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen) wurden verstärkt, das Virus breitet sich weiter aus. Das wäre eigentlich ein Anlass, an der Wirksamkeit der Maßnahmen zu zweifeln.
 
Der Unmut gegen die Corona-Maßnahmen entsteht, weil die Maßnahmen lebensfeindlich sind. Lebensfunktionen (Atmen, Reden, Wirtschaften) und Lebensfreude (menschliche Kontakte) werden unterdrückt, um ein Testziel zu erreichen, nämlich maximal 50 positiv Getestete auf 100.000 Einwohner, also 1 positiver Test auf 2.000 Einwohner, was leichter zu verstehen ist.
 
Würde man in einem Dorf von 2000 Einwohnern leben, und man erführe, dass innerhalb einer Woche ein oder zwei Leute positiv auf Corona-Viren getestet wurden, würde man sich kaum aufregen. Zumal man weiß, dass nur etwa 5% solcher Testergebnisse zu einer Infektion führen. Das wäre ein Krankheitsfall in 5 Monaten.

  Übersicht

3
Verfolgung falscher Spuren

Das Ausbreiten des Virus ist ein statistischer Prozess, diktiert vom Zufall. Das bedeutet im Klartext, den Weg, den ein Virus nimmt oder genommen hat, kann man prinzipiell nicht verfolgen. Viren der gleichen Art sind ununterscheidbar. Wenn wir in Gedanken so tun, als könnten wir sie wie einen Täter im Krimi verfolgen, dann machen wir uns etwas vor.
 
Wenn Person A laut Test Viren in sich hat und einer Person B begegnet, die dann später getestet wird und bei der ebenfalls Viren nachgewiesen werden, dann heißt das nicht, dass Person A Person B angesteckt hat. Man kann nicht ermitteln, ob Person B nicht schon vorher von dem Virus befallen war oder von anderer Seite Viren aufgenommen hat.
 
Das gilt ganz besonders dann, wenn die Viren in einer sogenannten Pandemie schon überall vorhanden sind.
 
Es macht keinen Sinn, ihre Spur zu verfolgen, weil es keine Spuren gibt, bzw. es gibt viel zu viele Spuren. Könnte man die Wege des Virus wie Spuren im Schnee verfolgen, dann hätte man die Ausbreitung längst gestoppt. Viren kommen von überall her und gehen überall hin, es ist ein dynamischer, statistischer Prozess, der vom Zufall bestimmt wird.
 
Im Gegensatz zu den Viren, sind Personen aber leicht identifizierbar. Diese Tatsache verleitet dazu, Personen zu registrieren und Begegnungen von Personen zu verfolgen, um damit den Viren auf die Schliche zu kommen.
 
Das ist ein Denkfehler.
 
Man sucht nach Viren und findet Kontaktpersonen.
Die menschlichen Kontakte sind kein Abbild der Wege, den die Viren nehmen. Man kann sich das zwar im Kopf so vorstellen, es entspricht aber nicht der Realität.
 
Die Realität der Virenausbreitung entspricht einem viel geringeren Kenntnisstand als die allgemeine Vorstellung davon.
 
Diese Überlegung ist schwierig, weil sie ungewohnt ist. Wir sind es nicht gewohnt, völlig ununterscheidbaren Objekten zu begegnen, deren Bewegung vom Zufall bestimmt ist, die aber eine Wirkung auf Personen ausüben und sich dabei unkotrolliert vermehren.
 
Wir müssen diese Situation einer Art Halbwelt, die Welt der Viren, als Realität anerkennen. Statistik erweitert das Wissen, auch über den Zufall.
 
Das bedeutet, dass sowohl die Registrierung von Besuchern eines Restaurants mit Auswertung im Gesundheitsamt, als auch die Corona-App auf dem Handy nicht erfolgreich sein können. Wenn man damit einen Treffer landet, ist es Zufall. Wenn man es sehr oft macht, tritt der Zufall öfter ein, aber es werden keine Spuren entdeckt, die man verfolgen kann.
 
Die Nebenwirkungen dieser Maßnahmen sind aber sicher, sie spielen sich in der alltäglichen Realität ab: Registrierte Personen, Smartphones und digitaler Abgleich von Daten. Die Personen sind unterscheidbar, der Weg der Personen wird durch die App registriert.
 
Sicher ist, dass auf diesem Weg eine Beobachtung und Registrierung von Personen stattfindet. Ob das Protokoll die Kontakte irgendwie anonymisiert, können wir nicht nachprüfen. Überwachung ist möglich und ist dann auch kein Zufall.

Die Merkel-Statistik

Den Maßnahmen der Kontaktbeschränkungen, die wenig Erfolg zeigen, liegt ein falsches Verständnis von Statistik zugrunde. Man stellt sich die Ausbreitung von Viren so vor wie eine Diffusion, also eine molekulare Bewegung, die ein Gleichgewicht anstrebt.
 
Bei so einer molekularen Zufallsbewegung kann man die Ausbreitung an jeder beliebigen Stelle reduzieren und erhält einen Effekt so ähnlich wie beim Abkühlen einer Flüssigkeit.
 
Ganz anschaulich: Wenn ich eine Flasche Sekt in einen Kühler stelle, wo sich ganz unten Eiswürfel befinden, wird die gesamte Flasche abkühlen, weil die Flüssigkeit ein thermisches Gleichgewicht anstrebt (zweiter Hauptsatz der Thermodynamik).
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Analog dazu, könnte man glauben, wenn man die statistische Ausbreitung von Viren an leicht erreichbaren Stellen reduziert, wird sich die Ausbreitung in den Ansteckungsherden ebenso reduzieren.
 
Diese Taktik wird bekanntlich von Frau Merkel propagiert und deshalb möchte ich sie die Merkel-Statistik nennen. Sie beruht auf physikalischen Vorstellungen aus der Thermodynamik.
 
Die Theorie beschreibt eine Zufalls-Bewegung von Molekülen, ist aber aus zwei Gründen nicht auf die Ausbreitung von Viren anwendbar:
 
1. Viren sind keine Moleküle, sie haben die Eigenschaft, dass sie sich in manchen Personen vermehren, in anderen nicht.
 
2. Es entsteht kein Gleichgewicht wie bei der Diffusion oder einem Wärmeaustausch, sondern es bleibt ein dynamischer Prozess mit Schleusen, Ansteckungsherden und Vermehrung der Objekte (der Viren).
 
Es ist Illusion, zu glauben, Maßnahmen an der einen Stelle würden die Virenausbreitung an einer anderen Stelle wesentlich beeinflussen. Noch irriger ist die Vorstellung, ein totaler Lockdown würde die Pandemie beenden.
 
Selbst, wenn man das durchsetzen könnte, würde die Ausbreitung nach dem Ende der Maßnahme gleich wieder los gehen.
 
(Ergänzung vom 26.01.2021)
  Übersicht

4. Schritt zur Psychose:
Die Unwissenheit des Publikums ausnutzen

Je mehr Menschen es gibt, um so mehr ist entscheidend, dass wir Statistik anwenden, um Zusammenhänge zu verstehen. Statistische Zusammenhänge haben eine andere Struktur als familiäre, hierarchische oder kausale Zusammenhänge. Das Erbgut kommt von der Mutter und vom Vater, der Befehl kommt vom Vorgesetzten, der Regen fällt aus den Wolken. Daraus entwickeln wir unsere Vorstellung von Kausalität.
 
Wenn wir die Wechselwirkung aber nicht kennen und auch prinzipiell nicht erfahren können, ist eine statistische Sicht angemessen. Dabei müssen wir menschliche Beziehungen, Autorität und Kausalität ausklammern.
 
Dass nur wenige Menschen Statistik verstehen, ist nicht Dummheit, sondern ein Fehler des Bildungssystems. Statistik ist nicht schwierig, sondern nur fremd, aber zum Verständnis der Wirklichkeit großer Zahlen und bei zufälligen Ereignissen ist sie unvermeidbar. Warum? Weil wir ohne Statistik fast gar nichts über zufällige Prozesse wissen können.
 
Die Ausbreitung eines Virus ist ein statistischer Prozess, der vom Zufall gesteuert wird. Es besteht während der Ausbreitung kein statistisches Gleichgewicht, also keine Gleichverteilung. Es gibt Verdichtungen, wo Viren und Infektionen mit höherer Wahrscheinlichkeit auftreten.
 
Solche Verdichtungen (dramatischer und englisch: hotspots) sind nicht durch Personen gekennzeichnet, sondern durch lokale Gruppenereignisse in bestimmten Situationen, Regionen oder Begegnungsstätten. Sie müssen, wenn es dort vermehrt Erkrankungen gibt, durch lokale Maßnahmen entschärft werden. Dazu sind auch Tests, besonders Schelltests, hilfreich.
 
Wer aber die Menschen schockieren und von oben herab gängeln will, sagt einfach folgendes:
"Ich kenne die Wahrheit über die Ausbreitung des Virus und wenn du meinen Regeln nicht folgst, wirst du bestraft, denn du verursachst den Tod von unschuldigen Menschen." So etwa reden unsere Politikerinnen.
 
Wenn in einer Familie Kinder, Eltern und Großeltern zusammen kommen, sich unterhalten, essen und trinken, wenn dann später eine Person infiziert ist, dann ist es falsch zu sagen: Du bist schuld, du hast sie angesteckt. Ursache der Ansteckung ist das Treffen und auch das nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit. Es kann Zufall sein, dass die Ansteckung gerade danach festgestellt wird.
 
Selbst, wenn die Ansteckung bei dem Treffen erfolgte, sind alle Beteiligten, außer Kindern, in gleicher Weise verantwortlich, an erster Stelle die angesteckte Person. Wenn es gerade die Oma war, dann hat sie sich selbst der Ansteckung ausgesetzt, weil sie es vorgezogen hat, nicht alleine und isoliert zu bleiben.
 
Wenn die Bundeskanzlerin in einer emotionalen Rede sagt, dass am Ende jemand für den Tod der Oma die Verantwortung trägt, ist das objektiv falsch. Die Vorstellung einer persönlichen Ansteckung ist falsch und ebenso falsch ist die Zuweisung einer Schuld.
 
Es entspricht nicht der Realität der ununterscheidbaren Viren, deren Weg man nicht verfolgen kann. Daran ändert sich nichts, wenn Frau Merkel, die weder Kinder noch Enkel hat, in ihrer Rede mehrfach das Wort Wissenschaft benutzt.
 
Wissenschaftlich ist die statistische Sicht in Form von Korrelationen. Alles andere ist vielleicht sympathisch, ist aber unrealistisch. Und es ist verantwortungslos, gutgläubigen Kindern auf diese Art Angst zu machen und den Kindern einen Schuldkomplex einzureden.

  Übersicht

5
Verschweigen von Fakten

Bei Covid19 wird die Zahl der Todesfälle kaum je genannt. Sie ist im Vergleich zu den positiven Tests äußerst gering. Man könnte realistisch und verkürzt sagen, ein schwaches Virus mit großer Verbreitung tötet wenige, schwache Menschen.
 
Die Zahl der Corona-Toten wird aber so definiert, dass alle Verstorbenen, bei denen das Virus entdeckt wurde, als Corona-Tote gezählt werden, egal, wie alt sie sind und egal, wie krank sie vorher schon waren. Das mittlere Alter der Corona-Toten liegt deutlich oberhalb der durchschnittlichen Lebenserwartung. Die Gefahr durch Corona ist damit ein Teil der Todesgefahr, die prinzipiell im menschlichen Leben besteht.
 
Verschwiegen werden uns auch die vielseitigen Möglichkeiten zur Behandlung von Covid19, sie sind der Behandlung von Grippe, verursacht durch andere Corona-Viren, sehr ähnlich. Seit dem Auftauchen des Virus haben sich diese Möglichkeiten wesentlich verbessert. Der Öffentlichkeit dürfte aufgefallen sein, wie schnell prominente Patienten wieder genesen.
 
In einem Land mit guter medizinischer Versorgung und sozialer Krankenversicherung kommt die fortgeschrittene Medizin der ganzen Bevölkerung zugute. Eine Schwachstelle sind Alten- und Pflegeheime. Dort gibt es die meisten Todesfälle und die höchste Ansteckungsgefahr. Aber genau, wie es an Personal fehlt, fehlt es dort auch an der Aufmerksamkeit der zuständigen Behörden und der um Popularität und Wiederwahl bemühten Politiker.
 
Altenheime und Pflegeeinrichtungen sind keine angenehme Umgebung und werden deshalb gerne aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit ausgeblendet. Wer aber die Aussagen der Statistik und die harten Zahlen ernst nimmt, erkennt schnell, dass an dieser Stelle mit wohl durchdachten Maßnahmen und Aufwertung des Personals viel mehr zu erreichen wäre, als mit der Schließung von Fitness-Studios.

  Übersicht

6
Diffamierung der Ungläubigen

Wenn Behauptungen und Lehren in die Welt gesetzt werden, die nicht zu beweisen und einfach zu widerlegen sind, gibt es schnell eine große Zahl von Ungläubigen. Je fragwürdiger die Lehre ist, um so heftiger werden die Ungläubigen bekämpft. Im Mittelalter wurden Hexen und Häretiker verbrannt, weil sie den katholischen Priestern nicht glauben wollten und diesen Unglauben öffentlich bekannten oder erkennen ließen.
 
Heutzutage wird niemand mehr verbrannt, aber die Meinung der Ungläubigen wird immer noch mit allen Mitteln bekämpft. Sie werden ignoriert, diffamiert und von den Medien ausgeschlossen.
 
Bei der Bekämpfung der Zweifler ist man nicht zimperlich. Man bezeichnet sie in den Medien als Spinner, Covidioten, Verschwörungstheoretiker, Impfgegner, Reichsbürger, Krawallmacher. Neuerdings wird das Wort Querdenker als universelles Schimpfwort eingesetzt für Menschen, die nicht der Regierung, den Medien und dem Mainstream der Meinung folgen, sondern selber denken.
 
Als im August 2020 die großen Demos in Berlin stattfanden, wurde in den konformen Medien mächtig gefälscht. Die Zahl der Teilnehmer wurde mit 20.000 bis 30.000 angegeben. Dazu diente ein Foto, auf dem etwa 20.000 Menschen zu sehen waren. Später konnte anhand des Schattenwurfs nachgewiesen werden, dass dieses Bild zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung aufgenommen wurde.
 
Systematisch wurde verschwiegen, dass Robert Francis Kennedy, der Sohn des ermordeten Robert Kennedy und Neffe des ermordeten Präsidenten dort eine Rede hielt. Von dieser Rede gibt es professionelle Video-Aufzeichnungen. Bei einem Schwenk der Kamera ins Publikum ist leicht zu erkennen, dass es sich um zehn mal so viele Menschen handelte, wie in den großen Medien behauptet.
 
Es ist auch zu erkennen, dass ganz überwiegend völlig normale Bürger unterwegs waren und dass Reichsbürger mit ihren schwarz-weiß-roten Fahnen eine winzige Minderheit bildeten, wie im normalen Leben auch. In den Nachrichten wurden die Reichsbürger jedoch zur dominanten Gruppe hochstilisiert, so als wenn die Berichte im Fernsehen von Sympathisanten dieser Verfassungsgegner gemacht worden wären.
 
Nach dieser Desinformationskampagne gegen die Teilnehmerinnen ist die Teilnehmerzahl an solchen Protesten zurück gegangen. Die Leute sind eingeschüchtert und haben teilweise resigniert. Wenn Regierung, Medien, Polizei und Verwaltung zusammen gegen das Volk vorgehen, kann Protest nur schwer aufkommen.

  Übersicht
"Demokratie kann und darf nicht mit einer systematischen Angsterzeugung zusammen hängen."
  Zitat
  Rainer Mausfeld, 03.02.2019, Heidelberg
 Link zum Vortrag

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Profilierungssucht von Politikern

Das merkwürdige an der Corona-Debatte in Deutschland ist, dass sie im Fernsehen von Politikern, Journalisten und einem Virologen geführt wird. Normale Mediziner kommen nicht zu Wort. Deshalb geht die härteste Kritik an den Maßnahmen der Regierenden von Medizinern aus, welche glauben, die Gefahr einer Krankheit besser als Politiker beurteilen zu können, auch besser als Virologen, die sich auf Laborarbeit konzentrieren.
 
Die Corona-Krise ist für Politiker ein fruchtbares Feld, um sich ohne großes Risiko und ohne viel Einsatz von Gehirn zu profilieren. Die Corona-Politik besteht aus Ordnungsmaßnahmen, die leicht zu erlassen sind und deren Wirkung nicht einmal nachgeprüft wird. Man verordnet Versammlungsverbote, Distanz und Masken.
 
Wer den Trend der Ängste anführt, liegt vorne bei den Umfragen. Das ist einerseits merkwürdig, es deutet darauf hin, dass die Angst ein tiefliegendes Bedürfnis oder Trauma ist, verursacht durch die viel krasseren, akuten Bedrohungen der Umwelt, des Klimas und der materiellen Existenz durch das ausufernde und absurde Finanzsystem.
 
Ernsthafte Probleme der Politik treten in den Hintergrund.

k l a r t e x t gleich anschließend:
Die vier Krisen hinter der Krise

Kanzlerin Merkel lenkt die öffentliche Auifmerksamkeit sanft an der Realität der unbewältigten Probleme vorbei. Die große Mehrheit folgt ihr gerne, obwohl das Volk sich nicht wie die Kanzlerin aus der Verantwortung zurückziehen kann und die enormen Schulden, welche die Maßnahmen verursachen, bezahlen muss.
 
Jetzt geht es bei der Union um den zweiten Rang in der Beliebtheit. Der geschickteste Taktierer ist Markus Söder.

Er trägt im Bund keine Verantwortung und konzentriert sich auf seine Rolle als Meinungsführer in Richtung etwas härterer Maßnahmen. Das scheint der Trend zu sein. Armin Laschet, der auf leichte Lockerungen gesetzt hat, gerät ins Hintertreffen. Die Medien verwechseln wieder einmal Sebstbewusstsein und starkes, männliches Ego mit Kompetenz.
 
Das verwirrende Spiel der Politik macht Corona zum politischen Moment des Vorwahlkampfes, zeigt uns aber auch, wie beliebig die einzelnen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus sind. Heute dies und morgen das.

  Übersicht

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Schreckensnachrichten aus anderen Ländern

Die ersten Nachrichten kamen aus China. Es war die Rede von einer Grippewelle, die sich von der Stadt Wuhan sehr schnell ausbreitet und durch ein Corona-Virus verursacht wird, das 2019 auf den Menschen übergesprungen ist. Das entscheidende Charakteristikum der Krankheit Covid19 war die Neuartigkeit und die schnelle Ausbreitung.
 
In China, wo bekanntlich die Menschen in Millionenstädten sehr dicht beieinander leben, reagierte man mit drastischen lock-down-Maßnahmen. Die globale Ausbreitung konnte trotzdem nicht verhindert werden.
 
Eine zweite Schreckensmeldung kam aus Italien, wo das Virus in Altenheime eindrang. Die schlecht organisierten lokalen Behörden waren nicht in der Lage, die Epidemie in den Griff zu bekommen. Es starben viele Menschen in der Altersgruppe von 80 bis 100 Jahren, weil man sie, statt in gut ausgerüstete Krankenhäuser, in Pflegeheime verlegte.
 
In den USA weigerte sich der egozentrische Präsident, die Epidemie klar zu sehen und tat nichts für die Verbesserung des Gesundheitssystems, das die ärmere Bevölkerung der USA nicht wirklich schützt. Die Zahlen klingen für uns hoch, weil die Einwohnerzahl mehr als vier mal so hoch ist und viele Millionen Menschen sind nicht krankenversichert.
 
Solche und ähnliche Meldungen, auch aus Brasilien und Iran, werden bei uns ständig wiederholt, sie schockieren Menschen, aber mit der Situation in Deutschland haben sie nichts zu tun. Wir haben ein zwar teures, aber gut funktionierendes Gesundheitssystem, auf das man sich verlassen kann.

  Übersicht

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Der Tod an sich als Bedrohung

Wir erinnern uns an die Bilder, als ein Transport von Särgen in der Tagesschau gezeigt wurde. Solche Szenen gibt es sonst nur in Filmen. Sie schockieren und gruseln das Publikum. Als Nachricht haben sie kaum einen Wert, weil sie zu jeder Zeit und überall aufgenommen sein könnten.
 
Damals wurde auch damit argumentiert, dass jede Corona-Tote die eigene Großmutter sein könnte. Damit kann man Kinder schockieren, so lange, bis sie psychische Schäden erleiden.
 
Der Tod ist dem Menschen fremd geworden und in weite Ferne gerückt, daher können die Medien mit dem Tod Emotionen entfachen und daraus Profit ziehen. Durch die tägliche Angstmache ist es so weit gekommen, dass die Angst vor Corona größer ist als die allgemeine Todesangst.

  Übersicht

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Ständige Wiederholung

Wer 1+1+1+1+1+1+1+1+1+1 zusammenzählen kann, erkennt leicht Folgendes: Durch ständige Wiederholung der falschen und übertriebenen Behauptungen in allen großen Medien und die immer wieder gesteigerte Zahl der Tests, ist das Phänomen Corona im Bewusstsein der Öffentlichkeit schnell auf das Zehnfache seiner wirklichen Größe angewachsen.
 
Die Angst ist zu einer Psychose ausgeartet, aus der Virologen, Politiker und Medienmacher, aber auch die Masse der Gläubigen nur schwer ohne Gesichtsverlust heraus können. Das ist die eigentliche Corona-Krise.
 
Die wichtigste Rolle bei diesem Hype spielt der PCR-Test und sein Hauptvertreter in den Medien, namentlich Christian Drosten, der selber einen Test mit 45 Zyklen entwickelt hat und auch weltweit propagiert.
 
Ein PCR-Test besteht in der ständigen Wiederholung des Kopierens von RNA-Abschnitten im Labor. Es sind Riesenmoleküle, die Erbinformationen enthalten und sich selbst kopieren. Das geht in Zweierpotenzen, nicht exponentiell, wie oft gesagt wird. Aus 1 werden 2, aus 2 werden 4, aus 4 werden 8. Schließlich ist der Faktor der Vervielfältigung 2 hoch 45. Mit diesem Faktor im PCR-Test, werden aus einem Fragment im Speichel der getesteten Person mehr als 128.000.000.000.000.
 
Da es sich um einen biologischen und nicht um einen mathematischen Prozess handelt, kann nicht jede Kopie fehlerfrei sein. Das ist auch der Grund, warum Erbgut ständig mutiert. Jeder Fehler, der im PCR-Test auftritt, wird in den folgenden Zyklen ebenfalls immer wiederholt und verdoppelt. Herr Drosten behauptet jedoch (in seinem Podcast Coronavirus Update Nr. 118 des NDR), dass der Fehler bei seinen Tests exakt gleich Null sei.
 
Diese Behauptung ist wissenschaftlich nicht zu halten, schon deshalb nicht, weil es kein Verfahren gibt, die Tests mit einer höheren Genauigkeit zu überprüfen und dadurch die Behauptung zu beweisen oder zu widerlegen (Karl Popper!). Es gibt auch keine Möglichkeit, ein bestimmtes Virus mit Sicherheit medizinisch zu diagnostizieren, weil es keine eindeutigen Symptome gibt. Der Nachweis der Krankheit Covid19 ist der Nachweis des Virus Sars-Covid-2.
 
Der PCR-Test lässt sich also nur durch sich selbst bestätigen. Der Nachweis durch Antikörper ist weniger genau und kann die Fehlerquote Null keinesfalls bestätigen. Die Behauptung des Herrn Drosten ist nur durch sich selbst belegt. (Das ist einfache Logik, wer es nicht glaubt, sollte die letzten Zeilen hier noch einmal nachlesen.)
 
Christian Drosten verkündet uns also ein Dogma, das nur durch seine eigene Behauptung gestützt wird und unmöglich zu beweisen ist. Dies erinnert stark an das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes. Das könnte auch der Grund sein, warum der Herr Bundespräsident ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen hat.
 
Drosten geht aber noch weiter. Im gleichen Podcast sagt er in seiner bekannt leichtfüßigen Art: Bei den 75- bis 84-Jährigen liegt die Sterblichkeit bei 7,3 Prozent - und bei denjenigen über 85 Jahren stirbt fast jeder Dritte. Das ist dann so viel wie bei den Pocken im Mittelalter.
 
Das ist Panikmache, die kaum zu überbieten ist. Damals starb ein Drittel der gesamten Bevölkerung. Drosten übertreibt hier, wenn man es nachrechnet, nicht etwa um einen Faktor 10 oder 100, sondern um einen Faktor 10.000 und die Altersgruppe, die er heranzieht, liegt fast 10 Jahre oberhalb der durchschnittlichen (heutigen) Lebenserwartung. Von den Menschen über 85 Jahren sterben viele. Dazu braucht es kein Corona-Virus und auch keinen PCR-Test.

  Übersicht

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Zurück in die Realität

Die Corona-Psychose wird sich wie alle Psychosen nur langsam auflösen. Wir können aber jetzt schon Positives daraus lernen. Die Maßnahmen sind wenig sinnvoll, aber sie beweisen, wie einfach es ist, umfangreiche und einschneidende Maßnahmen gegen eine in den Medien immer wieder publizierte Gefahr durchzusetzen.
 
Wir sehen auch, wie leicht die Beschaffung von riesigen Geldmengen ist. Kaum beschlossen, schon beschafft und verpufft. Das zeigt der finanzschwachen Bevölkerung, dass irgendwo unermessliche Geldmengen in Billionen vorhanden sind und zwar in den Händen der Großgeldbesitzer. Die Geldmenge ist unbegrenzt und steigt ins Unendliche.
 
Es ist einfach so, dass von privaten Banken und von den Notenbanken Geld aus dem Nichts erschaffen wird, und zwar in Form von Krediten. Kredite an Staaten sind da besonders beliebt, weil es die größten sind und die gesamte Bevölkerung haftet samt Kindern und Enkelkindern. Den Hauptgewinn bei der Pandemie macht die Finanzwelt, die das Geld, das unser Staat sich zur Kompensation der Maßnahmen leihen muss, einfach so per Mausklick erzeugt.

  Wer in einer Stunde die Finanzwelt verstehen will,
  sollte sich meinen Vortrag bei attac W'tal anhören:
Es geht dabei nicht um Corona, sondern nur um Geld.

Man könnte auch genau so gut Konsens darüber erzielen, endlich mit der Klimapolitik und dem Umweltschutz Ernst zu machen und den Energieverbrauch, den Fleischverzehr, den Flugverkehr und die Flut der schweren Automobile einzudämmen. Sogar der Fetisch Wirtschaftswachstum darf angetastet werden, wenn man es mit dem englischen Wort lockdown umschreibt.


Es gibt viele Dinge, die dem Allgemeinwohl mehr dienen. Zum Beispiel, gesunde Ernährung mit ein wenig Druck durchzusetzen. Oder die Polarisation in Arm und Reich zu reduzieren. Oder direkte Demokratie zu genehmigen oder die Inhalte der Schulerziehung aufzubessern oder all das auf einmal, so, wie es in den Talkshows von der Jugend, von emeritierten Professorinnen und von Querdenkern gefordert wird, so oft sie irgendwo zu Wort kommen.

   24.11.2020
  Letzte Überarbeitung mit Kürzungen
  28.04.2021

 

 
 
textklar

Die 4 Krisen
hinter der Krise


 

Bewusstseins-Erweiterung gegen Realitätsverlust
Klick!

Keine Angst vor der Zukunft! Der freie Blick auf vier dauerhafte Fehlentwicklungen bringt uns der Realität näher.

    Die 4 Bereiche in Dauerkrise sind:
  1. Medien klick!
  2. Repräsentative Demokratie klick!
  3. Finanzwelt klick!
  4. Klima und Umwelt klick!

  5. Hier nicht aufgelistet ist die Krise der EU, die gar keine Union ist. Es handelt sich um eine Systemkrise seit Jahrzehnten, verursacht durch die absurde Konstruktion, die mit 27 Staaten nicht funktioniert. klick!

Die Medien werden als erstes genannt, weil wir auf Medien angewiesen sind, um Informationen von Dingen zu erhalten, zu denen wir persönlich keinen Zugang haben. Alle Medien können auch falsch informieren. Das lässt sich grundsätzlich nicht vermeiden.

Es gibt von Anfang an eine Diskrepanz zwischen
Sprache und Realität.
Ein Klick und du weißt mehr!

1. Krise in den Medien

Konformismus gegen Demokratie

Das Problem mit unseren Medien ist der alltägliche Realitätsverlust in der Darstellung von Politik, genauer gesagt, der Konformismus der großen Mehrheit deutscher Journalisten mit der Regierung der großen Koalition. Weniger problematisch sind die Meinungen und Thesen einzelner Medienmacher und Journalisten zu unaufgeklärten Ereignissen wie dem Mord an JFK oder dem Einsturz der Gebäude bei 9-11.
 
Es fehlt der Widerspruch gegen Entscheidungen der Regierung, der vor 50 Jahren alltäglich war. Es fehlt die Darstellung von Zusammenhängen, es fehlen Zahlen und ihre Statistik. Statt dessen werden die Beschlüsse verkündet und wiederholt, Positionen der Ministerien bekräftigt, Ergebnisse nicht mehr in Frage gestellt.
 
Das ist Konformismus auf breiter Front, ein Angriff auf die lebendige Demokratie und Verachtung der menschlichen Intelligenz.
 
Der Konformismus ist am größten in den TV-Sendungen, welche die größten Einschaltquoten haben (Tagesthemen, Tagesschau), oder in Zeitungen auf der ersten Seite. Konformismus ist schwer zu belegen, weil es nicht auf den Einzelfall ankommt, sondern auf die Häufung.
 
Ganz offensichtlich wurde das 2020, als alle nur noch ein Thema hatten, das Corona-Virus und die Maßnahmen dagegen, die sogenannte Corona-Krise, dann die Lockerung der Maßnahmen und schließlich die Folgen der Lockerung und die Folgen der Folgen...
 
Das ist Konformismus, wo jeder dran fühlen kann, er macht die Zukunft und den demokratischen Wandel unzugänglich. Das Problem mit den Mainstream-Medien besteht darin, dass sie uns das Denken abgewöhnen. Wohin das auf die Dauer führt, sehen wir in den USA.

 Aktueller Einschub 22/23.09.2020

Das Falschwort Neuinfektion

Wie ungeniert Medien und Politiker mit der Wahrheit umgehen, erkennt man daran, dass längst widerlegte Behauptungen ständig wiederholt werden, bis sie sich dann doch durchsetzen. Im Fall Corona ist dies die steigende Zahl der Neuinfektionen. Dies ist eine doppelte Falschinformation.
 
Die Zahl steigt, wenn die Zahl der Tests steigt. Interessant ist nicht die absolute Zahl der positiven Testergebnisse, sondern der prozentuale Anteil der positiven Ergebnisse an der Zahl der durchgeführten Tests. Und die liegt seit langem bei etwa 1%. Das zeigt, dass die Maßnahmen der Eindämmung nur wenig Effekt haben, weder positiv noch negativ.
 
Diese Erkenntnis von Realität ist unerwünscht, deshalb wird in den Medien Falsches permanent wiederholt.
 
Noch gravierender ist, dass der Begriff Neuinfektionen nicht zutrifft. Es sind keine Infektionen. Eine Infektion liegt dann vor, wenn ein Virus sich im Körper so weit vermehrt, dass ein Infekt, eine Entzündung, eintritt: Symptome wie bei einer Erkältung und dann Grippe mit Fieber. Das ist eine Neuinfektion, nicht der Nachweis von Viren-DNA.
 
Als Falschwort benutzt, täuscht das Wort Neuinfektionen darüber hinweg, dass die meisten positiv Getesteten, insbesondere alle Kinder, gar nicht auf das Virus reagieren, sondern es abwehren oder überwinden. Nur, wenn das Virus eine Infektion verursacht, wird es gefährlich. Genau diese Tatsache wird durch das Falschwort Neuinfektionen übergangen.
 
An dieser Stelle besteht eine Wissenslücke:
 
Das Corona-Virus hat die Eigenschaft, sich auch über Träger zu verbreiten, bei denen keine Infektion eintritt. Wie das genau geschieht, ist nicht erforscht oder nicht bekannt. Dass es so funktioniert, wurde besonders deutlich an dem Fall der Großschlachterei Thönnies: Mehr als hundert positiv getestete Mitarbeiter, keine Infektionen oder Erkrankungen.
 
Wenn man sich in die Welt des Virus hineindenkt, wird diese Merkwürdigkeit verständlich. Ein Virus will nicht Menschen töten oder krank machen, sondern es will sich über die Träger ausbreiten und vermehren lassen. Wenn die Träger schwer erkranken und sterben, ist dies für das Virus ein Verlust. So ist seine DNA strukturiert. Wenn ein Virus sich also schnell ausbreitet, ohne viel Schaden anzurichten, ist es aus der Sicht dieser Existenzform ein Erfolg. Covit-19 ist in diesem Sinne ein sehr erfolgreiches Virus.
 
Die Panikmache beginnt da, wo der Nachweis der DNA, als Neuinfektion bezeichnet wird und man das Virus als Killer von Oma und Opa darstellt oder Fotos von Särgen verbreitet.
 
Viele Menschen fühlen sich gesund und stark genug, sich dem Virus zu widersetzen, sie spüren, dass sie falsch informiert werden und sehen, dass sich Corona zwar erstaunlich leicht verbreitet, aber nur in einer kleinen Risikogruppe Schaden anrichtet.
 
Die schwachen und anfälligen Menschen in Altenheimen und Krankenhäusern gezielt zu schützen und optimal zu behandeln ist Aufgabe der Medizin, unterstützt durch den Staat und die Allgemeinheit. Falschinformationen und Angst zu verbreiten, und gesunde Menschen, sogar Kinder, durch Gesichtsmasken sprachlos zu machen, leistet dazu keinen konstruktiven Beitrag.
 
So entsteht der Verdacht, dass irgendjemand (Christian Drosten oder Billy Gates) etwas verkaufen will: Millionen Labortests und einen Impfstoff für Milliarden.

Freiheit für Religion und Kunst,
aber
keine Freiheit von ARD und ZDF

Deutschland ist wieder Weltspitze! In den Corona-Eindämmungs-Charts sind wir ganz vorne dabei. Es handelt sich bei Covid19 aber um eine eher leichte Übung, wie im Sport Badminton und Squash. In Hinblick auf Annalena Baerbock sollte man hier und jetzt (2021) auch Trampolin-Springen erwähnen.
 
Das lenkt uns davon ab, dass im Hintergrund 4 unbewältigte Probleme lauern, die schnell durch irgendein Ereignis zur akuten Krise werden.
 
Was uns wie eine Krise vorkommt oder von Medien und Politikern als Krise präsentiert wird, ist fast immer das Ergebnis von groben Fehlern, die auf Dauer nicht behoben oder beseitigt wurden.
 
Im Leitmedium Fernsehen besteht der Fehler darin, dass die Öffentlich-Rechtlichen Anstalten seit Jahren mit den Privaten zu deren Spielregeln konkurrieren, was sie nicht nötig hätten, dass sie also genau wie die Privaten Medien um Einschaltquoten buhlen. Sie setzen Massentauglichkeit als Maßstab, obwohl sie von Staats wegen zur Information und zur Bildung verpflichtet sind.

Wozu Intelligenz gut ist:
Intelligenz soll dazu dienen,
das Denken der (erfahrbaren) Realität anzupassen
und nicht dazu,
das eigene Denken der Meinung anderer
(der Mehrheit) anzugleichen.

Die Regierung machte dann einen Fehler, der diesen Trend auf fatale Weise auch noch unterstützt. Es wurde eine Komplizenschaft zwischen Regierung und Öffentlich-Rechlichen Medien hergestellt: Statt die Zuschauer von Zahlungen für das immer mehr kommerzialisierte TV-Programm zu entlasten, wurden sie per Gesetz zu hohen Gebührenzahlungen gezwungen, unabhängig davon, ob sie das Angebot wahrnehmen oder nicht. (Damit wurde das Geldeinnehmen den Sendern leichter gemacht als dem Staat selbst, der seine Einnahmen über Steuern finanzieren muss, die man bekanntlich umgehen kann.)
 
Die Zwangsgebühren sind ein absurdes Konstrukt. Rundfunk und Fernsehen sind ja eine geistige Beeinflussung, ähnlich wie Religion oder Kunst, und das darf in einer freiheitlichen Demokratie niemandem aufgezwungen werden, also auch nicht die Bezahlung dafür. Kunst muss keiner kaufen. Aus der Kirche kann man austreten und man zahlt dann auch keine Kirchensteuer mehr. Aus der Fernsehgemeinde kann niemand austreten.
 
Rundfunk, Fernsehen und Mediathek zu bezahlen, ist jetzt Bürgerpflicht. Das ist ein Schritt in den Totalitarismus. Die Anstalten sind damit zum Staatsfunk geworden und das verstärkt und verfestigt die Medienkrise gewaltig. Es polarisiert das Bewusstsein der Bürger und das der Medienmacher und führt in eine dauerhafte Konfrontation:
 
Wir da unten - ihr da oben.


2. Krise der repräsentativen Demokratie

Die zweite Dauerkrise ist die Krise der Repräsentativen Demokratie. Sie zeigt sich jetzt in vielen Ländern, in unterschiedlichen Varianten, besonders deutlich in den USA.
 
Die Form dieser Demokratie stammt etwa aus dem Jahre 1790, als es weder Eisenbahn noch Telefon, noch Film, Funk und Fernsehen gab.
 
Die Stimmabgabe ist eine Informaton über den Willen der Wähler. Die Art und Weise, wie diese Information übermittelt wird, ist seit 1790 gleich geblieben:
 
Man schmeißt einen Zettel in eine Kiste, auf dem ein paar Namen von Kandidaten oder Parteien angekreuzt sind. Das ist eine Methode der Kommunikation aus dem griechischen Altertum.
 
Die Botschaft der Wähler (bei der Bundestagswahl sind es zwei Kreuze auf dem Wahlzettel mit dem Informationswert von maximal 4 Bit) beeinflusst die Sitzverteilung im Parlament. Danach endet die demokratische Einflussnahme der Wählerinnen und Wähler. Was dann kommt, ist nicht mehr Demokratie; denn es wird kein Wunsch oder Wille oder auch nur die Meinung der Wähler mehr übermittelt.
 
Demgegenüber steht eine Medienflut in Rundfunk, Fernsehen und Presse, der niemand entgehen kann: Meinungen, Entscheidungen, Begründungen, Anweisungen, Gesetzestexte, und -pakete, Ansprachen, Kommentare, Diskussionen von Politikern und Prominenten, es nimmt kein Ende.
 
Medien, Regierung und Parteien übermitteln uns so eine Darstellung von Politik, die sie immer wieder und bei jeder Gelegenheit Demokratie nennen. Aber das Demos, das Volk, ist in dieser Inszenierung vier Jahre lang nur noch Zuschauer. Demokratie ist es nicht, weil der Wille, der Wunsch oder die Meinung der Bürger nicht mehr vorkommt, es sei denn in Reden und in demoskopischen Umfragen.

Hundert Jahre Einsamkeit

Diese Scheindemokratie, Postdemokratie, oder Parteien-Oligarchie kann durch kleine Veränderungen nicht zur Demokratie umgemodelt werden. Der Fehler, dass all die neue Technik nur zur Beeinflussung der Wähler und nicht zu deren eigener Willensäußerung angewandt wird, existiert schon seit 100 Jahren und ist nie korrigiert worden.
 
Nicht behobene Fehler führen zur Krise. Die repräsentative Demokratie, die sich für die Wähler auf das Ankreuzen von Zetteln beschränkt, führte schon mehrmals zur Krise, genauer gesagt, zur Diktatur.
 
Ein Möchtegern-Diktator kommt legal an die Macht, nutzt alle Medien für sich aus und kann gegen Vernunft, Intelligenz und Moral alles durchsetzen, was ihm sein Großhirn oder sein Größenwahn vorschreibt. Beispiele gibt es im Dutzend, von Hitler bis Duterte.
 
Die Repräsentative Demokratie ist durch die technische Entwicklung ausgehebelt,
weil die Massenmedien das extreme Ungleichgewicht zwischen Bürgern und gewählten Vertretern nie beseitigt oder auch nur gelindert haben. Weil dieser Systemfehler immer weiter besteht, sind neue Diktaturen unvermeidbar. Aber nicht alternativlos und sie sind auch keine Alternative!
 
Das interaktive Internet ist das neue Massenmedium, in dem Demokratie neu erfunden werden muss und aktiv gestaltet werden kann.
Ein Klick und du weißt mehr:
Direkte Digitale Demokratie.

 

3. Krise des globalen Finanzsystems

Die Schwäche der repräsentativen Demokratie ist die Stärke des privaten Finanzsektors. Je weniger unsere Staaten die Finanzwelt kontrollieren, desto mehr werden wir von Banken, Investoren, Fonds, Börsen, Ratingagenturen und Steueroasen beherrscht. Doch auch die Finanzwelt hat sich selbst nicht unter Kontrolle. Im Gegenteil, sie befindet sich in wilden Turbulenzen.
 
Das deutlichste Zeichen, dass hier etwas nicht stimmt, ist der riesige Geldüberschuss. Die Geldmenge ist 3 bis 4 mal so groß, wie erforderlich, um die Wirtschaft zu betreiben und die Funktion als universelles Tauschmittel für Handel und Konsum voll zu erfüllen.
 
Der Grund dafür ist die Geldschöpfung durch Kreditvergabe. Banken haben das Recht, Gutschriften über Summen zu erteilen, die weit über ihren eigenen Geldbesitz hinausgehen und sie erschaffen damit gleichzeitig neues Geld und Schulden. Dies geschieht ständig auf der ganzen Welt, weshalb niemand das Geldsystem und die Geldmenge unter Kontrolle hat.

Disponenten und Zocker

Diese Krise des Finanzsystems durch Unkontrollierbarkeit schadet aber nicht den ganz großen Akteuren. Sie können reine Finanzgeschäfte mit ihren Milliarden betreiben und durch geschickte Disposition ihr Finanzvolumen ständig steigern.
 
Das Geldverdienen im Finanzsektor ist zwar riskant, aber bei breiter Streuung der Risiken gibt es im Schnitt sehr sichere und viel höhere Erträge als in der realen Wirtschaft. Das ist logisch, weil die Geldmenge im System durch Kreditaufnahme (besonders der Staaten) immer weiter und immer schneller ansteigt.
 
Die Tatsache, dass durch die Aufnahme von Staatsschulden die Geldmenge vergrößert wird, und dass dieses Geld durch die Staatsausgaben erst in der privaten Wirtschaft und am Ende überwiegend in der Finanzwelt landet, ist immer noch nicht in das Bewusstsein der Regierenden Parteien gedrungen.
 
Dieser Zustand ist auf Dauer unhaltbar, weil die Vorgänge der Kreditvergabe, die Menge des Geldes, die Höhe der Schulden und die Disposition der superflüssigen Finanzen sich nicht in den Händen demokratisch gewählter Regierungen, sondern in den Händen einer unkontrollierbaren Schar von Finanz-Akteuren befindet.
 
Dies ist keine überschaubare oder homogene Gruppe. Viele von ihnen handeln unreflektiert und irrational, auf jeden Fall aber im eigenen Interesse, nicht mehr im Interesse der Realwirtschaft und schon gar nicht im Interesse der Allgemeinheit.
 
Es besteht ständig die Gefahr eines Zusammenbruchs von Teilsystemen: Aktienmarkt, Hypotheken, Pensionsfonds, Staatshaushalte und nicht zuletzt Privatbanken am Rande der Pleite. Fast alle Banken sind überschuldet, das heißt, sie könnten die Guthaben auf ihren Konten nicht auszahlen, wenn es von allen oder vielen Kontoinhabern gleichzeitig verlangt würde.

Ein kurzer Schock und dann Entwarnung

Der Geldüberschuss sucht nach Anlagemöglichkeiten: Immobilien, Staatsanleihen, Aktien und man zockt mit komplizierten Finanzprodukten, weil zu viel Geld vorhanden ist. Es herrscht Finanzinflation. Man erkennt das daran, dass die Aktienkurse und die Preise für Immobilien ständig steigen.
 
Irgendwann muss die Inflation im Finanzsektor (wie eine Infektion) auch auf die Realwirtschaft und die alltägliche Konsumwirtschaft übergreifen. Und das tut sie jetzt auch schon.
 
Als die Wirtschaft wegen Corona stark eingeschränkt wurde, sackte zunächst die Börse ab, weil es vorherzusehen war, dass viele Firmen Verluste machen würden. Doch der riesige Geldüberschuss im Finanzsektor trieb die Kurse im statistischen Mittel schnell wieder nach oben, weil man umdisponiert hat.
 
Es gibt Riesen an der Börse, die von der Krise nicht betroffen sind: Amazon, Facebook, Telekom und Unterhaltungsmedien. Weil das Geld da ist, wird es auch angelegt. Der absurde Zustand bleibt bestehen:

Geld in Überfluss und schwindende Wirtschaft

Die Staaten machen jetzt Schulden, was der Finanzwelt nur willkommen ist, und so wird die Krise, die im Finanzsystem steckt (Instabilität und Abhängigkeit von unkontrollierbaren Zockern), auf die Staaten und damit auf die Bürgerinnen und Bürger übertragen. Die Krise des globalen Finanzsystems wird von den Staaten abgefangen aus Angst vor der Krise des globalen Finanzsystems.

Selbstansteckung aus Angst vor Infektion

Besser wäre es, einmal rational betrachtet, sich dort das nötige Geld zu holen, wo es in Überfluss vorhanden ist, ohne die Verpflichtung, dass wir es zurückzahlen müssen.

    Das ist möglich durch Steuern auf
  • Transaktionen
  • Finanzgewinne
  • Vermögen
  • Wertzuwachs
  • Erbschaften
  • und durch Vermögensabgaben.
  • Steuern durch Steuern.

Nicht vergessen: Eigentum verpflichtet und der Staat darf Steuern erheben, wann, wie viel und von wem er will. Der Staat darf nicht nur Solidarität der Bürger mit Risikogruppen vorschreiben, sondern auch Solidarität von denen verlangen, die zu viel mit Geld infiziert sind.

  Der Staat kann steuern durch Steuern.  
   05.06.2020

Die globale Gefahr durch den Geldüberfluss
 

Ausführlicher Vortrag ber das Thema Finanzmacht


 

4. Krise, Zerstörung von
Klima und Umwelt

Hinter der Pandemie versteckt

Das Corona-Virus hat sich über Monate hin zum alles beherrschenden Thema ausgeweitet. Das entspricht nicht der realen Bedeutung oder der wirklichen Bedrohung.
 
Ein Grund für die Überbewertung ist der, dass diese Epidemie nicht von Menschen gemacht ist. Das ist cool, wir sind nur Opfer und nicht Täter.
 
Es entlastet vor allem die Politiker und gefällt auch den Bürgerinnen und Bürgern, die sich bereitwillig eine Maske vors Gesicht binden und Abstand halten.

Abstand und Ablenkung

Das Aufstellen und Einhalten solcher Regeln wirkt wie ein Ablassgebet. Es befreit von Schuld und Strafe. Corona lenkt ab von den anderen Problemen, die wir selbst verschuldet haben und deren Lösung sehr viel schwieriger ist.
 
Das gilt am meisten für die menschengemachte Zerstörung von Klima und Umwelt.
 
Für die Krise in den Medien, den Niedergang der Demokratie und die Bedrohung durch die Finanzwelt können wir jeweils Journalisten, Politiker oder Spekulanten verantwortlich machen. Das ist zwar nicht korrekt, aber wenigstens diskutabel.

An der Zerstörung von Klima und Umwelt sind wir alle beteiligt.

Schon in der Klimadebatte wurde der Blick gerne von der offensichtlichen Realität abgelenkt.
Menschen haben durch ihre Zahl, ihren Konsum, ihre Beweglichkeit und Bequemlichkeit, durch ihre Gier und Unersättlichkeit den Planeten so sehr ausgebeutet, verschmutzt und gequält, dass die Schäden nicht mehr zu beheben sind. Zuletzt drehte sich die Diskussion typischerweise nur noch um ein unsichtbares Gas, CO2, das sehr leicht aus dem Bewusstsein zu verdrängen ist. Verdrängung ist angesagt.

Ideologie statt Einsicht

Ein geradezu gefährlicher Verdrängungsmechanismus übergeht nicht nur das Problem von Klima und Umwelt, er bewirkt auch eine Spaltung der Gesellschaft, (wie sie in den USA schon gefährliche Dimensionen angenommen hat). Das Problem wird ideologisiert, ein teuflischer Effekt.
 
Die Ursachen dafür sind falsche Informationen und Entscheidungen der Regierung. Es gibt keine Vorschriften, sondern Vorwürfe, Appelle, Anregungen oder gar nichts, außer Diskussionen. Das hört sich zunächst demokratisch und sehr liberal an, ist aber falsch, weil es keine besonderen Spielräume mehr gibt. Das Hin und Her wird nur zur Ursache von Streit, Hass und Verachtung.
 
Man stelle sich vor, der Autoverkehr wäre so geregelt, dass man es den Autofahrerinnen überlässt, aus reiner Rücksicht nicht zu saufen oder 50 km/h in Ortschaften einzuhalten oder einen Sicherheitsgurt anzulegen. Dann würden sich vielleicht 80% der Verkehrsteilnehmer daran halten, aber das Ziel dieser Maßnahmen, stressfrei zu fahren und die Gefahren zu verringern, würde nicht erreicht.
 
Es gibt immer einen wesentlichen Prozentsatz an Leuten, denen freiwillige Rücksichtnahme fremd ist, was uns die vielen Raser mit Tempo 200 auf den Autobahnen täglich vorführen. Da sieht man, warum Verbote richtig sind: Sie gelten für alle.
 
Beim Umwelt- und Klimaschutz ist vieles freiwillig und in weiten Kreisen Konsens. Aber diejenigen, die sich daran halten, werden von anderen als links-grün-versifft beschimpft. Statt Vorschriften für alle gibt es eine ideologische Spaltung, sie sich ständig vertieft.
 
Wer seinen Müll nicht trennen will, wer ein SUV fährt, wer Plastik herum schmeißt, glaubt, wenn er auch AfD wählt, sei alles damit erledigt. Ein paar geile Tattoos oder bei Männern ein glatt rasierter Schädel, das kann auch bei der Entlastung helfen. Man zeigt Flagge und macht sich und den anderen nichts vor.
 
Das zeigt: Ich bin cool, ich bin gut drauf, ich bin stark.Ein Problem, das mein Ego nicht betrifft, ist nicht mein Problem. SUV plus Tattoo plus Oppositionspartei und schon ist Frau oder Mann raus aus dem Schlamassel mit Umwelt und Gewissen.
 
Auf der anderen Seite, im Milieu der gleichberechtigten und achtsamen Akademikerinnen gibt es ebenfalls einen Katalog von Verdrängungen. Wer es sich leisten kann, lässt seinem Kaufrausch im Bio-Supermarkt freien Lauf, macht Urlaub in Südamerika, fährt nicht SUV, sondern Zweitwagen, hat Meetings in Zürich, Krakau oder Turku und kauft seinen Kindern sehr intelligentes Spielzeug mit Batteriebetrieb. Das Kreuzchen auf dem Wahlzettel bei der richtigen Partei liefert die Absolution.
 
Eine satte Steuer auf Kerosin würde alle in gleicher Weise treffen, die Finanz-Manager, die Viel-Urlauber, die Finca-Besitzer auf Mallorca und die Ballermann-Säufer. Ähnlich wäre es mit einer gestaffelten Mehrwertsteuer auf SUVs, aber auch auf Sport- und Zweitwagen und selbstverständlich auf Motorräder und Privatflugzeuge. Dazu erhöhte MWSt auf süße Sachen, Knabber-Artikel, Fleisch und Plastik-Verpacktes, auch, wenn ein Biosiegel drauf ist.
 
Für eine Politik, die Politik ernst nimmt, gibt es Möglichkeiten genug, Umwelt, Klima und Überfluss in den Griff zu bekommen, ohne die Bürger mit falscher Ideologie gegeneinander aufzuhetzen.


Realitäten unsichtbar gemacht

Dass die geliebten Verbrennungsmotoren, die Geschwindigkeit der Flugzeuge und Automobile, die Schweinefilets und weggeworfenen Speisen, die Bequemlichkeit der Touch-Screens, Akkus und Rolltreppen, die Wegwerf-Kleidung und nicht zuletzt Rüstung und Militär, dass der ganze Überfluss an Material und Verbrauch die Ursache für alle Schäden ist, das lässt sich viel leichter verdrängen, wenn man etwas Unsichtbares an die Stelle setzt:
 
Ein Gas
, das doch ganz natürlich ist und das in jeder Dose Red Bull vorkommt, sogar im Magen und im Darm von Menschen. Wie ungefährlich ist doch CO2!
 
Ähnliche Wirkung erzielt ein unsichtbares Virus. Es ist zwar für Alte und Schwache gefährlich, aber wir sind unschuldig an dieser Pandemie und können mit Ordnungsmaßnahmen etwas dagegen tun. Das gilt ganz besonders für alle Politiker, die sich bereitwillig und öffentlich-wirksam darauf gestürzt haben.

Was wächst mit der Wachstumsfunktion?

    So einfach ist es mit der Umweltkatastrophe aber nicht. Da sind Finanzleute, Politiker, Ökonomen und Konsumenten in gleicher Weise mitverantwortlich.
     
  • Mehr Wachstum
  • mehr Umsatz
  • mehr Konsum
  • mehr Gewinn
  • steigende Kurse
  • Geldvermehrung
  • Lies hierzu auch die Glosse Besinnliches Geldzählen
  • größeres Angebot
  • höhere Reichweite
  • schnellere Lieferung
  • mehr Akkuleistung
  • mehr Speicherplatz
  • schnelleres Netz
Da geht doch die Post ab! Aber wir bewegen uns in die falsche Richtung. Denn alle Folgeschäden wachsen mit:
  • Mehr Energieverbrauch
  • mehr Verbrennung
  • mehr CO2
  • mehr Abfall
  • mehr Materialverbrauch
  • der Kampf um Ressourcen
  • Ausbeutung von Arbeiterinnen
  • Überfischung der Meere
  • Klimawandel
  • Gletscherschmelze
  • Tierquälerei
  • Vernichtung von Arten
  • Zerstörung von Lebensraum
Zwischen diesen beiden Kolonnen besteht immer und überall ein fester funktionaler Zusammenhang. Der ist unsichtbar, manchmal auch sehr kompliziert, aber es ist Mathematik und deshalb unausweichlich. Der Mensch kann es zwar aus dem Bewusstsein verdrängen, aus der Welt verschwinden die Schäden aber nicht.
 
Liebe Leute hört auf, die Realität und die Zukunft zu vergessen, wir können nichts besseres tun, als unseren Grips und unsere Kraft auf die Lösung der wirklichen Probleme zu richten.
   06.06.2020
  letzte Überarbeitung 31.08.2020
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Verse, Songs, Sprüche und Diverses zur geistigen Entspannung
 

 
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Abstieg vom Sondergipfel

Die Tagung des Europäischen Rates, der Sondergipfel, der am Morgen des 21.07.2020 endete, hat die größte Geldsumme in der Geschichte der EU bewegt und das verursacht den ersten großen Schuldenberg der Gemeinschaft. Für die Finanzwelt ist es ein vielversprechendes Ergebnis. Wer mit Geld handelt, kann ein gutes Geschäft machen.
Die Summe von 1,6 Billionen Euro ist für Staatsfinanzen viel, es ist aber in der Finanzwelt 2020 eine gängige Größenordnung. So etwas wird fast täglich an den Börsen der Welt bewegt. Man wird das fehlende Geld leicht beschaffen können, den Staaten zur Verfügung stellen und die Rückzahlung der Jugend Europas überlassen.

Wer trägt die Schuldenlast?

Die Kommunen machen Schulden, die Länder machen Schulden und der Bund macht Schulden. Jetzt ist noch eine höhere Ebene eingezogen worden: Die EU macht ebenfalls Schulden. Jeder, der in Deutschland mit seiner Hände Arbeit, seinem Geschäft oder seiner Dienstleistung ein Plus macht, wird einen hohen Anteil an Tilgung und Zinsen zahlen.
 
Die Gipfelstürmer gebärden sich als erschöpfte Sieger und als Wohltäter gegenüber den Armen. Wohltaten mit dem Geld der anonymen Masse ihrer Wählerinnen und Wähler, ganz besonders aber mit dem Geld der zukünftigen Generation.
 
Es ist viel leichter, Schulden aufzunehmen und Geld der Staaten an andere Staaten zu verteilen, als direkte Einnahmen der EU in Form von Steuern zu generieren. Wer das verstehen will, muss sich nur etwas mit der verzwickten Konstruktion der EU befassen.

Wer entscheidet was und was nicht?

1) Die Kommission, Exekutive der EU mit 27 Mitgliedern aus jedem Land eins, das aber nicht sein Land, sondern ein Ressort vertritt (Institutionalisierte Inkompetenz).
 
2) Der Ministerrat (Rat der Europäischen Union), der in verschiedenen Zusammensetzungen gelegentlich tagt und die Gesetzgebung bestimmt. Es kommen jeweils 27 Minister zusammen, aber nie die gleichen, daher hat der Rat keine Konsistenz, kein festes Gremium.
 
3) Die Gipfeltreffen (Europäischer Rat), Tagungen wenigstens zweimal im Jahr. Soll eigentlich nur Impulse setzen, nachdem die 27 Regierungschefinnen und -chefs sich geeinigt haben. In der Ära Merkel & Macron versucht man durchzuregieren, was aber meistens nur in der Mediendarstellung gelingt.
 
4) Das Europäische Parlament, das keine Macht über Geld hat und nur nachträglich zustimmen darf wie bei der Wahl von Ursula vdL geschehen.
 
Was der Sondergipfel nicht berührt hat, sind Gewinne und Vermögen der Riesen: Amazon, Google, Facebook, Ikea und andere, die sich in den europäischen Finanzoasen angesiedelt haben. Unter diesen Finanzoasen sind nicht nur britische Jungfern-Inseln, sondern auch einige Gipfelteilnehmer:
Luxemburg,
Irland,
Niederlande,
Zypern,
Malta.

 
Das Vorgehen des Sondergipfels ist sonderbar:
Schulden machen und keine Steuern einnehmen!
 
Fragen der Besteuerung von Goßgeldbesitzern haben die Gipfelstürmer nicht verhandelt. Das ist auch gar nicht möglich, weil die Statuten der EU alle Beschlüsse verhindern, die ins Steuersystem einzelner Länder eingreifen. Auch Steuern direkt in die Kasse Europas wurden nicht diskutiert.

Ausgaben ja, direkte Einnahmen nein.

Dabei gibt es sehr sinnvolle Bereiche, wo die einzelnen Länder machtlos sind, die Gemeinschaft aber satte Summen kassieren könnte:
 
Transaktionssteuer,
Steuer auf Kerosin,

Steuer auf Börsengewinne,
Transportsteuer.

 
Da schweben sie drüber in Brüssel und wenn sie vom Gipfel herabgestiegen sind, können sie wieder sagen: Das muss Brüssel entscheiden. Nein, das soll nicht Brüssel entscheiden, denn Brüssel entscheidet nur zu Lasten der Normalbürger. Jetzt sollten endlich mal die Betroffenen, die Bürgerinnen und Bürger Europas in einem demokratischen Verfahren in der EU entscheiden. Es wird langsam Zeit.
 
Doch Europa-Demokratie ist etwas, das bisher in den Statuten der EU noch nicht vorgesehen ist.

Wer sind die Gewinner?

An erster Stelle die Finanzwirtschaft, weil sie an der Vergabe von Krediten verdient. Das gilt auch dann, wenn die Zinsen sehr niedrig sind oder bei Null liegen. Bei der Kreditvergabe durch die EZB oder durch private Banken wird die Geldmenge erhöht und Geld zirkuliert in der neoliberalen Weltordnung so, dass es nach oben driftet, in die Hände der Großgeldbesitzer.
 
An zweiter Stelle gewinnen die Regierungschefs, die es so beschlossen haben.
 
Die Kredite, die gewährt wurden, sollen erst ab 2028 und dann in dreißig Jahren zurückgezahlt werden. Weshalb? Die meisten derjenigen, welche die Beschlüsse gefasst haben, werden mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr im Amt sein und haben mit den Schulden, die sie 2020 machen, im Jahre 2028 nichts mehr zu tun. An erster Stelle gilt das für Angela Merkel, die ihren Rückzug aus der Politik schon zeitig angekündigt hat.

Die Zukunft ist ein Loch.

Kredit auf die Zukunft ist ein Gedanke, der Politiker seit ewigen Zeiten zum Schuldenmachen verleitet. Schulden gerne. Abzahlen sollen die anderen. Kinder und Jugendliche von heute sind die Zahlungspflichtigen von morgen, 30 Jahre lang, ab 2028. Wer jetzt zwölf ist, zahlt ab zwanzig bis zum Alter von fünfzig. Herzlichen Glückwunsch dann zum halben Hundert!
 
Zu den Gewinnern gehören auch die schon erwähnten Steueroasen, sie dürfen weiter den großen EU-Mitgliedern Steuern abluxen. So haben alle einen Grund, zufrieden zu sein, bis auf die Steuern zahlenden Bürgerinnen und Bürger Europas, besonders die jungen, welche die Zeche innerhalb der nächsten Jahrzehnte abzahlen müssen.
 
Die staatlichen Rundfunk-Anstalten und die privaten Medien, im Besitz reicher Familien, sind schon jetzt dabei, den Sondergipfel 2020 als positives historisches Ereignis zur Rettung Europas und der (deutschen) Wirtschaft zu verkaufen.
 
Na dann, herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerinnen und Gewinner, es war nichts anderes zu erwarten. Wir kämpfen weiter für Demokratie und ein Europa der Völker, der Menschen und Bürgerinnen.

   22.07.2020

 

 
 
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Raus aus dem absurden Finanzsystem!

    Diese 3 Texte sind auch auf KenFM erschienen

1
Selbstbedienungsladen ohne Kasse

Etwa 200 Jahre lang war das oberste Ziel der Wirtschaft, zu produzieren, zu liefern und zu konsumieren und zu diesem Zweck die Erde, Pflanzen, Tiere und Menschen auszunutzen oder auszubeuten. Dabei schienen alle Ressourcen unerschöpflich zu sein, mit einem anderen Wort, der Globus schien unendlich zu sein. Das alles geschah und es geschieht noch, um damit Geld zu verdienen.

In diesem Denksystem sind die materiellen Ressourcen unendlich und das Geld ist knapp.

Im 21. Jahrhundert ist das Geld für die meisten Menschen immer noch knapp, aber für eine Minderheit ist es in beliebigen Mengen verfügbar. Die Finanzwelt ist in der Position, Geld entsprechend der Nachfrage zu erzeugen und in Verkehr zu bringen. Geld wird von privaten Banken, von Staatsbanken und von privaten Staatsbanken (z.B. FED und Bank of England) ständig erschaffen. Das geschieht durch Kreditvergabe mit der sogenannten Giralgeldschöpfung. Bei der giralen Geldschöpfung werden Gutschriften auf der einen und Schulden auf der anderen Seite gleichzeitig erzeugt. Auf diese Weise wird die Geldmenge permanent vergrößert. Dieser Vorgang geschieht weltweit unkontrollierbar und unbegrenzt. Geld ist Macht, aber dahinter steht keine materielle Substanz.

Geld ist nur ein von Menschen erschaffener abstrakter Wert, der durch eine Zahl dargestellt wird.

Der Wert des Geldes besteht darin, dass es gegen alle Güter auf dem Markt getauscht werden kann und dass jeder auf dem Markt das Geld akzeptiert. Und jede Ware hat einen Preis, das ist eine Zahl, die ihren Wert in Geld bezeichnet.
 
Das Geld hat inzwischen eine typische Eigenschaft von Zahlen angenommen: Jede Zahl kann in unserem positionellen dekadischen Zahlensystem beliebig bis ins Unendliche weiter gezählt werden. Die Zahlen, die Geld darstellen, werden immer größer. Das gilt auch für die größte Zahl, die Geld inzwischen hat, die Geldmenge.

Die Geldmenge hat keine obere Grenze, sie ist praktisch unendlich.

Unendlich ist ein Wort, das Mengen bezeichnet, die das menschliche Gehirn nicht erfassen kann. Das trifft auf die Menge von Sandkörnern, Molekülen oder Sternen im All zu.
 
Schon eine Milliarde ist unzählbar.
 
Es ist einfacher und anschaulicher, zu sagen, die Geldmenge ist unendlich, als zu sagen, sie beträgt 60.000.000.000.000,- (sechzig Billionen) Euro oder Dollar.
 
Alle Ressourcen des Planeten sind aber endlich und begrenzt. Sie werden ständig weniger mit dem unveränderten Verbrauch durch die Wirtschaft und durch den wachsenden Konsum der wachsenden Bevölkerung.

Das Verhältnis zwischen Geld und Ressourcen der Erde hat sich in 200 Jahren umgedreht.

Damals erschien der Planet unendlich und das Geld war knapp, weil Geld an Gold gebunden war. Jetzt aber sehen wir, die Erde und ihre Ressourcen sind endlich.
 
Für diejenigen aber, die Geld erzeugen und für einige, die es aus der Wirtschaft unversteuert abschöpfen, ist Geld in beliebig großen Mengen verfügbar. Die Geldmenge ist für die Finanzwelt unbegrenzt, das heißt für den normalen gesunden Verstand:

Geld ist unendlich.

Alle Anstrengungen zum Geldverdienen durch Arbeit oder Verkauf von materiellen Gütern erscheinen auf einmal sinnlos, wenn auf der anderen Seite Banken, Staatsbanken und private Staatsbanken Geld einfach erzeugen können, indem sie Kredite vergeben.
 
Besonders sinnlos ist die Aufnahme von Schulden im Namen des Staates, also der Allgemeinheit, weil Geld in Überfluss bereits vorhanden ist und durch die Aufnahme von Schulden der Allgemeinheit bei Banken durch deren Geldschöpfung auch noch mehr wird. Wenn ein Staat Schulden macht, ermöglicht er Banken, mehr Geld aus dem Nichts zu erschaffen.
 
Das bestehende Finanzsystem ist für die einen ein Selbstbedienungsladen ohne Kasse und für die anderen eine Tretmühle ohne Entkommen.
 
Das Geldsystem muss durch ein anderes System ersetzt oder ergänzt werden. Dieses demokratische Geldsystem darf nicht zulassen, dass private Organisationen Geld in beliebigen Mengen erzeugen, das Geldsystem darf nicht Privateigentum sein. Niemand hat das Recht, einen von allen akzeptierten Wert nach eigener Willkür aus dem Nichts zu erschaffen, der dann gegen alle anderen materiellen Werte, Waren, Dienstleistungen und menschliche Arbeit eingetauscht werden kann.

Niemand soll einen Wert aus nichts willkürlich erschaffen können, für den man alles andere kaufen kann.

Ein System, in dem das möglich ist, ist nicht nur ungerecht, sondern absurd und falsch. Es muss beseitigt, geändert oder unterlaufen werden.
 
Wenn diese Forderung in absehbarer Zeit nicht durchgesetzt werden kann, muss parallel ein zweites Geldsystem in der Hand des Staates oder einer kommunalen Gemeinschaft kreiert werden, das, wie alle materiellen Werte auf diesem Planeten, begrenzt ist und sich nicht von selbst vermehrt oder durch nicht demokratisch kontrollierte Personen vermehrt werden kann.
 
Ideal wäre es, wenn dieses Geld wie alle natürlichen Ressourcen auf der Erde mit der Zeit weniger wird. Genauer gesagt, es muss von sich aus nicht im Wert, sondern zahlenmäßig weniger werden, mit einer Wortschöpfung, es sollte degressiv sein.
 
Die Idee einer degressiven Währung ist nicht neu, aber erst im digitalen Zeitalter elegant zu realisieren. Das wird detailliert beschrieben in dem Artikel über die Degressive Digitale Mark.

                          Rob Kenius, 07.07.2020

 

2
Die Degressive Digitale Mark DDM

Der riesige Überschuss an Geld ist ein Problem, das im bestehenden Geldsystem nicht lösbar ist, weil niemand Geld systematisch und kontrolliert vernichten will. Der Geldüberschuss ist zum Vorteil der Geldbesitzer und wird von dieser Seite selbstverständlich nicht gestoppt oder reduziert. Wir brauchen ein demokratisches Geldsystem. Dazu ist gesellschaftliche Macht über das Geldsystem erforderlich.
 
Zu beachten ist dabei, dass die Menge an Schulden in der gleichen Größenordnung wie die Geldmenge besteht, weil Geld und Schulden bei der giralen Geldschöpfung durch Banken immer gleichzeitig erzeugt werden. Bei der Tilgung von Schulden werden Geldmenge und Schulden gleichzeitig anulliert, das Mengenverhältnis ändert sich dadurch aber nicht. Die Gesamtmenge allen Geldes und die Größe aller Schulden sind nicht genau zu ermitteln; ohne Zweifel aber gilt:
 
Die Geldmenge ist schon längst um ein Vielfaches zu groß. Um alle materiellen Güter und Leistungen dieser Welt zu kaufen, würde ein Bruchteil von 30% - 35% des vorhandenen Geldes ausreichen. Tendenz: Die Relation wird noch ungünstiger. Durch die jetzige Krise werden weniger Güter und Leistungen produziert, es entstehen aber mehr Schulden und gleichzeitig wird mehr Giralgeld erschaffen.
 
Die Summe aller Schulden ist wegen der Zinsen und Zinseszinsen, besonders auf Staatsschulden, höher als die gesamte Geldmenge. Die Schulden sind inzwischen so hoch, dass sie nie getilgt werden können. Warum? Weil Geld und Schulden im Groben so verteilt sind, dass die einen (Finaziers, Fonds, Reiche Familien) das Geld besitzen und die anderen (Wirtschaft, Staaten und Normalbürger) Schulden haben, ganz besonders aber die Staaten.
 
Das System wird aufrecht erhalten durch Wirtschaftswachstum, um die Forderungen der Geldbesitzer nach Zinsen und Profit zu erfüllen, wobei die Menge des Geldes und die Höhe der Schulden ständig wächst. Doch prozentuales Wirtschaftswachstum stößt an natürliche Grenzen, weil es in eine exponentielle Wachstumskurve mündet. Die reale Wirtschaft kann nicht wie die Geldmenge (eine abstrakte Zahl) ins Unendliche steigen, weil alle Ressourcen in der Realität begrenzt sind.
 
Da hilft bisher nur unfreiwillige und unkontrollierte Geldentwertung oder Geldvernichtung, die auf mehrere Weisen erfolgen kann:
  • Inflation,
  • faule Kredite,
  • Zusammenbrüche von Banken,
  • soziale Revolten und
  • Krieg.
Unfreiwillige Geldvernichtung ist immer mit hohen Gefahren verbunden. Zur Zeit steigt die Kriegsgefahr enorm, weil die Gefahr von den Banken und vom Finanzsektor abgewendet wird. Das ist neoliberale Politik zugunsten der Finanzwirtschaft.
 
Da man die unkontrollierte Geldvernichtung in all ihren Varianten fürchtet und die Rückzahlung eines großen Teils der Schulden unmöglich ist, versucht man das System zu retten, indem immer mehr Geld hinein gepumpt wird. Diese Maßnahme wird vor allem von den Notenbanken FED und der EZB im großen Stil betrieben. Bei einem Kassensturz wären tausende Banken und die Mehrzahl aller Staaten Pleite. Der Konkurs wird verschleppt durch Geldschöpfung in unvorstellbarer Höhe beim 0% Zinsen.
 
Auch negative Zinsen werden praktiziert; das bedeutet, wenn eine Bank ihr Geld bei der EZB parkt, bekommt sie weniger zurück als sie eingezahlt hat. Mit dieser Praxis nähert man sich bereits einem anders strukturierten Geld an, dem sogenannten Schwundgeld.
 
Ein anders strukturiertes Geld, das von sich aus weniger wird als Zweitwährung ist ein eleganter Weg aus der Finanzkrise. Es ist eine Methode, die zunächst absurd erscheint, aber bei genauerem Hinsehen einen klugen Systemwechsel einleitet. Die Idee ist schon hundert Jahre alt, ist aber erst jetzt im Zeitalter der Kredit-, Bank- und Geldkarten und des Online-Banking einfacher und wesentlich flexibler zu realisieren. Eine degressive Zweitwährung.
 
Der Ausdruck degressiv ist neu, trifft aber den Kern der Sache besser als ältere Bezeichnungen wie zum Beispiel der Begriff "Freigeld" von Silvio Gesell, der als Erfinder dieses Systems gilt. Üblich ist auch die Bezeichnung "Schwundgeld", welche den Vorgang bezeichnet, dass dieses Geld mit der Zeit weniger wird, es (ver)schwindet.
    Nennen wir die Währung Mark, dann kreieren wir die Degressive Digitale Mark DDM mit folgenden Eigenschaften:
     
  • DDM existiert nur auf Geldkarten und Konten, nicht als Bargeld.

  • Alle, die Geld einnehmen, sind verpflichtet, DDM als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

  • Jedes Guthaben wird in jeder Woche mit einem Abschlag belegt, der zum Beispiel 1% sein soll.

  • Stichtag: In der Nacht von Montag auf Dienstag um Null Uhr wird der Abschlag fällig.

  • Wer am Samstag zuletzt 100 DDM auf seiner Geldkarte hatte und am Dienstag damit bezahlt, dem wird zuerst der Abschlag abgezogen und er hat nur noch 99 DDM auf der Karte.
  • Verfeinerte Regeln für die Praxis

  • Ein Monat Kulanz-Zeit

  • Die Regelung mit einem festen Abschlag-Termin kann dazu führen, dass kurz davor zahlreiche Überweisungen getätigt werden. Das könnte bewirken, dass die Empfänger ihrerseits das Geld noch Sekunden vor dem Termin weiterreichen wollen. Das wäre eine unerwünschte Stress-Situation für die Geldempfänger und für den Geldverkehr.
     
    Um das zu vermeiden, empfiehlt sich folgende Regel:
     
    Der wöchentliche Abschlag wird von dem Kontostand genau einen Monat vor dem Stichtag berechnet. Also nicht vom aktuellen Kontostand. So ist jeder Zahlungseingang einen Monat lang voll verfügbar. Wenn am Dienstag, den 07.07.2020 um Null Uhr der Abschlag fällig ist, wird er vom Kontostand am Sonntag, den 07.06.2020 (mit 1%) berechnet.
     
    Diese Regelung bewirkt außerdem, dass Empfänger von monatlichen Löhnen, Gehältern, Renten und Mieten nicht gezwungen sind, die Beträge in weniger als 7 Tagen wieder auszugeben. Sie haben einen ganzen Monat Zeit, über das degressive Geld auf ihrem Konto oder auf ihrer Geldkarte zu verfügen.
     
  • Degressives Konto überziehen

  • Rein rechnerisch würde bei einem negativen Kontostand die Subtraktion einer negativen Zahl den Saldo verbessern, Schulden würden durch den Abschlag verringert. Um das zu vermeiden, soll der Abschlag vom Absolutbetrag berechnet werden, er ist also immer negativ, und vergrößert dann den Negativbetrag.
     
    Ein Konto mit Degressiver Währung kann also überzogen werden, allerdings automatisch mit hohen Zinsen (1% pro Woche). Dieser Zins-Effekt entfällt, wenn vor dem Stichtag das Konto wieder ausgeglichen wird. Wer also am Montag sein Gehalt erwartet, kann das Degressive Geld ab dem Dienstag davor schon ausgeben, ohne dass Überzugzinsen (durch den Abschlag von 1% bei negativem Kontostand) entstehen. Es zählt der Saldo am Stichtag.
Das Degressive Geld hat folgende Effekte: Es kurbelt die (lokale) Wirtschaft an, weil jeder es schnell und effektiv ausgeben will, und es ist nicht zur Geldansammlung geeignet.
 
Gegenüber historischen Versuchen mit Freigeld und Schwundgeld hat die Degressive Digitale Währung mehrere Vorteile.
  • Der Abschlag lässt sich in kurzen Zeitabständen (von einer Woche) verwirklichen. Dadurch wird verhindert, dass Händler Waren bis zum Stichtag zurückhalten.

  • Der Abschlag lässt sich je nach Bedarf leicht verändern und damit kann die Wirtschaft gesteuert werden. Der Satz von 1% pro Woche ist hier als einfaches Zahlenbeispiel gemeint.

  • Weil DDM nur auf Konten und Karten existiert, kann der Umtausch in eine herkömmliche Währung mit einer Transaktionsgebühr belegt werden. Diese zu umgehen ist dann nur auf dem Schwarzmarkt in kleinen Mengen möglich.
Die DDM als Zweitwährung empfiehlt sich als Währung für Staaten mit schwerer Verschuldung. Der Staat erklärt sich gegenüber seinen Schuldnern für zahlungsunfähig, bedient also keine Kredite mehr und löst Staatsobligationen nicht ein. Er kommt aber seinen Verpflichtungen gegenüber den Bürgern mit der Degressiven Digitalen Zweitwährung nach. Alle Firmen erhalten ein Konto für DDM und alle Bürger eine Geldkarte mit einem Startbetrag. Die Angestellten, Rentner und Sozialhilfeempfänger erhalten ihre Zuwendungen in DDM.
 
Dabei hat die Organisation der Gemeinschaft, welche die DDM steuert, zwei Parameter, um die Wirtschaft und die Finanzen zu steuern: Die ausgegebene Geldmenge und den prozentualen Abschlag; beides muss sinnvoll eingesetzt werden.
 
Die alte Währung wird nicht abgeschafft, nur die Gemeinschaft benutzt dieses Geld nicht mehr. Die Bürger können es benutzen und es wird sich ein freier Umrechnungskurs herausbilden. Der Umtausch wird mit der Transaktionsgebühr belegt, damit sich kurzfristiges hin und her Tauschen nicht lohnt, sonst könnte man den wöchentlichen Abschlag umgehen.
 
Diese Transaktionsgebühr wird in beide Richtungen erhoben. Sie ist ein Parameter, mit dem das Abgreifen von DDM und den Einsatz der Festwährung (EURO) gesteuert wird.
 
Das System einer Degressiven Digitalen Zweitwährung ist die geeignete Gegenmaßnahme gegen den störenden Geldüberfluss der Leitwährungen. Ein Geldüberfluss in DDM kann nicht entstehen, weil er automatisch und kontrolliert abgebaut wird.
 
Im Zusammenhang mit einem bedingungslosen Grundeinkommen wäre es naheliegend, dieses bedingungslose Grundeinkommen in einer degressiven digitalen Form zu verwirklichen, damit das Grundeinkommen nicht zur Vermehrung des Geldüberflusses in Händen der Großgeldbesitzer beiträgt.
 
Besonders solide ist das Modell in Verbindung mit Direkter Demokratie; die finanzielle Position der Gemeinschaft wird gestärkt und alles ist unter möglichst direkter Kontrolle der Bürger.
                               12.03.2018 Rob Kenius
                     letzte Überarbeitung 06.07.2020

3
Geldvermehrung durch Giralgeld

Banken verleihen Geld seit etwa 700 Jahren. Wie das funktioniert, weiß jeder oder glaubt es zu wissen. Man geht zur Bank und fragt nach einem Kredit, um ein neues Auto zu kaufen oder eine Eigentumswohnung. Wer genug Einkommen nachweisen kann, bekommt schnell das nötige Geld in die Hand, besonders dann, wenn er kinderlos verheiratet ist mit jemandem, Mann oder Frau, der oder die auch noch Geld verdient, am besten gleich im öffentlichen Dienst, denn da wird keiner rausgeschmissen.
 
Aber halt, nicht so schnell, so einfach ist es nicht! Wir bekommen auf der Bank nämlich kein Geld in die Hand, sondern eine Gutschrift auf ein Konto genau bei dieser Bank. Von dem Konto können wir eine Überweisung an die Firma tätigen, die das Auto liefert oder die Wohnung verkauft oder das Haus baut. Gleichzeitig verpflichten wir uns in einem Kreditvertrag, das Geld plus Zinsen in Raten zurückzuzahlen.
 
Was macht die Bank also? Die Bank gibt uns eine Gutschrift und weist uns gleichzeitig eine Schuld zu.
 
Die Gutschrift geht zu Lasten der Bank, sie verpflichtet sich, Geld, das auf dem Konto gebucht ist, dann auszuzahlen, wenn es verlangt wird. Die Schuld dagegen ist ein Bilanzposten zu Gunsten der Bank. Notfalls kann sie sich durch Pfändung das Auto holen und auch an unseren Lohn oder unser Gehalt kommen oder sogar das Haus versteigern lassen. Die Bilanz der Bank ist buchungstechnisch ausgeglichen. Sie verdient an den Zinsen.
 
Die meisten denken, dass eine Bank dabei Geld verleiht, das sie besitzt, oder das andere Kunden als Sparer eingelegt haben. So wird es wohl auch anfangs gewesen sein. Aber Banken haben sehr viele Kunden, viele, die nicht nur Autos kaufen, sondern eine Firma gründen oder ein Haus bauen. Trotzdem sagen Banken fast nie nein, wenn der Kunde eine Sicherheit bieten kann oder ein festes Einkommen hat. Die Bank ist besonders dann interessiert, wenn das Geld zum Kauf einer Immobilie eingesetzt wird, auf die sie eine Hypothek legen kann.
 
Was aber, wenn das Geldvermögen einer Bank durch Kreditvergabe zu Ende geht? Dann kann sie versuchen, mehr Sparer anzulocken. So hat es früher funktioniert. Doch wenn es in der Kreditabteilung der Bank richtig gut läuft, wird mehr Kredit verlangt, als Geld in der Bank greifbar ist. Viel mehr. Und wenn eine Bank nein sagt, gehen die Kunden zur nächsten.
 
Wer die Giralgeldschöpfung erfunden hat, lässt sich nicht mehr feststellen, auch nicht, wann es geschah, weil der Anfang dieses Geschäftes mit Sicherheit im Dunkeln liegt und ohne genaue Nachprüfung der Bankgeschäfte auch nicht von außen zu erkennen ist. Wer war der erste Eigentümer? Wer war der erste Dieb? Wer der erste Geldverleiher?
 
Nehmen wir an, die (fiktive) Cleverbank CB hatte als erste diese Idee der Giralgeldschöpfung. Unter den Angestellten dort hatte jemand einen guten Instinkt für Statistik und Wahrscheinlichkeit. Er oder sie dachte sich, wenn die Bank tausend Kredite vergibt über zehn Millionen, muss sie nicht damit rechnen, dass plötzlich die Konten aller 1000 Kreditnehmer gleichzeitig leer geputzt werden, dass sie also zehn Millionen in kurzer Zeit bar auszahlen müsste. Das wird nach der statistischen Wahrscheinlichkeit nicht eintreten.
 
Außerdem wird der Bauherr Großhaus, dem die Cleverbank einen Kredit über eine halbe Million für ein Haus mit zwei Eigentumswohnungen bewilligt hat, vielleicht zwanzigtausend an den Dachdeckermeister Giebelwind überweisen, der ebenfalls bei der CB ein Konto hat. Die CB braucht dann gar kein Geld, um dieses Geschäft zu tätigen, sie bucht den Betrag nur von einem Konto auf das andere.
 
Wir nehmen jetzt an, die Cleverbank sei am Ende ihrer Geldreserven einschließlich der Kundeneinlagen angelangt. Ein seriöser Beamter und seine Ehefrau, ebenfalls im Öffentlichen Dienst, wollen ein Haus bauen und benötigen noch hunderttausend Euro. Die CB gibt den Kredit, das heißt, sie macht eine Gutschrift für das Ehepaar und verbucht die Schuld auf der Habenseite der Bank. Die Bilanz stimmt. Keiner draußen hat was gemerkt. Niemand weiß, dass die Bank alles Geld, das sie besitzt, schon längst verliehen hatte.
 
Die Bank verleiht damit Geld, das sie gar nicht besitzt und, was noch erstaunlicher ist, Geld, das es bisher gar nicht gegeben hat! Sie hat Geld aus dem Nichts erschaffen.

          Der Abschnitt
          Geldvermehrung durch Giralgeld
          stammt aus dem Buch
          Leben im Geldüberfluss
          Rob Kenius 2019

 

 
 
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