S t a d t g r e n z e
bis zum Ende der Häuser wo das Gras höher wird
wo zwischen zwei und fünf Uhr nachts
kein einziges Auto mehr fährt
nur noch das Radio läuft
in dieser Leere
ohne Licht
Geruch
Luft
und
Ton
neu eingelegte Fensterflächen
Parallelogramme der Planung
Abfalltonnen in Vorgärten
nass grau und dunkelgrün
Nieselregen im Stau der
schmerzenden Strahlen
fahren stadtauswärts
gegen den Westwind
bis auf der Haut
Hoffnungsbeulen
zerplatzen im
fahlen Glanz
vor der Tür
Elektrizität findet statt
in der Stadt auch am Rand
Spannung zwischen Zentrum
und Hand und Vergebung an
den Flächen der Berührung
nirgendwo ist eine Grenze

 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Rob
Kenius
2015