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Alle Rechte an Text, Bild u. Ton: Rob Kenius

Kritik ist gut, Konzepte sind besser.

Über Probleme reden kann jeder und je gebildeter und selbstbewusster jemand ist, um so mehr. Aber Probleme lösen können nur diejenigen, welche mehr von der Sache verstehen, und das geht nicht ohne die Kenntnisse von Technik und Mathematik.
 
Man glaubt, Mathematik sei ausschließlich dazu da, komplizierte Geräte zu konstruieren oder bestenfalls, um Steuervorteile zu ergattern. Doch das ist ein großer Irrtum. Wir brauchen ein paar grundlegende Kenntnisse, um Zusamenhänge zu verstehen und Relationen zu beurteilen, heute mehr denn je.
 
Informatik, Finanzwirtschaft, Energiemix, Wirschaftswachstum und alles, was mit Statistik zu tun hat. Das Verständnis dieser Dinge basiert auf Mathematik und die ist nicht einmal besonders kompliziert.
 
Die Webseite kritlit.de ist systemkritisch und hat das Ziel, Veränderungen zu bewirken. Vielen Akteuren der Politik mangelt es an Einblick in Zahlen und Funktionen, die sich mit ein wenig Mathematik einfach und klar darstellen lassen.
 
Der Autor Rob Kenius ging als Kind nur einen Tag in den Kindergarten und ist dort gleich wieder weg gelaufen. Seine Mutter akzeptierte das und brachte ihm selber das Zählen bis tausend bei.
 
Als er in die Schule kam, kannte Rob schon das dekadische Zahlensystem und war der beste in Mathematik. Reine Mathematik hat ihn aber nie interessiert, sondern Anwendungen von Mathematik in Physik und Ökonomie.
 
Woher die weit verbreitete Aversion gegen Mathematik kommt, ist unklar, sie hat auf jeden Fall mit dem Schulwesen (und wenig mit dem Geschlecht) zu tun. Entscheidend ist, wozu die Unkenntnis geführt hat: Kaum jemand kann präzise Antworten auf solche Fragen geben:

  • Was ist Geld?
  • Was ist eine Funktion?
  • Was ist Wahrscheinlichkeit?
  • Was ist Energie?
  • Was ist eine Dimension?
  • Wie sicher ist eine Statistik?
  • Was ist Korrelation?
  • Wie weit kann man zählen?
Viele werden mit einem interessanten Wortschwall antworten und zum Beispiel die Fragestellung in Frage stellen, doch präzise Antworten werden nur wenige kommen. Man könnte sich mit seiner Unwissenheit auf Sokrates berufen, der gesagt haben soll:
 
Ich weiß dass ich nichts weiß.
 
Doch dieser angeblich authentische Spruch ist falsch, Sokrates wollte eher sagen:
 
Ich weiß, was ich nicht weiß.
 
Das ist wesentlich sinnvoller. Sokrates wusste sehr viel, aber er wusste auch oder konnte es abschätzen, was er nicht wusste. Er betonte das besonders, um den Bürgern in ihrer Selbstgefälligkeit etwas davon zu vermitteln, dass auch sie das meiste nicht wissen und mehr wissen sollten.
 
Wenn kritlit.de ein paar Leute darauf aufmerksam machen kann, was sie alles, trotz Bildung und beruflicher Fähigkeiten, nicht wissen, ist schon viel erreicht.
 
Vieles auf kritlit.de hat Unterhaltungswert, ähnlich wie Satire und Cabaret. Es gibt auch Rap und gesprochene Tonaufnahmen.
 
Das meiste ist ernst gemeint, aber ambivalent formuliert, so dass Leserin und Leser der Härte der Erkenntnis noch ausweichen können und vielleicht anfangen, selber nachzudenken.

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