X mal Bewusstseins-Erweiterung

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  1. Freiheit der Lüge - Lüge der Freiheit
  2. Hass kommt aus den Strukturen im Netz
  3. Wer bestimmt, was politische Wirklichkeit ist?
  4. Alle Ohnmacht geht vom Volke aus, muss aber nicht.
  5. Was bedeutet Realitätsverlust?
  6. Ein Festival der Jugend, Isle of Wight 1970
  7. Sprechende Puppen in Watte verpackt
  8. Facebook-Algorithmen fördern sinnlose Klicks
  9. Warum schweigen die Lämmer?
  10. Geldüberfluss krassser Fall nicht erkannter Realität
  11. Diskrepanz zwischen Sprache und Realität
  12. Sprache tötet Menschen
  13. Die Realität und Angela Merkel
  14. Kleine Gase - große Wirkung
  15. Medien im Mainstream der Meinung
  16. Die Realität und Robert Habeck
  17. Sieben Gründe, die Armee abzuschaffen
  18. Was wir brauchen, was wir nicht brauchen
  19. Galileo Galilei
  20. Anleitung zum Aufstieg, kurzer Vortrag über alles
  21. Eine Schlussfolgerung, die nie gemacht wurde

Freiheit der Lüge - Lüge der Freiheit
Mit einer Erinnerung an Isle of Wight 1970

Die Ampel blinkt gelb und alles deutet darauf hin, dass in der nächsten Regierung die beliebte Politik der beliebten Kanzlerin einen liberalen Anstrich bekommt und die Anliegen der Zukunft liegen bleiben:
  • Nicht der geringste Versuch, die Finanzmacht zu kontrollieren.

  • Weiterhin Energie- und Materialverschwendung.

  • Keine Einschränkung eingefahrener Gewohnheiten.

  • Keine Begrenzung der Umverteilung nach oben.

  • Beibehalten der Amerika- und Nato-Hörigkeit.

  • Kein Stopp von Hochrüstung und Waffenhandel.

  • Weitere Feindseligkeiten gegenüber Russland.

  • Fortsetzung der Agenda des Neoliberalismus.
Aber!
 
Unendlich frei sein, Freiheiten ausdehnen, Liberalismus und Neoliberalismus sind eine Ideologie ohne Zukunft.

Eine Vision ohne Fortschritt

Das Wörtchen "frei" hat Hochkonjunktur unter Politikern. Es klingt auch unter Jugendlichen verlockend. Kürzlich habe ich mir eine Wahlkampfrede von Robert Habeck angehört und gleich fiel mir auf, wie oft er das Wörtchen "frei" und den Begriff "Freiheit" benutzte. Ich dachte gleich, der peilt eine Koalition an, in der Grüne und FDP zusammen kommen.
 
Andererseits kritisierte Habeck in seiner Rede scharf den Ultra-Neo-Liberalen Jeff Bezos und dessen Weltraum-Spinnerei. Mehr Freiheit, als Jeff Bezos sich genommen hat, geht nicht: Alles an sich reißen, Millionen andere ausbooten, keine Steuern zahlen und dann ab in den Orbit. Diese Art Freiheit meint Robert Habeck ganz bestimmt nicht.

Frei ist ein Wort ohne Inhalt geworden

Was meint Robert Habeck mit frei? Das gleiche wie Christian Lindner? Die FDP vertritt den jeweils aktuellen Liberalismus, und das ist seit vielen Jahren der globale Neoliberalismus. An dieser Tatsache führt kein Weg vorbei.
 
Neoliberalismus ist Freihandel, Geldverschiebung und Gewinnverlagerung, die Girale Geldschöpfung, die Gelderschaffung aus dem Nichts und Freiheit von Steuern für die Finanzwelt. Die größte Freiheit in der Wirtschaft ist die Freiheit des großen Geldes.
 
Man erkennt schnell, das Wörtchen "frei" ist ambivalent. Robert Habeck ist studierter Philosoph, er meint mit Freiheit, das, was die Studenten sangen: Die Gedanken sind frei! Dem will niemand widersprechen, es sei denn man oder frau hat sich mit der Psychologie der Massenmedien vertraut gemacht. Unter dem Einfluss der großen Medien sind Gedanken schon lange nicht mehr frei.
 
Gedanken der Mehrheit werden gelenkt durch ständiges Wiederholen der Parolen einer Seite und geschicktes Verschweigen der Argumente der anderen, egal, ob es um die Nato, um Russland, um Coronamaßnahmen oder um die selbsternannten Querdenker geht.

Die Jugend frei von Freiheit

Als Parteivorsitzender der FDP vertritt Christian Lindner die Freiheit des Marktes und der Wirtschaft, überragt von der Finanzwirtschaft. Als Person verkörpert er die Freiheit eines Porsche fahrenden Rechtsanwalts, der sich gut aus allem heraushalten und herausreden kann.
 
Statt unter Merkel mitzuregieren hat er die Freiheit der Straße genossen und jetzt das Recht der Raserei auf deutschen Autobahnen noch einmal durchgesetzt. Das gefällt einem Teil der Jugend und die FDP ist unter den Jungwählerinnen nach den Grünen die zweitstärkste Partei geworden.
 
Die Jugend hat eine neue Freiheit entdeckt: Die Freiheit des Internets. Die genieße ich auch seit bald 30 Jahren, aber ich verstehe nicht, wieso sich jemand von Facebook fesseln lässt, wo einem Inhalte und Kontakte durch Algorithmen zugeteilt werden, wo man jeden Klick registriert und statistisch auswertet und dann die Statistiken an Werbekunden verkauft. Damit verkauft Facebook, namentlich Mark Zuckerberg, seine User, die sich das freiwillig und umsonst gefallen lassen.

Die Freiheit der Lüge

So entstand ein riesiger Meinungsmarkt im Internet: Die Sozialen Medien. Die Bezeichnung sozial ist eine Lüge; denn das Geschäftsprinzip basiert auf Datendiebstahl und Ausbeutung der Arglosen. Es ist zwar, bezogen auf Einzelpersonen, ein Diebstahl in winzigen Dosen, aber, wenn man es mit Millionen und Milliarden Usern so macht, ist es wie industrielles Fische Fangen im freien Meer. Gegenüber den Fischen ist es asozial.
 
Robert Habeck hat schon vor einiger Zeit gemerkt, dass die Beteiligung an Facebook an erster Stelle nur für Mark Zuckerberg ein Gewinn ist, und er hat seinen Facebook-Account gelöscht. (Wie das geht, kann man über die Suchmaschine erfahren.)

Wer aber vermittelt der Jugend, dass die Freiheit im Internet längst gekapert ist?

Freiheit besteht an erster Stelle für die industriellen Plattformen, wie Amazon und Facebook, die sich auch die Freiheit nehmen, in den Staaten, wo sie ihr Geld verdienen, keine Steuern zu zahlen.
 
Obwohl der Liberalismus, genauer gesagt, der Neoliberalismus die Freie Westliche Welt regiert, ist die Freiheit der meisten Menschen in den letzten 50 Jahren nicht größer, sondern kleiner geworden. Den Leuten wird nicht vorgeschrieben, was sie tun sollen, aber um so mehr, was sie denken, fühlen und gut finden sollen. Das gilt ganz besonders für junge Menschen.

Ein Festival der Jugend

Was Jugendkultur und Freiheit bedeuten können, will ich an einem Beispiel darstellen: das Festival Isle of Wight 1970. Ich war dort mit einer Freundin. Wir waren kein Paar, sondern einfach befreundet. Wir waren diejenigen in unserem Bekanntenkreis, die den Mut und die Freiheit hatten, trotz minimaler Infos, dieses Festival zu besuchen, das sich dann als das Mega-Event herausstellte.
 
Ein Hinweis für junge Leserinnen: Es gab 1970 weder Handys, noch Navi, noch Google noch ein für alle zugängliches Internet. Die offiziellen Medien, insbesondere das Fernsehen, brachten nichts über dieses 5-Tage-Ereignis und doch wurde es das meistbesuchte Popmusik-Festival aller Zeiten.
 
Wir wussten nur, dass Jimi Hendrix dort auftreten würde und dass die Isle of Wight irgendwo, südlich von London, nahe an der englischen Küste liegt. Also fuhren wir mit dem Zug nach London-City, beide mit einem Schlafsack unterm Arm und weniger als hundert DM in der Tasche.
 
Vom Victoria-Bahnhof bis zum Festival ging es ganz einfach, denn da waren Hunderttausende unterwegs, die einem alles zeigen und erklären konnten. Mit der U-Bahn zum südlichen Stadtrand, dann per Anhalter zur Küste. An der Fähre mussten wir ewig warten, zum Glück waren wir nicht mit dem Auto unterwegs. Dann ging es zu Fuß weiter. Ich wunderte mich am Eingang über den niedrigen Eintrittspreis, es kostete ungefähr 30 DM.
 
Isle of Wight war genau wie Woodstock kein Festival des Establishments: Die Beatles, Rolling Stones, Bob Dylan, Pink Floyd, Ray Charles und Elvis Presley traten nicht auf. Dafür aber Jimi Hendrix, The Doors, The Who, Jethro Tull, Donovan, Joni Mitchell, Miles Davis, Leonard Cohen, Moody Blues, Taste, 10 Years After und die unvergessliche britische Band namens Free. Sollte ich noch Namen vergessen haben, heute findet ihr das alles im Internet.

The Doors, The Who und Jimi Hendrix

Der Höhepunkt war erreicht, als The Doors und The Who unmittelbar hintereinander spielten. The Who waren besser, da war Keith Moon am Schlagzeug noch dabei. Ihr Young Man Blues hat, auf deutsch übersetzt, folgenden Text:
 
Ein junger Mensch hat nichts auf dieser Welt, heutzutage.
 
Das stimmt 2020/21 ganz wörtlich. Die Freiheit junger Menschen wurde ins Internet verlagert. Zuletzt haben die deutschen Politiker Ursula von der Leyen und Olaf Scholz die nächste und übernächste Generation mit Schulden in der Größenordnung von Billionen belastet.
 
Die Schulden entstanden wegen Eingriffen in die Wirtschaft, wie man sie für Klima und Umweltschutz nie gewagt hätte. Es geschah, um für einen geringen Anteil von etwa 2% bis 3% der statistisch normalen Sterbefälle das Leben sehr alter Menschen geringfügig zu verlängern.
 
1970 war der Satz, ein junger Mensch hat nichts auf dieser Welt, heutzutage eine Art Satire, wie das ganze Konzept von The Who, das Pete Townshend entwickelt hat. Schon der Name The Who? ist eine satirische Anspielung auf die Großen, die man nicht erreichen kann.
 
Selten war ein politisch-satirischer Song und seine Performance nach 50 Jahren noch so aktuell. Darum hier der Link:
Young Man Blues, The Who, Isle of Whight, 1970.
https://youtube.com/watch?v=M9boFzhUVG4
 
Jimi Hendrix war im August 1970 schon ziemlich fertig. Zum Glück hatte ich ihn im Januar 1969 bei seinem legendären Auftritt in der Kölner Sporthalle erlebt, wo er quicklebendig auf die Bühne kam und die Halle nach 30 Sekunden zum Ausflippen brachte, als er die Gitarre leckte. Das war noch vor dem Woodstock Festival, wo er mit seiner prophetischen Version der Nationalhymne den Niedergang der USA in Klängen und Geräuschen intoniert hat.
 
Zwei Wochen nach der Isle of Wight gab Jimi Hendrix auf der Insel Fehmarn sein letztes Konzert. R. I. P.

Jim Morrison von den Doors: This is the end!

Natürlich waren die Isle of Wight und das Festivalgelände zu klein. Außerhalb des Festivalgeländes saßen und standen hunderttausend oder mehr auf den Dünen, sie hatten keine Tickets. Viele, wohl aus Frankreich, hatten auch nicht genug Geld, aber sie waren dabei, sie konnten hören und sehen und wurden gesehen, sie waren ein Teil der Menge.
 
Bei den Angaben über die Zahle der Teilnehmer sind diese Leute nicht erfasst. Gezählt wurde nur die Zahl derjenigen, die Eintritt gezahlt haben und die Veranstalter haben Zahl der Tickets wahrscheinlich nach unten frisiert. Die Dünen waren am letzten Tag schwarz von Menschen. Es war die größte Menschenmenge die sich je zu einer Musikveranstaltung versammelt hatte.
 
Trotz aller Euphorie muss ich betonen, die Jugendkultur war auch damals, bis zu ihrem Höhepunkt 1970, eine Gegenkultur. Rundfunk und Fernsehen brachten weder diese Musik noch Informationen darüber. Die Informationen kamen durch Mundpropaganda.

Freiheit der Opposition

Wir waren in Opposition, aber wir hatten eine Freiheit, die man sich heute nicht mehr vorstellen kann. Diese Freiheit der Jugend wurde zwar nicht von allen Eltern, aber vom Staat weitgehend toleriert, man hatte Respekt vor der Jugend, weil sie die Zukunft darstellt.
 
Wir sind hier,
wir sind laut
weil ihr uns die Zukunft klaut!
  Hier sind 13 solche Verse im gleichen Rhythmus

Trotz der riesigen Menschenansammlung auf der kleinen Insel kann ich mich an Polizei kaum erinnern, sie lenkten den Verkehr, sonst nichts. Alles verlief in Eigenregie und sehr diszipliniert. Es war besser organisiert als Woodstock und es war diese britische Hippie-Jugend, viele von ihnen aus London, die sich als Gegenbewegung selbst in der Gewalt hatte. Die etablierte Presse war der Bewegung auch damals nicht gut gesonnen.
 
Einige der Vielen, die draußen vor dem Gelände geblieben waren, stellten die Forderung auf, das Festivalgelände frei zugänglich zu machen. Dann versuchten einige die Zäune einzureißen und es kam zu Rangeleien.
 
Die Presse hat das später hochgespielt. Es war ein Randereignis, im Gelände hat man kaum etwas davon gemerkt, außer dass ein Wortwechsel auf der Bühne stattfand, was ja zu begrüßen ist. Noch heute wird das Festival Isle of Wight 1970 negativ kommentiert, natürlich von Leuten, die nicht dabei waren.
 
Es ist eine ähnliche Lüge in den Medien, nur viel harmloser, wie die mit den Reichsbürgern auf den Stufen des Reichstagsgebäudes, August 2020 in Berlin. Man vertauscht gezielt das eigentlich positive Ereignis mit einer negativen Nebensächlichkeit oder Randerscheinung.

50 Jahre danach und immer weniger frei

So ein Event wie das Festival Isle Of Wight 1970 ist 50 Jahre später, im August 2020, völlig unmöglich geworden. Genau deshalb habe ich jetzt ausführlich davon berichtet.
 
Inzwischen regiert das große Geld, auch im Musikgeschäft. Die Gagen für so viele Spitzenbands und Stars könnte niemand mehr bezahlen und wenn, dann wären die Tickets so teuer, dass nur gutsituierte Wohlstandsbürgerinnen sich das leisten könnten. Die Sicherheitsauflagen wären unermesslich, die Überwachung würde alle Kapazitäten der Ordnungskräfte sprengen. Von den Corona-Maßnahmen ganz zu schweigen.
 
Eine eigene Jugendkultur gibt es nicht mehr. Statt dessen sind Meinungsäußerungen und emotionalen Entscheidungen fast nur auf Online-Konsum und Klicks beschränkt, die sich innerhalb eines engen Rahmens von Algorithmen abspielen. Freiheit des Internets begann als Freiheit der Wissenschaft und ist heute an erster Stelle die Freiheit der Betreiber von Internet-Portalen und Plattformen.
 
Die FDP hat das Internet ganz groß auf ihre Agenda gesetzt und das kommt gut an. Sie meinen damit, schnelleren Zugang zu allen Inhalten durch größere Datenströme. Was wir aber brauchen, ist nicht noch mehr Unterhaltung und noch mehr Kommerz, sondern freie Kommunikation aller.

Wir brauchen den freien Debattenraum

Freie Kommunikation ist nicht nur Freiheit der Gedanken, sondern die Möglichkeit, seine Gedanken öffentlich und frei zu äußern und mit anderen frei zu kommunizieren, und das alles nach dem Stand der Technik. Wer hat diese Möglichkeit?
 
In den klassischen Medien ist die Möglichkeit freier Kommunikation begrenzt auf wenige Personen. Ob es 1000, 200 oder 20 Personen sind, in einem Land wie Deutschland, ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass etwa 80 Millionen diese Möglichkeit nicht haben, sie haben keinen aktiven Zugang zu den Massenmedien. Dies erscheint selbstverständlich, weil Freiheit für alle in den klassischen Medien kaum zu realisieren wäre.
 
Im Internet ist es möglich. Das beweist Facebook. Das Internet bietet die Möglichkeit freier Massenkommunikation für eine unbegrenzte Zahl von Teilnehmerinnen. Diese Möglichkeit wird aber abgeschöpft von Firmen, welche die Freiheit des Netzes zum Geldverdienen nutzen, obwohl das Internet nicht ihr Eigentum ist.
 
Wer demokratisch ist, die Freiheit will und das Internet auf seine Agenda setzt, müsste als erstes ein Online-Medium erschaffen oder planen, das so frei zugänglich ist wie Facebook, das aber nicht der Geldbeschaffung dient, sondern der feien Kommunikation von freiwilligen Teilnehmerinnen.

Die Lüge von der Freiheit

Das wäre echte Freiheit für alle, die mitmachen wollen, und es könnte ein zentraler Programmpunkt für die Ampelkoalition rot-gelb-grün sein, die nicht nur in allen Farben blinken sollte, sondern den Weg frei macht für mehr Demokratie. Diese Freiheit für alle kostet unglaublich wenig an Geld, 1% des Geldes, das die Öffentlich-Rechtlichen Anstalten verschlingen, würden schon reichen. Das sind 80 Millionen Euro pro Jahr, ein Betrag, welcher der Diskussion unter Politikerinnen normalerweise nicht wert ist.
 
Man kann auch mit wenig Geld sehr viel machen, aber es hört sich im Polit-Betrieb besser an, mit großen Zahlen, ab einer Milliarde, für was auch immer, um sich zu werfen. Um die Umwelt zu schonen und das Klima zu retten, muss man Energie und Material einsparen, kann aber trotzdem die Kommunikation der Menschen untereinander und mit den Mächtigen gewaltig verbessern.
 
In der Parteiendemokratie ist die Entscheidung für ein Öffentlich-Rechtliches Meinungsforum, an dem alle teilnehmen können, quasi unmöglich und zwar, weil es keiner Partei direkten Nutzen bringt, sondern nur der Allgemeinheit und darunter am meisten dem politisch aufgeweckten Teil der Bevölkerung. Deshalb ist es unerwünscht, weil so ein freies und offenes Forum schon nach wenigen Wochen alle Lügen und falschen Versprechungen der Politiker entlarven und bloßstellen würde.

Vor dieser Art von Freiheit haben die Mächtigen Angst.

Die Politiker aller Parteien behaupten ständig, wir leben in der Freien Westlichen Welt. Wir werden aber im Einvernehmen von Wirtschaft und Politik gezwungen, unsere materielle Freiheit der Freiheit des Geldes unterzuordnen. Und viele werden gezwungen, ihr Verhalten vom Geldbeutel abhängig zu machen.
  • Wer am meisten Geld hat, bestimmt, was auf den Markt kommt.
  • Wer am meisten Geld hat, bestimmt, wer arbeitet und wo gearbeitet wird.
  • Wer am meisten Geld hat, bestimmt, wo Steuern gezahlt werden und wo nicht.
  • Wer genug Geld hat, kann sich durch CO2-Zertifikate vom Klimaschutz freikaufen.
  • Wer genug Geld hat, kann zum Mond fliegen und soviel Energie verschwenden wie er will.
  • Wer genug Geld hat, kann jeden Preis für Fernflüge, Benzin, Diesel, SUVs, Privatflugzeuge und Sportwagen zahlen.

  • Dieser Gedanke lässt sich beliebig fortsetzen.
Das Wort von der Freien Westlichen Welt ist eine Lüge geworden. Es gibt die totale Freiheit für ganz Wenige und materielle Unfreiheit für die restlichen 99%.
 
Der Trend geht dahin, in der Freien Westlichen Welt auch die geistige Freiheit, die Freiheit der Gedanken und der freien Rede immer mehr zu unterdrücken. Das gilt insbesondere für die Freiheit, auf der Straße, seine Meinung zu zeigen und zu demonstrieren.
 
Es ist krass: Anstatt, dass Politiker im Namen der Demokratie ein Internetforum unter gesellschaftlicher Kontrolle schaffen, konsensieren sie mit Google, Facebook und Twitter, die nach eigenem Gutdünken politische Zensur betreiben. Wer Freiheit und Demokratie in seine Programme schreibt und damit den Status Quo im Internet meint, wo nur das nackte Geld regiert und Meinungen vermarktet und gesteuert werden, diese Parteien haben Wählerinnen und Wähler verraten und belogen.

Die Freiheit, die wir noch haben

Die echte Freiheit hat zwei Richtungen: Freiheit von Zwängen und Freiheit, etwas zu tun. Auch Denken ist eine Tätigkeit. Denken und weitersagen, was richtig ist, eigene Parolen erfinden, direkte Kommunikation betreiben. Reden, Flüstern, schreiben, mailen. Anklicken genügt nicht. Runter Schlucken genügt nicht.
 
Anpacken und berühren. Wenn gar nichts anderes geht, ist sogar Warten und auf der Lauer liegen eine Haltung und eine Tätigkeit. Viele intelligente Tiere machen das so. Wir müssen die kleinste Chance nutzen, um Lügen zu entlarven. Die Wahrheit kommt ans Licht, auch wenn sie nicht ins Fernsehen kommt. Und das Fernsehen verliert jedes mal, wenn wir es aus freier Entscheidung abschalten oder gar nicht erst einschalten.

  Rob Kenius, 18.10.2021
  letzte Bearbeitung 21.10.2021
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Hass kommt aus den Strukturen im Netz

Die Zahlen, die Angst machen, haben sich mehr und mehr von der Realität entfernt: Von Sterbefällen zu Intensivbetten, dann zu sogenannten Infektions-Zahlen, die nur positive Tests sind, schließlich die Inzidenzen, das sind positive Tests bezogen auf die Einwohnerzahl 100.000, in sieben Tagen und dann der R-Wert, ein Durchschnittswert, wie viele Personen eine infizierte Person ansteckt (schwer festzustellen). Zuletzt sind es nur noch "die Zahlen", die es zu reduzieren gilt. Das ist die Front, an der Politiker kämpfen. Von der Frage, was Covid19 in welchem Ausmaß als Krankheit bewirkt, hat sich der Blick weit entfernt.

Zusammenhang mit Statistik

Die harte Zahl ist die der Sterbefälle und sie wird so formuliert: Sterbefälle "in Zusammenhang mit Corona". (Das heißt, Corona ist nachgewiesen und die Menschen sind gestorben.)
 
Die Zahl von Sterbefällen ist generell sehr hoch, weil jeder sterben muss. Das ist hart, aber gerecht. Bei acht Milliarden Menschen und einer Lebenserwartung von global weniger als 70 Jahren, ist die Zahl der Sterbefälle mehr als 115 Millionen pro Jahr. In Deutschland etwa 1 Million, ungefähr 3.000 an einem Tag. Wenn 300 davon "im Zusammenhang mit Corona sterben" ist das nicht wirklich viel; denn es heißt nur, dass unter all den positiv getesteten Personen 300 verstorben sind.

Je mehr auf Corona getestet wird, desto höher ist also auch die Zahl der normalen Sterbefälle von Menschen, die vorher positiv auf Corona getestet wurden. Das Zusammentreffen dieser beiden Fakten sagt nicht aus, dass der Tod durch das Virus herbeigeführt wurde. Wenn 100.000 Menschen positiv auf Corona getestet sind, gilt für diese, genau wir für alle anderen, die allgemeine Sterblichkeit, die unabhängig von jeder Virenausbreitung vorhanden ist.
 
Es werden auch ohne Covid19 wenigstens so viele der positiv Getesteten sterben wie in der nicht getesteten Bevölkerung. Dieser Anteil, welcher der normalen Sterblichkeit entspricht, kann nicht als durch das Virus verursacht angesehen werden, sondern nur zusätzliche Sterbefälle, die über die normale Sterblichkeit hinaus gehen.

Logisch denken und die Realität erkennen!

Im Folgenden wird durch Betrachtung der Korrelation gezeigt: Etwa dreiviertel der Toten "in Zusammenhang mit Corona" wären auch ohne die Pandemie verstorben. Das klingt wie eine kühne Behauptung von Corona-Leugnern, ist aber nichts anderes als ein Schritt in die Realität.
 
Die Realität wird durch Statistik abgebildet
, nicht durch Befürchtungen und Angst. Wer Statistik berücksichtigt, leugnet nicht Corona, es ist umgekehrt: Man kann diejenigen, die eine statistische Sicht ablehnen, und alle positiv Getesteten, die verstorben sind, als Corona-Tote hinstellen, als Statistik-Leugner bezeichnen.

Was ist die Todesursache?

Der Begriff Todesursache ist selten eindeutig, außer bei Mord, Herzinfarkt, Todesstrafe und Krieg. Um das klar zu machen, ein gar nicht ungewöhnliches Beispiel: Ein Mann, der den ersten Weltkrieg als Soldat überlebt hatte, es war mein Großvater, stürzte im zweiten Weltkrieg die Treppe hinunter bei Fliegeralarm und starb wenige Tage später an einer Lungenembolie. Was war die Todesursache?
 
Der Krieg war es nicht, die Witwe bekam keine Krieger-Witwenrente. Die britische Luftwaffe war es auch nicht, denn die Stadt, in der es passierte, wurde erst zwei Jahre später bombardiert. Der Fliegeralarm war es auch nicht; denn der Verunglückte hätte die Treppe im eigenen Haus ohne zu stolpern meistern können. War es Panik? War der Verunglückte unter Alkoholeinfluss? War der Hausarzt schuld, der die Lungen-Embolie nicht erkannt hat?

Die Nahestehenden werden spontan eine Möglichkeit als Todesursache ansehen. Die Frau sagt, der Krieg war es, die Tochter sagt, der Arzt war es, der Nazi von nebenan sagt, die RAF (Royal Air Force) war es, ein Feuerwehrmann sagt, der unnötige Alarm war es. Der Arzt sagt, es war der Alkohol.

Das Problem ist, dass wir es gewohnt sind, in Ursachen zu denken. In Wirklichkeit aber ist es schon falsch, zu denken, dass es in so einem Fall die eigentliche Ursache überhaupt gibt. Das Wahrscheinlichste ist, dass mehrere Faktoren zusammen gewirkt haben. Es gibt keine eindeutige Todesursache.

Statistik erweitert das Wissen, auch über den Zufall

Je größer die Zahl der Fälle ist, desto genauer sind statistische Aussagen. Es gibt exakte Formeln für die Schwankungsbreite des Zufalls. Statistik erlaubt, über Dinge, über die unser Wissen unvollständig ist, trotzdem gültige und sogar exakte Aussagen zu machen.
 
Man muss sich dabei aber an die Gesetze der Statistik halten und die sind den meisten Menschen unbekannt, obwohl sie nicht schwer zu verstehen sind. Die meisten Schüler der fünften Klasse würden sie verstehen. Wer aber die Regeln der Statistik nicht kennt, traut der Statistik nicht.
 
Viele wollen auch den Zufall als Prinzip nicht anerkennen. Der Glaube an Gott steht dem entgegen und der Glaube an die eigene Kraft oder an das Gute, das Glück oder an das unvermeidliche Schicksal. Im realen Leben aber sind Zufälle oft entscheidend, es beginnt schon mit dem biologischen Geschlecht, das einem vom Zufall zugeteilt wird.

Die Wissenschaft hat uns, spätestens seit der Quantenphysik gelehrt, dass der Zufall ein fundamentales Element bei der Abfolge von Ereignissen ist. Und Statistik ist dazu da, zufällige Ereignisse mathematisch zu beschreiben.
 
Ohne Kenntnisse des Einzelfalls erlaubt Statistik (bei unvollständigem Wissen) sichere Aussagen über große Zahlen von zufälligen Ereignissen.

Der Einzelfall ist nicht das Maß der Dinge

Leider steckt in den Köpfen immer noch der Satz: Alles muss einen Grund haben. Dieser Satz ist falsch. Die Kausalität ist kein Naturgesetz, sondern ein Denkmuster. Das ist der Wissenschaft seit Jahrhunderten (David Hume) bekannt. Wir können nur die Reihenfolge von Ereignissen feststellen.

Der Gedanke, dass eins das andere bewirkt, ist in vielen Fällen vernünftig. Wenn ein Stein zur Erde fällt, ist es gut, die Erdanziehungskraft als den Grund zu sehen und nicht die Tatsache, dass ich die Hand geöffnet habe. Wenn aber ein Atom zerfällt, ist es Zufall und wenn eine Eizelle befruchtet wird und ein weibliches Embryo entsteht, ist es ebenso Zufall.
 
Mit Statistik ist trotzdem eine sichere Aussage möglich: Die Hälfte aller Geburten sind weiblich. Oder in der Atomphysik: Nach einer bestimmten Zeit, der Halbwertzeit, ist die Hälfte aller Atomkerne zerfallen. Zwei Beispiele, bei denen man, ohne die Statistik der großen Zahl, keine gültige Aussage machen kann.
 
Sehr viele Ereignisse sind teilweise Zufall, haben aber auch Voraussetzungen, die das Ereignis begünstigen. Ein grober Begriff dafür ist: Die Ereignisse sind multikausal. Es gibt mehrere beeinflussende Faktoren, von denen keiner der allein ausschlaggebende Grund ist.

Todesfälle sind in der Regel multikausale Ereignisse, ganz besonders im Alter. Früher sagte man, er oder sie ist an Altersschwäche gestorben. Heute ist die Medizin weiter und kann fast immer neben dem Alter diagnostizierte Faktoren nennen, die zum Tod beigetragen haben: Herz-Kreislauf-Schwäche, Leberschaden, Diabetes, Lungenschaden, Nierenversagen, Krebs usw.
 
Trotzdem ist der Begriff Altersschwäche ein sinnvoller Begriff. Im Alter wird der Mensch schwach. Die Muskeln werden schwach. Die Atmung wird schwach. Das Immunsystem wird schwach, das Herz wird schwach und oft wird auch das Gehirn schwach. Am Ende tritt der Tod mit Sicherheit ein.
 
Mit Statistik kann man auch in diesem unangenehmen Bereich Aussagen machen. Die Lebenserwartung ist eine statistische Größe, sie ist bei Frauen deutlich höher als bei Männern. Wir wollen es nicht zu genau nehmen, sagen wir die Lebenserwartung sei im Schnitt in Europa 75 Jahre.
 
Die Menschen sterben dann durch den Einfluss verschiedener Faktoren. Diese Faktoren kann man durch den Begriff der Korrelation quantitativ beschreiben. Korrelationen treten also bei multikausalen Ereignisse an die Stelle von Kausalität, weil Korrelationen der Realität näher kommen.

Eine Korrelation ist eine Teil-Wahrscheinlichkeit, welche die Verbindung einer Voraussetzung mit einem bestimmten zufälligen Ereignis quantitativ beschreibt. Kausalität dagegen ist ein eindeutiges logisches Verhältnis, das keine Aussage über multikausale Ereignisse macht.

Der Tod als statistisches Ereignis

Wenn man eine große Zahl untersucht, könnte man für bestimmte Todesursachen Wahrscheinlichkeiten feststellen. Wer völlig gesund ist, wird sehr alt und stirbt an Zufälligkeiten wie einer Hitzewelle, Schreck, Selbstaufgabe, falsche Ernährung, Dehydrierung, schlechte Pflege. Am Ende stirbt jeder, auch ohne Ursache, doch das wird gerne verdrängt.
 
Beim Tod stellt eine Ärztin oder ein Arzt den Totenschein aus und legt eine Todesursache fest. Dieser Vorgang hat keine diagnostische Bedeutung; es wird eine Ursache eingetragen, die man vermutet, obwohl man weiß, dass es meistens mehrere Ursachen gibt. Das ist eine Formalität.

Wenn Ärzte aber per Autopsie Tote untersuchen, legen sie nicht einfach eine Todesursache fest, sondern sie ermitteln die verschiedenen Risikofaktoren: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, eventuell Leberschäden und Schäden der Lunge und Schäden an anderen Organen.
 
Im Prinzip wäre es möglich, Korrelationsfaktoren für die einzelnen Gefährdungen zu bestimmen, die zum Tode geführt haben. Das ginge aber nur mit Statistik in einer großen Zahl von Fällen.

Einfache Regeln der Wahrscheinlichkeit

Ohne solche umfangreichen Untersuchungen die auch nicht stattfinden, lassen sich trotzdem Korrelationen abschätzen. Dazu helfen ein paar einfache Regeln:
 
Jede Wahrscheinlichkeit ist eine Zahl zwischen null und eins. Null bedeutet, es ist unmöglich, eins bedeutet, es ist sicher.

Die Wahrscheinlichkeit, mit einem Würfel eine 6 zu würfeln, ist 1/6 und die, eine 1 zu würfeln, ist ebenfalls 1/6.
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, eine 6 oder eine 1 zu würfeln?
Sie ist logischerweise doppelt so groß:
1/6 + 1/6 = 1/3
Die entweder-oder-Wahrscheinlichkeit ist gleich der Summe der einzelnen Wahrscheinlichkeiten.
 
Die Wahrscheinlichkeit eine beliebige Zahl von 1 bis 6 zu würfeln ist gleich 1.
Die Summe aller möglichen Wahrscheinlichkeiten ist immer gleich 1.

Das gilt auch für Korrelationen.
 
Die Summe aller Korrelationsfaktoren, die an einem Ereignis beteiligt sind, das eingetreten ist, muss 1 sein, auch dann, wenn man nicht alle Korrelationen kennt. Bei Sterbefällen ist das Ereignis, leider der Tod, mit Sicherheit eingetreten. Die Summe aller Korrelationen, die zum Tod geführt haben, ist gleich 1.

Eine Schlussfolgerung, die nie gemacht wurde

Jetzt kommt eine erstaunliche Tatsache bei den Sterbefällen durch Corona ins Spiel. Von Anfang an sind vornehmlich sehr alte Menschen (über 80 Jahre) verstorben. Das Durchschnittsalter der Corona-Toten lag oberhalb der durchschnittlichen Lebenserwartung. Das bedeutet, die Korrelation mit dem Alter war stärker als die Korrelation mit dem Virus.
 
Die Summe der beiden Korrelationsfaktoren ist höchstens gleich 1 und, wenn der Korrelationsfaktor mit dem Virus kleiner ist als der mit dem Alter, kann er höchstens gleich 1/2 oder 50% sein.
 
Dann wurde bei Obduktionen festgestellt, dass die Corona-Toten meistens mehrere andere Krankheiten hatten: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Lungenschäden, Leberschwäche oder Hepatitis usw. Das zeigt, dass wesentliche weitere Korrelationen mit sehr ernsthaften Krankheiten bestanden haben, die jede für sich ebenfalls zum Tode geführt haben können.
 
Das reduziert den Korrelationsfaktor für das Virus, der schon unter 50% liegt, noch einmal um weitere Anteile und es ist keine gewagte Annahme, dass er sich im Bereich von 20% bis 30% bewegt. Die Summe aller anderen Faktoren läge dann ebenfalls zwischen 20% und 30%.

Wir machen eine vereinfachte, aber vorsichtige Annahme:
 
Korrelationsfaktor für das Alter wenigstens 50%,
für alle anderen Erkrankungen zusammen 25%
und es bleiben für Corona allein 25%,
also 1/4 als Korrelationsfaktor.
Diese Abschätzung ist realistisch und in wissenschaftlichen Sinne konservativ. Sie gilt, solange sie nicht präzisiert oder widerlegt wird.
 
Das zeigt uns folgenden Sachverhalt:
 
Von den vage definierten Sterbefällen "im Zusammenhang mit Corona" wären 3/4 oder 75% der Menschen im betrachteten Zeitraum auch ohne Corona gestorben. Das ist das Ergebnis der Altersstruktur und der Krankheitsbilder bei Obduktionen. Um ein Maß für die Todesgefahr des Virus zu finden, müssen wir die angegebenen Todeszahlen "im Zusammenhang mit Corona" wenigstens durch 4 teilen, weil der Korrelationsfaktor für Covid19 mit den registrierten Sterbefällen größer nicht ist.

Es kann sein, dass sich in einem kurzen Zeitraum beim akuten Ausbruch in einem Pflegeheim Sterbefälle häufen, dafür sterben dann später aber weniger Menschen der gleichen Gruppe, von Statistikern Kohorte genannt. Über einen längeren Zeitraum von Monaten oder einem Jahr, entspricht die Sterblichkeit, die man Corona zuschreiben kann, der Gesamtzahl der "im Zusammenhang mit Corona Verstorbenen" mutipliziert mit dem hier konservativ abgeschätzten Korrelationsfaktor 1/4 oder 25%.
 
Die Relativierung der Sterbezahlen wird dadurch bestätigt, dass die sogenannte Übersterblichkeit, also eine eventuelle höhere Zahl an Toten im Vergleich der Jahre vorher, kaum vorhanden ist. Sie liegt oft unterhalb der Schwankungsbreite in der Jahresstatistik. Diese Schwankungsbreite hängt besonders stark vom Wetter ab. Bei rauer Witterung (trocken, heiß oder kalt) sterben mehr alte Menschen.

Alle öffentlich bekannt gegebenen Todeszahlen berücksichtigen nicht die Korrelationen mit Alter, Herzschwäche, Leberschäden, Hepatitis, Krebs und so weiter. Sie sind außerdem von der Zahl der Tests abhängig. Je mehr Tests, desto mehr Koinzidenzen (zufällige Zusammentreffen) von alters- und krankheitsbedingtem Tod und positiven Testergebnissen.

Die Zahl der gemeldeten Corona-Toten hängt auch direkt von den Entscheidungen der Ärzte ab, wenn sie Totenscheine ausfüllen. Es ist naheliegend, dass sie, wenn ein positiver Test vorliegt, in den Jahren 2020 oder 2021 als Todesursache Covid19 eintragen. Das ist keine Diagnose.

Testen und Spritzen für Milliarden

Die realen Tatsachen werden in der Öffentlichkeit nicht diskutiert, nicht berücksichtigt und als Information in den Medien systematisch unterdrückt. Die Statistik-Leugner sind überall in der Mehrheit und in den Schlüsselpositionen, sie beherrschen das Feld der Information.
 
Das öffentliche Bewusstsein ist durch eine nicht endende Nachrichtenflut auf Tests und diverse Impfstoffe fixiert. Beides, Tests und Impfstoffe liefert die Pharmaindustrie. Die Zahlen der Tests, der Einzeldosen und Spritzen, die Gewinne in Pharma-Konzernen und Kursgewinne an der Börse liegen im hohen Milliardenbereich. Vor Zahlen, die Geld bedeuten, wenn es keine Schulden sind, hat niemand Angst.
  Rob Kenius, 04.04.2021
  letzte Bearbeitung 22.04.2021
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Hass kommt aus den Strukturen im Netz

Es besteht kaum ein Zweifel, dass durch das Internet Hass- und Gewaltphantasien und am Ende auch reale Gewaltakte angeregt werden. Ob Gewaltbereitschaft und Aggressivität sich im Netz erst entwickelt haben oder ob sie vorher schon vorhanden waren, ist eine akademische Frage.
 
Unstrittig ist, dass sich in den sogenannten sozialen Medien verbale Gewalt, Androhung von Gewalt und vielerlei Angstmache wie Buschbrände ausbreiten.

Wenn man nach den Ursachen sucht, muss man sich auf die Strukturen und Algorithmen konzentrieren und nicht all zu sehr auf die Personen, welche die Hetze betreiben und schon gar nicht auf die Inhalte der Hassbotschaften. Unzufriedene, verbitterte und hasserfüllte Menschen wird es immer geben. Dass ihre Meinungen und Pamphlete solche Verbreitung finden und dass sie sich in Internet-Blasen zusammenrotten, liegt an der Struktur und an den Maximen der Algorithmen.

Hasserfüllte Menschen und Gewaltphantasien sind schwer zum Besseren zu verändern, die Strukturen, Programme und Algorithmen aber wohl, sie lassen sich verändern oder, besser noch, durch andere Foren ersetzen. Wenn es darum geht, die verbale Gewalt einzudämmen, sind die kommerziellen Ziele und Bedingungen der Kontaktmaschinen der richtige Ansatzpunkt.

Die wichtigste Bedingung für das Verbreiten von Hass, Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Intoleranz ist die Anonymität im Netz. Nur wenige der aggressiven Stimmen würden sich so lautstark erheben, wenn jeder, der es liest, die Personen erkennen und identifizieren könnte, die das verbreiten. Wer würde in einer Versammlung, vor der eine Frau eine Rede mit feministischen Inhalten hält, laut in den Saal rufen: Halt die Schnauze, du dumme Fotze, sonst gibts Vergewaltigung!
 
Jeder, der das täte, würde schnell aus der Versammlung entfernt, egal wie und durch wen. So eine Äußerung ist in der Öffentlichkeit so gut wie unmöglich, erst recht da, wo andere Personen den Maulhelden vielleicht kennen. Im Internet aber und in anonymen E-Mails gehören solche Unflätigkeiten zur Alltäglichkeit

Man muss also gegen die Anonymität argumentieren, um die Flut von Hass, Gewalt, Rassismusund Sexismus zu dämmen, aber das ist schwierig. Die Anonymität ist ein hohes Gut bei Usern und Betreibern der Plattformen.

Warum ist die Anonymität so beliebt?

Anonymität erleichtert den Einstieg in eine Szene. Das ist ein ganz natürlicher Prozess, nicht nur im Internet. Die meisten Menschen wollen sich einer Gemeinschaft aus der Position des unbekannten Neulings annähern. Am deutlichsten wird es da, wo große Freiheiten bestehen, zum Beispiel wenn man zum ersten mal eine Diskothek betritt, in der richtig was los ist, oder wenn man an den Strand geht und sein Handtuch an einem freien Plätzchen ausbreitet.

Es mag Leute geben, die sich krass anders verhalten, und sich gleich in Pose bringen, aber die Mehrheit ist in neuer Umgebung erst einmal vorsichtig, zurückhaltend und vielleicht ein wenig schüchtern. Man will auf keinen Fall gleich im ersten Augenblick mit seiner vollen Persönlichkeit wahrgenommen werden.

Ähnlich ist es bei Internet-Foren. Meistens genügen beim Anmelden die Angabe einer E-Mai-Adresse und ein Pseudonym, um den Zugang zu erhalten. Das erleichtert sehr den Einstieg und ist einer der großen Vorzüge dieser Technik, die uns leichte Kontaktaufnahmen ermöglicht. Aber wo ist die Grenze der Anonymität? Gibt es da überhaupt eine sinnvolle Grenze?
 
In den meisten Foren und Kontaktmaschinen gibt es keine Grenzen, anonym zu bleiben, es scheint auf Seite der Betreiber niemanden zu interessieren wer du wirklich bist. Du wirst eher zu einer Geldspende aufgerufen als dazu, deine Identität preis zu geben.

Aber in der realen Welt sieht es anders aus. Unter einer überschaubaren Zahl von lebendigen Personen einer Szene wird die Anonymität des Einzelnen sehr schnell aufgehoben. Das geschieht durch natürliche Kontaktaufnahme zunächst mit einzelnen Personen, Bekanntschaften, die sich erweitern und vertiefen.

Es gibt aber keine Grenzen der Anonymität in den Kontaktbörsen, auch da nicht, wo es Grenzen geben müsste. Wenn die Möglichkeit besteht, nur anhand einer E-Mail-Adresse jemanden, der öffentlich bekannt ist, anonym mit Beleidigungen, Beschimpfungen und Drohungen zu verfolgen, dann ist die Grenze eines sozialen Verhaltens überschritten, egal, wo diese Grenze definitiv liegt, beziehungsweise, an welcher Stelle eine Grenze fehlt.
 
Ein Forum, das Beleidigungen und Hassbotschaften in Form anonymer Mails an bekannte oder prominente Personen oder an Personen auf gleicher Ebene ermöglicht, ist kein soziales Medium mehr, sondern ein asoziales Medium.

Anonyme Politik gibt es nicht

Jenseits der Grenze, wo Anonymität angemessen ist, liegen alle politischen Diskussionen. Aktive Politik und Anonymität schließen einander aus.
 
Aber auch auf dem Feld der Politik wird ganz am Anfang ein Einstieg durch Anonymität erleichtert. Es ist völlig natürlich und richtig, dass demokratische Wahlen anonym erfolgen, weil jede und jeder, egal wie vorsichtig jemand ist, unbehelligt an der Wahl teilnehmen soll.

Der nächste Schritt ist die Teilnahme an einer öffentlichen Kundgebung oder an einer Demonstration. Da zeigt man den Umstehenden und im Grunde allen anderen, dass man dabei ist und man kann von allen Bekannten wiedererkannt werden. Wer nicht erkannt werden will, muss der politischen Demo fern bleiben. Es herrscht bei Demonstrationen zu Recht ein Vermummungsverbot.

Aktive Politik in Form von Rede, Gespräch und Diskussion aber erfordert nicht nur öffentliche Präsenz, sondern die Preisgabe der Identität. Man wird in einer Versammlung vorgestellt oder stellt sich selber vor und kann dann das Wort ergreifen.

In einem Internet-Forum ist es aber in der Regel ganz anders. Die meisten sind und bleiben anonym, das heißt, sie sind wie Vermummte, die Person ist unkenntlich, wie maskiert. Auf dieser Basis kann man keine Politik betreiben.
 
Warum?
 
Weil man anonyme Redner nicht beim Wort nehmen kann. Man kann sie sich nicht merken, sie können auch einfach verschwinden und unter einem anderen Namen wieder auftauchen. Genau das führt dazu, dass sie sich auch nicht zu mäßigen brauchen.

Wenn wir die Frage stellen, warum Anonymität grundsätzlich erlaubt ist, und wieso sie nicht irgendwann bei bestimmten Funktionen aufgehoben wird, finden wir schnell eine plausible aber unbefriedigende Antwort: Es ist im Interesse der Betreiber, den Nutzern alles, was sie wollen, so leicht wie möglich zu machen, auch das schlechte Benehmen und das asoziale Verhalten. Hauptsache, sie bleiben in der Blase und liefern Content sowie Material für die Statistik.

So viel Kontakte wie möglich

Manche Kontaktmaschinen sind ursprünglich einmal aus anderen Motiven entstanden, aber alle die groß geworden sind, wie Facebook und Twitter, arbeiten nach kommerziellen Gesichtspunkten, das heißt immer, bestimmte Zahlen sollen maximiert werden.

1
So viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie möglich.
Bei Facebook funktioniert das nach einem Schneeball-Prinzip. Wer nach einer Person sucht, die sonst unbekannt ist, bekommt fast immer das Angebot, das Facebook etwas über diese Person weiß. Um das zu erfahren, muss man sich aber erst selber anmelden. Schon eine Teilnehmerin mehr.
 
2
So viel Verweilzeit wie möglich und so viele Klicks wie möglich.
Das sind die Media-Daten, um lukrative Angebote an die Werbebranche zu machen. Deshalb werden Dispute angeregt, die sich im Kreise oder um nichts drehen, sie werden durch die Algorithmen so gesteuert. Aus rein quantitativen Gründen sind lebhafte Auseinandersetzungen gefragt.
 
Gefördert werden Teilnehmer, die schnell und bedenkenlos irgendetwas abdrücken, was wiederum andere provoziert, es ihnen gleich zu tun. Das alles geschieht im Interesse der Klick-Zahlen für die Werbung, mit der sich Facebook finanziert. Für eine sachliche oder gar politische Diskussion sind diese Ziele, der Steuerung kontraproduktiv.

Explosiver Stoff

Facebook geht es um die Aufmerksamkeit des Publikums und weil das Publikum selber den Inhalt liefert, fördert und belohnt Facebook solches Verhalten der User, das Aufmerksamkeit erregt. Das sind aber genau die gleichen Inhalte, die in allen kommerziellen Medien Aufmerksamkeit erregen, die aber bei persönlichen Kontakten und Gesprächen unangebracht sind: Mord und Totschlag, Gewalt und Bedrohung, Angst und Schrecken.
 
Hinzu kommt dann eine gesteigerte Intensität der Kommunikation: Übertreibung, ständige Wiederholung, Klischees, Feindbilder, Pauschalurteile, Fronten-Bildung, Freund-Feind-Denken, Intoleranz, es gipfelt bei Engstirnigkeit und Rassismus.
 
Eins geht aus dem anderen hervor oder es verstärkt sich gegenseitig. Die Meinungen, Übertreibungen und die Verrohung der Sprache schaukelt sich automatisch hoch, weil die steuernden Algorithmen Intensität, Wiederholung und Impertinenz im Interesse der kommerziellen Auswertung begünstigen.

Man sieht leicht, dass diese negativen Elemente der Internet-Kommunikation weniger mit bestimmten Inhalten und auch weniger mit den beteiligten Personen zu tun haben, als viel mehr mit der Struktur der anonymen Massenkommunikation, die auf Quantität und Lautstärke abzielt, um Aufmerksamkeit zu erregen.
 
Aufmerksamkeit zu erregen ist das erste Ziel jeder Werbung und Reklame.

Das Phänomen ist längst bekannt aus der Boulevardpresse. In den asozialen Medien im Internet kann sich jetzt aber nicht nur jeder erregen lassen, sondern auch aktiv daran beteiligen. Viel Intelligenz ist dazu nicht erforderlich. Die Dummheit besteht darin, den Wert einer Botschaft nach der Lautstärke Intensität und Impertinenz zu beurteilen. Laut schreiende Mitläufer, die nur Beifall von sich geben, sind von den Algorithmen erwünscht. Sie verstärken die Zielgruppe und sind von Aktivisten kaum zu unterscheiden.

Waldspaziergang und Netzwerkdurchsetzungsgesetz

Die Frage ist, was kann man dagegen tun? Die einfachste Lösung ist, sich nicht an Facebook zu beteiligen. Ich muss zugeben, dass ich mich selber seit vielen Jahren an diese Regel halte. Erreicht habe ich damit nicht viel, weil die Lawine weiter gerollt ist, während ich am Waldrand spazieren ging und den freien Blick auf das Geröllfeld hatte. Aus dieser Position lässt sich aber die Lage klar überblicken.

Die Regierung ist da in einer besseren Position, sie kann Gesetze entwerfen und großkoalitionsmäßig durchdrücken. Der Versuch, mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz Facebook, Twitter und Co. In den Griff zu bekommen, machte aber den Fehler, dass dieses Gesetzt überhaupt nicht in die Strukturen eingreift.
 
Auf dem Label steht, dass dieses Gesetz gegen Hass und Gewalt gerichtet ist, aber im Gesetzestext richtet es sich ebenso gegen Beleidigung und Verunglimpfung. Das sind ganz andere Begriffe, die kaum objektiv feststellbar sind und der persönlichen Beurteilung unterliegen.

Wie wird Beleidigung und Verunglimpfung festgestellt? Wer stellt das fest? Die Dinge werden von Betroffenen festgestellt und können in der Regel zu einer gerichtlichen Klage führen.
 
So ist es im Netzwerkdurchsetzungsgesetz aber nicht. Es wird nicht der Rechtsweg beschritten, sondern es wird von Betroffenen oder solchen, die sich betroffen fühlen, den Betreibern gemeldet und die sollen dann reagieren. Was bedeutet, das?
 
Wenn eine Prominente oder ein Politiker es dem Betreiber meldet, das sie oder er sich beleidigt fühlt, wird der Betreiber schnell alles löschen was beanstandet wird, ohne das Ansinnen objektiv zu prüfen, insbesondere deshalb, weil die Strafandrohungen bei Zuwiderhandlung immens hoch sind.

Dieses Verfahren läuft also indirekt auf Zensur hinaus, was aber dadurch verschleiert wird, dass keiner der Beteiligten Zensur direkt ausübt. Die einen beschweren sich nur, die anderen löschen freiwillig, was den ersteren nicht gepasst hat.
 
Auf dem Rechtsweg dagegen würde ein unabhängiges Gericht urteilen, ob es sich überhaupt um Beleidigung und Verunglimpfung handelt oder um erlaubte Provokation oder angemessene Satire oder um eine unwesentliche Banalität.

Ein Bußgeldkatalog für Mediendreck

Es wäre wesentlich einfacher, per Gesetz zu erklären, dass die Kontaktmaschinen, die sich selbst soziale Medien nennen, auch Medien vor dem Gesetz sind. Sie generieren zwar nicht die Inhalte, aber sie verbreiten sie und man kann sie als Medien per Gesetz für das haftbar machen, was sie verbreiten. Auch Zeitschriften haften für das, was ihre Redaktion veröffentlicht.

Facebook und Twitter sind nicht so etwas wie Telefon oder Post, sie schaffen Öffentlichkeit.
 
Mit einer Grundsatzentscheidung sind sie per Definition neue Medien genau so wie jeder per Grundsatzentscheidung ein Teilnehmer am Öffentlich Rechtlichen Rundfunk ist, wenn der Rundfunk sich über das Internet verbreitet. Gegenüber den Bürgern ist der Gesetzgeber nicht zimperlich, wenn es um pauschale Vereinfachung geht, und er kann sich auf die Exekutive verlassen.
    Weil die zahlreichen Vergehen mit verbalen Entgleisungen im Netz für den allgemeinen Rechtsweg etwas zu häufig und zu alltäglich sind, wäre ein Bußgeldkatalog wie im Straßenverkehr angebracht:
     
  • Ein Unterleibswort auf eine Person bezogen: 100 Euro
  • Jedes andere Wort aus einem Schimpfwort-Katalog 50 Euro
  • Sexuelle Belästigung 150 Euro
  • Bedrohung mit Gewalt 200 Euro
  • Androhung von Mord oder Vergewaltigung 500 Euro
  • Sobald sich diese Verbal-Aggressionen gegen Frauen oder Farbige richten, das doppelte, gegen Juden, das dreifache.

  • Zahlbar wären die Bußgelder sofort durch die Betreiber des Netzwerks, andernfalls Bußgeldbescheid und Pfändung der Werbeeinnahmen.
     
    Die Betreiber dürfen sich das Geld ohne weitere Formalitäten von den Absendern der Hassbotschaften zurückholen, wenn sie diese identifizieren und finanziell belangen können.

Grenze der Anonymität

Ungeklärt ist noch die Frage, wo die Grenze zwischen Anonymität und persönlichem Auftritt im Internet liegen soll. Eine harte aber effektive Regelung wäre folgende:
 
Jeder kann sich einfach per E-Mail anmelden. Wer aber von sich aus Texte veröffentlichen und E-Mails an andere User schicken will, muss seine Identität angeben und die soll auch verifiziert werden. Das ist schon deshalb unumgänglich, um zu verhindern, dass durch Computerprogramme erzeugte Identitäten, sogenannte Bots, mitmischen, wie das bereits millionenfach geschieht.

Eine sanfte Kontrolle der Identität lässt sich dadurch realisieren, dass jeder einen (einmaligen) Beitrag per Bank überweist und dann unter dem Namen des Kontoinhabers agieren darf. Es müsste eine Widerspruchsmöglichkeit des Kontoinhabers bestehen, falls jemand (Ehemann, Sekretärin), der Zugang zum Konto hat, das Konto unerlaubt für diesen Zweck benutzt.

Den zusätzlichen Aufwand könnten die Betreiber wie Herr Zuckerberg, sich auf diese Weise mit Geld bezahlen lassen. Die Flut der Texte und Meinungen, insbesondere aber der Falschnachrichten, Beleidigungen und kriminellen Äußerungen würde enorm abnehmen, ganz ohne Strafandrohung.

Der öffentliche Debattenraum

Für ein Forum, das ernsthaften politischen Debatten dient, welches es leider so, wie es nötig wäre, noch nicht gibt, ist Anonymität grundsätzlich ausgeschlossen. Dieses Forum muss erst noch erschaffen werden, am besten von einer offiziellen Instanz, unabhängig von der Regierung, aber unter demokratischer Kontrolle.

Der Entwurf für einen politischen Debattenraum wurde hier bereits vor zwei Jahren unter dem Namen Demokrit vorgestellt und dann auch über KenFM veröffentlicht. In Italien ist ein Forum für Direkte Digitale Demokratie bereits von dem leider verstorbenen Internetunternehmer Gianroberto Casaleggio verwirklicht worden.

Das Internet hat viele Möglichkeiten, die Politik zu beleben und durch seine Interaktivität Demokratie zu schaffen. Das wurde durch die asozialen Medien Facebook, Twitter & Co. in eine falsche, rein kommerzielle Richtung gelenkt und dadurch verhindert.
 
Die Regierungen haben es versäumt, von öffentlicher Seite (für wenig Geld) demokratische Strukturen im Netz zu ermöglichen und so haben sie den Rechtspopulismus, Fremdenhass und die Dominanz der Dummheit gefördert. Sie wiegen sich in Sicherheit vor demokratischen Ansprüchen, weil die großen Medien nicht die freie Meinungsbildung fördern, sondern die Sichtweise der Regierung propagieren.
 
Das war nicht immer so und es sollte auch nicht immer so bleiben, denn es ist ein Rückschritt in den Totalitarismus.

  Rob Kenius, 02.02.2021
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Wer bestimmt, was politische Wirklichkeit ist?

Was in der Berliner Republik 2020 geschieht, ist eine Krise der Demokratie, wie es sie nach 1949 hier nicht gegeben hat. Die Regierung, der Öffentliche Dienst und die Öffentlich-Rechtlichen Medien bestimmen konform, was entschieden, was durchgesetzt und was darüber berichtet wird. In Deutschland hat sich eine neue Form von sanftem Totalitarismus etabliert.
 
Mit sanft ist gemeint, dass der totalitär gewordene Staat sanfter regiert wird als in der ehemaligen DDR und dass die Ohnmacht der Bürger ähnlich wie in den USA durch materiellen Wohlstand überdeckt wird. Das Schwinden demokratischer Möglichkeiten ist besonders schmerzhaft, weil in der gleichen Zeit die Geldbesitzer ihre Macht über den Staat sehr effektiv ausgebaut haben.

Selbst die Massendemonstration am 29.08.2020 vor dem Reichstag hat keine Wirkung auf die öffentliche Meinung gezeigt, weil das Leitmedium ARD/ZDF, von Staats wegen mit unvermeidbaren Gebühren der Bürger finanziert, alle Berichte und Meinungen im Sinne der Regierung darstellt.

Die Menschen außerhalb des staatlich-medialen Macht-Bereichs haben keine Chance und keine Freiheit, zu denken, zu sagen und durchzusetzen, was sie als Bürger für richtig halten.

Wer die Bilder und die Berichte von Teilnehmern der Demo vom 29.08.2020 mit der Darstellung im Fernsehen, aber auch im SPIEGEL und anderen großen Medien vergleicht, kommt zu einem erschreckenden Ergebnis: Es gibt eine riesige Diskrepanz zwischen Realität und Medienbericht, aber gleichzeitig eine verblüffende Übereinstimmung zwischen dem Bild in den Medien und den Stellungnahmen der regierenden Politiker.

Das Team aus dem Sektor B vom spenden-finanzierten KenFM hat genau das gemacht, was das hoch-dotierte deutsche Fernsehen hätte machen sollen: Ein fernseh-gerechter Bericht, der die Bilder sprechen lässt.

Wer es noch nicht gesehen hat, schaue sich vor allem die dritte (kurze) Folge des Berichts an: Redner auf der Bühne, insbesondere Robert Kennedy jr., und die Kamera schwenkt von der Bühne weit ins Publikum, wo die Zahl der Teilnehmer deutlich sichtbar wird und auch die Tatsache, dass Reichsbürger mit ihren schwarz-weiß-roten Fahnen keinen nennenswerte Rolle spielen.
 
Man gewinnt den Eindruck, den auch alle Teilnehmer bestätigen, dass es sich bei den Demonstranten um das normale Volk handelt, wo Randgruppen vorhanden sind, aber wie in der täglichen Wirklichkeit auch Randgruppen bleiben. Dabei haben sich einige, wie im wirklichen Leben, besonders hervogetan.
 
All das wurde im deutschen Fernsehen auf den Kopf gestellt, indem man die Masse der Demonstranten nicht zeigte, sondern nur die Randgruppen oder Einzelpersonen. Die Absicht, die dahinter steht, ist offensichtlich. Man will die Teilnehmer in ihrer Menge als Außenseiter ins Abseits schieben.

Das Ergebnis steht und stand damit von vorne herein fest: Die Demonstranten haben nicht viel erreicht, weil sie die breite mediale Öffentlichkeit nicht erreichen konnten, und die Politiker haben es daher nicht nötig, ihre Positionen zu überdenken oder gar zu ändern. Wer als Staatsbürger mit dem Herzen dabei war, wird traurig oder apathisch, bis dann der Verstand wieder einsetzt und man fragt sich:
 
Wie kann das sein? Ist die DDR auferstanden? Leben wir in einem totalitären System, wo die Regierung bestimmt, was die Medien berichten?

Sprechende Puppen in Watte verpackt

Wie kommt der enorme Realitätsverlust bei Politikern und in den ihnen nahestehenden Medien überhaupt zustande?

Politiker leben in einer Welt von Gesprächen. Das ist bei Angela Merkel besonders deutlich. Das Wort Gespräche kommt in ihren vorsichtigen Äußerungen ständig vor, um anzudeuten, wie sie Entscheidungen trifft oder wie sie den Entscheidungen ausweicht. Dabei wird nicht konkret gesagt, mit wem die Gespräche stattfinden und auch nicht, was ihr Inhalt ist. Es wird eher der Eindruck erweckt, dass solche Informationen indiskret wären, wie das bei persönlichen Gesprächen so ist. Darüber bewahrt man Diskretion.
 
Genaueres wissen aber die amerikanischen und britischen Geheimdienste.

In der Politik besteht eine andere Situation als in privaten Gesprächen. Was Politiker besprechen, geht die Öffentlichkeit etwas an; denn die Gewählten haben ein Mandat und verhandeln im Namen und im Auftrag und eigentlich auch zum Wohle der Allgemeinheit.

Frau Merkel ist ein typisches Beispiel. Doch sie ist nicht die einzige, die in einer Watte-Welt gefangen ist. So entsteht bei Politikern ein auf Gespräche verengtes Bewusstsein, das nur noch wenig Berührung mit der Realität hat, sich aber in den Medien wiederspiegelt.

Pektive aus zu großer Distanz

Die Realität besteht, in der obersten Schicht, aus Finanztransaktionen, dann aus Baumaßnahmen und den Plänen dazu, aus Kontrollverfahren, aber auch aus tausend Dingen, die auf den unteren Ebenen geschehen: Das Erheben von Steuern, der Transport von Gütern und das Zustellen von Paketen bis an die Haustür, Installation von Wasser und Heizung, Elektro- und Datenleitungen und die Arbeit auf Baustellen, in Supermärkten, in Altenheimen und auf Schlachthöfen.
 
Dann scheitert der Bau eines Großflughafens, weil die Entscheidungen und Bedenken, Anforderungen und Termine, welche die Politik gesetzt hat, in der Realität nicht zu erfüllen sind, es sei denn mit sehr viel mehr Geld und in immer weiter hinaus geschobener Zeit.

Zu solch konkreten Dingen haben nicht nur Politiker, sondern auch die obersten Führungsebenen großer Firmen eine enorme Distanz. Durch die Entwicklung der Digitaltechnik hat sich diese Distanz noch vergrößert, weil die Informatik es erlaubt, den Überblick über riesige Datenmengen zu behalten, ohne mit den wirklichen Realitäten in Berührung zu kommen.

Rotation ohne Achse

Für die Entscheidungsträger entsteht der Eindruck, dass ihre Gespräche die einzige Realität sind, auf die es ankommt. Es stimmt ja auch teilweise. Für die Karriere von Politikern können einzelne Gespräche wirklich entscheidend sein, für ihre Beziehungen zur Partei, aber auch für ihr Bild in der Öffentlichkeit, also in den Medien.
 
Politikerinnen und Politiker sprechen gerne direkt in die Medien, haben Zugang zu Interviews und Talkshows und sie richten sich dann wieder nach der Darstellung ihrer Person, welche die Medien reflektieren.

Da schließt sich ein Kreis, könnte man sagen. Doch es ist nur verbal ein Kreis (als Redewendung). In Wirklichkeit ist diese selbstreflexive Interaktion zwischen Politik und Medien nicht ein Kreis, sondern es geschieht in einer aufwärts gerichteten Spirale in der sich Politik und Medien umeinander drehen und gleichzeitig immer weiter nach oben winden, weg von der Realität und weg vom Publikum. Sie schweben mehr und mehr über den Dingen.
 
Wer daran etwas ändern will, weiß nicht, wo er oder sie anfangen soll. Die Hoffnung, bei der nächsten Wahl durch ein anderes Kreuzchen auf dem Wahlzettel etwas zu bewirken, ist Illusion. Inzwischen sind alle Parteien in vielen Punkten der gleichen Ansicht, weil sich die Parlamentarier schon durch selbst verschaffte Privilegien weit nach oben abgesetzt haben. Die Medien machen dann die Ansichten der Regierenden durch ständiges Wiederholen zur Mehrheitsmeinung.
 
Ergebnis: Der totale Konformismus.

Lügen haben kurze Beine

Als Beispiel diene wieder die Großdemo vom 29.08.2020 in Berlin. Den Demonstranten wurde vorgeworfen, dass sie den 100 oder 200 Reichsbürgern, die auf den Reichstag gestürmt sind, eine Plattform geboten hätten. Daraus ist leicht die Anweisung zu entnehmen, gehorsame Leute sollten gefälligst nächstes mal zu Hause bleiben.


 

In Wirklichkeit ist die Plattform für die Propaganda der Rechten aber der Fernsehbericht selbst, der ihre Aktion in den Mittelpunkt stellt und alles andere tunlichst verschweigt. Und die Möglichkeit zu diesem Coup hat ihnen die Politik des Rot-Rot-Grünen Senats verschafft, der nicht in der Lage oder gewillt war, die Polizei vernünftig einzusetzen. Vielleicht war den Regierenden das sogar recht, weil es von den Anliegen der großen Mehrheit der Demonstranten (überzogene Ordnungsmaßnahmen gegen eine mittelschwere Infektionskrankheit) ablenkt.

Das Ergebnis wurde im Fernsehen dann stolz verkündet: Laut einer Blitzumfrage lehnten dreiviertel der Bevölkerung diese Demo ab. Kein Wunder, 99,5% der Bevölkerung waren nicht daran beteiligt und 95% haben nur aus den offiziellen Medien und den Stellungnahmen der Politiker folgendes erfahren: Da waren nur Impfgegner, Verschwörungstheoretiker, Esoteriker und Reichsbürger.

Fernsehen weit vom Geschehen

Deshalb durften natürlich (im Fernsehen, das von Bildern lebt!) keine Bilder gezeigt werden, die einen Überblick über die Zahl und die Art der Teilnehmer erlaubt hätten. Nicht einmal der gleichnamige Sohn des ermordeten Robert Kennedy und Neffe des ermordeten Präsidenten, der auf der Bühne eine kurze, ergreifende Rede hielt, nicht einmal der lebendige Kennedy in Berlin kam ins deutsche Fernsehen.
 
Hätte man die Bilder gezeigt, wäre sofort klar geworden, dass es nicht 40.000 Demonstranten waren. Das ist die Zahl in einem Bundesligastadion. Möglicherweise stimmt aber die erste Ziffer und es waren 400.000 Menschen. Davon 0,05% Reichsbürger (wie Fische im Wasser), was vielleicht ihrem Anteil in der Bevölkerung entspricht.
 
So entlarven sich Lügen, die wie so oft einen kleinen Funken Wahrheit enthalten.

Wie kommen wir alle
raus aus der Falle?

Der Anteil der Menschen, die andere Informationsquellen als Fernsehen und große Medien nutzen, muss sich vervielfachen. Der Anteil derer, die an den offiziellen Medien zweifeln, ist schon zeimlich hoch. Das Fernsehen hat sich als Informationsquelle disqualifiziert. Das muss immer mehr publik werden. Für Fußball und Krimis okay, für Politik ist es aber Staatsfunk ohne Kritik.

  Lies hierzu: Warum schweigen die Lämmer?
  Antwort: Lämmer schweigen, weil die Hunde nicht bellen.

So weit ist es gekommen und das wird irgendwann auch die Mehrheit erfahren, wenigstens die Mehrheit der mit Intelligenz Gesegneten. Realität ist nicht mit Propaganda aus der Welt zu schaffen. Die Wahrheit kommt ans Licht oder Reality rules. Das war in der DDR so, es war im katholischen Mittelalter so, es ist in den USA und auch in China so und es wird so bleiben.

Die Schwarm-Intelligenz funktioniert, sie funktioniert am besten, wenn jeder einzelne, der die Lage erkannt hat, sich an der Aufklärung der anderen beteiligt. Und bitte nicht mit Beschimpfungen, mit obskuren Theorien und erfundenen Schuldzuweisungen an einzelne Personen oder geheime Zirkel. Und auch nicht anonym! Klick!
 
Immer ganz nah an der Realität bleiben und die eigene Erfahrung an die erste Stelle setzen!

Reality first

   Rob Kenius, 03.09.2020, 
   letzte Bearbeitung 21.09.2020
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Alle Ohnmacht geht vom Volke aus.

   Der Artikel wurde auch 
   auf KenFM veröffentlicht
Die große Ohnmacht, in der sich 99% aller Menschen wahrnehmen, resultiert daraus, dass sie keinen Zugang zu den Medien haben, die sie ständig, täglich und stündlich mit Nachrichten überfluten. Diese Nachrichten bleiben unwidersprochen und haben den Effekt, dass sie durch ständige Wiederholung das Denken im Sinne der Verbreiter dieser Nachrichten steuern.
 
Die Situation spitzt sich immer weiter zu. Die Fülle der digital verfügbaren Medien steigt und der Kreis derjenigen, welche die zentralen Inhalte bestimmen, wird kleiner. Durch die sogenannte Corona-Krise hat sich das Problem enorm verschärft. Der Mundschutz ist Symbol und Zeichen dafür, dass die Bürger mundtot gemacht werden und von den Medien ausgeschlossen sind.

Mehr Angst vor Corona als vor dem Tod

Das Durchschnittsalter der Corona-Toten liegt etwas über der durchschnittlichen Lebenserwartung oder geringfügig darunter. Eine echte Gefahr, an Covid19 zu sterben, besteht also im statistischen Mittel gar nicht. Die Angst vor Corona darf nicht größer sein als die allgemeine Angst vor dem Tod im Alter, die man nicht weg diskutieren kann, weil der Mensch ja sterblich ist und im Schnitt kaum 85 Jahre alt wird.

Die Unterdrückung der Kommunikation durch die Maskenpflicht ist offensichtlich und wird von vielen auch so empfunden, aber es besteht für 99% der Bürgerinnen und Bürger keine Möglichkeit, das medienwirksam zu artikulieren. Selbst dann nicht, wenn die einzige bestehende Chance, sich bemerkbar zu machen, ergriffen wird und Menschen auf die Straße gehen. Inzwischen wird aber in den Medien auch die Nachricht über die Demonstrationen verfälscht.

Das Volk passt den Medien nicht.

Dem Volk wird vorgeworfen, dass es selbst nicht wie eine einheitliche Partei der Mitte ist, also wie diejenigen, welche regieren, sondern ein echtes Volk mit allen Schattierungen. Dem Volk wird vorgehalten, dass es aus Rechten und Linken, Weißen, Grauen, Grünen, Braunen und Bunten, aus Lauten und Leisen besteht.
 
Einmal wird in den Medien behauptet, die Protestierenden seien Autonome und Linksradikale, ein andermal heißt es, es seien Rechte Reichsbürger. Nur die Teilnehmer der Demonstrationen wissen, dass es überwiegend normale Bürger sind, unter denen sich, wie überall sonst, bestimmte extrovertierte Charaktere hervortun, die besonders auffallen und auch auffallen wollen.

Die Steuerung der Medien hat sich in Jahrzehnten so weit entwickelt, dass jedes Ereignis von einer Flut konform geregelter Sprache überlagert wird, erkennbar an der ständigen Wiederholung der gleichen Formulierungen (Narrative). Selbst Zahlen werden manipuliert und die wahren Zahlen verschwiegen, in dem Wissen, dass die meisten Menschen mit Zahlen größer als 100 oder kleiner als 1% schlecht umgehen können.

Die Polizei zählt Erbsen statt Menschen.

Ob an einer Demonstration 1.000, 10.000 oder 100.000 Menschen teilgenommen haben, das ist keine reale Zahl mehr, sonder es ist der Berichterstattung und Meinungsmache überlassen. Dabei lassen sich solche Zahlen bei offenen Versammlungen mit ein wenig Erfahrung leicht abschätzen, mit einem Fehler von vielleicht 20%, was niemanden stören würde.
 
Die Medien manipulierten die Teilnehmerzahl der großen Demo in Berlin mit einem Foto, das zwei Stunden vor dem Höhepunkt aufgenommen wurde. Das ist bewusste Fälschung. Die Polizei, die wohl mit Hubschraubern präzise Aufnahmen gemacht hat, hält diese zurück, angeblich aus Datenschutz Gründen, was völlig unglaubwürdig ist. Die Polizei ist weisungsgebunden und wer die Weisungen erteilt, ist offensichtlich, auch wenn keine Amtsperson genannt werden kann.

Hexen, Ketzer und Henker

Die Ohnmacht gegenüber den Medien kann man mit der Situation im europäischen Mittelalter vergleichen, als die katholische Kirche noch die einzige Medienmacht dargestellt hat. Die katholische Kirche war in der Lage, nicht nur ihre Lehre von der Auferstehung der Toten und dem jüngsten Gericht, mit anschließendem Himmel oder Hölle, durchzusetzen, sondern sie konnte auch die Hinrichtung von vielen tausenden Hexen und Ketzern durchführen lassen und rechtfertigen. Diese Menschen hatten nichts anderes verbrochen, als ihren Unglauben an den Erzählungen der Kirche offen zu zeigen.
 
Die Erzählungen der Kirche und auch des Islam sind bis heute in der Lage, bei vielen Menschen mehr Angst vor der imaginären Hölle als vor dem realen Tod zu erzeugen. Das ist eine weitere Parallele zum Corona-Geschehen. Die irreale Angst vor dem Virus übersteigt gewaltig die mögliche Angst vor den wenigen Todesfällen, die statistisch gesehen in der normalen Sterblichkeit fast verschwinden.
 
Die weltliche Obrigkeit im Mittelalter in Europa war nicht willens oder in der Lage, dem Bewusstseins-Terror der Religion Einhalt zu gebieten. Im Gegenteil: Adelige, Fürsten, Könige und Kaiser profitierten zusammen mit der Priesterschaft ihr Leben lang vom unmündigen und untertänigen, aber gläubigen Volk.

Die vielseitige Technik der Medien hat sich im 20. Jahrhundert zu einer Bewusstseins-Industrie entwickelt und täuscht durch ihr unterhaltsames Angebot darüber hinweg, dass ein Zustand der völligen Ohnmacht genau wie im Mittelalter erreicht ist. Wir gehen nicht mehr zur Kirche als wöchentlichem Versammlungsort, sondern wir werden täglich und stündlich im eigenen Wohnzimmer durch Fernsehen, Rundfunk und Presse abgefüllt mit Inhalten, denen wir nicht widersprechen können. Die Ungläubigen unter uns werden zwar nicht verbrannt, aber sie sind wie alle anderen mundtot gemacht und stumm geschaltet.

Meinungsbildung wie und wo?

Das hat unsere Möglichkeiten zur Demokratie beseitigt. Ohne öffentliche Teilnahme am Gespräch mit der Beteiligung aller, die das Bedürfnis und die Fähigkeit dazu haben, ohne Meinungsbildung und eigenen Zugang zu den vorhandenen Medien ist Demokratie unmöglich. So einfach ist das. Massenmedien steuern von oben die Meinungen.
   Das Problem der (Staats)-Medien in Deutschland nach
   der Verfügung von Zwangsgebühren wird hier behandelt:
   Krise in den Medien

Zum Glück gibt es das Internet. Auch diese Gedanken hier werden im Netz allen zugänglich sein und sind deshalb so formuliert, dass jeder sie versteht. Das lässt eine Hoffnung aufkommen, dass sich in der Mediensituation etwas ändern könnte. Das Internet hat eine Bewusstseinsänderung auch schon eingeleitet.
 
Doch im Netz gibt es riesige Fallen, in die viele Menschen und ihre offenen Gedanken hinein trudeln wie Wespen in ein Marmeladenglas. Es sind die kommerziellen Kontaktmaschinen, die sich soziale Medien nennen.
 
Jedem sollte aufgefallen sein, dass Facebook und Twitter sehr offensiv von denen genutzt werden, die unser Denken im großen Stil zu ihren Gunsten steuern wollen. Mit Twitter ist jemand Präsident der USA geworden. Wo ist das Problem? Es liegt darin, dass die großen Kontaktmaschinen zum Gelderwerb programmiert sind. Die Meinungen und die Persönlichkeit der Teilnehmer spielen keine Rolle.

Algorithmen fördern sinnlose Klicks

Einschub zum Essay
Alle Ohnmacht geht vom Volke aus
Ein Grund, warum Facebook so erfolgreich mit den Daten umgeht, welche die User ihnen kostenlos liefern, ist der, dass die Algorithmen für die Steuerung der Teilnehmer und deren statistische Auswertung geheim sind und nicht öffentlich gemacht werden. Sie gelten juristisch als Betriebsgeheimnis.
 
Das wäre ein Ansatzpunkt für Eingriffe per Gesetz. Man müsste Transparenz über die Datenverwertung von persönlichen Eingaben verlangen. Das geschieht aber nicht, genau wie bei der Steuervermeidung von Online-Konzernen (Amazon, Apple, Alpha-Google) nichts geschieht. Statt dessen werden die User jetzt auf jeder Seite gezwungen, ihre Zustimmung zu der Verwendung von Cookies abzugeben. Das geschieht zu 99% unbesehen, weil es sonst noch mehr nervt. Es ist die Erfüllung einer juristische Floskel und schafft keine Spur von Transparenz.
 
So bevorzugt unsere Regierung die Großen (US-Konzerne) gewaltig gegenüber den Kleinen (den Normal-Bürgern). Während die Lokalität und die Bewegungen (Klicks) der User erfasst und ausgewertet werden, bleibt die Steuerung und Auswertung ihrer Daten als Geschäftsgeheimnis selbst dem Staat verborgen.
 
Sicher ist, dass in den (geheimen) Algorithmen die Zahl der Klicks auf Werbung gezählt wird. Bei Google wird danach auch der Tarif für Werbekunden berechnet, was gegenüber der Kundschaft fair ist. Ein Vorteil gegenüber Plakaten und Anzeigen, da weiß niemand, ob die Reklame gesehen wird.
 
Doch das Zählen von Klicks hat einen Nebeneffekt auf die Steuerung der User und deren Verhalten. Für die Anbieter von Online-Werbung sind Teilnehmer besonders wertvoll, die schnell, spontan und wahllos herum klicken, nervöse Menschen, die kaum nachdenken, aber schnell reagieren. Wie viele Sekunden oder Zehntelsekunden sie irgendetwas anschauen oder lesen, bleibt offen.
 
Ein Gegenbeispiel sind die Angebote beispielsweise von KenFM: Gespräche die 90 Minuten dauern und im statistischen Mittel wohl auch 45 Minuten lang verfolgt werden. Viele Klicks kann man damit nicht erzielen.
 
Die Webseite kritlit.de ist ähnlich unkommerziell: Sie ist ein riesiges Magazin, in dem man Stunden lang herumstöbern kann, durch digitale Technik bereichert und für jeden kostenlos. Es ist ein Buch, das ohne spezielle App von vorne und von jeder Seite aus lesbar ist.


Insektenfalle digital programmiert

Die Algorithmen von Facebook haben viel banalere Ziele als Meinungsbildung. Es kommt auf die Zahl der Teilnehmer an, auf die Zahl der Klicks und auf die Verweildauer im System. Die Nachrichten und Meinungen der Teilnehmer spielen keine Rolle und die Personen sind nur als Zielgruppe für Werbung interessant.
 
Durch die Algorithmen wird das Verhalten so gesteuert, dass die Teilnehmer Gruppen bilden, sich im Kreis informieren und im gleichen Medium bleiben, wo sich ihre Gedanken tot laufen oder gegeneinander aufschaukeln bis zur Hetze und Beschimpfung, je nach Temperament.
 
Der Vergleich mit Wespen, die durch ein Loch im Deckel ins Marmeladenglas schlüpfen und nicht mehr hinaus finden, ist treffend. Die Intelligenz der Wespen ist gering. Die Intelligenz von Menschen wird in den Kontakt-Algorithmen auf Reflexe reduziert: Klick ja, klick nein, klick rauf, klick runter, klick weg. Freund - Feind - Kurznachricht - Treffen ja, nein, wann, wo - besser nicht!

Wie verdient Facebook sein Geld?

Ein wenig durch Werbung, aber am meisten durch den Börsengang. Die Zahl der Teilnehmer und die Bekanntheit auf der ganzen Welt sind die Trümpfe, die Facebook im Aktienpoker auf der Hand hält. Auf der anderen Seite existiert die unübersichtliche Gruppe der Geldanleger und Spekulanten und eine riesige Geldmenge, die dahinter steckt. Das führt dazu, dass der Kurs der Aktien, wie beim Börsengang geplant, bestehen bleibt und wie alle anderen Kurse langsam steigt. Es ist intelligent geplant und eingefädelt, setzt aber voraus, dass alle privaten User ihre eigene Intelligenz und ihre Emotionen umsonst bei Facebook vergeuden und verzetteln.

Verlasst euch nicht auf kommerzielle Kontaktmaschinen! So einfach geht das nicht, wenn man politische Meinungen bilden und komplizierte Gedanken über das herrschende System entwickeln und verbreiten will. Ohne öffentlichen Disput, real oder im Netz, an dem jeder teilnehmen kann, fallen wir zurück ins europäische Mittelalter.
   Rob Kenius, 26.08.2020, ergänzt 27.08.2020
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Krasser Fall einer nicht erkannten Realität:

Geldüberfluss, das große Problem der Finanzwelt

Das Verhältnis zum Geld ist für die meisten Menschen so, dass sie gerne mehr davon hätten und einen großen Teil ihrer Zeit, ihrer Kraft oder ihrer Aufmerksamkeit darauf verwenden, Geld zu beschaffen, es zu vermehren und für die Zukunft zu sichern. Wenn dann jemand das Wort Geldüberfluss benutzt, erscheint dieser Begriff provokant oder abartig, dem eigenen Empfinden entgegengesetzt. Man will nichts davon wissen und weiß auch nichts davon.
 
Etwas Ähnliches gilt auch für andere Begriffe der Realität:
Müllverbrennung,
Abwasser,
Agrarchemie,
globale Erwärmung,
Verseuchung der Meere,
aussterbende Arten,
Massentourismus,
Fleischkonsum
und vieles mehr.
 
Der Unterschied ist der, dass der Geldüberfluss nicht einmal bewusst ist und auch nicht negativ bewertet wird, seine Größe und Auswirkungen sind unbekannt. Neun von zehn Leuten (oder mehr) wissen nicht einmal, dass Geldüberfluss real existiert und sich quantitativ beziffern lässt.

Der Geldüberfluss beträgt ungefähr zwei Drittel allen Geldes. Ein Drittel wird in der realen Wirtschaft gebraucht, zwei Drittel kursieren nur in der Finanzwelt oder liegen auf Konten, über die wenige Geldbesitzer verfügen. Diese Aussage ist ungenau, doch es genügt, um zu verstehen, dass Geld, sobald es irgendwo gewinnbringend eingesetzt werden kann, sofort in voller Menge verfügbar ist.
 
Der Geldüberfluss erklärt auch, ohne dass man die genaue Menge beziffern kann, was an den Aktienbörsen der Welt geschieht. Die Aktien steigen ständig.

Geldüberfluss am Aktienmarkt

Man glaubt zunächst die Ursache dafür sei, dass der Wert der Aktiengesellschaften steigt, oder dass die Wirtschaft insgesamt im Aufschwung ist, doch das ist ein Glaube aus der Vergangenheit. Er kommt aus der Zeit, als es noch keinen derartigen Geldüberfluss gab.

Geldüberfluss bei einzelnen Geldbesitzern oder Geldverwaltern hat es immer schon gegeben. Wir reden hier von einem globalen Überschuss an Liquidität, der wenigstens doppelt so groß ist wie alle käuflichen Werte der Wirtschaft. Um es mit einer Zahl zu umreißen, die Geldmenge liegt in der Größenordnung von 100 Billionen, ob Dollar oder Euro spielt bei dieser groben Angabe keine Rolle.
 
Dabei sind die Werte von Derivaten nicht mitgerechnet, sondern nur Bargeld, Guthaben und verbriefte Forderungen, etwa Staatsanleihen. Derivate sollte man als reines Spielgeld ansehen. Von dieser jederzeit verfügbaren Geldmenge sind 60% bis 70% ungenutzt und drängen nach Anlage auf dem Markt, zum Beispiel auf dem Aktien- und Immobilienmarkt.
Das vorhandene Geld treibt die Kurse in die Höhe. Wenn man alle Aktien einer Firma mit dem Kurswert multipliziert, erhält man den Wert auf dem Kapitalmarkt, man nennt das auch Marktkapitalisierung. Nach dieser Rechnung gehören Jeff Bezos und Mark Zuckerberg zu den reichsten Menschen der Welt.
 
Die Marktkapitalisierung liegt in vielen Fällen weit über dem realen Wert der Firmen.

Nehmen wir als Beispiel Facebook. Die Gewinne sind nicht überwältigend, weil sie sich nur aus Werbungskosten anderer Firmen generieren, die aus der Portokasse bezahlt werden. Die firmeneigenen realen Werte beschränken sich auf einen oder mehrere Großrechner und vielleicht ein paar Bürogebäude. Die Mitarbeiter sind hoch qualifiziert, aber von geringer Zahl und leicht ersetzbar.
 
Warum ist die Marktkapitalisierung so riesig, dass Facebook zu einer der wertvollsten Firmen der Welt geworden ist? Es liegt ganz einfach an der Nachfrage nach Aktien. Beim Börsengang wurde hoch gepokert und die Aktien wurden gleich im mehrfachen Wert der Firma ausgegeben. Der Markt hat es geschluckt und jetzt ist die Aktie fest im Markt.
 
Wer Facebook-Aktien kauft, kauft in Wirklichkeit nicht einen real bewerteten Anteil an Facebook, sondern eine Option auf Kurssteigerungen im Aktienmarkt. Und weil er außerdem weiß, dass der Geldüberfluss groß ist, kauft er erst recht, denn er weiß, dass im Schnitt alle Aktien steigen müssen. Die überschüssige Geldmenge drängt auf den Markt, überall, Tag und Nacht.

Die sogenannte Coronakrise hat die reale Wirtschaft sehr stark beeinträchtigt, aber, nach einer kurzen Panik-Reaktion, nicht den Aktienmarkt. Die Gewinnerwartungen und der Wert vieler Wirtschaftunternehmen gingen drastisch zurück und in einer ersten Panik-Reaktion fielen die Aktien. Konservativ denkende Shareholder dachten, dass ihr Anteil an den Firmen im Wert fällt und damit der Wert der Aktien.
 
Doch die Aktienkurse haben sich schnell erholt. Warum? Weil die Option, dass sie durch den Geldüberfluss wieder steigen müssen, mehr an virtuellem Wert auf dem Aktienmarkt ausmacht als der Verlust an Wirtschaftskraft der real existierenden Firmen. Die Erwartung steigender Kurse wiegt mehr als der wirtschaftliche Wert der Firmen im realen Markt.

Was wir hier beobachten ist, dass Geld sich von der Realität gelöst hat. Das ist auch nicht verwunderlich, weil Geld bereits zu 60% bis 70% in Überfluss vorhanden ist und damit keinen realen Wert mehr hat. Und doch ist es eintauschbar gegen reale Werte oder Werte, die als real erscheinen. Wenn man für all das Geld Aktien kauft, dann hat sich der Wert dieser Aktien ebenso von der Realität gelöst.

Geldvermehrung durch Kreditvergabe

Der Geldüberfluss ist nicht nur vorhanden, sondern er wächst ständig unkontrolliert weiter und dürfte im Jahre 2020 näher bei 70% als bei 60% allen Geldes liegen, vielleicht sogar schon etwas höher. Das genauer festzustellen wäre die Aufgabe von Lehrstühlen oder Instituten, die dafür bezahlt werden, dass sie solche Forschungen anstellen und in Form von Studien veröffentlichen.
 
Die Geldmenge steigt durch Kreditvergabe. Wenn das private Banken machen, es ist die Geldvermehrung durch Giralgeld. Private Banken haben das Recht, das zehnfache bis hundertfache ihres Eigenkapitals an Krediten auszugeben und auf den Konten ihrer Kreditnehmer gut zu schreiben. Wer sagt, das sei kein Geld, sondern nur Buchgeld, verschleiert die Tatsache, dass dieses Geld von anderem Geld nicht zu unterscheiden ist, sobald die Kreditnehmer es für Waren auf dem realen Markt ausgeben.

Verschleierung von Tatsachen ist bewusst oder unbewusst ein wesentliches Merkmal der Bankenwelt. Man kann dort jedes Problem so kompliziert darstellen, dass es unverständlich wird.
 
Doch Geld hat ganz simple Eigenschaften: Es ist eine Zahl, die auf Konten oder Geldscheinen steht und nach den einfachsten Regeln der Mathematik verrechnet wird. Geld wird von selbst weder mehr noch weniger. Es ist auch kein Treibstoff. Jeder kann Geld vernichten, aber nur Banken können Geld erzeugen.

Die ganz große Geldvermehrung geschieht durch die staatlichen Zentralbanken, die zum Teil ebenfalls in Privatbesitz sind, was wiederum bewusst verschleiert wird. Das trifft vor allen Dingen auf die US-Notenbank FED und die Bank of England zu. Beide sind in Privatbesitz. Die Europäische Zentralbank EZB gehört den Staaten der Euro-Zone, sie verhält sich aber kaum anders als die privaten Zentralbanken, mit denen sie in Konkurrenz steht.

Es ist so ähnlich wie mit dem Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk, er sieht sich in Konkurrenz zu den privaten Anstalten und bringt zu 90% die gleiche Konsum- und Unterhaltungsware, obwohl er den verfassungsgemäßen Auftrag hat, für Bildung und Information zu sorgen, was übrigens nur ein Zehntel der Kosten verursachen würde wie Serien und Profifußball.

Die Zentralbanken erschaffen Geld in Großmengen, am meisten die FED. Die FED finanziert den Staatshaushalt der USA in Form von Staatsschulden, die nie zurückgezahlt werden. Das ist der größte Betrag (nicht Betrug), um den sich die Geldmenge jedes Jahr erhöht. Der Geldüberfluss steigt dadurch ständig.
 
Für den normalen Menschenverstand, der nicht mal die Zahl eine Milliarde wirklich erfassen kann, heißt das, die Geldmenge geht gegen unendlich.
   Rob Kenius, 25.07.2020
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    Kleine Gase, Große Wirkung    

Unsere aktuelle Bewusstseins-Erweiterung ist dieses kleine Buch.

Die Autoren sind David Nelles & Christian Serrer. Dahinter steckt die Münchener Rückversicherung, ein Versicherungskonzern von globaler Bedeutung. Die Munich Re ist die, wo die anderen Versicherungen ihre größten Risiken rückversichern können.
 
Diese Munich Re will ihr globales Risiko verringern und engagiert sich gegen den Klimawandel. So ist dieses Buch nicht zum Geldverdienen entstanden und auch nicht in einem Verlag erschienen. Es kostet nur 5 Euro, für die technische Qualität und den Inhalt ist das glatt geschenkt.
 
Kleine Gase - große Wirkung enthält alle Zahlen und Auswertungen der Wissenschaft zum Thema, alles, was man wissen muss, übersichtlich und objektiv dargestellt. Die Schlussfolgerungen liegen auf der Hand. Das wird in dem Büchlein aber nicht weiter ausgeführt. Es bleibt bei Appellen, sich zu engagieren, was nicht verkehrt ist.

Was der Klimawandel mit uns allen zu tun hat, wird hier auf kritlit.de etwas klarer in der Abteilung Klartext behandelt:
4. Krise, Zerstörung von Klima und Umwelt

85% aller Klimagase dienen der Energie-Erzeugung. Der direkteste Weg zum Klimaschutz ist nach wie vor das Einsparen von Energie. Es gibt viele Wege, die an dieser Erkenntnis vorbei führen. Fast alles, was offiziell von Regierungen und der Wirtschaft ins Gespräch gebracht wird, geht knapp daneben. Einige Scheinlösungen sind kontraproduktiv, zum Beispiel die Anschaffung von Elektroautos oder die Geothermie (Heizung mit Erdwärme).
   Rob Kenius, 17.05.2020
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            Was bedeutet Realitätsverlust?            

Im Mainstream der Medien

Egal, welches Ereignis uns bewegt: Klimawandel, Finanzmacht, Flüchtlingswelle, Bürgerkrieg, Corona-Virus oder akute Gewalt: Anschläge, Bombardierungen, Umweltkatastrophen, egal, was uns bewegt, in der Medienwelt ist es schwierig, sich dem realen Ereignis anzunähern. Die Nachrichten mischen sich mit Bewertungen, Kommentaren, Diskussionen mit Meinungen von Prominenten und münden dann in einem Mainstream von immer wiederholten Floskeln, Klischees oder Stellungnahmen.
 
Manchmal widersprechen sich die Darstellungen, verzweigen sich in unterschiedliche Lager, denen wir uns anschließen können oder nicht, und wir verlieren in der Medienflut den Blick auf die Realität.

Das Ergebnis der Medienflut.

Das, was aus den Medien auf uns einstürzt, kann wahr sein oder falsch, auf jeden Fall ist es das zehnfache bis hundertfache von dem, was nötig wäre, ein bestimmtes Ereignis nach dem Kenntnisstand der unmittelbaren Zeugen und Betroffenen zu beschreiben. Ein sehr großer Teil der Daten- oder Informationsmenge ist überflüssig, redundant oder unwesentlich und häufig irreführend, oft ist es schlicht Propaganda der Parteien und Regierenden.
 
Realitätsverlust ist ein Dauerzustand, es ist ein Nebeneffekt der Medienflut und je mehr Medien uns beeinflussen, desto weiter entfernt sich das Bild im Kopf von der Sache selbst.

    Realitätsverlust spielt sich auf verschiedenen Ebenen ab:
     
  • Die Wahrnehmung entfernt sich vom Ereignis.

  • Die Diskussion entfernt sich vom Problem.

  • Die Meinung entfernt sich vom Entschluss.

  • Die Wahl entfernt sich von der Entscheidung.

  • Das Bewusstsein entfernt sich von der Realität.
Medien schaffen die Möglichkeit, Realität abzubilden. Medien schaffen aber auch die Möglichkeit, genau das Gegenteil zu tun, Realität zu negieren, zu ignorieren, umzudrehen, zu verändern. Medien schaffen die Möglichkeit, nicht Reales zu behaupten, Realität zu überdecken, Ereignisse anders darzustellen. Medien schaffen die Möglichkeit, völlig irreale Dinge, sogar völlig Unmögliches in die Welt zu setzen, so dass tausende, Millionen, sogar Milliarden Menschen es glauben. Wir sind dann im Bereich von Ideologie und Religion.

Diskrepanz zwischen Sprache und Realität

Was Realität ist, glaubt fast jeder zu wissen. Es ist das, was wir mit unseren Sinnen direkt wahrnehmen. Wir versuchen es, im Kopf zu speichern und zu verarbeiten. Doch das reicht nicht.
 
Weil jeder im Prinzip etwas anderes wahrnehmen kann, ist es sinnvoll, sich der Realität von verschiedenen Positionen aus anzunähern, indem man Wahrnehmungen anderer Menschen einbezieht. Dazu ist Kommunikation über ein Medium erforderlich. Und da liegt das Problem.

Das fundamentale Medium ist die Sprache. Der Mensch ist durch den Gebrauch der Sprache ausgezeichnet und glaubt daher, über anderen Lebewesen zu stehen. Genau das ist bereits eine sprachliche These und ist mit dem Dilemma verbunden, dass die Aussage auch falsch sein kann. Was jemand sagt, kann nicht nur falsch sein, es kann, bewusst und gewollt, auch Lüge sein.

 

 

Sprache und Lüge, untrennbar miteinander verbunden.

Die Entstehung der Sprache liegt im Dunkel der Menschwerdung, irgendwo in Afrika. Linguisten wissen mehr. Den Anfang der Sprache kann man sich so vorstellen, dass ein Mensch um Hilfe schreit: "Hiiilffe!" Oder nur ein schriller Schrei, der das gleiche bedeutet. Mutter, Vater, Bruder, Schwester, alle, die es gehört haben, eilen herbei.
 
Was ist aber, wenn gar nichts passiert ist, wenn der Schrei nur dazu diente, die anderen um sich zu scharen?
 
Wenn es schon ein wenig Sprache und ein Wort gibt, das ein gefährliches Tier bezeichnet, dann wird denen, die zu Hilfe eilen, der Satz entgegengeschleudert: "Da war ein Tiger!" Und das kann schon die erste Lüge sein. Der Tiger ist gar nicht aufgetaucht. Wie löst man dieses mit der Sprache geschaffene Kommunikationsproblem?

Können wir der Lüge Herr werden?

Religionen verbieten, zu lügen, aber verhindern können sie die Lüge nicht. Im Gegenteil. Menschen, die Religionen verbreiten, stellen selbst andauernd Behauptungen auf, die sie wiederum nur von anderen gehört und übernommen haben. Das sind Dinge, die sie gar nicht wissen, die sie gar nicht wissen können, die auch kein Zeuge jemals beobachtet hat.
 
Ein krasses Beispiel sind die Zeugen Jehovas. Weil es keine Zeugen gibt, nennen sie sich einfach Zeugen und benutzen auch noch das Wort Jehova aus dem Alten Testament, dabei sind sie eine christliche Sekte. Ihre Lehre ist voller Absurditäten und das scheint die Anhänger besonders zu fesseln.

Religionen basieren auf Überlieferung.

Manchmal steht ein einzelner Mensch am Anfang der Überlieferung, der behauptet, Dinge zu wissen, die man in der Realität nicht erfahren kann:
  • Gott und die Erschaffung der Welt
  • Das Leben nach dem Tod
  • Das Wort und der Wille Gottes

  • Das alles wird geglaubt und für Realität gehalten, wenn es immer wieder erzählt wird. So entsteht ein Narrativ.

Die Psychologie hat erkannt, dass Menschen an die merkwürdigsten Dinge glauben, wenn sie ihnen nur immer wieder erzählt werden. Das sind, mit einem Modewort, Narrative (vom lateinischen narrare = erzählen), es sind permanent von verschiedener Seite wiederholte Behauptungen.
 
Man muss kein Prediger oder Religionsstifter sein, um diese Erkenntnis der Psychologie umzusetzen. Das wissen inzwischen nicht nur Werbeagenturen und Ifluencer, sondern auch Politiker. Sie benutzen die ihnen zur Verfügung stehenden Medien, um ihre Narrative in die Welt zu setzen.

Medien im Mainstream der Meinung

Die Medien verbreiten Aktualitäten, Meinungen, Unterhaltung, Reklame und Propaganda der Regierenden. Wahrheit, Wissenschaft und Realität spielen in den Medien eine untergeordnete Rolle.
 
Medien nutzen die gleiche Methode wie Religion und Ideologie, um Meinungen zu erzeugen. Es ist die ständige Wiederholung der Narrative, Bruchstücke von Ideologie und Propaganda, die oft winzig sind wie der Köder einer Angel oder wie die Dosis eines Rauschmittels:
  • Die westlichen Demokratien
  • Die Machthaber in China
  • Das Regime der Mullahs
  • Die freie westliche Welt
  • Der Autokrat im Kreml
  • Die Annektion der Krim
  • Die amerikanische Schutzmacht
  • Die Übernahme von Verantwortung
  • Die Friedensmission im Irak
  • Die westliche Wertegemeinschaft
  • Die Entscheidung des Volkes
  • Die Verteidigung der Freiheit

 

Was macht die Realität so unbeliebt?

Keiner weiß alles, also müssen Menschen ihr Wissen austauschen. Das führt dazu, dass sogar die Information über fundiertes Wissen in Frage gestellt werden kann. Nicht reale Dinge aber werden gerne geglaubt, weil sie gefälliger sind. Das führt zu einem Realitätsverlust, bedingt durch die zweifelhafte Qualität der Medien und übermäßigen Medienkonsum.
    Die Realität hat in den Medien und in den Meinungen der Mehrheit vieles an sich, was unangenehm ist.
     
  • Realität ist hart und schwer zu ertragen.
    Rüstung, Krieg, Finanzwelt, Armut, Umwelt, Klima.

  • Realität kann banal und langweilig sein.
    Zum Beispiel Statistik.

  • Der Realität kann man nicht ausweichen.
    Zum Beispiel, dass die Zukunft auf uns zu kommt.

  • Realität begrenzt Gedanken in alle Richtungen.
    Kein Gott, kein Himmel, keine Hölle, kein Urknall.

  • Das Wissen über die Realität ist nie ganz sicher.
    Jede wissenschaftliche Aussage kann ungültig werden.

  • Realität widerspricht Religionen und Ideologie.

  • Realität entbehrt der freien Phantasie.
    Kunst, Theater, Film und Literatur sind lustiger. Deshalb wird im universellen TV Realität überbrückt und untertunnelt.

  • Realität ist in vielen Fällen unbequem,
    vor allen Dingen dann, wenn sie schwer verständlich ist. (Mathematik, Statistik, Physik, Chemie, Molekularbiologie...)
Menschen, die anderen helfen, über die Realität hinweg zu kommen, sind von je her beliebt: Geschichtenerzähler, Priester, auch deren Töchter, Schauspielerinnen, Künstler, Kabarettisten, Populisten und Politikerinnen. In der Realität aber, gelten Zahlen, Fakten, Mengen und Funktionen mehr als Worte.

 

Die Realität und Angela Merkel

Am 18.03.2020 hielt Angela Merkel ihre Rede zu Covid19, woraufhin ihre Beliebtheitswerte deutlich nach oben gingen. So mag man sie, eine Regierungschefin, die mehr predigt als anordnet.
 
Die Corona-Epidemie ist jetzt offiziell und auf längere Zeit die aktuelle Krise, die alles überschattet. Vergessen der Klimawandel, vergessen die Kriege im nahen Osten. (Die 4 Krisen hinter der Krise) Die Pandemie lässt sich relativ leicht mit ordnungspolitischen Maßnahmen bekämpfen. Dazu braucht es keine Politik und eigentlich auch keine Spitzenpolitiker.
 
Doch die Dürre, die jetzt schon seit Wochen anhält und im dritten Jahr hintereinander der Tier- und Pflanzenwelt die Feuchtigkeit entzieht, erinnert uns an das Hauptproblem:
 
Der Mensch hat durch sorgloses Wirtschaften die Biosphäre des Planeten beschädigt und in den 50 Jahren nach dem Erkennen dieser Gefahr durch den Club of Rome haben es Politiker nicht vermocht, diesen Wahn der Wirtschaft zu stoppen.
 
Einen großen Teil der vertanen Zeit, seit bald 15 Jahren, regiert Angela Merkel und wir sind eine führende Wirtschaftsnation, wir gehören also zu den am meisten Verantwortichen für die Umweltschäden.
 
Frau Merkel hat Physik studiert und war Umweltministerin und trotzdem hat sie all die Jahre als Bundeskanzlerin das prozentuale Wirtschaftswachstum gepredigt und ganz konkret den Kauf von schweren Automobilen und damit die Aufrüstung auf Deutschlands Straßen gefördert. Auch die Corona-Maßnahmen lassen Autofahrer ungeschoren, sie stochen sebstbewusst wie nie mit ihren Protz-Mobilen in die Klima-Katastrophe. (Die fünf Autosünden)
 
Es ist kaum vorstellbar, dass Angela Merkel das Wesen einer Exponentialfunktion nicht versteht, man lernt das im ersten Semester höhere Mathematik. Sie hat aber weder gegen das prozentuale Wachstum gepredigt noch etwas Wirksames gegen den Energieverbrauch unternommen, sondern sie ist den Interessen der Finanzleute gefolgt, die Wachstum der Wirtschaft benötigen, um das profitable System von Kreditvergabe, Geldvermehrung, Schuld und Zinsen aufrecht zu erhalten.
 
Prozentuales Wachstum, ständig wiederholt, führt aus rein mathematischen Gründen (alternativlos) zum Anstieg in Form einer Exponentialfunktion.
 
Das gilt nicht nur für die Wirtschaft, die Produktion, den Konsum, den Transport und den Energieverbrauch, sondern es führt logischerweise auch zum exponentiellen Anstieg der Abfälle und des Plastikmülls, des Ausstoßes von Abgasen und zur CO2-Emission und damit zum Klimawandel; denn all das steigt gleichzeitig mit dem wirtschaftlichen Ergebnis, auch wenn man eigentlich nur schnell mal möglichst viel Geld verdienen will.
 
Wie ist diese Realität im Kopf einer einzigen Person auszuhalten, wenn sie ständig Wachstum predigt und immer wieder als Erfolg ihrer CDU-Politik darstellt?
 
Das Erstaunen darüber, dass unsere Physik-Kanzlerin, das alles nicht wahrhaben will, habe ich schon in einem Artikel vom 04.05.2018 formuliert, den Rubikon so betitelt hat:
Mathe-Nachhilfe für Merkel.
Auf kritlit.de etwas weniger aggressiv formuliert:
Nachhilfe in Mathe
für Wirtschafts- und Finanzpolitik
.
Es geht um das unverändert bestehende Problem des Realitätsverlustes auf höchster Ebene.

Was ist bloß
mit den Medien los?

Warum schweigen die Lämmer?
Die Lämmer schweigen,
weil die Hunde nicht bellen.

Unsere Medien sind seit vielen Jahren auf Regierungs-Linie. Durch Zwangsgebühren hat die Regierung (Merkel) die Öffentlich-Rechtlichen Anstalten finanziell besser gestellt als den Staat selbst, der über Steuern finanziert wird, die man bekanntlich vermeiden kann.
 
Das ist, wenn man es genau betrachtet, Totalitarismus (ein Schnipsel DDR). Man kann sich Rundfunk und Fernsehen nicht entziehen, man muss wegigstens dafür zahlen.
 
Aus der katholischen Kirche kann man austreten, aus der Fernsehgemeinde nicht.
 
Die privaten Medien sind natürlich nicht besser, sie befinden sich in der Hand weniger Familien: Mohn, Springer, Funke, Burda, Neven-Dumont, Holtzbrinck, die traditionell zur CDU stehen.
 
Des Brot ich ess, des Lied ich sing.
    Die CDU-geführten Regierungen und die Mehrheit der Medien sind sich einig über die groben Richtlinien der Politik:
  • Priorität der Wirtschaft
  • Dominanz der Finanzwelt
  • US-Hörigkeit
  • Rüstung und Waffenexport
  • neuer kalter Krieg gegen Russland und China
  • Ausbeutung der Ressourcen schwacher Länder

  • Ebenso einig ist man sich über gezielte Unterlassungen:
  • Kein ernsthafter Klima- und Umweltschutz
  • keine Unterstützung armer Staaten
  • keine Besteuerung des Reichtums
  • keine Soziallasten für Spitzeneinkommen
  • keine Transaktionssteuer
  • keine Kontrolle der Kreditwirtschaft von Banken
  • keine Steuer auf Kerosin
Gerade weil Unterlassungen so entscheidend sind, ist Angela Merkel die ideale Regentin. Sie hält der Finanzwelt, der Wirtschaft und dem Volk die Unannehmlichkeiten einer realiistischen Politik vom Hals. Würde sie eine fünfte und sechste Amtsperiode anstreben, wäre ihr die Mehrheit sicher. Es ist ein Zeichen ihrer Intelligenz, dass sie sich den Folgen dieser Politik in der Zukunft entzieht.
 
Die sanfteste Krise aller Krisen, die sogenannte Corona-Krise verschafft Angela Merkel die Möglichkeit, bis zum Ende ihrer vierten Amtszeit mit dem kleinen Finger zu regieren.
 
Die Medien in unserem Land lullen die Bevölkerung ein. Sie sind nicht wie aufmerksame Wachhunde, die ihre Herde vor Gefahren warnen. Nein, es sind überfütterte Möpse, die mit Herrin und Herrchen auf der Couch kuscheln, die Tagesschau zu einem Nickerchen nutzen und ein wenig knurren oder auch mal kläffen, wenn sie von der Herrin (nicht) gekrault werden.
Rob Kenius, 19.04.2020
letzte Bearbeitung 29.09.2020
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Sprache tötet Menschen.

Die Macht der Worte ist manchmal so gewaltig, dass Menschen, die etwas anderes sagen, als diejenigen, welche die Macht haben, öffentlich verurteilt und hingerichtet werden. Die berühmtesten dieser wegen ihrer Sprache Ermordeten sind Sokrates und Jesus. Ihnen sind hunderttausende andere in den Tod gefolgt, weil sie ihre Wahrheit in Worten verkündet haben, vielleicht sogar Millionen.
 
Ob der Islam oder das Christentum mehr Ungläubige ermordet hat, lässt sich nicht leicht feststellen, niemand hat sie gezählt.

Galileo Galilei

Die Realität hat immer wieder über Religionen gesiegt. Doch kein Sieg ist endgültig und das ist heute das Problem.
 
Den größten Sieg der Realität über die sprachliche Botschaft hat die junge Wissenschaft vor ungefähr vierhundert Jahren errungen. Die Galionsfigur dieser Bewegung ist Galileo Galilei. Er hat es unternommen, Bewegungen von Gegenständen zu beobachten und in Beziehung zur Geometrie zu setzen.
 
Damit wurde das Prinzip der Physik begründet:
 
Man beschreibt die Realität nicht mit Worten, sondern mit Zahlen, Gleichungen und Funktionen, mit Geometrie und Statistik, also mit Mathematik. Andere Wissenschaften haben dieses Prinzip übernommen, mit großem Erfolg.
 
Ein unendliches Feld der Erkenntnis von Realität und der Kommunikation über diese Entdeckungen hat sich aufgetan, verbunden mit einem zähen Kampf gegen die Worte der Bibel und die Schriften des Aristoteles. Dieser Kampf zwischen Sprache und konkreten Darstellungen der Realität in Form von Mathematik, Grafiken, Feldern, Funktionen, Statistik und digitalen Programmen ist noch lange nicht beendet.
 
Die Methoden der Wissenschaft haben sich erweitert. Heute forschen zehntausende Wissenschaftler auf einem engen Wissensgebiet. Neben Beobachtungen werden unzählige Versuche durchgeführt und die meisten gehen schief. Versuch und Irrtum gehören zusammen und das wird durch internationale Kommunikation ausgebügelt. Das Internet, von Militärs erfunden, wurde als Medium schnell von der Wissenschaft erobert, längst vor der totalen Kommerzialisierung.
 
Versuch und Irrtum und die offene Kommunikation darüber sind eine Methode heutiger Forschung und dabei spielt Statistik eine zentrale Rolle. Statistik liefert Aussagen über Wahrscheinlichkeiten. Die absolute Wahrheit tritt in den Hintergrund.
 
Die Politik, die auf verbaler Kommunikation und der öffentlichen Meinung basiert, kann und will dem nicht folgen. Die gemeinsamen westlichen Werte und ewige Wahrheiten sind zu Worthülsen geworden, die nicht nur von Gutmenschen benutzt werden.

 


Das Problem mit den sprachlich dominierten Medien besteht weiter; denn Meinungsbildung und Entscheidungen werden fast aususschließlich nach sprachlichen Gesichtspunkten gefällt und so auch kommuniziert und beurteilt.
 
Das ist unser aller Problem mit der Politik und ganz besonders mit der repräsentativen Demokratie. Die Auswahl der Repräsentanten richtet sich nach dem, was sie uns erzählen, wo sie es erzählen und wie sie es erzählen. (Zwei Beispiele, Angela Merkel und Robert Habeck, jeweils in einem grauen Kasten.)
 
Es entscheiden Nachrichten, Kommentare, Diskussionen, Verhandlungen und offizielle Ansprachen. In dieser Welt der Worte fehlen Zahlen, Funktionen, Statistik, Relationen, es fehlt die Klärung von Begriffen wie Kontinuität, Kausalität, Korrelation und Multikausalität.
 
Welcher Meinungsführer argumentiert mit dem Zufall und der Wahrscheinlichkeit von Ereignissen?

Die Realität und Robert Habeck

Macht ist die stärkste Droge der Politiker. An zweiter Stelle kommt die Beliebtheit. Angela Merkel hat im Gegensatz zu Helmut Kohl überwiegend auf Beliebtheit gesetzt und bisher gewonnen. Sie hat Macht, zeigt ihre Macht aber nicht offen, sondern sagt in der Öffentlichkeit das, was angenehm in den Ohren der Wähler klingt. Mehr Pfarrerstochter als Politikerin. Versäumnisse sind das Manko dieser Sonn- und Feiertagspolitik.
 
Ein neuer Star am Himmel der Beliebtheit ist Robert Habeck. Gutaussehend, vernünftig, mit angenehmer Stimme vertritt er seine sanft-grünen Positionen. Doch leider hat er kein direktes Verhältnis zur Realität. Der promovierte Philosoph glaubt an die Realität der Sprache. Er sagt, dass Sprache Realität schafft und er hat wie viele Philosophen, Theologen, Politiker, Journalisten und Philologen ein weitreichendes Bewusstsein aus Sprache gebildet. Seine Philosophie gipfelt in dem Satz:
 
Nur, was wir sagen können, können wir denken.
(Robert Habeck, Wer wir sein könnten, gebundene Ausgabe 2018, S 11)
 
Damit spricht Herr Habeck nur für sich und wer ist wir? Ingenieure, Architekten, Chemiker, Molekularbiologen, Physiker, Geologen und Mediziner gehören nicht dazu, erst recht nicht Mathematiker und auch keine Grafiker, Maler, Musiker und viele andere. Sie alle denken in nicht-sprachlichen Strukturen und verständigen sich trotzdem untereinander über das, was sie denken, zum Teil viel genauer, als die Sprache es ermöglicht. In den Medien aber, die selber sprachfixiert sind, und in der Politik kommen all diese Menschen, die sehr viel wissen, nur ganz am Rande, in Sonderschaltungen und Einblendungen gelegentlich zu Wort.
 
Auch wer mit den sprachlich gut formulierten Ansichten des Herrn Habeck harmonisiert, sollte skeptisch sein, denn es kommt etwas auf uns zu, das mit sprachlichen Mitteln nicht zu bewältigen ist. Eine Systemkrise. Die 4 Krisen hinter der Krise
 
Die Systemkrise wird noch von der Coronakrise überdeckt, aber ihre Umrisse werden deutlich, wenn wir nur fragen: Wer wird am Ende genau wieviel bezahlen? Da müssen Zahlen auf den Tisch. Und wird dann die Finanzmacht, so wie das System es verlangt, wieder die Gewinnerin sein?
Rob Kenius, 02.05.2020
letzte Bearbeitung 03.05.2020
Lies dazu auch Die 4 Krisen hinter der Krise!

Weniger Realitätsverlust!

Diejenigen, die Entscheidungen fällen, sollten ein solides Wissen über reale Zusammenhänge haben und nicht nur darüber, wie man sich sprachlich durchsetzt oder verbal aus der Affäre zieht. Die wirklichen Zusammenhänge sind nicht schwieriger als Grammatik, Rhetorik, Werbung oder Juristerei, aber vieles hat mit Mathematik zu tun.
 
Mathematik mögen die Medien nicht.
 
Oder weiß jemand, wie man eine Exponentialfunktion twittert? Diese Mängel in der Kommunikation mit Worten führen zum Realitätsverlust nicht nur bei Politikern und Journalisten, sondern bei allen Medienkonsumenten. Und es geht obendrein durch das endlose Palaver über die jeweils aktuelle Krise eine Menge Zeit verloren.
  Rob Kenius, 15.04.2020
  letzte Bearbeitung 04.05.2020
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      Sieben Gründe, die Armee abzuschaffen      

                     Klick auf jedes Argument und du liest mehr!
                     Der Artikel ist auch auf KenFM erschienen.
Die Bundeswehr wurde uns aufgezwungen

Deutschland hat keine Feinde mehr

Die Eroberung von Kolonien ist beendet

Für die Wirtschaft ist Rüstung kontraproduktiv

Wiedervereinigung macht Armee überflüssig

Frauen sind gegen Krieg und Rüstung

Zwei verheerende Kriege sind genug
  Für jeden dieser Gründe
  ein paar Argumente
  
  Sieben Klicks und
  du weißt alles

Soviel vorweg:

Die Rüstung wird vorangetrieben, um Exporte und die Versorgung mit Rohstoffen zu sichern oder um Grenzen zu schützen oder, eine besonders perfide Begründung, um Verantwortung zu zeigen. Wir sollten einmal fragen, ob es nicht verantwortungsvoller wäre, neutral zu sein, wie die Schweiz und Österreich, und uns darauf besinnen, dass Deutschland historisch und geografisch eine Sonderstellung hat und deshalb sogar auf Rüstung und Armee völlig verzichten kann.

1. Grund, warum wir keine Armee brauchen:
Die Bundeswehr wurde uns aufgezwungen

Es war Anfang der 1950er Jahre schwierig für die Regierung Adenauer, deutsche Soldaten auf Wunsch der westlichen Alliierten aufzustellen. Die Mehrheit der Bevölkerung war strikt dagegen, nach dem Motto: "Nie wieder Krieg!"
 
Doch bereits 1950 begann man mit den (Jahre lang geheim gehaltenen und später verschleierten) Vorbereitungen zur Aufstellung der Bundeswehr. Bereits 1956 wurde die allgemeine Wehrpflicht beschlossen und 1957 sind die ersten Rekruten eingerückt. Die Stimmung in der Bevölkerung blieb negativ.
 
Zeitlich leicht verschoben hat man in der DDR die Nationale Volksarmee NVA aufgebaut. Eine echte Feindschaft zwischen den deutschen Streitkräften hat nie bestanden. Das Feindbild war der Kommunismus, also eine Ideologie, keine Armee. Die NVA war, so lange sie bestanden hat, nie an einem Krieg beteiligt.
 
Es dauerte fast 50 Jahre, bis, nach der Wiedervereinigung und der Auflösung der NVA, zum ersten mal deutsche Soldaten im Ausland eingesetzt wurden. Am 30. Juni 1995 beschloss der Bundestag, Soldaten nach Jugoslawien zu schicken und dort zu bombardieren.
 
Dieser Krieg war völkerrechtlich illegal, aber durch internationale Propaganda intensiv vorbereitet. Wie das im Einzelnen gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt wurde, darüber sind Bände geschrieben worden. Tatsache ist: Diese Kriegseinsatz, wie auch der in Afghanistan, wurde uns von den USA und von der NATO aufgedrängt. Eine Mehrheit der Bevölkerung war dagegen.
 
Die rotgrüne Regierung unter Gerd Schröder und Joschka Fischer hätte mutig "nein" sagen können und hat das feige "Ja" zu verantworten. Seitdem ist auch nicht mehr sicher, dass die Grüne Partei gegen Rüstung und Krieg eingestellt ist, und mit der Zustimmung zum Kriegseinsatz der Bundeswehr hat Joschka Fischer die Chance vertan, als großer Politiker in die Geschichte einzugehen.

2. Grund, warum wir keine Armee brauchen:
Deutschland hat keine Feinde mehr

Deutschland liegt, mit einigen anderen Ländern, in der Mitte Europas. Unsere unmittelbaren Nachbarn sind Dänemark, Polen, Tschechien, Österreich, Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande. Alle diese Länder haben eine Armee, sogar Luxemburg hat eine leicht bewaffnete Truppe von etwa 1000 Mann, aber keins dieser Länder ist uns feindlich gesinnt.
 
In Polen gibt es vielleicht antideutsche Stimmungen, die aber nicht auf militärische Aggression hinaus laufen, sondern auf Geldforderungen. Es gibt auf jeden Fall auch keine Feindschaft Russlands. Es ist umgekehrt: Feindseligkeiten, Rüstung und Manöver auf Seiten der NATO, die gegen Russland gerichtet sind. Daran muss Deutschland nach der Wiedervereinigung sich aber nicht mehr beteiligen.
 
Die größte Bedrohung unserer Souveränität geht von den USA aus. Sie haben Militär in Deutschland stationiert, das im kriegerischen Einsatz ist, und man droht uns mit Sanktionen gegen den Bau der Pipeline für russisches Erdgas Nord Stream 2. Militärischer Druck ist in Zukunft nicht ausgeschlossen. Bei dem irrwitzigen Kräfteverhältnis aber, ist eine deutsche Armee gegen die USA völlig nutzlos und damit überflüssig.
 
Es gibt auch Stimmen, welche die Souveränität Deutschlands gegenüber den USA anzweifeln und behaupten, dass unsere Regierung nur Befehlsempfänger ist. Da ist wohl etwas dran. Unsere Politiker bewegen sich auf einer rutschigen, teils schmierigen, schiefen Ebene und die NATO spielt als Kraftfeld eine entscheidende Rolle, indem sie uns in Auseinandersetzungen hinein zieht. Am unteren Ende dieser Rutschbahn das NATO-Mitglied Türkei, das jetzt einen Teil von Syrien erobert hat.
 
Deutsche Berufspolitiker/innen wagen nicht, die NATO-Mitgliedschaft in Frage zu stellen. Aber wer steht uns näher? Die Türkei Erdogans oder die Nachbarn Schweiz und Österreich, die keine NATO-Mitglieder sind und trotzdem unbehelligt bleiben?

3. Grund, warum wir keine Armee brauchen:
Die Eroberung von Kolonien ist beendet

Der vorübergehende Reichtum vieler Europäischer Länder basiert auf Eroberungen, die sie mit Waffengewalt in anderen Teilen der Welt durchgefochten haben. Zuerst waren Spanier und Portugiesen mit Segelschiffen und Kanonen unterwegs. Dann kam England mit Dampfschiffen und zähen Soldaten, sie schlugen die Armada und beherrschten die Meere bis ins 20. Jahrhundert.
 
Den Prunk und Protz aus Stein und Eisen, der unter Queen Victoria seinen Höhepunkt fand, kann jeder in London heute noch bestaunen.
 
Auch Frankreich, die Niederlande, Belgien und Deutschland eroberten mit ihren Waffen Länder, Gebiete und Inseln auf dem ganzen Globus und machten sie zu Kolonien. Kolonialisierung bedeutet Ausbeutung aller Ressourcen und Vernichtung oder Unterdrückung der Ureinwohner.
 
Das Überlegenheitsgefühl der weißen Rasse resultiert aus der überlegenen Waffentechnik gegenüber relativ unbewaffneten Völkern und eine heimliche Form von Rassismus ist Voraussetzung, um das alles zu rechtfertigen.
 
Die Analyse des menschlichen Genoms hat aber gezeigt, wie nahe die Menschen miteinander verwandt sind; es existiert keine genetische Schranke und keine rassische Überlegenheit. Außerdem gibt es heute auf der Welt nichts mehr zu erobern, auch wenn die USA sich auf eine Rückeroberung der alten Welt vorzubereiten scheinen. Das ist Irrsinn, an dem wir uns nicht mit einer einzigen Waffe und einem einzigen Soldaten beteiligen sollten.
 
Eine Armee zur Eroberung anderer Länder brauchen wir nicht, weil es für uns nichts zu erobern gibt.

4. Grund, warum wir keine Armee brauchen:
Für die Wirtschaft ist Rüstung kontraproduktiv

Die freie globale Wirtschaft hat die Eroberungen auf eine andere Ebene verlagert. Es geht um Wirtschaftsmacht und um die Macht des Geldes. Auch hier zeigt uns ein Blick auf die USA, wie man es am besten nicht machen soll. Dort hat der Finanzsektor die reale Wirtschaft weit überflügelt.
 
Es ist viel leichter Geld mit Geld zu verdienen als mit der Produktion von Wirtschaftsgütern, die einer globalen Konkurrenz ausgesetzt sind. Die Amerikanische Wirtschaft hat nur noch wenige Produkte zu bieten, die führend sind oder wenigstens mit europäischen und asiatischen Produkten konkurrieren können.
 
Eine Ausnahme ist die Rüstungsindustrie, dort konzentriert sich die technische Entwicklung der USA. In Deutschland und Japan war es nach dem Krieg genau umgekehrt: Die Rüstung wurde eingestellt, die zivile Technik und Industrie sind aufgeblüht. Es ist eine empirische Tatsache, dass starkes Militär die zivile Produktion beeinträchtigt. Frankreich und Großbritannien schneiden da, gegenüber Deutschland und Japan, schlecht ab.
 
Die USA wollen ihre Handelsbilanz durch den Export von Waffen verbessern. Sie fordern zur Rüstung auf und schüren Konflikte. Unsere Volkswirtschaft dagegen ist gesund, sie braucht das nicht, die Industrie ist auch ohne militärische Produktion und ohne eine bedrohliche Armee stark genug. Für die Entwicklung einer zivilen Wirtschaft sind Rüstung und Armee kontraproduktiv, ebenso für den Klimaschutz.
 
Die Energie- und Ökobilanz des Militärs ist katastrophal. Man verschwendet Energie und erzeugt CO2 mit Jagdflugzeugen, Helikoptern, Schwertransportern, Panzern und Dieselmotoren aller Art, ganz besonders bei Manövern, und Truppen-Verlagerungen. Vom Kriegseinsatz ganz zu schweigen.

5. Grund, warum wir keine Armee brauchen:
Wiedervereinigung macht Armee überflüssig

Die Wiedervereinigung Deutschlands wurde nach außen schnell vollzogen, nach innen aber noch nicht abgeschlossen. Die Regierung Kohl machte aus der Wiedervereinigung Deutschlands den Beitritt neuer Länder zur Bundesrepublik. Das war gegen das Grundgesetz, welches als Provisorium gedacht war und noch keine Legitimation durch das Volk besaß.
 
Helmut Kohl aber, in seiner Selbstgefälligkeit und protzigen Überheblichkeit, ging über alle demokratischen Forderungen hinweg, tat so, als hätte er die DDR erobert und mischte sich sogar, bei völliger Inkompetenz, in die Angliederung der Planwirtschaft ein, die hopplahopp ziemlich daneben ging. Angeblich war damals keine Zeit zum Nachdenken.
 
Sehr vieles hätte mit Anwendung von etwas mehr Verstand besser laufen können, doch in der Politik zählt nur das Faktische. Das wusste Helmut Kohl, es ist nichts Besonderes, das zu erkennen, und so hat er uns die miese Situation im Osten, mangels Sachkenntnis, eingebrockt.
 
Es wäre elegant gewesen, mit der NVA auch gleichzeitig die Bundeswehr abzuschaffen, als Zeichen für die Welt, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen soll.
 
Die Tatsache der Wiedervereinigung mit Zustimmung von Gorbatschow und den westlichen Alliierten macht eine deutsche Armee überflüssig. Artikel 87a, Grundgesetz sagt im ersten Satz: Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf. Zur Verteidigung! Gegen wen soll uns die Armee nach der Wiedervereinigung (mit Einverständnis der ehemaligen Gegner) noch verteidigen?
 
Mit ein wenig mehr geistigem Aufwand hätte man 1990 auch die Pflicht erfüllen können, endlich eine gültige, vom Volk legitimierte, Verfassung zustande zu bringen und in dieser Verfassung festzulegen, dass Deutschland keine Armee aufstellt. So steht es in der Verfassung von Costa Rica, ein viel schwächeres Land, in einer Region die wesentlich unruhiger ist. Die Bürger dieses Landes sind glücklich damit.

6. Grund, warum wir keine Armee brauchen:
Frauen sind gegen Krieg und Rüstung

Die Gleichberechtigung der Frauen hat in Deutschland in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gemacht. Worauf aber geht die zu Recht bekämpfte Dominanz der Männer zurück? Auf das Tragen von Waffen, den Kampf mit Waffen und auf die Struktur des Militärs, die in viele zivile Organisationen eingedrungen ist.
 
Ein Beispiel: Die Rundfunk- und Fernseh-Anstalten des öffentlichen Rechts sind wie das Militär strikt hierarchisch organisiert. Demokratie und Gleichberechtigung sind in den Programmen verbal immer präsent, aber in den inneren Strukturen der Öffentlich-Rechtlichen nicht erkennbar.
 
Frauen in Deutschland haben Macht und die große Mehrheit aller Frauen wollen mit Waffen und militärischen Befehlspyramiden nichts zu tun haben. Sie sind emotional und rational gegen Krieg eingestellt, gegen Rüstung, gegen Männerorganisationen und gegen Militär.
 
Das könnte übrigens der Grund sein, weshalb über Krieg und Frieden, über Rüstung und Abrüstung, über Angriff oder Verteidigung nie und nirgendwo vom ganzen Volk abgestimmt wird. Die regierenden Männer ahnen, dass sie jede dieser Abstimmungen verlieren würden.
 
Die wenigen Frauen, die für Aggression, Rüstung und Armee sind, würden bei so einer Abstimmung leicht durch männliche Kriegsverweigerer und Vernunftmenschen kompensiert. Eine Mehrheit gegen den Krieg wäre bei einer Volksabstimmung sicher. Rüstungslobby, Militaristen und Russenhasser würden glatt überstimmt.
 
Eins ist jedoch verwunderlich: Die christlichen Parteien der Bundesrepublik haben es geschafft, dass zwei Frauen aus ihren Reihen Rüstung und Geld für Rüstung auf nationaler und auf EU-Ebene propagieren und dass Queen Angela zustimmend schweigt. Wenn Spitzenpolitikerinnen aber das Lied der Falken pfeifen, hat das mit Gleichberechtigung nichts zu tun.
 
Gleichberechtigung bedeutet, dass die Wünsche fast aller Frauen gegenüber den Ambitionen der Männer klar zur Geltung kommen. Die meisten (deutschen) Frauen wollen keinen Krieg, keine Waffen, keine Rüstung und keine Armee. Ein Teil der Männer denkt genau so und die Mehrheit steht. Frauen entscheiden in diesem Fall, was die Mehrheit will.

7. Grund, warum wir keine Armee brauchen:
Zwei verheerende Kriege sind genug

Der Zweite Weltkrieg war ein Angriffskrieg Hitlers gegen Polen, Belgien, Frankreich, Niederlande und gegen die Sowjetunion. Es war die größte Katastrophe dieser Art in der Geschichte und das Deutsche Reich und das Deutsche Volk tragen die Schuld.
 
Doch das ist noch nicht genug. Als das Blatt sich wendete und der Sieg der Roten Armee sich trotz riesiger Verluste anbahnte, als die deutschen Soldaten nicht mehr töten konnten, sondern in Stalingrad getötet und gefangen wurden, da heizten die Verbrecher in der Berliner Regierung die Verbrennungsöfen erst richtig an und mordeten bis 1945 noch Millionen unschuldiger Menschen.
 
Das ist das größte mir bekannte Verbrechen in der Geschichte. Und wer sagt, die deutsche Wehrmacht hätte nichts damit zu tun gehabt, der lügt.
 
Trotzdem wurde später von den westlichen Alliierten ein genereller Persilschein für deutsche Soldaten ausgestellt. Das geschah, damit beim Aufbau der Bundeswehr ohne große Untersuchungen Offiziere der Wehrmacht übernommen werden konnten. Sie wurden mit höheren Dienstgraden wieder eingestellt. Daraus erklärt sich die Legende von der Unschuld der deutschen Wehrmacht an den Verbrechen in Polen und Russland.
 
Bei all dem müssten wir längst das friedlichste Volk der Erde sein und die Mitte Europas das Zentrum einer waffenfreien Zone. Keine Waffenproduktion, keine Rüstung, keine Armee und nie wieder Krieg. Muss das ewig eine Wunschvorstellung bleiben? Wann geht der Wahn der Rüstung zu Ende? Welches Land ist denn mehr dazu prädestiniert, endlich Schluss zu machen?
 
Was wäre, wenn wir wirklich Demokratie hätten, am besten Direkte Demokratie? Wir wären friedlich und neutral wie die Schweiz und Österreich und bestimmt glücklicher.
Am 13.03.2020 auf KenFM veröffentlicht
und hier leicht überarbeitet (interne Links).
Letzte Änderungen 03.05.2020

                                               


 

Was wir nicht brauchen

Mehr Rüstung und eine europäische Armee

  Was wir nicht brauchen

Deutsche Soldaten im Ausland und auf den Weltmeeren

  Was wir nicht brauchen

Amerika als Vorbild für Politik, Wirtschaft und Finanzen

  Was wir nicht brauchen

Staatsschulden anstatt Steuern auf Finanzgewinne

  Was wir nicht brauchen

Energieverschwendung nur zum Geldverdienen. (Reklame, Verpackung, Wegwerf-Produkte)

  Was wir nicht brauchen

Eine Nato, die keinen Feind (Warschauer Pakt) mehr hat

  Was wir nicht brauchen

Hass gegen Russland und seinen Präsidenten

Was
wir brauchen

Vertrauen in Friedenspolitik und Abrüstung
  Was wir brauchen
Ende der Umverteilung von unten nach oben. Es fängt damit an, dass der Staat bei den Geldbesitzern keine Schulden mehr macht.
  Was wir brauchen
Energie-Sparmaßnahmen auf allen Ebenen, in Haushalt, Verkehr und Industrie
  Was wir brauchen
Eine Strategie gegen Rechtsradikale und deren Parolen
  Was wir brauchen
Eine Transaktionssteuer und eine hohe Steuer auf Kerosin, beides am besten global
  Was wir brauchen
Erbschaftssteuer, um Wettbewerb und Chancengleichheit zu sichern, für Firmen-Erben auf 25 Jahre verteilt

Was wir nicht brauchen

Wirtschaftliche Sanktionen gegen Iran, Syrien oder Russland

  Was wir nicht brauchen

Verhaltenskontrolle durch Facebook, Google und andere mit geheimer Statistik aller Klicks und Likes

  Was wir nicht brauchen

100 Billionen Dollars und Euros an Geldüberfluss

  Was wir nicht brauchen

Rettung von Banken auf Kosten der Allgemeinheit

  Was wir nicht brauchen

Energieverschwendung um mehr Gewinn und ständiges Wachstum zu erzeugen

  Was wir nicht brauchen

Managereinkommen, die 100 bis 1000 mal so hoch sind wie Löhne und Gehälter der Angestellten

  Was wir nicht brauchen

Weitere Großflughäfen weder bei Berlin noch anderswo

Was
wir brauchen


Bessere Schulen für Unterricht in Informatik, Mathematik, Statistik und Naturwissenschaften
  Was wir brauchen
Bildungs-Chancen die nicht abhängig vom Einkommen der Eltern sind
  Was wir brauchen
Vermögensabgaben für Superreiche und höhere Steuern für große Einkommen
  Was wir brauchen
Entlastung der Lohn und Gehaltsempfänger von Sozialabgaben
  Was wir brauchen
Gezielte Quellensteuern auf alle Umsätze der internationalen Großkonzerne
  Was wir brauchen
Eine Soziale Quellensteuer zur Verteilung sozialer Lasten auf Menschen, Maschinen und Roboter
  Was wir brauchen
Strukturreformen der EU, hin zur Demokratie

Wir brauchen einiges, aber nicht alles auf einmal

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Als Poster, volle .jpg-Datei zum Ausdrucken
 
Wir brauchen mehr Demokratie, viel mehr Demokratie, Direkte Demokratie,
Direkte Digitale Demokratie

                             


 
Anleitung zum Aufstieg
Ein kurzer Vortrag über alles, es spricht der Autor Rob Kenius

Der Klick ins Studio


Gegen den Maianstream, die andere Richtung
(Der Text des Vortrags über alles)

Der Vortrag basiert auf Gedanken aus dem
Buch: Leben im Geldüberfluss
(Erschienen 01.07.2019)


Finanzfachleute sagen einen totalen Crash des Finanzsystems voraus.

Klimaforscher warnen vor dem Hitzetod und vor der Überflutung von Millionenstädten am Meer.

Meeresbiologen berechnen die Anreicherung von CO2 in den Weltmeeren und erforschen, wie dadurch ein großer Teil des Lebens im Meer vernichtet wird.

Wirtschaftsexperten sagen, dass eine Übertragung des europäischen Lebensstandards auf den Rest der Welt unmöglich ist, aber trotzdem wird er vorangetrieben. Alle nur denkbaren Märkte sollen erschlossen werden. Dazu wäre die Ausbeutung von drei Planeten wie der Erde erforderlich. Für den amerikanischen Standard müsste man fünf Planeten zur Verfügung haben.

Mediziner befürchten, dass durch natürliche Evolution oder durch Genmanipulation tödliche Viren und andere Mikroben entstehen können, gegen die es keine Mittel gibt.

Biologen haben beobachtet, wie ein Pilz fast alle Froscharten vernichtet, und es steht fest, dass sich dieser Pilz durch Transportsysteme der Menschen ausbreitet.

Friedensforscher wissen, dass eine Hochrüstung, wie sie zur Zeit global stattfindet, zum Krieg führt, und ein weiterer Weltkrieg könnte der letzte sein, den Menschen anrichten.

Die Wirtschaft der USA

Die Wirtschaft der USA kann den Wohlstand des Landes nicht mehr sichern, das geschieht durch das Finanzsystem. Gewinne entstehen dadurch, dass die Geldmenge ständig vergrößert wird. Dieser Geldmenge in der Größenordnung von hundert Billionen Dollar stehen keine realen Werte gegenüber. Das Geld-System hat sich von der Realität gelöst und kann jederzeit zusammenbrechen.

Man versucht, die Defizite der US-Wirtschaft durch Rüstung und Export von Waffen auszugleichen. Waffen sind gemacht, um Krieg zu führen und Menschen zu töten, sie wandern immer in die Hände von Militärs, Milizen und Terroristen.

Es besteht die akute Gefahr, dass die USA im Taumel des drohenden Untergangs, die Welt mitreißen, indem sie ihre Massenvernichtungswaffen einsetzen. Die nuklearen Sprengköpfe und Bomben sind bereits überall stationiert. Ein globaler Atomkrieg würde nicht nur uns vernichten, sondern die meisten Menschen auf allen Kontinenten. Diese Möglichkeit ist real und die Wahrscheinlichkeit dafür ist stark angestiegen.

Dass die Trends in den Abgrund nicht gestoppt werden, hat diverse Gründe, die jeweils durch eine Gruppe von unterschiedlichen Interessenten durchgedrückt werden.

Die Erderwärmung wird nicht gestoppt

Die Erderwärmung wird nicht gestoppt, weil das Interesse der Wirtschaft besteht, mit Einsatz von immer mehr Energie ein prozentuales Wirtschaftswachstum zu erzeugen. Schon vor 50 Jahren haben Wissenschaftler des Club of Rome angekündigt, dass dieses prozentuale Wirtschaftswachstum zu einer exponentiellen Steigerung führt und die Möglichkeiten auf der Erde überfordert. Wirtschaft und Politik weichen der Erkenntnis dieser Tatsache aus.

Die sichtbaren Abfälle aus dem Konsumüberfluss werden in andere Länder exportiert oder auf dem Weg dorthin ins Meer gekippt. Im Meer taucht der Plastikmüll wieder auf, die Verseuchung ist offensichtlich, aber ein Urheber ist nicht mehr feststellbar. Das Problem verschwindet aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit.

Abfall der Energiegewinnung ist CO2

Ein unsichtbare Abfall der Energiegewinnung ist CO2, das zu Milliarden Tonnen in die Atmosphäre geblasen wird und sich nebenbei auch im Weltmeer auflöst. Das führt zu einem sogenannten Treibhauseffekt: Die Wärmestrahlung von der Erde in den Weltraum wird durch CO2 und Methan stärker zurück reflektiert. Dadurch erhöht sich die durchschnittliche Temperatur auf der Erde.
 
Die Auswirkungen werden überlagert von zufälligen Ereignissen: Von Luftbewegungen, Meeresströmungen, Wolkenbildung und Niederschlägen. Damit existiert keine eindeutige Kausalität mehr. Es besteht ein statistischer Zusammenhang in einem dynamischen System.
 
Solche Zusammenhänge können mit Computerprogrammen simuliert werden, man kann sie aber nicht sicher berechnen und man kann sie deshalb auch leugnen.
 
Genau so wurde der Zusammenhang zwischen Zigarettenrauch und Krebs Jahrzehnte lang geleugnet, im Interesse der Tabakindustrie.

Unverständnis für die Dynamik statistischer Prozesse

Im Fall des Klimawandels scheitert das konsequente Handeln am Unverständnis für die Dynamik statistischer Prozesse. Dieses Unverständnis ist verständlich, es ist quasi der Normalfall. Das kann aber nicht der Maßstab für eine Regierung sein, nicht zu handeln.
 
Politiker sollten nicht die Sichtweise der Unwissenden übernehmen, sondern auf einsichtige Menschen und Wissenschaftler hören, selbst dann, wenn die Unwissenden in der Mehrheit sind.

Die gewinnbringende Rüstungsindustrie und der Drang nach Energiequellen heizt die Interessen der Industrieländer an, sich gegen die Länder zu wenden, die Vorräte an Öl, Erdgas und anderen Rohstoffen haben. Diese Länder werden militärisch bedroht, bedrängt, sanktioniert und angegriffen, zum Beispiel: Libyen, Irak, Iran und auf lange Sicht auch Russland. Das ist ein Spiel mit dem Feuer.

Massenmedien propagieren die Interessen der Geldgeber

Die Gegenbewegung gegen all diese Trends ist schwach. Unsere Massenmedien propagieren die Interessen der Geldgeber, der Regierungen und der politischen Parteien, sie stehen nicht auf der Seite der friedlich gesinnten Bevölkerung.
 
Vor fünfzig Jahren war das ganz anders. Es gelang der Jugendbewegung, noch ohne Internet und ohne digitale Kommunikation, den Vietnamkrieg der amerikanischen Regierung zu stoppen. Der Wandel im Bewusstsein kam über starke kulturelle Einflüsse, durch Musik, Mode und Kunst. Der Untergang wurde hinaus geschoben.

Die Massenmedien vertreten nicht die Interessen der Medienbenutzer. Genau so vertreten die Repräsentanten in der Politik nicht die Interessen ihrer Wähler gegenüber der Wirtschaft, sondern sie sorgen für einen sogenannten Interessenausgleich. Dabei dominieren die stärksten finanziellen Interessen über die vernünftigsten Einsichten. Das ist Plutokratie in den Zeiten der Postdemokratie.
 
Auch hier sind die Medien als Diener der Macht beteiligt, indem sie den Schein von Demokratie aufrecht erhalten. Sie schaffen für das öffentliche Bewusstsein eine demokratische Kulisse. Das geschieht z.B., wenn im Fernsehen Wahlen als große Medienereignisse inszeniert werden.
 
Zu jeder Wahl gibt es umfangreiche Analysen, Interviews, Tortendiagramme und Hypothesen von Wählerwanderungen und Rätselraten über den Wählerwillen. Wenn die Aufmerksamkeit des Publikums nachgelassen hat, geht es in der Politik so weiter wie vor der Wahl. Es läuft, wie die Mächtigen in der Finanzwelt, der Wirtschaft und der Politik es unter sich ausgemacht haben.

Wahlen verändern nicht die Richtung der Politik

Wahlen verändern nicht die Richtung der Politik. Wahlen verändern auch nicht das tatsächliche Machtgefälle: Oben die Finanzwelt, darunter die reale Wirtschaft, darunter die Berufspolitiker und ihre Parteien, darunter die Staatsdiener, die Polizei und das Militär und ganz unten das gemeine Volk.
 
Zu diesem Volk ohne Macht gehören dummerweise auch fast alle Wissenschaftler und Kritiker, welche die Fehler des Systems erkennen und ein Driften in den Abgrund verhindern wollen. Die Wissenden und die Einsichtigen aber kommen nicht zu Wort.

Wären wenigstens die Medien auf der Seite der Kritik, wo sie eigentlich hin gehören, dann könnte der Trend sich wenden, aber fast alle Journalisten schwimmen im Mainstream, weil sie glauben, sonst ihre Privilegien zu verlieren.
 
Dieser Glaube, dass man durch Veränderung verlieren wird, ist die Hauptursache dafür, dass sich nirgendwo etwas bewegt. Nirgendwo werden die Trends in den Überfluss, in die Überhitzung, in die Verseuchung und in die Rüstung gebremst oder umgedreht.

Das Schwimmen im Mainstream ändert nichts

Der Glaube, dass jede Veränderung eine Verschlechterung bewirkt, ist aber ein Zeichen dafür, dass es bereits abwärts geht. Das Schwimmen im Mainstream ändert nichts. Es verleiht nur ein trügerisches Gefühl von Sicherheit. Das ist die Sicherheit, so wie die meisten anderen zu sein und sich selbst nicht ändern zu müssen.

Es müsste etwas Neues geschehen, obwohl dem überall riesige Hindernisse im Weg stehen. Diese Hindernisse scheinen übermächtig zu sein, aber es ist trotzdem erhellend und gesund, über Veränderungen nachzudenken und davon zu reden.

Polarisation bedeutet Aufspaltung

Was die Entwicklung behindert, ist die gewaltige Polarisation der Gesellschaft. Polarisation bedeutet Aufspaltung in zwei gegensätzliche Pole. An erster Stelle ist das die Aufspaltung in Arm und Reich, die sich immer weiter zuspitzt, weil die Politik nichts gegen die Umverteilung von unten nach oben unternimmt.
 
Polarisation bedeutet auch die Aufsplittung der Menschen in global bewegliche, die sich an jedem beliebigen Punkt der Erde treffen können, und auf der anderen Seite Milliarden Menschen, die lokal verwurzelt sind und z.B. die Erde bewirtschaften oder Häuser, Straßen und Flugplätze bauen. Die einen jetten über die anderen hinweg und das Kerosin das sie dabei verbrauchen, ist nicht einmal mit einer Steuer belegt.
 
Polarisation existiert auch in den Medien. Die Polarisation der Gesellschaft wird von den Medien verstärkt. In den Medien bedeutet Polarisation die Aufspaltung der Menschen in welche, die Medienpräsenz haben und solche, die unbekannt bleiben. So ist der Begriff des Prominenten oder Promis entstanden. Ein Promi ist jemand, der im Fernsehen erscheint, egal aus welchem Grund. Alle anderen sind unsichtbar.

Repräsentanz normaler Menschen

Dem Fernsehen mangelt es völlig an der Repräsentanz normaler Menschen, sie kommen in Spielfilmen vor, zum Beispiel als Polizei, dann werden sie aber von prominenten Schauspielern dargestellt.
 
Für alle, die nicht zum Kreis der Promis gehören, gilt: So wenig wie möglich Fernsehen. Das stärkt unser Selbstbewusstsein, weil es nicht ständig von Überfiguren bedrängt wird, und es schützt vor der täglichen Meinungsmanipulation.

Polarisation der Gesellschaft bedeutet generell eine starke Differenzierung zwischen oben und unten. Das ist unsozial. Man kann zwar nicht alle Menschen gleich machen, aber man kann verhindern, dass diejenigen, die oben sind, immer weiter nach oben driften und diejenigen, die unten im Staub und im Schlamm und im Dunkeln agieren, völlig unmündig bleiben und aus dem Bewusstsein verschwinden.
 
Zu diesen Unsichtbaren gehören aber nicht nur Kanalarbeiter, sondern auch die meisten Wissenschaftlerinnen, Ingenieure, Handwerker und Ärztinnen. Das sind all diejenigen, die nicht in der Öffentlichkeit über Probleme reden, sondern sie anpacken und lösen.


Egalität bedeutet Gleichberechtigung

Das Gegenteil von Polarisation ist Egalität, französisch egalité. Egalität ist angesagt. Egalität bedeutet Gleichberechtigung, nicht Gleichmacherei. Eine egalitäre Gesellschaft, ohne viel Oben und Unten, ist dynamisch, durchlässig und anpassungsfähig und sie reagiert schnell.
 
Egalität ermöglicht den Aufstieg ohne sich zu verbiegen und den Abstieg ohne Gesichtsverlust. Wir können das in den skandinavischen Ländern und in der Schweiz sehen. In der Schweiz gibt es keine Polit-Stars, obwohl die Schweiz politisch eins der besten Länder der Welt ist. Das liegt an der direkten Demokratie, die keine Politstars nötig hat. Die bekanntesten Stars der Schweiz sind alternative Systemkritiker wie Jean Ziegler und Daniele Ganser oder die deutsche Kulturmigrantin Sybille Berg.

Durch das Internet ist eine neue Form von Egalität entstanden. Der Grund dafür ist die Interaktivität. Jeder kann selber seine Gedanken öffentlich machen.
 
Gäbe es nicht diese Möglichkeit, dass jeder sich im Internet äußern kann, auch ohne Macht, auch ohne Geld und ohne eine Genehmigung, ohne diese Freiheit wäre nicht einmal dieser Text hier entstanden. Irgendwo wird er hochgeladen und dann gelesen oder gehört werden und wer ihn liest oder hört kann die Datei kopieren, weitergeben oder verlinken. Das ist revolutionär und bringt die Macht zum Wanken.

Das Internet ist kommerzialisiert

Wir müssen jedoch um diese Freiheit kämpfen. Das Internet ist kommerzialisiert, es wird von Internet-Riesen beherrscht: Google, Facebook, Twitter usw. Und die staatliche Kontrolle nimmt zu. Die Mächtigen der Welt sind aufgewacht und werden nicht ruhen, bis sie das Internet genau so unter Kontrolle haben wie die klassischen Medien oder wie die katholische Kirche im Mittelalter die Texte der Bibel und die Moral der Gläubigen.
 
Wer das Netz versteht, gehört zu denen, die es beherrschen. Es ist so ähnlich wie mit der Sprache: Wer eine Sprache versteht, kann sie beherrschen. Auch die Sprache ist weder Privateigentum noch unter Kontrolle der Macht.

Neue Möglichkeiten für das Geldsystem

Dieser Gedanke öffnet auch neue Möglichkeiten für das Geldsystem. Geld ist auf die Akzeptanz aller Menschen angewiesen, genau wie der Markt auf alle angewiesen ist, die handeln und etwas kaufen. Dazu gehören alle Konsumenten. Sie können den Konsum nämlich auch verweigern, z.B. den Konsum von Fleisch, von Wegwerfartikeln und Kerosin.

Das Geld hat im Dollar schon lange keine materielle Basis mehr, niemand garantiert einen Umtausch in Gold. Geld ist darauf angewiesen, dass alle es akzeptieren und dafür arbeiten oder Waren für Geld verkaufen. Sobald das verweigert wird, gewinnt man eine Kontrolle über das Geld. Es beginnt damit, dass bestimmte Dinge als unverkäuflich gelten: Die Luft, das Wasser, das Meer. Und wer die Qualität von Luft, Wasser und Umwelt versaut, muss belangt werden.

Gegen die Übermacht der Finanzwelt

Eine Maßnahme gegen die Übermacht der Finanzwelt ist auch, den Kauf von Waren einzuschränken. Einige Länder erlauben keinen Landbesitz für Leute, die nicht im Lande leben. Das reduziert die Bodenspekulation und Spekulation auf dem Wohnungsmarkt. Arbeiter können sich weigern, nur für Geld allein zu arbeiten, sie können Mitsprache verlangen. Das begrenzt die Macht der Finanzwelt.

Die Verfassung könnte es den Regierungen verbieten, im Namen der Bürger Schulden zu machen und so die Lasten auf kommende Regierungen und kommende Generationen zu verschieben. Dadurch entfallen auch Zinsen, die ein Geschenk an die Banken sind.

Am Anfang aller Gegenmaßnahmen gegen die Macht des Geldes steht die Erkenntnis, dass Geld nicht den Reichen, nicht den Banken und nicht einmal den Staaten allein gehört, sondern der Allgemeinheit, die es akzeptieren muss. Ohne die Akzeptanz aller, ist Geld nichts wert.
 
Diese Erkenntnis, dass Geld und seine Akzeptanz nicht von oben kommen, sondern ein Allgemeingut sind, das ist der Ansatz für eine Demokratisierung des Geldsystems.

Fast all die Trends, die abwärts führen, werden vom Geld ausgelöst oder für Geld in Kauf genommen. Wer sich dem aus Einsicht widersetzt, vergrößert die Chance für einen Aufstieg. Text als .pdf
  Rob Kenius, 20. Juli 2019

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