Rob Kenius, 1992

1
Hinter der Welt ist ein Spiegel
der den Blick auf die Zukunft verstellt
Alles ist dunkel, gegen Abend
hör ich Trommeln vor dem Zelt
Es glühen Feuer auf den Bergen
und die Nacht wird rötlich erhellt
Doch dann am Morgen, wird es sichtbar
Das ist noch nicht das Ende der Welt

der Tanz der Vulkane

Vulkane sind willenlos
nur von Gräsern oder Asche bedeckt
aus der Wildnis der Erinnerung
durch den Zufall wieder geweckt




2
Hinter der Welt sind Wolken
und dann ein großes Meer
Auf diesen Inseln gibt es Löwen
und sie tanzen in der Nacht
mit wehenden Haaren

den Tanz der Vulkane

Vulkane sind willenlos
nur von Gräsern oder Asche bedeckt
aus der Wildnis der Erinnerung
durch den Zufall wieder geweckt

Vulkane, die jahrelang
unter Lava vergessen und still
doch aus den Bergen und innerer Glut
werden Vulkane, wenn einer es will


3
Hinter der Welt sind Felder
und Wellen ohne Raum
Es gibt keine Grenzen und sie tanzen
zwischen Wirklichkeit und Traum
Milliarden von Jahren

den Tanz der Vulkane

Vulkane sind willenlos
nur von Gräsern oder Asche bedeckt
aus der Wildnis der Erinnerung
durch den Zufall wieder geweckt

Vulkane, die jahrelang
unter Lava vergessen und still
doch aus den Bergen und innerer Glut
werden Vulkane, wenn einer es will

Vulkane sind bodenlos
wie die Hölle ohne Schatten und Licht
eines Tages brechen sie Ketten los
und der Wahnsinn springt ins Gesicht